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Übersetzungen


Liza

Liza von T_G

deutsche Übersetzung von Vulcan

 

Die 14-jährige Liza Holm lebte bei ihrem Vater, dem 35-jährigen Ted, seit ihre Mutter sie verlassen hat und zu ihrer neuen Liebe gewechselt ist. Vielleicht konnte sie so nicht weiterleben, da ihr Vater im diplomatischen Dienst tätig war und ständig mit der Familie verreiste. Liza hingegen liebte es, neue Länder kennen zu lernen. "Meine nächste Reise führt zum Afrikanisch Arabischen Kalifat. Kommst du mit mir oder gehst du zur Oma? " fragte ihr Vater. Liza ging ungern zur Großmutter. Ihre Großeltern mochten Ted nicht und akzeptierten sie nur widerwillig. Sie stimmte zu, stattdessen mit ihrem Vater zu gehen. "Die AAK ist ein strenges muslimisches Land, in dem jede Frau Schleier trägt, aber als Diplomatentochter brauchst du es nicht. Absolut sicheres Land. Es gibt keine Botschaft, aber wir werden in einem einfachen Haus leben. Ich werde viel arbeiten müssen. Wir können nicht viel Zeit miteinander verbringen, und keine andere Diplomatfamilie wird in der Nähe sein. Du wirst viel Spaß mit den Einheimischen haben! Fast jeder kann Englisch." sagte Ted. Ein paar Tage später kamen sie an. Am Flughafen wartete ein Mann mit drei voll verschleierten Frauen in schwarz auf sie. Der Mann stellte sich als Ahmed Golan vor und präsentierte die Frauen ein perfektem Englisch: "Dima ist meine Frau, Juba und Fessa, meine Töchter. Sie sind mitgekommen, weil meine Töchter sehr neugierig auf dich sind, Liza." "Hallo Liza! Du wirst neben uns wohnen. Wir hoffen, gute Freunde zu werden! Wir hatten noch nie eine europäische Freundin."Die Mädchen lachten und gaben ihre ihre behandschuhten Hände. Dima wurde begrüßt. Sie sprachen alle gut Englisch. Nach einer kurzen Fahrt erreichten sie ihr neues Zuhause. Die Mädchen halfen Liza, ihre Sachen in ihr Zimmer zu räumen. Liza wunderte sich, dass sie ihre Schleier nicht ablegten. "Es ist hier so Sitte!" sagten sie lachend. Dann begleitete Liza die Mädchen in deren Zimmer. Liza sah sich darin um. Es war ein schönes großes Zimmer, zwei Betten, zwei Kleiderschränke, zwei Sessel und ein Tisch gehörten mit zur Einrichtung. Liza bat sie ihre Schleier abzulegen,um ihr deren Gesichter zu zeigen. Die Mädchen schlossen die Tür ab und hoben ihre Schleier von ihren Gesichtern. Dann unterhielten sie sich. Juba war vier, Fessa war zwei Jahre älter als Lisa. Beide gutaussehend, normales Gesicht, dunkelbraune Augen, langes schwarzes Haar. Es klopfte. Schnell verhüllten sich die Mädchen und öffneten die Tür. Es war Dima. Sie brachte den drei Mädchen eine Schale mit Kuchen. Zu Lizas Überraschung aßen die beiden Mädchen verschleiert. "Wir machen das immer so ohne den Schleier fühlen wir uns unwohl." sagten sie. "Lasst uns sie auch verschleiern!" sagte Juba. „Prima! Es ist eine ausgezeichnete Idee!" stimmte ihr ihre Schwester zu. „Was?“ "Sag nicht, dass du nicht darüber nachgedacht hast, wie es sich anfühlt einen Schleier zu tragen. Wie alt bist du? Du bist doch schon vierzehn?” fragte Juba. "Siehe mich an! Wärst du von hier, würdest du den Schleier schon zwei Jahre lang tragen. Es wäre dann auch dir unangenehm, anderen dein Gesicht zu zeigen." sagte Fessa. Liza versuchte sich zu wehren, aber die beiden verschleierten Mädchen beachteten sie nicht. Sie wurde mit sanfter Gewalt, nackt ausgezogen und sie begannen sie anzuziehen. Schwarzes Knie langes Hemd, lange Hose, Kniestrümpfe, Abaja und Hijab. Dann Schuhe, Niqab und Handschuhe, alles schwarz. Schließlich banden sie ihr über den Khimar einen schwarzen Niqab übers Gesicht. Sie ging zum Spiegel. Liza sah nur drei identische schwarz verhüllte Mädchen. Ihre neuen Freundinnen wurden eine nach der anderen umarmt. "Du bist wunderschön meine Schwester!" sagte Juba. "Wie ein echtes arabisches Mädchen! Dein Name sollte Laia sein!Das klingt viel arabischer." sagte Fessa. „Vielen Dank! Ihr seid wirklich in Ordnung, aber ich muss mich jetzt umziehen und nach Hause gehen." sagte Lisa. "Warum die Eile, Laia! Setzen wir uns für eine Weile hin und essen einen Kuchen." Lisa setzte sich und die drei verschleierten Mädchen redeten noch. Währenddessen aß sie voll verschleiert von der Torte, wie sie es bei ihren Freundinnen sah. So vergingen zwei Stunden. Liza merkte nicht, wie schnell die Zeit verging. Sie vergaß sogar, dass sie einen Schleier trug. Liza wurde von den Mädchen in Arabisch unterrichtet und sie mussten lachen, wenn sie etwas falschaussprach. Es wurde wiederholt geklopft. „Wow! Ich wusste nicht, dass ich drei Töchter habe!" lachte Dima. „Ja! Laia ist unsere neue Schwester! " "Laia?" „So nennen wir Liza auf arabisch.” sagte Juba. Alle lachten. Dima sagte, dass Lizas Vater sie bat, nach Hause zu kommen. "Du gehst so nach Hause! Wir begleiten dich. " sagten die Mädchen. Sie nahmen Liza in die Mitte und gingen los. Dima nahm Lizas Kleider, legte sie in eine Tüte und folgte ihnen. Ich wünschte, sie wäre meine Tochter! Juba wird bald heiraten und uns verlassen. Die drei Mädchen, gefolgt von Dima, kamen zu Lizas neuem zu Hause und klopften an. Ted öffnete die Tür und sah vier verschleierte Frauen. Hinter einem der Schleier sagte Liza: "Hallo Papa! Die Mädchen haben mich in ihre Schleier gekleidet. Lässt du mich eintreten?" Ted nahm Lizas Kleider entgegen und ging hinein. "Und wie fühlst du dich in deinem Schleier, meine Tochter?" "Es ist okay. Natürlich ist es sehr warm darin, wie leicht sehen kann. Ich habe es seit mindestens zwei Stunden an und es ganz vergessen. Ich habe mich mit den Mädchen angefreundet, sie haben mich wie eine Cousine behandelt. Sie haben Laia genannt." sagte Liza. "Laia, bring mir mein Essen, ich bin hungrig! Und vergiss nicht, arabische Mädchen essen nach den Männern!"er lachte. Nachdem Ted gegessen hatte, setzte sich Liza hin und begann zu essen. Ted beobachtete seine Tochter beim Essen. „Dad! Du darfst nicht zusehen, wie ein verschleiertes Mädchen isst! " "In Ordnung, ich gehe! Dann mach Ordnung und geh schlafen, es ist spät. Vielleicht schläfst du in deinem Schleier, die Frauen schlafen hier so." sagte ihr Vater und ging hinaus. Nachdem Liza alles aufgeräumt hatte, ging sie in ihr Zimmer. Sie schaute in ihr verschleiertes Spiegelbild. Sie verbeugte sich und sagte zu ihrem Spiegelbild: "Gute Nacht Laia! Schlaf gut in deinem Schleier, Araberin!" und lachte sich aus. Am nächsten Morgen frühstückte sie mit ihrem Vater. Ohne Schleier, weil es mit Kleidung gewaschen wurde. Sie erzählte ihm, wie gut sie im Schleier geschlafen hatte. Ted sagte ihr, dass er den ganzen Tag arbeiten würde und nur zum Abendessen nach Hause kommen würde. "Ich treffe Geschäftsleute. Ich esse mit ihnen. Mach etwas für dich! " Liza kochte ihr Mittagessen. Sie dachte darüber nach, was sie bis zum Abend tun könnte. Sie wollte ihre neuen Freundinnen besuchen. Sie zog die dunklen Kleider und den Schleier an und ging zu ihnen. Dima öffnete die Tür. "Bist du es Laia? Die Mädchen sind noch nicht von der Schule nach Hause gekommen, aber wenn du willst, können wir einkaufen gehen." "Sehr gern, ich muss es auch für mich einkaufen." Liza nickte. Die zwei verschleierten Frauen gingen zum Basar. Auf dem Weg dorthin sahen sie eine westliche Frau, die mit zwei Polizisten stritt: „Nein! Ich bin keine lokale Dame!Ich bin Tourist! Warum sollte ich einen Schleier tragen?" "Du bist hier falsch! Dies ist kein Gebiet für Touristen! Hier gilst du als Frau aus der Gegend, und du musst einen Schleier tragen!" sagte einer der Polizisten streng. "Kann ich dir helfen?" fragte Liza. Sie überreichte dem Polizisten den Diplomatenpass, den sie von ihrem Vater bekommen hatte. "Danke!" Der Polizist beugte sich zu Liza und gab den Pass zurück. "Bitte sag der Dame, dass es hier eine Straftat ist sich nicht zu verschleiern und eine Haftstrafe erfolgt." sagte der andere Polizist. "Aber wenn die Dame bereit wäre Schleier zu tragen, würde sie nicht bestraft werden?" fragte Liza. Die Polizisten nickten. „Natürlich! Wenn die Frau einen Schleier trägt, gibt es keine Beleidigung und somit keine Bestrafung. " "Hast du genug Geld, um dir einen Schleier zu kaufen?" fragte Dima die Frau. Die Frau nickte. „Danke! Ich heiße Eva.” Liza gab ihr ihre behandschuhte Hand und sie folgten Dima in einen Schleierladen. Sie erklärte dem Besitzer, worum es geht, und er holte schnell einen billigen Niqab und Hijab her. "Diese sind nicht von hoher Qualität, sogar hässlich. Wenn ich Schleier tragen muss, sollte es die beste Qualität sein!" sagte die Frau namens Eva. Der Ladenbesitzer lächelte. Sie war nur mit der besten und teuersten Kleidung zufrieden. Nach den kurzen, aber fast obligatorischen Preisverhandlungen waren beide zufrieden. Ein paar Minuten später trug Eva ein lokales Kleid und einen Schleier. Sie gingen auf die Straße und zeigten der Polizei die veränderte Eva. 08-07-18 Sie nickten zufrieden. "Meine Dame, sie können in diesen Schleier überall hingehen und werden immer willkommen sein.” sagten sie ihr."Vielen Dank für Ihr Verständnis und Sie sind sehr hübsch im Schleier." Die Polizisten wandten sich an Liza und bedankten sich bei ihr. "Ich danke dir und deine Mutter für eure Hilfe. Ich wusste nichts von dieser Regel und den Vorschriften, aber wenn ich es konnte, verstand ich nicht einmal, was es bedeutete. Aber so kann ich wirklich überall hingehen. Dieser Schleier ist so dicht. Ich frage mich, was mein Mann sagen wird, wenn er mich so sieht!" Eve lachte und gab Liza ihre Visitenkarte. "Sie dachte, du wärst meine Mutter!" Laia lachte, nachdem die Frau gegangen war. "Dann komm schon, Tochter, wir haben noch nichts eingekauft!" Dima nahm ihre behandschuhte Hand in ihre. "Ich dachte auch, ihr wärt Mutter und Tochter." Sie hörten die Stimme des Ladenbesitzers hinter sich. "Es war einfach seltsam, dass du Englisch gesprochen hast. Ich dachte, es wäre nur für die Touristenlady. " Sie erzählten ihm alles. Der Ladenbesitzer war überrascht, dass sie sich erst einen Tag kennen. Er fragte Liza, ob sie ein Gast sei. "Meine Schwestern, Entschuldigung, meine Freunde haben mich gestern unterrichtet, aber ich kann nur ein paar Worte sagen." „Bevor sie gehen, habe ich ein Geschenk für sie! Ein Tourist hat es vor einem Jahr vergessen abzuholen,"sagte der Ladenbesitzer und reichte Liza zwei Bücher. Ein Wörterbuch und ein Sprachbuch. Als sie zurückkamen, waren die beiden Mädchen zu Hause. "Hallo Laia! Hi meine Schwester!" sagten sie fast gleichzeitig. Sie umarmten sich und gingen mit ihr auf ihr Zimmer. "Was machst du morgen, Laia?” fragte Juba. "Willst du morgen mit uns zur Schule gehen!" fragte Fessa und hielt Lizas behandschuhte Hände fest. "Aber ich kann kein Arabisch! Und ich bin auch keine Einheimische." "Aber du siehst genauso aus wie wir! Ich meine, du trägst Schleier. Du wirst Arabisch lernen. Du kennst schon ein paar Sätze, der Rest kommt schnell." Sie saßen bis in die Nacht zusammen. Sie lachten und lasen die Sprachbücher und das Wörterbuch. Liza lernte schnell. Dima kam zu ihnen. „Laia! Dein Vater hat angerufen. Er kommt erst morgen Abend nach Hause. Er sagt, du solltest bei uns bleiben." "Das ist großartig, Schwester! Wir essen hier und du schläfst bei uns!” sagte Juba und umarmte Liza. Nachdem Ahmed sein Abendessen beendet hatte, verließ er das Esszimmer und brachte ein drittes Bett ins Mädchenzimmer. Die vier verschleierten Frauen aßen zusammen. Dima sah ihre Töchter zufrieden an. Alle drei, weil sie Lisa als ihre Tochter betrachtete. Die Mädchen waren alle gleich in ihrem schwarzen Schleier. Sie redeten auf Arabisch, nur Liza fragte auf Englisch, wenn sie etwas nicht verstand. Am nächsten Tag gingen die drei Mädchen zusammen zur Schule. Juba stellte Liza dem Lehrer und den anderen Mädchen vor. Zu Lizas Überraschung waren nur Mädchen die, die heiraten wollten. Sie aßen auch selbst zu Mittag. Das war Teil des Lernens. Und sie sprachen mit ihr Arabisch. Liza wurde behandelt, als wäre sie eine der arabischen Studenten, aber sie verstand noch nicht alles. Nach der Schule gingen sie nach hause. Es war der erste Tag, an dem Liza von morgens bis abends einen Schleier trug. Als der Vater nach Hause kam und er ihr öffnete, begrüßte sie ihn auf Arabisch: "Guten Abend, Mr. Holm! Kann ich reinkommen?" Ted sah fragend auf die Kurve des gleichen verschleierten Mädchens. "Komm schon, Laia! Und mach ein Abendessen für mich!" Ted lachte. "Ja, Mr. Holm, ich bin gleich da", sagte Liza hinter dem Schleier. "Herr Holm! Als sie miteinander sprachen, fiel mir etwas ein. Wie wäre es mit einem Spiel?" fragte Juba. "Was meinst du?" fragte er. 09-07-18 "Laia spielt eine arabische Frau." „Ich soll auch den Haushalt führen, waschen, kochen, aufräumen.” Liza zuckte die Achseln. „Das wird toll! Du trägst rund um die Uhr einen Schleier und darfst nur Arabisch sprechen, du gehst mit uns zur Schule, wir beten zusammen fünf Mal am Tag und wohnst wie unsere Schwester bei uns!” sagte Fessa. „Das ist vollkommen übertrieben!" Liza schüttelte ihren verschleierten Kopf. „Warum eigentlich? Der heutige Tag ist fast vorbei und du trägst den Schleier seit heute morgen!" sagte Juba. „Denk darüber nach! Dies ist eine sehr gute Idee von Juba. Wir werden dir helfen, bei allem was du brauchst!" sagte Fessa. „Und was sagst du dazu, meine Tochter?" fragte Ted. „Was soll sie schon dazu sagen? Natürlich stimmst du zu, nicht wahr, Laia? Und nenne ihn Herrn Holm. Laia, du musst deinen Vater mit Herr Holm anspreche! Es wird bestimmt ein tolles Spiel." sagte Juba. "Ja, Herr Holm! Ich stimme zu." sagte Liza und nickte mit ihrem verschleierten Kopf. Die drei verschleierten Mädchen machten das Essen und danach machten sie Ordnung, putzten und kehrten. Dann kehrten sie zu Dima zurück. Juba sagte ihr, was sie geplant hatten. „So, jetzt bist du meine Tochter Laia!" lachte Dima. „Nenn mich Mutter, meine Tochter, und jetzt ist es Zeit für das Abendgebet und dann ab ins Bett. Es wird schon dunkel!" „Ja, Mutter!" Liza nickte. Voll verschleiert machte Liza Ted am nächsten Morgen das Frühstück. "Danke, Laia!" Ted lächelte seine schwarz verschleierte Tochter an. "Immer zu Diensten, Herr Holm!" kicherte Liza. Sie räumte ab und ging dann mit ihren Schwestern zur Schule. Ihr gefiel das Spiel immer besser. Sie ist Laia, eine muslimische Araberin, die immer Schleier trägt. Sie lebte mit den beiden Mädchen zusammen, als wären sie Geschwister. Ted und Dima behandelten sie wie ihre Tochter, und sie dachte an sie als Vater und Mutter. Sie nannte ihren Vater nur noch Herr Holm. Die Morgengebete gefielen ihr nicht so sehr. Sie hätte lieber noch geschlafen, aber nachdem sie sich daran gewöhnt hatte, früh ins Bett zu gehen, passte sie sich dem an. Eines Tages sagte Juba zu Liza: „Laia! Ich sehe,dass es zu viel für dich wird. Du bist jetzt sechs Monate zu Hause geblieben, um den Haushalt für Herrn Holm zu führen. Deshalb dachte ich, ich würde es übernehmen, Herrn Holm`s Wohnung für eine Weile zu säubern und Frühstück und Abendessen für ihn vorzubereiten. Was sagst du dazu meiner Schwester? " "Ist wirklich schon ein halbes Jahr vergangen? Ich habe es nicht gar nicht bemerkt! Vielleicht ist es Zeit mit diesem Spiel aufzuhören!" sagte Liza und streckte ihre behandschuhten Hand aus, um ihr Gesicht vom Schleier zu befreien. Fessa hielt Lisas Hände fest. „Lass es wie es ist, Schwester! Gefällt es dir wirklich nicht mehr? Bis jetzt warst du doch zufrieden!" „Das ist es nicht! Ich habe den Schleier schon zu lange getragen, ich habe mich daran gewöhnt mein Gesicht nicht zu zeigen und ich spreche und denke in Arabisch, ich fühle mich wie ein total arabisches Mädchen!" sagte Liza hinter ihrem Schleier. „Aber das ist doch großartig! Warum sollte das geändert werden? Und jetzt werde ich für Herrn Holm das Abendessen zubereiten, aber ich werde ihm nicht sagen, wer hinter dem Schleier steckt.” Juba lachte. Das nächste halbe Jahr war wie das letzte. Liza trug den Schleier, ging zur Schule, betete. Sie war vollständig in die Familie integriert. Juba ging regelmäßig zu Ted. Er war mehr und mehr mit ihr zufrieden. Seit sie ihn zum ersten Mal traf, hatte sie die Idee, ihn zu heiraten, aber jetzt wollte sie es ernsthaft. Sie ging zu dem Mann: „Herr Holm ich möchte Ihnen etwas zeigen!" "Du bist auch nicht Laia", frug Ted geschockt. „In der Tat. Ich bin Juba, Laias Schwester. Ich bin schon ein halbes Jahr bei dir." „Dass wusste ich nicht!Was ist mit Laia? Und was willst du mir zeigen? " "Meiner Schwester geht es gut. Und ich möchte dir das zeigen!" sagte Juba und hob den Schleier über ihr Gesicht. Ted war erstaunt. Juba war ein sehr hübsches Mädchen. „Juba! Was machst du da? Du musst das nicht tun!" protestierte er. „Ich weiß, dass ich das nich darf, aber ich will deine Frau werden!" "Du bist zu jung für mich!" "Das ist nicht wahr! Ich bin schon 19 Jahre alt! Ich werde dir eine gute Frau sein, du wirst nicht von mir enttäuscht sein!” sagte sie zu dem Mann. Ted war verblüfft. Juba zog den Schleier zurück auf ihr Gesicht. Mit ihrer behandschuhten Hand ergriff er seine Hand und zog ihn zu sich nach Hause. „Dad! Mom! Ted will euch was erzählen!" sagte Juba, immer noch seine Hand haltend. „Ahmed! Dima! Bitte darf ich eure Tochter Juba heiraten!" „Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll, Ted?" sagte Ahmed. „Sag ja, Papa.” bat Juba. „Ja, Papa! Sag ja." sagte Fessa. „Herr Holm! Entschuldigung ich meine Dad! Du kannst Juba nicht heiraten! Soll ich sie jetzt etwa Mutter nennen?” protestierte Liza. "Du wirst immer meine Schwester sein, Laia." sagte Juba. „Ich soll eine Tochter verlieren, in Ordnung, dann ersetzen wir sie durch Laia." sagte Ahmed. „Was?" fragte Liza geschockt. „Was ist los mit dir, meine Tochter? Du warst doch bisher unsere Tochter! Du hast seit einem Jahr einen Schleier getragen, gehst zur Schule, betest und lebst mit uns. Sag mir nicht, dass du nicht unsere Tochter Laia sei willst!" Dima lächelte das verschleierte Mädchen an. Liza bemerkte, wie sehr ihre Mutter recht hatte. Sie lebt seit einem Jahr als Tochter in einer muslimischen Familie. Dima behandelt sie wie ihre eigenen Tochter. Ahmed behandelte auch wie ein Vater. Fessa und Juba waren wirklich wie ihre Schwestern. Und sie liebten sie. „Jetzt, da Juba heiratet, können wir in unserem Zimmer bessere Schwestern werden! Als nächstes komme ich dran! Ich hoffe, ich bekomme keinen schlechteren Ehemann als Juba! Und keine Sorge, Laia!Mama wird auch für dich einen guten Ehemann finden, wenn du alt genug bist!" lachte Fessa.


ICT von Dave Potter ins deutsche übersetzt von Vulcan

ICT von Dave Potter

 

"Sie tragen den Niqaab, Dr. Shaarawi?" "Das ist offensichtlich", antwortete sie und starrte ihren Interviewer aus dem dünnen Schlitz an, den ihre Schleier erlaubten. "Trotzdem bewerben Sie sich noch für diesen Posten?" "Ich trage den Niqaab, mein Herr, weil ich eine Muslimin bin, weil ich Allah (twbp) und seinen Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm) und die Vorschriften des glorreichen Quran respektiere. Das Tragen des Niqaab bedeutet jedoch nicht, dass ich nicht in vollem Umfang an der Gesellschaft und tatsächlich an der akademischen Forschung teilnehmen kann, insbesondere an der, die islamisch ausgerichtet ist." "Eine gute Antwort, Dr. Shaarawi, aber ich habe mich gewundert, weil die meisten Niqabis dazu neigen, zu Hause zu bleiben und sich um ihren Ehemann und ihre Kinder zu kümmern." "Das ist wahr und ich respektiere voll die Schwestern, die sich dafür entscheiden, in einem solchen Purdah zu leben und sich ihren Familien zu widmen, aber ich bin noch nicht verheiratet und möchte stattdessen Allah (twbp) dienen, indem ich all meine Anstrengungen in die Forschung setze. Deshalb habe ich mich für diese Position beworben. Wie Sie aus meinem Lebenslauf entnehmen können, habe ich viele Jahre lang studiert, um mein Doktorat zu machen, und ich möchte nicht das ganze Wissen, das ich gewonnen habe, vergeuden, und als ich über das Islamische Zentrum für Technologie gelesen habe, war ich mir sicher wäre der richtige Ort für mich, besonders wenn es laut ihrer Anzeige darum geht, das Leben muslimischer Frauen zu verbessern. " Ihr Interviewer lächelte und lehnte sich zurück. "Ich kann durch deine artikulierten Antworten sehen, dass du genau die Art von Dame bist, nach der wir gesucht haben, und so fühle ich, dass es richtig ist, dass wir dir den Posten anbieten. Akzeptieren Sie Dr. Shaarawi? " "Ich danke Ihnen sehr, Sir!" "Fantastisch! Dann melden Sie sich bitte am Sonntagmorgen zur Arbeit, wo mein Kollege Dr. Al-Tayyeb Sie einweist und Ihnen ihre Rolle genau erklärt." Am Sonntagmorgen, zu Beginn der Arbeitswoche, fuhr Dr. Tahirah Shaarawi mit ihrem Auto aus Kairo hinaus und hielt vor dem funkelnden Turm aus grünem Glas, in dem sich die ICT befand. An der Rezeption teilte sie mit, wer sie sei und Dr. Al-Tayyeb erwartet sie, woraufhin der Sicherheitsmann nickte und einen Anruf tätigte. Innerhalb weniger Minuten kam ihr Mentor, ein kleiner Mann mit einem korrekt islamischen Bart und einem langen weißen Kostüm. Er führte sie in den vierten Stock und dann in sein Büro, wo er erklärte, was ihr zukünftiger Job mit sich brachte. "Zunächst einmal möchte ich Sie, Dr. Shaarawi, im ICT begrüßen, einem Zweig der angesehenen Al-Azhar-Universität, die 364AH gegründet wurde, oder 975, wenn Sie das westliche System benutzen und es damit zum ältesten Institut der Welt machen . Im Laufe der Jahrhunderte haben wir den gesamten Islam mit unserem Lernen beleuchtet und dieses Zentrum, das erst letztes Jahr eröffnet wurde, setzt diese Tradition für die Zukunft fort. Was wir hier tun, ist im Wesentlichen die Nutzung von Technologie, die es uns ermöglicht, islamische Lösungen für die Probleme der Welt zu finden, und tatsächlich ist das, was Sie hier tun sollen, sehr typisch dafür. Wie Sie Dr. Shaarawi wissen, wurden Sie als Forschungsleiterin in unserem renommierten Projekt ‚Modernisierung der Muslimin‘ angestellt, das darauf abzielt, das Leben der heutigen und zukünftigen Muslimin zu verbessern, indem sie Technologien nutzt, die ihr Leben leichter und angenehmer macht und gleichzeitig kompromisslos die islamischen Prinzipien durchsetzt. Haben Sie noch Fragen, Frau Doktor?" "Nein, Dr. Al-Tayyeb, außer zu sagen, dass diese Ziele auch meine sind. Ich bin eine gläubige Muslimin und ich möchte mein wissen nutzen, um meinen Schwestern zu helfen." "Das ist ausgezeichnet, Dr. Shaarawi. Bitte schauen Sie sich dieses Video hier an, da es die Probleme, die wir zu beseitigen versuchen, umfassender erklärt als ich." Das Video zeigte ein Haus in der Altstadt von Kairo. Die Erzählerin, eine verschleierte Dame wie sie selbst, stellte sich als Faten Hamama vor, eine Forscherin der ICT. Die Kamera ging dann ins Haus, um ein Zimmer zu enthüllen, in dem vier verschleierte Frauen auf dem Boden saßen. Diese waren jedoch nicht Niqabis wie der Erzähler oder Tahirah, sondern ernsthaft religiös, trugen volle Schleier, die nicht einmal einen Hauch von den Augen darunter verrieten und sie zeigten nicht ihre Hände, es sei denn, es ließ sich nicht vermeiden. Dann erzählten sie der Kamera von ihrem Leben, aber nicht auf konventionelle Weise, sondern indem sie Notizen machten, die sie der Kamera oder einander zeigten. Sie erklärten, dass sie das awrah ihrer Stimmen sehr ernst nahmen und sich immer freiwillig knebelten und sich durch Notizenschreiben unterhielten. Tahirah bemerkte auch, dass ihre Hände, als sie aufgedeckt wurden, von dicken, blickdichten Fäustlingen bedecktwaren, um die Attraktivität der Damen weiter zu verringern. Der Erzähler war beeindruckt von ihrer Hingabe an den Islam, fragte dann aber, ob sie wegen ihres extremen Lebensstils Schwierigkeiten hätten. Die Damen nickten und erklärten, dass sie wegen mangelnder Sonneneinstrahlung oft an Vitaminmangel litten und auch ihre dicke Kleidung, vor allem die Kopftücher und Handschuhe, sie überhitzen ließen, was Ausschläge und Müdigkeit verursachte, während sie die Knebel trugen, um wirksam zu verstummen, wuchsen ihre Zähne aus ihrer Position heraus, was sowohl unattraktiv als auch manchmal schmerzhaft war. Schließlich sprachen sie über Kieferschmerzen und Trockenheit im Mund, die durch den Knebel verursacht wurde, und auch über die Schwierigkeit einiger älterer Damen, die Handschrift zu lesen, wenn sie verschleiert waren. Danach endete das Video. "Wir am ICT haben Methoden erforscht, wie man das Leben dieser frommen Musilminnen verbessern kann, ohne ihren Glauben zu kompromittieren, und wir glauben, dass wir einige angemessene Lösungen gefunden haben. Sie werden mit Miss Hamama, der Erzählerin des Videos, zusammenarbeiten, um einige unserer Lösungen zu entwickeln und zu testen. Haben Sie irgendwelche Fragen?" "Nein keine, Doktor." "Ausgezeichnet! Also bitte, lass uns in den nächsten Raum gehen, der Ihnen gehört, wo die erste Aufgabe Ihrer neuen Arbeit vorbereitet wird." Tahirah betrat den Raum um dort eine andere Niqaabi zu finden. "Sind Sie Fräulein Hamama?" fragte sie. "Nein Dr. Shaarawi", sagte die Dame, "Ich bin Amina, ihre Assistentin. Bitte, für die erste Aufgabe brauche ich Sie ausgezogen. Deshalb haben Sie eine weibliche Assistentin." Diese Bitte überraschte Tahirah. "Ausgeziehen? Aber ich dachte, ich wäre hier, um Nachforschungen anzustellen?" frug sie. "Das ist wahr, aber es ist bereits viel erforscht worden und wir brauchen Sie, um weitere Fortschritte zu machen. Und desshalb ist es das Beste, es selbst zu testen. Wie Sie sich vorstellen können, enthalten die neuen Produkte, die wir entwickelt haben, revolutionäre Materialien und ähnliches, und wenn Sie es selbst zu tragen, können Sie es besser beurteilen." Tahirah konnte die Logik darin sehen und so zog sie sich bis auf ihre Unterwäsche aus und wickelte sich dann ein Handtuch um sich, um bescheidener vor ihrer Assistentin zu erscheinen. "Ausgezeichnet, Dr. Shaarawi", sagte Amina. "Ich kann sehen, dass Sie Ihre Haare ziemlich kurz tragen." "So ist es einfacher ist unter meinem Hijaab zurecht zu kommen." "Ich verstehe das völlig und wünsche mir, dass ich auch meine auf diese Weise tragen könnte, aber mein Mann würde Einwände erheben und der Quran lehrt uns, unseren Ehepartnern zu gehorchen." "Das stimmt", bestätigte Tahirah, erfreut über den religiösen Ton aller Angestellten der ICT. "Nun, Doktor, um was ich Sie jetzt bitten möchte, mag ein wenig komisch klingen, aber ich versichere Ihnen, es ist entscheidend für den Erfolg unserer Forschung. Bitte, setzen Sie sich auf diesen Stuhl und lassen Sie mich Ihre restlichen Haare abrasieren, da die von uns entwickelten Artikel dazu bestimmt sind, mit einem geschorenen Kopf getragen zu werden. " "Ich werde nicht so tun, als ob Ihre Bitte mir gefällt, aber für die Forschung werde ich es erlauben", sagte Tahirah. Innerhalb weniger Minuten hatte Amina ihren Kopf komplett geschoren, sodass sie bis auf die Augenbrauen vollkommen kahl war. Dann ging sie zu einem Schrank in die Wand und holte eine Kiste heraus. "Ist das der Gegenstand?" fragte Tahirah. "Das ist es", antwortete Amina und öffnete die Schachtel, um eine seltsam aussehende Kapuze zu zeigen, die offensichtlich über den Kopf einer Person passte. Es schien aus einer Art weichem und leicht metallischem Material zu bestehen, das an der Krone dünner zu sein schien, während an der Vorderseite ein Spiegel stand, leicht gebogen, der offensichtlich das Gesicht bedeckte. "Wie kann so etwas unseren Schwestern, die in Purdah leben, helfen?" frug Tahirah. "Du wirst sehen, wenn du es anziehst", erklärte Amina. Tahirah nickte und ließ es sich von ihrer Assistentin anpassen. Es ging ziemlich leicht und Tahirah war überrascht , dass es leichter war, als es aussah, und in der Tat war es weniger bedrückend, als sie es sich vorgestellt hatte, denn obwohl es eng anlag, behiderte es sie nicht weiter. Sie konnte durch den Spiegel fast so klar sehen wie ohne Gesichtsbedeckung. Die einzige Unannehmlichkeit war um den Hals, da die Kapuze einen ziemlich dicken, hohen und festen Kragen enthielt. Allerdings war es insgesamt leichter zu tragen, es war viel weniger hinderlich und heiß als ihr einfacher Niqaab. Was sie verwirrte, war, warum das eigentlich entwickelt worden war. "Was ist der Zweck dahinter?"frug sie Amina. Oder zumindest wollte sie das fragen, aber zu ihrer Überraschung kamen keine Worte heraus! "Machen Sie sich keine Sorgen, ich werde Ihnen alles in einer Sekunde erklärt haben." sagte ihre Assistentin. "Aber ich kann nicht sprechen! Ich kann nicht sprechen!"schrie Tahirah und griff nach der Kapuze, um sie zu entfernen. "Ich weiß, dass Sie es nicht können, bitte Dr. Shaarawi, setz Sie sich hier hin und beruhigen sich!" Tahirah setzte sich und holte tief Luft. Dann wurde ihr etwas bewusst. "Wie kannst du verstehen, was ich sage?" fragte sie. "So!“ antwortete Amina und hielt einen Spiegel vor Tahirahs verhülltem Gesicht. Zur ihrer Überraschung erschienen die Worte, die sie stumm gesagt hatte, als digitale Schrift auf dem Spiegelbildschirm vor ihrem Gesicht. "Allah akhbar!" deklarierte sie und siehe da, die Worte erschienen dort, und tatsächlich, als sie mit den Augen blinzelte, konnte sie sie schwach vor ihren Augen sehen. "Im Halsband vorne im Nacken befindet sich ein Chip, der Ihre Stimme zum Schweigen bringt und das Gesagte auf dem Bildschirm in Schrift umwandelt. Kannst du dir vorstellen, wie viel leichter das für die Purdah-Schwestern, die bisher Notizen schreiben mussten, um miteinander zu kommunizieren, sein wird? Und was noch wichtiger ist, sind die zusätzlichen Vorteile, die die Haube mit sich bringt. Wie wir beide wissen, besteht das ultimative Ziel der Niqaabi darin, das Ego zu verstecken, den Träger anonym zu machen, doch was könnte anonymer sein als ein leerer Bildschirm? Jetzt können diese Schwestern ihre Schleier zu Hause ausziehen und schweigend und mit gutem Blick miteinander reden, ohne Angst davor zu haben, die Regeln unseres geliebten Glaubens zu brechen. "Es ist ein Wunder!" Erklärte Tahirah und es herrschte Stille, obwohl die Worte auf ihrem Bildschirm erschienen. Nachdem sie die Kapuze übergezogen hatte, zog Tahirah ein Abayah, Kopftuch, Handschuhe, Strümpfe, Pantoffeln und ein dünnes Ganzgesichtsschleier an. Sie war erstaunt, dass selbst der dünnste Stoff ihre Gesichtszüge komplett verbarg und dennoch fast perfekte Sicht erlaubte. Es war ein Segen zugleich, aber der Mangel an Sprache beunruhigte sie ein wenig. Jetzt war sie bereit, sich der Außenwelt zu stellen. Sie nahm Aminas Hand und sie gingen in das Büro, wo Dr. Al-Tayyeb und einige andere Angestellte warteten. "Salaam aleikum!" sagte Al-Tayyeb. Langsam hob Tahirah ihren Niqaab hoch und als der Bildschirm vollständig aufgedeckt war, wurden die Worte ‚Waleikum salaam!‘ enthüllt und die ganze Gesellschaft klatschte. Dann bemerkte Tahirah eine andere Dame, die ähnlich wie sie selbst auf der linken Seite stand. "Ich bin Faten Hamama, erfreut Sie kennenzulernen!" erschien auf ihrem Bildschirm. "Freut mich, Sie kennen zu lernen, ich bin Dr. Tahirah Shaarawi." antwortete Tahirahs Bildschirm. "Ausgezeichnet, meine Damen," sagte Al-Tayyeb,"worum ich Sie heute bitte, ist, sich an den Gegenstand zu gewöhnen, bevor wir fortfahren. Ihr müsst miteinander reden, lernen damit zu essen und zu trinken und so weiter, und so können wir mit dem Projekt fortfahren, damit wir bald produzieren können." Sprechen erwies sich als einfach, wenn die beiden Frauen sich gegenübersaßen um Nachrichten austauschten. Es war zwar seltsam, aber in mancher Hinsicht eher wie ein Internet-Chat, von dem Tahirah sowieso ziemlich begeistert war. Essen und Trinken war jedoch eine andere Sache. Ihre Assistenten zeigten ihnen, wie man am unteren Bildschirmrand eine kleine Klappe öffnet, durch die Essen oder ein Strohhalm gereicht werden konnte. Das Trinken war ein kleines Problem, aber es war schwer, das Essen in eine fast senkrechte Passage zu bringen, ohne die Kleidung zu verderben. Beide erfuhren bald, dass Essen mit den Kapuzen länger dauern würde, da man nur kleinere Stücke mit einer Gabel zuführen konnte oder pürriertes Essen konnte man durch ein Rohr einsaugen. Diese Befunde wurden von den Assistenten notiert, bevor die Damen dann zur Nachmittags-Siesta ins Bett gebracht wurden, um zu sehen, wie einfach das Schlafen in den Masken wäre. Der Schlaf kam nicht so leicht zu Tahirah, obwohl sie ziemlich müde war, da sie offensichtlich aufgrund der männlichen Präsenz völlig angezogen sein musste und auch die Maske sich seltsam anfühlte. Sie nickte jedoch schließlich ein, aber als sie etwa eine Stunde später erwachte, fühlte sie sich etwas klaustrophobisch, als sie ihre Augen öffnete, um sie hinter einer Glasscheibe zu finden, obwohl sie zu ihrer Überraschung nicht verschwitzt war und das Glas nicht beschlagen war. Auch diese Erkenntnisse wurden von den Assistenten notiert. Dann wurden sie zu Dr. Al-Tayyeb gebracht. "Salaam aleikum meine Damen, und darf ich sagen, dass Ihnen dieses Outfit ziemlich gut steht. Nun, bitte setzen Sie sich und lassen mich Ihnen eine kurze Erklärung geben. Die Hauben, die Sie jetzt tragen, sind, obwohl sie in kleinen Details unterschiedlich sind, im Wesentlichen die gleichen. Sie bestehen beide aus einem neu entwickelten Material, das die Erwärmung minimieren und den Schweiß vom Körper wegtragen soll. Es ist auch sehr leicht und von unseren bisherigen Objekten erzielen wir mit diesen das erfolgreichste Ergebnis. Der Bildschirm ist ein Einweg-Glas und ich kann nichts von Ihren Gesichtern dadurch erkennen, voller islamischen Schutz ist gewährleistet. Was das Verstummen betrifft, haben wir wieder einmal unsere höchsten Erwartungen übertroffen und Sie können jetzt als fromme Schwestern mit minimalem Aufwand und ohne mit Problemen von Hautausschlägen leben, die Gefahr der Überhitzung und Augenschäden sind behoben und die Zähne geschützt. In der Tat ist der einzige Mangel, der noch übrig bleibt, der Vitaminmangel (obwohl das Material der Haube und der Bildschirm dies minimieren), aber dafür können Tabletten genommen werden. Bis jetzt haben Sie nur die Hälfte der Vorteile dieses Artikels erfahren, und tatsächlich sind die anderen viel interessanter. Wie unser Glaube sagt, sollte eine fromme und keusche Frau von ihrem Vater oder Ehemann betreut werden, und so ist es, dass alle diese Hauben hiermit ausgestattet sind." Dr. Al-Tayyeb zog eine Fernbedienung ähnlich wie die für einen Fernseher. "Nun, der Ehemann der Trägerin wird dies haben und damit seine geliebte Frau schützen können. Was wäre zum Beispiel, wenn wir durch Kairo gehen und plötzlich auf eine unanständige Werbung oder einen Laden treffen würden, der Alkohol oder Schweinefleisch verkauft? Nun, die Gefahr durch diese Versuchung wird sofort durch Drücken dieses Knopfes neutralisiert." Sofort wurde Tahirahs Bildschirm pechschwarz: Sie konnte absolut nichts sehen. "Was ist passiert? Was hast du getan?" fragte sie. "Ich habe das Licht sozusagen ausgeschaltet", antwortete Al-Tayyeb „und keine Sorge, Ihre Worte erscheinen immer noch auf dem Bildschirm. In der Tat kann ich mit dieser Fernbedienung einer Frau den Grad der Sicht erlauben, den ich für am geeignetsten halte, von pechschwarz bis hin zu keiner Behinderung." Allmählich wurde der Bildschirm heller und Tahirah konnte Umrisse und dann einige Details erkennen. Irgendwo, ungefähr in der Mitte zwischen voller Sicht und ohne, hielt Al-Tayyeb an und sagte: "Und das ist genug Sicht für heute, denke ich." Dieses Feature erschreckte Tahirah. Dass ein Mann eine Frau so sehr und so leicht kontrollieren konnte, abhängig seinen Launen zu sein. Sicherlich war das nicht islamisch und doch klang seine Erklärung so, als sei sie theologisch begründet. "Das Stummschalten ist ein ausgezeichnetes Merkmal dieser Haube und anders als bei einem Knebel bleiben die Zähne unberührt und werden so gerade und stark und Kieferschmerzen sind auch kein Problem. Das wahre Genie liegt jedoch woanders. Dr. Shaarawi, bitte beleidigen Sie mich." "Wie um Himmels Willen meinen Sie das?!" "Was ich gesagt habe, beleidigen ... benutze eine Obszönität!" Tahirah fühlte sich bei diesem Befehl sehr unbehaglich, aber als sie merkte, dass es nur im Namen der Forschung war, sagte sie: "Verpiss dich!" Zu ihrem Erstaunen blieb der Bildschirm in dem Spiegel, den Al-Tayyeb vor ihr hielt, leer. "Genial nicht wahr? Der Chip nimmt Töne auf und löscht jedes unpassende Wort. Dieses Feature steckt noch in den Kinderschuhen, aber wir hoffen, dass wir es mit der Zeit weiter entwickeln werden. Die Idee stammt aus einem britischen Roman namens 1984, in dem eine Sprache entwickelt wird, in der man nichts sagen kann, was gegen den Willen des Staates ist. Und wenn wir etwas nicht sagen können, dann können wir es nicht denken und mit der Zeit wird die Idee selbst verschwinden. Diese Hauben werden alle möglichen unannehmbaren Gedanken unserer Töchter zerstören, die in eine reine und heilige Zukunft erwartet. Wie gesagt, diese Forschung ist wirklich bahnbrechend und lebensverändernd! " Bahnbrechend und lebensverändernd vielleicht, aber inzwischen begannen einige der Merkmale der Kapuze und Al-Tayyebs Ideen Tahirah zu erschrecken. Erschreckend war auch, als sie erfuhr, dass sie die Haube für die Dauer einer ganzen Woche tragen musste! In der folgenden Woche musste Tahirah in dem vollen Purdah-Anzug leben. Als sie nach Hause ging, waren ihre Eltern natürlich schockiert, aber sie erklärte - als sie sie schließlich dazu bringen konnte, auf den Bildschirm zu schauen - wie es funktionierte und was dahintersteckt. Ihre Mutter war entsetzt, aber ihr Vater, obwohl nicht so religiös wie Tahirah selbst, verstand die möglichen Vorteile extrem frommer Musilminnen und war heimlich stolz darauf, dass seine Tochter ausgewählt worden war, solche revolutionäre Forschung zu erproben. So war es, dass sie sich im Laufe der Tage langsam an den Anzug gewöhnte und lernte, darin zu leben. Es begann normal zu werden, ihre Stimme nicht zu hören, sondern sich stattdessen daran zu erinnern, die Person, mit der sie sprach, anzusehen, damit sie ihren Bildschirm sehen konnte. Trotzdem gab es Probleme. Am dritten Tag gingen Faten Hamama und Tahirah (zusammen mit einem verhüllten Forschungsassistenten) auf die Straßen von Kairo, um zu sehen, wie die neue Technologie von den Menschen dort angenommen werden würde. Als die Niqaabs niedergeschlagen waren und sie wie alle anderen frommen Frauen aussahen, gab es keine Probleme, aber als sie sie aufhoben und Worte auf ihren Bildschirmen erschienen, gab es eine ganze Reihe entmutigender Reaktionen. Die besten waren die Einfaltspinsel, die bloß auf den Bildschirm starrten, als wäre es eine Art neues Fernsehen, während die schlimmsten die Standbesitzer auf dem Basar waren, die Früchte auf sie warfen und dachten, die Frauen wären vom Mars, dass sie sie angegreifen würden. Wie mit allem anderen wurden diese Reaktionen bei ICT notiert und ausgewertet. Ein weiteres Problem, das Tahirah verärgerte, war das ihre Rede moderiert wurde. Während sie keine Probleme damit hatte, Schimpfwörter und Ähnliches herauszufiltern, bemerkte sie, dass manchmal andere Dinge herausgefiltert oder sogar verändert wurden. Eines Abends, nach einem besonders harten Tag, hatte sie keine Lust zu beten, also sagte sie zu Faten, dass sie die Asr-Gebete überspringen würde, aber stattdessen antwortete Faten: "Ja, du hast Recht, es wäre falsch, das Asr-Gebet überhaupt zu verpassen nach so einem langen und anstrengenden Tag «, und so war sie doch nicht in der Lage gewesen, sie zu überspringen. Danach beschloss sie, die Haube zu testen, um zu sehen, was sie sonst herausfiltern würde. Als sie an einem gutaussehenden Professor vorbeikamen, kommentierte Tahirah, wie er aussah, aber es erschienen keine Worte. Eine halbe Stunde später jedoch, als sie einen Kaffee wollte, fragte sie Faten, aber statt ihrer Worte, Auf dem Bildschirm stand: "Ich möchte jetzt einen Kaffee, aber aufgrund meiner sündigen Gedanken über Männer werde ich auf dieses Verlangen verzichten." Das war sicherlich nicht erfreulich, und im Laufe der Woche wurde Tahirah immer frustrierter mit dem Anzug, so dass sie es nicht erwarten konnte, ihn am Ende abzulegen. Zu ihrer Bestürzung hatte Al-Tayyeb, als die neue Woche begann, etwas anderes zu sagen: "Nun, meine Damen, ich möchte, dass ihr euch in eure Zimmer zurückzieht, damit eure Assistenten die nächsten Gegenstände anpassen können und ich werde euch in einer Minute wiedersehen." Tahirah ging langsam weg und fragte sich, was als nächstes kommen würde. Als sie wieder in ihr Zimmer kam, war Tahirah überrascht zu entdecken, dass alles, was sie jetzt tragen sollte, ein Gürtel und ein anderes Paar Handschuhe war. Der Gürtel wurde um ihre Taille geschlungen und die Handschuhe wurden nach dem Ausziehen des alten Paares angezogen. Wie die Kapuze waren diese etwas metallisch anzusehen und leichter und kühler als erwartet, noch waren sie so elastisch wie das vorherige Paar, was bedeutete, dass sie um die Oberarme mit Hilfe von Riemen befestigt werden mussten, die unbequem, aber nicht zu lästig waren . Es schien alles so harmlos und normal und Tahirah fragte sich, was an diesen neuen Gegenständen so revolutionär und bahnbrechend war. Als sie später wieder draußen war, fand sie es bald heraus. "Ah, Dr. Shaarawi, da sind Sie ja! Nun, bitte, lassen Sie mich Sieüber Ihre neuen Handschuhe und den Gürtel, der eine notwendige Verbindung mit ihnen ist, aufklären. Die Handschuhe sind aus einem anderen neuen Material hergestellt, das wir hier am ICT entwickelt haben, ein Material in dem Tausenden von winzigen Elektromagneten eingebettet sind und auf faszinierende Weise funktioniert. Wie Sie wissen, sollte eine fromme Musilmin, wenn immer möglich, ihre behandschuhten Hände verstecken, doch wie viele unserer jungen Damen vergessen diesePflicht und winken unnötig mit ihren Armen, was Fitna verursacht? Nun, diese Handschuhe eliminieren diese Möglichkeit. Versuche, deine Arme höher als deine Brust zu heben, Doktor." Tahirah tat wie er es befahl und zu ihrer Überraschung, während es anfangs einfach war, begann ein magnetischer Zug, der in Brusthöhe so stark war, dass sie die Arme wieder senken musste. "Ausgezeichnet, bitte beachten Sie die Ergebnisse Amina. Nun, ein anderes Problem, das wir finden, sind junge Frauen, die sich selbst befingern, wenn sie nicht sollten. Versuch, deinen Schritt zu berühren, Doktor. " Tahirah tat, was ihr gesagt wurde, aber in der Nähe dieser Gegend hielt eine starke Magnetkraft ihre Hände fern obwohl sie es versuchte, so gut sie konnte. "Ausgezeichnet, wieder erfolgreich! Und nun endlich, ich drücke diesen Knopf und ... " In dem Moment, in dem der Knopf gedrückt wurde, schossen Tahiras Hände an ihre Seiten und wurden dort durch einen starken Zug an ihren Handgelenken eingesperrt. Sie konnte sie keinen Zentimeter bewegen! "Perfekt, und wie Sie sehen können, haben wir endlich einen kompletten Purdah-Anzug entwickelt. Nun, Doktor Shaarawi und Fräulein Hamama, diese Zusätze sollen auch für die Dauer einer Woche getestet werden, danach können Sie den Anzug ausziehen, wenn Sie oder Ihr Ehepartner es wünschen! " "Ich möchte es jetzt loswerden und der Idiot hat vergessen, dass ich keinen Ehepartner habe!" dachte Tahirah. Zu ihrer Bestürzung erwiderte Al-Tayyeb bloß: "Es tut mir leid, dass ich deinen unglücklichen Familienstand vergessen habe, aber bitte, Schwester, bezeichne mich nicht als 'Idioten'!" Das war eine weitere lästige Eigenschaft der Kapuze, es enthüllte auch jene Gedanken, die Sie geheim halten wollte, wenn Sie nicht aufpaste! Tahirah gab eine Entschuldigung und ging. Wenn die erste Woche hart gewesen war, dann war diese zweite Woche die Hölle! Inzwischen fand Tahirah die Stille bedrückend und ihren Kopf dauerhaft in eine klaustrophische Kapuze gehüllt. Sie sehnte sich danach, es auszuziehen und die frische Luft an ihre Wangen wehen zu lassen, aber es sollte nicht sein, denn die neuen Handschuhe machten praktisch alles Unmögliche möglich. Sie entwickelte Juckreiz, dass sie sich danach sehnte zu kratzen, konnte es aber nicht und sie sehnte sich danach, ihre Übungen zu machen, konnte es aber nicht mehr. Stattdessen nahm sie den Lebensstil einer frommen Schwester an, deren Hände selten unter ihren Kleidern hervorlugten und das Bild eines stillen schwarzen Geistes verstärkten. Es nervte sie wahnsinnig. Schlimmeres solltenoch passieren. Nach ein paar Tagen mit den Handschuhen wurde ein Paar Strümpfe aus einem ähnlichen Material hinzugefügt. Diese hatten eine ähnliche Einstellung wie die Handschuhe, so dass ihre Knöchel und Unterschenkel jetzt nur etwa 25 cm voneinander entfernt sein konnten, bevor ein immenser magnetischer Druck zu spüren war. Folglich wurde ihr Gang nun zu einer Art Schlingern, und wenn sie kniete, musste sie beide Beine zusammenhalten und die (ziemlich schmerzhafte) Position einnehmen, die von den Japanern während der Teezeremonie bevorzugt wurde. Tahirah zählte einfach die Stunden, bevor der ganze hasserfüllte Anzug ein für alle Mal entfernt werden konnte. Endlich aber kam das Ende der Woche und sie wurden in Dr. Al-Tayyebs Büro gerufen. Sie und Faten schlängelten sich durch die Korridore zu seiner Tür, wo sie hereingelassen wurden, und man ihnen sagte, sie sollten sich setzen, was beide langsam und vorsichtig taten, weil ihre Beine fest zusammen hielten. Sobald sie sich niedergelassen hatten, rief der Arzt nach Tee, den sie durch Strohhalme schlürften, und er begann: "Nun, meine Damen, darf ich diese Gelegenheit nutzen, um Ihnen beiden sehr zu danken. Die Forschung, bei der Sie uns in Bezug auf diese Anzüge geholfen haben, war am informativ und hat uns und unseren Patron erkennen lassen, dass diese Purdah-Anzüge sowohl praktisch als auch kosteneffektiv sind. Wir hoffen, dass sie bis nächstes Jahr vermarktet werden und das Leben Ihrer frommen Schwestern sehr bald verbessern wird. Sie können beide stolz sein, sehr stolz in der Tat. Nun, ich weiß noch, dass ich letzte Woche gesagt habe, dass ihr heut die Anzüge entfernen könnt - wenn ihr das natürlich wollt! - Aber vorher Dr. Shaarawi bitte ich Sie, Prof. Omar Hamama, den Vater der jungen Faten, der auch Schirmherr der ICT ist, einen kurzen Besuch abzustatten. Er hat so viel über Ihre Forschung gehört und möchte Ihnen gratulieren und mit Ihnen sprechen, solange Sie den Anzug tragen. Tahirah sagte "Nein" und das Wort erschien auf ihrem Bildschirm, also lächelte Dr. Al-Tayyeb, nahm seine Fernbedienung heraus und drückte einen Knopf und Tahirahs Bildschirm wurde sofort schwarz. Sie spürte, wie ihr Niqaab gesenkt wurde und eine Hand auf ihren Rücken gelegt wurde, und sie erkannte, dass sie blind gehen musste, wie es viele der extremsten Purdah-Schwestern tun. Langsam und unsicher ging sie weiter, bevor sie spürte, wie sie in einen Aufzug geführt wurde, der sich dann für einige Zeit erhob, bevor sie die Türen öffnen hörte und sie herausgeführt wurde. Dann hob eine Hand ihren Niqaab und ihr Bildschirm wurde langsam heller. Neben ihr stand Faten Hamama und vor ihnen standen Al-Tayyeb und ein anderer Mann. Als der Bildschirm heller wurde, erkannte Tahirah, dass es der Mann war, der sie interviewt hatte. "Dr. Shaarawi und meine geliebte Faten, willkommen in meinem Büro! Mein Name ist Prof. Omar Hamama und ich bin der Präsident des ICT und der Vater von Faten hier. Ich kann sehen, dass du deinen Auftrag wie angewiesen erfüllt hast und nun in dem bemerkenswerten Purdah-Anzug lebst, den wir entwickelt haben. Wie Sie herausgefunden haben, können diese bemerkenswerten Anzüge das Leben Ihrer frommen Niqaabi-Schwestern und in der Tat aller muslimischen Frauen revolutionieren und wer weiß, vielleicht auch einige Kaffern? Was du jetzt trägst, ist aber nur der Anfang, denn es ist meine Hoffnung und die Hoffnung der ICT, diese Anzüge noch umfassender zu entwickeln, vollständige Frömmigkeit möglich zu machen und Fitna oder der Versuch des Missbrauchs Vergangenheit ist. Hier kommen Sie ins Spiel, Dr. Shaarawi, Sie sind die Dame, die uns hilft, diese Anzüge zu entwickeln und auszuprobieren. Dr. Al-Tayyeb erzählt mir, dass du die Kapuze, Handschuhe und Strümpfe trägst, aber glaube mir, Dr. Shaarawi, ich hoffe, dass das nur der Anfang ist, denn wir haben tatsächlich Pläne für die Entwicklung eines All-Over-Anzugs, bei deren Entwicklung Sie uns helfen sollen.Er muss nie enferrnt werden. Er soll die Haut sauber und gesund zu erhalten. Dieser Anzug wird nur Löcher für das Rektum, die Vagina und für die Brustwarzen haben, so dass wichtige sexuelle Funktionen und die Ernährung von Säuglingen sicher gestellt werden, aber ansonsten kann die Trägerin ihr ganzes Leben lang bedeckt und rein bleiben. Wir haben auch vorläufige Prototypen für ein Gerät in der Kapuze, das das Hören je nach Laune des Ehemannes beschneiden kann, so dass eine Frau von blasphemischen Wörtern oder wirklich jeder unpassenden Unterhaltung abgeschirmt werden kann. In der Tat, liebeFrau Dr. Shawarwari, sehe ich in einer nicht allzu fernen Zukunft eine Zeit, in der alle Musliminnen still und heilig sein werden, wenn der einzige direkte Kontakt, den ein Kind mit seiner Mutter hat, ist, wenn es an ihrer Brustwarze saugt. Es wird für einen Ehemann normal sein, Frauen nur für Fortpflanzungszwecke zu verwenden, weil alle unnötigen Kontakte zwischen den Geschlechtern beseitigt worden sind. In der Tat, Doktor, was für ein kühner und doch heiliger Traum!" Vielleicht mutig und heilig, aber obwohl es islamisch klang, klang es für Tahirah eher wie ein Alptraum als ein Traum. "Ein nobler Traum, Professor, aber einer, den die Frauen vielleicht schwer ertragen könnten, fürchte ich. In diesen Anzügen zu leben, ist nicht einfach, und ich werde froh sein, von ihm entkleidet zu sein." sagte sie. Die Worte erschienen jedoch nicht genau so auf ihrem Bildschirm, wie sie es gesagt hatte. Anstelle von "Ich werde froh sein, von ihm entkleidet zu sei", stand auf dem Bildschirm: "Ich werde froh sein, weiterhin in ihm zu leben," und zu diesem Zeitpunkt lächelte der Professor in einer Weise, die Tahirah beunruhigte. "In der Tat, ja, Doktor, und wie fromm sollst du solch ein Verlangen ausdrücken. Es ist auch gut, dass Sie weiterhin Ihren Anzug tragen wollen, weil ich fürchte, dass Dr. Al-Tayyeb hier noch nicht alles gesagt hat, Dr. Shaarawi. Die Kapuzen, die du und Faten tragen, sind sehr ähnlich, aber nicht identisch. Fatens ist für die unverheiratete Jungfrau konzipiert und passt nur um den Kopf, nicht darüber. Sie hat ihre Haare behalten, die wie bei jedem Hijab oben liegen bleiben können. Ihre Kapuze ist jedoch für die verheiratete Frau konzipiert und als solche ist sie etwas anders. Das Material an der Oberseite ist dünner und Ihr Haar geschoren, so dass Ihr Haar mit der Zeit durch das Material wachsen wird und dann die Kapuze dauerhaft wird. Einige extrem fromme Männer wollen niemals die Gesichter ihrer Frauen wegen der Fitnas sehen, die sie verursachen, und weil sie Eifersucht und Konkurrenz fördern, und so wünschen sie, dass ihre Frauen zu jeder Zeit völlig anonym sind. Hier kommt deine Kapuze ins Spiel. In der Tat, wie meine Tochter bestätigen kann, bin auch ich einer dieser Männer und tatsächlich war es mein Wunsch, dass der Anzug entwickelt wurde, und ich war es, der sich für dich entschied, ihn zu tragen. Und warum habe ich dich ausgewählt? Weil ich lange eine intelligente Dame wie dich begehrt habe, um mir Söhne zu gebären! Ja, ich weiß, dass Sie nicht mit so viel Schönheit gesegnet sind wie einige Ihrer Schwestern, aber das stört mich nicht, weil Sie die Maske tragen. Ich werde niemals Ihr Gesicht sehen, nur die Umrisse Ihres Körpers, von denen ich überzeugt bin,dass er erfreulich genug ist. Deshalb bist du die perfekte Frau für mich und ich in der Tat der perfekte Fang für eine Frau wie dich, die weit über das Alter hinaus ist, in dem sie verheiratet sein sollte und die, wie ich, einen soliden akademischen Hintergrund hat? Ich weiß jedoch zu schätzen, dass ich Sie nicht ohne Ihre Zustimmung und die Ihres Vaters heiraten kann. Was ihn betrifft, ich habe ihn heute Morgen besucht, und als er von meinem Reichtum, meinem Stand und meiner Frömmigkeit erfuhr, stimmte er sofort zu, aber nur unter dem Vorbehalt, dass Sie selbst unsere Vereinigung wünschen, und so frage ich Sie jetzt, Dr. Shaarawi, wirst du meine Frau werden? Seine Frau! War er verrückt? Er war verrückt! Sein Anzug war verrückt mit der permanenten Kapuze und den unbrauchbaren Handschuhen! Sich für den Rest ihres Lebens in einen dumpfen und geblendeten anonymen Droiden zu verwandeln, mit der Aussicht auf ein erzwungenes dauerndes Knien, das Hören, das nach seiner Laune abgestellt werden konnte, der einzige Kontakt mit ihrem zukünftigen Kind durch ihre Brustwarzen. Könnte es ein schlimmeres Schicksal geben? Nein, er hatte sie falsch verstanden, sehr falsch! "Es tut mir leid, Sir, aber ich kann Ihren Vorschlag nicht akzeptieren", sagte sie Zu ihrem Schrecken konnte sie in dem Spiegel, den Al-Tayyeb hochhielt, sehr unterschiedliche Wörter auf ihrem Bildschirm sehen. "Es wäre mir eine Ehre, Ihren Vorschlag anzunehmen, Sir." "Ausgezeichnet, und Dr. Al-Tayyeb hier ist ein qualifizierter Mullah und die Dokumente wurden bereits unterschrieben, und so liebe Frau, lass mich dich in dein neues Zuhause bringen!" Er drückte einen Knopf und der Bildschirm wurde schwarz, während sie nur an Al-Tayyebs Worte denken konnte: "Diese Hauben werden alle möglichen unannehmbaren Gedanken unserer Töchter zerstören, und sie zu einer reinen und heiligen Zukunft führen ..." Copyright © 2009, Dave Potter


Der Umkleideraum

Der Umkleideraum

von T_G

 

Übersetzung von Englisch nach Deutsch von Vulcan

 

 

Die 24jährige Anna Goldwin lebte in ihrer Geburtsstadt London. Da sie sehr darauf bedacht war ihren Körper gesund und fit zu halten, ging sie regelmäßig zum Training. Sie besuchte schon lange den "Body-Breaker- Club“ einen ziemlich teuren und exklusiven Club nur für Frauen. Es standen den Gästen zwei große Umkleidezimmer mit großen Umkleidekabinen zur Verfügung und die Trainingsmaschinen, an denen sie trainierte, waren immer auf den neuesten Stand. Als sie eine der Umkleidekabinen betrat, lag darin zu ihrer Überraschung schwarze Kleidung. Sie schaute in die andere Kabine, die war jedoch leer. Verärgert dachte sie: „ Scheinbar hat jemand seine Kleidung hier liegen lassen, anstatt sie weg zu räumen.“ „Hallo, ist jemand hier. Jemand hat hier seine Kleidung vergessen.“ rief sie laut, aber niemand antwortete. Da sie heute recht früh da war, war das Personal vielleicht außerhalb ihrer Hörweite. Sie sah sich die Kleider genauer an, um zu ihrer Verwunderung festzustellen, dass es sich um arabische Frauenschleier handelte. Jedenfalls konnte sie sich nicht erinnern, hier im Club verschleiertes Personal oder verschleierte Gäste gesehen zu haben. Sie schaute sich um, fand aber niemanden. Wo waren denn nur die Angestellten, um ihr Auskunft zu geben? Doch niemand war da. Sie war scheinbar die einzige hier. Sie sah sich die Kleider nochmal genauer an, scheinbar war es ein kompletter Satz Frauenkleider. Unter- und Oberwäsche, Schuhe, Schleier und Handschuh. „Ob ich sie mal anprobiere?“dachte sie und zog sich aus. Zuerst kam eine lange Unterhose, die von der Taille bis zu den Fußgelenken reichte. Dann ein knie langes Kleid, alles in schwarz. Jetzt lange schwarze Strümpfe, die über die Hosenbeine gezogen wurden und schließlich noch wadenhohe Stiefelletten. Bis zu den Füßen war sie jetzt fertig. Nun ließ sie die schwarze Abayah über ihren Körper fallen und band den Hijab um den Kopf. Sie nahm den dreilagigen Niqab und band ihn vor das Gesicht. Zum Schluss fehlten nur noch die schwarzen Handschuh und dann zog sie alle drei Lagen des Schleiers über ihr Gesicht, so wie sie das in einem Youtube Video gesehen hatte. Sie ging zum Spiegel und betrachtete sich und sie sah eine verschleierte arabische Frau. Sie bemerkte nicht, wie eine junge Araberin das Zimmer betrat und in die Kabine in der Annas Kleider lagen ging. Sie nahm sich die Annas Kleidung und zog sie an. Während Anna sich noch im Spiegel betrachtete, hörte sie ein Geräusch und erschrak und drehte sich um. Vor ihr stand eine junge Araberin, die ihre Kleider trug. „Wer sind Sie und warum tragen Sie meine Kleidung?“ frug Anna. „Dasselbe könnte ich sie auch fragen, aber so ist es besser. Ich habe das Personal bezahlt, damit wir zwei allein sind. Der Wärter sagte mir, dass du immer als erste hier bist. Du musst wissen, dass ich schon immer von meinem Mann weg wollte, aber er lässt sich nur scheiden, wenn ich für Ersatz sorge. Und so habe ich dich gefunden.“sagte die Araberin mit einem Grinsen. Geschockt versuchte Anna sich den Schleier abzunehmen, doch sprühte ihr die Frau etwas ins Gesicht. Es machte sie sofort kraftlos, so dass sie sich hinsetzen musste. Sie konnte sich nicht mehr bewegen und auch nicht mehr sprechen. Sie sah nur noch die Frau durch ihren dreilagigen Schleier. Ein Araber kam herein und fragte:“Ist sie das?“ „Ja! Die Betäubung wirkt eine Stunde. Bis dahin solltest du mit ihr im Flugzeug sein. Und du meine Liebe lebe glücklich als arabische Ehefrau. Dein Gatte wird dich jetzt zu sich nach Hause nehmen, welches du glaube ich niemals mehr verlassen wirst.“ „Gut gesprochen und sie ähnelt dir so sehr, dass man sie kaum vermissen wird“ sagte ihr Begleiter. „Wir müssen uns jetzt beeilen, auch wenn der Betreiber eine halbe Stunde später öffnet, werden bald die anderen Kunden eintreffen.“ Sie half Anna ins Auto und schon bald saß Anna im Flugzeug, um sie in ihr neues zu Hause zu bringen, ohne dass sie sich hätte wehre können. Langsam ließ die Betäubung nach, doch konnte sie durch den Knebel in ihrem Mund nicht sprechen. Das spielte keine große Rolle, da sie allein mit ihrem „Ehemann“, der die Maschine flog, war. Er sagte zu ihr: „Wenn du mir gehorchst, wirst du kein schlechtes Leben haben. An Flucht brauchst gar nicht erst denken. Du gehörst jetzt mir. Man würde dich entweder freiwillig oder mit Gewalt zu mir zurück bringen. Ich mache dich zur Muslima und Ehefrau. Du wirst dich immer verschleiern, mir dienen und den Haushalt führen. Du sollst mir Kinder schenken, aber du und die Kinder werden niemals Not leiden. Ich bin reich genug, um jedweden Ärger von dir zu halten.“ Anna saß weinend in ihren Schleiern, still und hilflos.


Lockerroom

The Locker Room

by T_G

Translated from the Hungarian Az öltöző by Vulcan

 

Anna Goldwin had lived in London for 24 years since her birth. She regularly went to the gym because she took care of her body. She had been in the "Body-breaker" club for a long time even though it was a pretty expensive place. Only women came here. Two dressing rooms were waiting for visitors. Everyone had a separate big cubicle where they could change their clothes. The machines were almost new and varied. She was training now too. As she opened one of the cubicle, she was surprised to find that there were black clothes in there. She looked at the other cabin. It was empty. ‘Someone left her clothes here instead of putting it in her locker,’ he thought angrily. “Hello! Is anyone here? Someone left his clothes here,” she said aloud, but nobody answered. It was very early, as usual, when she came to train. The gym staff could be out of earshot because they did not answer her call. She looked more closely at the clothes and realized that she had come across an Arab woman's veil. She pondered. She did not remember seeing anyone between the guests or the staff. She walked around and did not see anyone anywhere. Where can the employee be? She should be here, but there is no one. She was alone. She began to examine the clothes. It was a complete set. Bottom and top clothing, shoes, veils and gloves. ‘What if I tried it?’ she thought, and disrobed The first piece was a pair of black panties to the ankles that had to be tied at the waist. The second was a long sleeved knee-length shirt, also in black. Then came a black knee-high stockings over which the panties had to be pulled and lowered to the bottom. She then had to put on almost knee-high shoes, wrapping the shoelace around. Her feet were now complete! Then she let a black abayah fall over her and wrapped the hijab over her head. She picked up the three-layer niqab and tied it to her face. She fitted black gloves over her hands and then let the niqabs drop down in front of her eyes. She has seen this done on a YouTube video so it was not difficult to work out how to get dressed. She went to the mirror and looked in it. A veiled Arab woman looked back at her. She did not notice the door the cubicle open, and a young Arab woman would step into it. She walked cautiously into the cabin where Anna's clothes were laid and began to dress. As Anna continued to look in the mirror, she picked up Anna's clothes. Anna heard something and turned in alarm. The Arab woman stood in front of her in her clothes. “And who are you? And why did you put on my clothes?” she asked Anna. “I could ask you the same thing, but this is better. I paid off the attendant, so there’s two of us. I knew you were coming, the attendant said you are always the first to arrive. You know, I wanted to get away from my husband, but he would only agree the divorce if I found someone else to replace me. Well, I've found you now!” said the Arab woman with a smile. “What?” Anna was shocked and tried to take the veil off, but the woman sprayed something in her face which made her weak so had to sit down. She only watched the woman through the black layers, but she could not move or talk. An Arab man came in and asked, “Is this her?” “Yes! The effect of the spray will last one hour, you can take her to the airport. And you live happily, you Arab woman. Your husband takes you home now, and I do not think you'll ever leave it.” “Well said,” said the attendant. “You really resemble me, so you will not be missed, but we must be quick as other gym users will be arriving soon as they said they would open half an hour later today.” She helped Ann into a car and soon they boarded a small plane and flew to her new home. She could not do anything against them. The effect of the drug had worn off, but she could not talk about the rubber ball in his mouth. Even though nobody would hear her. There was only the two of them and the "husband" who piloted the plane and said to her, “You will not have a bad life if you obey me. As for escaping, do not even think about it. You are mine already. They will return you to me either voluntarily or with violence. I will make you Muslim and my wife. You'll always veiled, serving me and keeping the household. You will bear my children, but you will not have any problems at all. I'm rich enough to keep any worries away.” Anna was weeping and she sat alone in her veil silently, helplessly.


Eine Familienangelegenheit

Eine Familienangelegenheit

Copyright © 2018, Ed Neil

Translation by Vulcan of the Original Story: A Family Matter

if Ed Neil doesn't like it I'll erase it soon 

 

„ Hallo hübsches Mädchen, wie heißt du?“ fragte der junge Mann vor Geilheit. „ Mary“, antwortete die Kellnerin mit einem falschen Lächeln. „ Willst du nach der Arbeit etwas Spaß haben?“ Mary lächelte freudlos. Sie brachte die Bestellungen in die Küche und ging, um neue Kunden zu begrüßen. Es war ein anstrengender Tag und sie machte Überstunden wie immer. Nachdem sie die letzten Bestellungen erhalten hatte, wies ihr Chef sie an, in der Bar weiter zu arbeiten. Nachdem er aufgegessen hatte, kam der flirtende Mann zu ihr und fragte nach einem Bier. „Ich warte immer noch auf eine Antwort“, sagte er mit einem Lächeln, das die meisten Menschen charmant finden würden. „Entschuldigung, ich bin sehr müde.“ Mary sah dieses Lächeln oft genug, um sich zu ekeln. „Gibt es etwas, das dir etwas Energie geben könnte?“ Sie schwieg. Sie hasste diese Momente. „Fünfundsiebzig“. „Deal“. Eine Stunde später waren sie in Marys Schlafzimmer. Sie genoss keinen einzigen Moment, bemühte sich aber, es vorzutäuschen. Als sie fertig waren, rollte sie sich auf die Bettkante, um zu weinen. Der Mann, neben Mary, wachte auf und ging wie gewöhnlich. Sie wollte in ihrem Bett bleiben, es war ihr einziger Ruhetag in der Woche, aber sie hatte einen anstrengenden Tag vor sich. Widerwillig stieg sie aus ihrem Bett, duschte, frühstückte und startete ihr Auto. Sie fuhr für eine Stunde in das Haus ihrer Kindheit. Sie musste es jetzt leer räumen, denn sie hatte einen Käufer gefunden. Sie hatte das in den letzten zwei Monaten gemacht. Alles allein zu machen hat viel Zeit gekostet. Der Anblick des Hauses machte sie wie immer melancholisch. So viele Erinnerungen, sowohl gute als auch schlechte. Und jetzt würde es einem völlig Fremden gehören. Mary versuchte sich davon zu überzeugen, dass es so am zweckvollsten war. Mary war noch nicht achtzehn, als ihre Mutter entdeckte, dass sie Krebs hatte. Schon bald danach verließ ihr Vater seine Frau und seine beiden Töchter Mary und ihre jüngere Schwester Julia . Danach blieb Mary keine andere Wahl, als mit dem Studium aufzuhören und zu arbeiten, um die Familie zu unterstützen. Ihre Mutter erhielt gute medizinische Versorgung, um noch fünf Jahre zu leben, und Julia studierte in Paris, Hunderte von Kilometern von ihrem kleinen Dorf entfernt, Jura. Die Entfernung und die Zeit, die sie beide verbringen, um zu arbeiten und zu studieren, führten dazu, dass sich die beiden Schwestern kaum sahen. Das letzte Mal trafen sie sich vor einem Jahr zur Beerdigungen ihrer Mutter. Sie waren allein, als sie die Asche verstreuten, da sie keine anderen Verwandten hatten. Ein paar Tage später, nachdem sie all ihre Habseligkeiten in ihr Auto verstaut hatte, fuhr Mary zurück in ihre Wohnung. Einmal angekommen, stellte sie Essen in die Mikrowelle und aß, während sie eine Talkshow auf ihrem Fernseher sah. Das war ihre Routine in den letzten fünf Jahren gewesen, Arbeit, die ihr keine Zeit gab zu kochen oder zu sozialisieren. Die Talkshow von heute Abend erwies sich schlimmer als üblich. Unter den Eingeladenen war eine Frau, die den besten Weg erklärte, einen Liebhaber zu haben, ohne dass der Ehemann oder die Ehefrau davon wusste. Verärgert schaltete Mary den Fernseher aus. Wie konnte jemand solche Dinge fördern? Wegen solcher Leute hat ihr Vater seine Familie verlassen. Die Tränen begannen Mary in die Augen zu schießen und sie legte sich auf ihr Bett. Nachdem sie sich einige Minuten später etwas beruhigt hatte, wandte sie sich dem Bild auf ihrem Nachttisch zu. Julia. Sie war ihre einzige Familie und Mary sah sie kaum. Sie hatte plötzlich das Bedürfnis, mit ihr zu reden. Mary rief sie selten an, weil sie befürchtet, sie würde ihre Schwester von ihren Studien ablenken. Aber in dieser Nacht fühlte Mary sich zu einsam, um niemanden anzurufen. Der Ton ertönte für einige Sekunden, bevor eine automatische Stimme antwortete: „Diese Nummer ist nicht vergeben“. Diese fünf Worte waren genug, um Mary zu beunruhigen. Hat ihre Schwester ihre Telefonnummer geändert, ohne es ihr zu sagen? Oder ist ihr etwas Schlimmes passiert? Paris war eine große Stadt, alles war möglich. Sie versuchte sich zu beruhigen, vielleicht hatte Julia ihr eine E-Mail geschickt, die Mary übersehen hatte. Nervös schaltete sie ihren Laptop an und überprüfte ihren Briefkasten. Nichts, nichts von Julia seit dem Tod ihrer Mutter. Ihr Herzschlag nahm schnell zu und sie befürchtete das Schlimmste. Sie schrieb hastig eine kurze Mail an Julia und flehte sie an, so schnell wie möglich ihrer großen Schwester zu antworten. Mary starrte auf den Computer und hoffte, jede Sekunde eine neue Nachricht zu sehen. Sie starrte auf den Bildschirm bis zum Einschlafen. In dieser Woche schaffte sie es kaum ihre Arbeit im Restaurant erledigen. Nach fünf Tagen gab es immer noch keine Antwort. Sie konnte nicht länger warten. Mary bat um einen längeren Urlaub, etwas, dem ihr Chef widerwillig zustimmte. Als sie sich beruhigt hatte, packte sie ihre Tasche und fuhr mit dem Zug nach Paris. Nachdem sie ihre Tasche in einem kleinen Hotel ausgepackt hatte, ging sie zur Universität, wo ihre Schwester Jura studierte. Sie ging zur Sekretärin und fragte nach dem Aufenthaltsort von Julia. Anscheinend ist sie seit Beginn des Semesters zu keiner Vorlesung gekommen. Marys Nervosität wuchs weiter. Ihre Schwester ist das letzte Mal vor acht Monaten in der Universität gesehen worden. Nach dem, was Julia Mary erzählt hatte, kannte sie in Paris keinen wirklichen Freund, nur Kommilitonen. Mary ging hastig in die Wohnung ihrer Schwester. Sie war klein, aber ordentlich, fast ein Luxus im Vergleich zu Marys Wohnung. Nach einem Gespräch mit dem Vermieter traf sie erneut ein Schock. Julia hat vor acht Monaten die Schlüssel ihrer Wohnung zurückgegeben. Es war fast zu viel für sie, all das zu ertragen. Warum hatte ihr Julia nichts gesagt? War sie in Schwierigkeiten?War etwas Schlimmes passiert? Mit so vielen Fragen in ihrem Kopf fühlte Mary ihre Beine weich werden. Bald saß sie mit Tränen in den Augen an der Wand. Vor Mitgefühl half der Vermieter ihr aufzustehen und gab ihr ein Glas Wasser. Langsam erholte sich Mary von dem Schock. „Miss, was ist los?“fragte der Vermieter besorgt. Mary wischte sich die Tränen ab und erzählte ihm die ganze Geschichte von ihrer Schwester und ihrem Verschwinden. „Vielleicht könnte dir das helfen. Als ich sie fragte, warum sie in auszieht, antwortete sie, dass ihre neue Universität allen Studenten freien Wohnraum zur Verfügung stelle, weshalb sie beschloss, auf den Campus zu ziehen. Sie wechselte die Universität? Obwohl Mary froh war zu wissen, dass ihre Schwester bis jetzt gesund und munter war, brachte dieser Mann mehr Fragen als Antworten. Mary bedankte sich und ging zurück in ihr Hotel. Sie lag erschöpft auf dem Bett. Sie versuchte alles zu verarbeiten, was sie heute erfahren hatte. Vor sieben Monaten kam Julia zum letzten Mal an ihrer Universität. Zur gleichen Zeit verließ sie ihre Wohnung, um zu ihrem neuen Studienort zu ziehen. Warum sollte Julia die Universität in der Mitte ihres Studiums wechseln? Nach dem, was Mary wusste, war ihre jüngere Schwester großartig, sie bekam gute Noten und genoss insgesamt ihre Studien. Noch ein paar Jahre und sie hätte leicht einen Job gefunden. Was hat ihre Meinung geändert? Mit diesen Fragen ist sie dann voller Sorgen eingeschlafen. Als Mary wachte auf, als die Sonne aufging. Von ihrer schlaflosen Nacht belebt, nahm sie ihren Laptop, um herauszufinden, in welche Universität Julia sich eingeschrieben hatte. Wo auch immer ihre Schwester war, sie würde sie finden, es war ihre Pflicht als ältere Schwester. Sie war nicht wirklich in der Lage, ihre Nachforschung zu beginnen, bevor sie sich an die Worte des Vermieters erinnerte: Die Unterkunft für die Studenten war umsonst. Mit diesem Hinweis dauerte es nicht lange, bis sie fündig wurde. Es gab nur eine Universität in ganz Paris, die ihren Schülern gegenüber so großzügig war. Mary hätte sich gerne über so schnelle Fortschritte gefreut, aber die Antwort ließ sie erstaunt zurück. Dawah Stiftung. Eine islamische Universität. Sie starrte eine Ewigkeit verwirrt auf den Bildschirm. Schließlich riss sie sich zusammen, öffnete die Webseite der Stiftung und las sie durch. Laut der Website war die Dawah Foundation ein Netzwerk von Schulen und Universitäten auf der ganzen Welt, die sich dafür einsetze, Menschen über den wahren Islam aufzuklären. Den salafistischen Islam. In den letzten Jahrzehnten hatten die Salafisten zunehmend Einfluss auf die muslimische Bevölkerung Frankreichs und sogar auf Europa insgesamt genommen, und sie wurden jedes Jahr zahlreicher. Einige Umfragen deuten darauf hin, dass ein Fünftel der Gesamtbevölkerung Frankreichs nun muslimischen Glaubens war. Bei all ihrer Arbeit hatte Mary nie wirklich Zeit, über diese Dinge nachzudenken. Sie musste sich um sich selbst und ihre Schwester kümmern, was darüber hinaus passierte, interessierte sie nicht wirklich. Außerdem sah sie in ihrem kleinen Dorf keine Muslime und hörte nur in den Nachrichten von ihnen. Offenbar hat die Dawah Foundation vor zwei Jahren mit finanzieller Unterstützung wohlhabender arabischer Geschäftsleute und französischer muslimischer Vereinigungen einen Universitätscampus in Paris eröffnet und plant, in den kommenden Jahren weitere im ganzen Land zu eröffnen. Männer und Frauen waren streng getrennt und ihre Kurse waren fast ausschließlich religiös, mit Ausnahme des Arabischunterrichts. Um das Studium für Studenten attraktiver zu machen, übernahm die Stiftung fast ihre gesamten Ausgaben. Was wollte ihre Schwester an einer Uni, die eindeutig von Fanatikern geleitet wurde? Nichts ergab einen Sinn. Ihre Schwester glaubte immer an Gott, war aber nicht wirklich religiös. Und die kleine religiöse Erziehung, die sie bekam, war katholisch, nicht islamisch.Mary wunderte sich sehr und war fest entschlossen, darauf eine Antwort zu finden. Der Campus der Dawah Foundation war zwei Stunden von ihrem Hotel entfernt. Nachdem sie zwei Mal den Bus gewechselt hatte, kam Mary endlich in der Gegend an, in der sie sich befand. Sie fühlte sich wie in einem fremden Land. Die Schriften an den Läden waren nicht nur auf Französisch, sondern auch auf Arabisch. Die Leute auf den Straßen sahen hauptsächlich arabisch und afrikanisch aus. Die Männer sowieso. Bei die Frauen war es schwer zu sagen. Sie schienen wenige zu sein und die, die Mary sah, trugen schwarze Kleider, die nur ihre Gesichter enthüllten. Und manchmal waren auch diese nicht sichtbar. Nur wenige Frauen gingen allein. Die meisten von ihnen gingen entweder hinter ihrem Vater oder Ehemann her oder hielten die Hand ihrer Kinder. Als der Bus anhielt, stieg eine Gruppe junger bärtiger Männer ein. Sie alle schienen arabisch oder nordafrikanisch zu sein und trugen weiße Roben und Gebetsmützen. Einer von ihnen starrte Mary neugierig an, als wäre sie ein Tier, das er nie zuvor gesehen hatte. Unbeeindruckt übersah Mary den Mann. Sie fühlte sich hier wie eine Art Eindringling. Als sie wieder zurückschaute, war der junge Mann in eine intensive Unterhaltung mit seinen Freunden vertieft. Sie sprachen auf Arabisch, also verstand Mary nichts. Schließlich erreichte der Bus den Campus der Dawah Foundation. Auf jeder Straßenseite standen sich zwei Verbindungen gegenüber. Beide waren von sehr hohen Mauern umgeben, die wie Festungen aussahen. Laut der Beschilderung war eine für Männer und die andere für Frauen reserviert. Die Männer gingen zum Männereingang, wo sie von anderen bärtigen Männern begrüßt wurden. Einige von ihnen sahen sie mit derselben Neugier an. Mary war verlegen, als würde sie nicht hierher gehören. Schließlich beschloss sie, den Frauen-Campus zu betreten. Innerhalb der Mauern sah der Campus großartig aus. Viele Bäume blühten, Blumen wuchsen an mehreren Stellen und Wasserbecken brachten mehr Leben. Wie schön wäre es, hier zu studieren. Das einzige, was Marias Begeisterung abmilderte, waren die Frauen. alle waren schwarz gekleidet, viele trugen einen Gesichtsschleier, der nur ihre Augen sichtbar machte, und für einige von ihnen waren sogar diese unter einem schwarzen Material verborgen. Dennoch hatte die Mehrheit der Frauen, die sie sah, ihr Gesicht sichtbar. Sie hatten verschiedene Hautfarben. Viele von ihnen waren Araber oder aus Nordafrika von dem, was Mary erraten konnte, aber auch Schwarze, Indianer, einige Asiaten und, zu Marys Überraschung, eine Minderheit weiße Frauen. Nervös ging Mary zum Empfang des Campus. Hinter einem Schreibtisch saß eine Frau in Schwarz, nur ihre Augen waren sichtbar. „Guten Morgen, wie kann ich Ihnen helfen?“fragte sie mit einer freundlichen Stimme. „Hum ... hallo, ich heiße Mary Bertin. Ich bin die Schwester von Julia Bertin. Ich ... ich glaube, sie ist vor einiger Zeit hierher gezogen, ich weiß nicht wie genau wann und ... ich ... wollte wissen, ob das der Fall ist.“ „Einen kleinen Moment bitte.“ Die Frau in Schwarz begann ihre Recherchen am Computer. Es vergingen einige Minuten, bevor die Antwort kam. „In der Tat ist deine Schwester eine unserer Studenten.“ Kann das sein? Kann dieser Alptraum endlich vorbei sein? „Kannst du mir sagen, wo ich sie finden könnte?“ „Sie ist leider nicht hier. Sie vollendet den Hadsch.“ „Der Hadsch?“ fragte Mary mit Unverständnis. „Die Pilgerreise nach Mekka, die Pflicht eines jeden Muslims, der es sich leisten kann.“ Marys Gehirn assimilierte die Informationen, aber es war zu viel für ihr Herz. Sie wusste nicht, was mit ihr geschah, bis sie zu Boden fiel.Dann gab es einen Blackout. Mary wachte in einem Krankenbett auf. Ihr Kopf schmerzte. Sie versuchte aufzustehen, aber es erwies sich als zu schwierig und sie gab auf. Kurz darauf kam eine Frau in den Raum. Wie die Frau an der Rezeption trug sie einen Niqab mit einer Öffnung für ihre Augen und das gleiche schwarze Kleid, aber auch eine weiße medizinische Bluse. „Guten Tag, mein Name ist Noor, ich bin Arzt, sagte die Frau mit einer tröstenden Stimme. Wie fühlst du dich?“ „Ich glaube, ich bin ohnmächtig geworden.“ „Genau, Sie wurden sofort in die Krankenstation gebracht.Kannst du mir deinen Namen sagen?“ „Mary Bertin.“ „Erinnerst du dich, warum du zur Dawah Foundation gekommen bist?“ „Ich war ... Ich suche nach meiner Schwester.“ „Kannst du von zehn zu eins zählen?“ Mary tat es und führte die anderen einfachen mentalen Aufgaben aus, die Noor sie fragte. „Gut, dein Gehirn scheint in Ordnung zu sein. Ich war besorgt, als ich die Kopfwunde sah.“ Dieser Tag wurde immer seltsamer und nicht auf eine gute Art und Weise. „Sie scheinen besorgt, ist alles in Ordnung?“ „Nein, nichts ist in Ordnung. Ich habe meine Schwester seit sieben Monaten nicht mehr gesehen, ich will sie wiedersehen und habe herausgefunden, dass sie jetzt Muslima ist und sich einigen Fanatikern angeschlossen hat!“ schrie Mary mit Wut und Traurigkeit. Tränen rollten über ihr Gesicht, bis Noor ihr ein Kleenex gab. „Tut mir leid, das hätte ich nicht sagen sollen.“ „Es ist in Ordnung, ich verstehe deine Wut. Ich hätte vor einigen Jahren auch so reagiert.“ „Wie meinen Sie das?“ „Ich wurde nicht als Muslim geboren, ich bin vor drei Jahren zum Islam konvertiert. Davor war ich Atheist.“ „Warum hast du das getan? In den Nachrichten heißt es, dass der Islam Frauen unterdrückt, dass sie den Männern nicht gleichgestellt sind und ohne die Erlaubnis ihres Ehemannes nichts tun können.“ Obwohl sie nur ihre Augen sehen konnte, wusste Mary, dass Noor unter ihrem Schleier lächelte. „Ich habe die gleichen Dinge geglaubt, nicht nur vor vier Jahren. Wie du habe ich geglaubt, was die Hauptmedien über Muslime erzählten. Dass sie rückwärts gewandte Frauenfeinde und Terroristen. Ich war wütend, immer mehr verschleierte Frauen auf der Straße zu sehen und tat alles, um sie zu meiden. Das hat sich irgendwann geändert. Ich arbeitete in einem privaten Krankenhaus als Arzt, es wurde sehr gut bezahlt. Dann kam eines Tages ein reicher Muslim mit seiner Frau. Sie war völlig verschleiert, so wie ich jetzt. Er bat um eine Ärztin, die sie behandelt und ich stimmte zu. Wir behielten sie für ein paar Wochen und während dieser Zeit wir viel miteinander. Sie war eine der nettesten Menschen, die ich jemals getroffen hatte. Sie erklärte mir, worum es beim Islam ging und ich stellte fest, wie unwissend ich war.“ Mary war mehr und mehr von Noors Geschichte fasziniert. „Der Islam unterdrückt Frauen nicht, er hat ihnen sogar mehr Rechte gegeben als irgendeine andere Religion oder ein anderes Land zuvor. Spirituell sind Männer und Frauen gleichwertig und beide werden in den Himmel gehen, wenn sie sich recht schaffend verhalten. Ehemänner haben die Pflicht, ihre Frauen zu respektieren und zu unterstützen, und die Mutter ist dem Vater übergeordnet.“ „Aber ist es nicht wahr, dass eine Frau ihrem Mann gehorchen muss?“ „Ja, so ist es. Allah erschuf die Männer, um die Beschützer und Betreuer der Frauen zu sein. Im Gegenzug muss die Frau ihrem Vormund gehorchen. Zuerst ihrem Vater, wenn sie jung ist, dann ihr Ehemann, wenn sie verheiratet ist.“ „Das scheint nicht fair“, kommentierte Mary ohne große Überzeugung. „Doch ist es. Jeder hat eine Rolle in Allahs Plan zu spielen. Aber ich verstehe, warum du das sagst. Auch ich dachte, dass die Unterwerfung unter den Willen eines anderen bedeutete, dass kein Glück möglich wär. Aber einige Tage vor der Operation kam die Familie dieser Frau zu Besuch. Zwei große Jungen, zwei kleinere Mädchen und ein Baby in den Armen des Vaters. Die Mädchen trugen Kleider, die nur das Gesicht und die Hände frei ließen. Im Moment fragte ich mich, wie jemand das ihren Kindern aufzwingen könnte. Aber als ich diese Familie in der Nähe ihrer Mutter sah, so melodramatisch wie es klingt, schmolz mein Herz. Ich verließ den Raum, um ihnen Privatsphäre zu gewähren, aber die Sache war, dass ich für einen Moment wahres Glück sah. Ich erkannte, dass ich trotz meines Geldes und Status allein war, ohne engen Freund oder Ehemann.“ „Was ist danach passiert?“ „Die Operation war ein Erfolg und diese Frau erholte sich sehr schnell. Während dieser Zeit begannen wir jedes Mal, wenn ich sie sah, mehr und mehr über den Islam zu diskutieren. Sie erklärte mir, dass ihr Mann einen Campus finanziert, der sich dem wahren Islam widmen soll, sowohl für Männer als auch für Frauen. Aus Neugier kam ich während der Ferien. Je mehr ich lernte, desto mehr verstand ich, dass dies der Ort war, an dem ich sein sollte. Ich kündigte meinen Job und wurde eine Studentin. Ein Jahr später konvertierte ich und änderte meinen Namen in Noor und die Dawah Foundation fand einen Ehemann für mich. Jetzt bin ich die Mutter eines schönen Jungen und ich lehre Frauen Medizin.“ „Ihr Mann erlaubt Ihnen zu arbeiten?“ „Ja, er ist ein sehr freundlicher Mann und versteht, dass es notwendig ist, anderen Frauen zu lehren, wie man heilt. Männer und Frauen, die nichts miteinander zu tun haben, sollen nicht interagieren. Deshalb ist es gut für die Ummah, dass ich arbeite.“ „Die Ummah?“ „Es ist die Gemeinschaft aller Muslime. Wir alle bilden eine riesige Familie, wir alle müssen den anderen helfen.“ Mary wurde ganz still. Es war eine ziemlich komplexe Geschichte. Wenn sie an diese muslimische Frau im Krankenhaus dachte, musste sie an ihre eigene Mutter denken. Sie war von ihrem eigenen Mann verlassen worden und hatte zwei Töchter, von denen eine zu jung war, um zu arbeiten. Hätte sie einen Muslim geheiratet, wären die Dinge anders gewesen? Mary versuchte diese Frage zu vergessen. Es war dumm, was zählte, war nicht die Vergangenheit, sondern die Gegenwart. Julia war alles, was zählte. „Wohin gehst du?“ fragte Noor, als Mary versuchte aufzustehen. „Meine Schwester finden. Sie ist die einzige Familie, die ich noch habe und wenn ich alles geben muss, um nach Mekka zu gehen, dann sei es so.“ „Nach Mekka? Macht deine Schwester den Hadsch?“ „Das hat mir die Frau an der Rezeption gesagt.“ Sanft drückte Noor Mary zurück in die Kissen. „Das wird nicht möglich sein. Mekka ist für Nicht-Muslime verboten.Gedulde dich, ich bin sicher, deine Schwester wird bald zurück sein. Die Geduld? Genau, was Mary langsam ausging. Es um die Person, die ihr am meisten am Herzen lag. Sie wollte ihre kleine Schwester vor einer Gehirnwäsche schützen. „Ich muss etwas tun“, sagte Maria entschlossen. „Lass uns einen Deal machen. Du ruhst dich etwas aus, während ich nachfrage, wann deine Schwester zurückkehren wird. Die Dawah Foundation organisierte die Pilgerreise in Abstimmung mit Mekkas Behörden. Wie klingt das?“ Mary zögerte. Sie wollte nicht hier bleiben und nichts tun. Aber Noor war nett und hilfsbereit und schien vertrauenswürdig. Als Antwort auf ihre Frage nickte Mary. Noor gab ihr Aspirin und verließ dann die Krankenstation. Es dauerte nicht lange, bis Mary einschlief. Eine Stunde später erwachte Mary beim Klang einer Männerstimme. Es klang wie auf arabischer Gesang. Im Korridor hörte sie viele Schritte und ging nachforschen. Diesmal schaffte sie es viel leichter aufzustehen. Außerhalb der Krankenstation gingen Dutzende von schwarz gekleideten Frauen in dieselbe Richtung. Manche lächelten Mary zu, während sie vor ihr gingen, zumindest diejenigen, die ihr Gesicht nicht bedeckten. Der Anblick all dieser fast identischen Frauen war faszinierend. Irgendwie schienen sie eng miteinander verbunden zu sein. Besorgt, sie würde stören, was immer sie vorhatten, folgte Mary ihnen nicht. Sie blieb im Raum und ging zum Fenster. Die Sicht auf den Garten war wunderbar. Mit den hohen Mauern, die ihn umgeben, fühlte es sich wie ein sicherer und entspannender Ort an. Sie schaute weiter, bis sie jemanden das Zimmer betreten hörte. Es war Noor. „Wie fühlst du dich?“ „Viel besser, Danke. Hast du irgendwelche Neuigkeiten?“ „Ja, deine Schwester ist jetzt seit zwei Wochen in Mekka und die Hadj geht zu Ende. Ihr Rückflug ist für nächste Woche geplant.“ Mary entspannte sich,zum Schluss doch noch ein paar gute Neuigkeiten. Obwohl sie gerne mit Julia zusammen sein würde, war die Tatsache, dass sie bald kam, doch beruhigend. „Es ist fast Mittagszeit, willst du mit uns essen? Du wirst herzlich willkommen sein.“ Mary merkte, dass sie nicht gefrühstückt hatte. Sie nahm die Einladung bereitwillig an. Noor führte sie durch das Gebäude in die Cafeteria. An allen Tischen saßen schwarze Frauen. Mit ihrer westlichen Kleidung fühlte sich Mary schrecklich fehl am Platz. Sie versuchte zu vermeiden, einen der Schüler anzusehen. Zum Glück schien niemand auf sie zu achten. Nachdem sie einen Teller mit Essen bekommen hatte, setzte sich Mary mit Noor in eine Ecke. Das Essen erwies sich als köstlich und sie musste sich davon abhalten, ihren Teller zu leeren, bevor Noor überhaupt begann. Sie trug immer noch ihren Gesichtsschleier und aß, indem sie etwas Essen unter ihren Schleier zog. Mary wollte Noor fragen, warum sie nicht ohne Schleier aß, befürchtete aber, unhöflich zu wirken. Kommentarlos setzte sie ihre Mahlzeit fort. „Also Mary, was machst du beruflich?“ fragte Noor aus dem Nichts. „Ich bin ein Kellnerin. Manchmal koche ich auch.“ Der Gedanke an ihre letzte Nacht mit einem Klienten ließ ihr Gesicht rot werden. „Bist du mit deiner Arbeit zufrieden?“ „Es geht nicht um Glück, es geht darum, Geld für mich und meine Schwester zu verdienen“. Jetzt braucht sie es nicht mehr so sehr, dachte Mary. „Im Gegenteil, Glück ist alles, was zählt. Was macht das für Sinn, ein Leben zu führen, das nur Elend bringt?“ „Was bleibt mir sonst noch übrig? Ich habe in den letzten sechs Jahren fast jeden Tag meines Lebens gearbeitet, um sicherzustellen, dass meine Schwester das Leben bekommt, das ich nicht habe.“ Sie bemerkte plötzlich, dass in ihrer Stimme Wut war. „Bist du sauerauf deine Schwester, weil sie konvertierte, ohne es dir zu sagen?“ Ich bin ihre einzige Familie, ich sollte alles über sie wissen. Als unsere Mutter krank wurde, mußte ich als ihre große Schwester für sie sorgen, sie beraten, sie beschützen. Es ist nicht einmal ein Jahr her, dass unsere Mutter gestorben ist. Ich hätte hier sein sollen, als sie beschloss, zum Islam zu konvertieren.“ „Du denkst, sie hätte nicht konvertieren sollen?“ Die Frage ließ Mary verstummen. Hätte sie Julia daran gehindert, Muslima zu werden? Vielleicht, wahrscheinlich. Sie war noch jung, erst zwanzig Jahre alt, sie hätte mit ihrer großen Schwester reden sollen, ihre Meinung in einer der wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens hören sollen. „Ich weiß es nicht“, antwortete Mary. „Ich weiß nicht, was ich getan hätte. Alles, was ich will, ist das Wohl meiner Schwester, das ist alles, was mir wichtig ist.“ „Ich verstehe.Ich wollte dich nicht bedrängen. Ich verstehe, wie all diese plötzlichen Offenbarungen für dich überwältigend sein müssen. Wenn du jemals darüber reden willst, werde ich für dich da sein.“ Mary nickte, ihre Gedanken waren immer noch in Aufruhr. Hat sie als Schwester versagt? Die Woche verging viel zu langsam. Bevor sie den Campus der Dawah Foundation verließ, sagte Noor ihr, sie würde sie kontaktieren, sobald Julia zurück sei. Während ihrer Zeit in Paris versuchte Mary sich etwas zu finden, aber ihre Finanzen waren zu knapp. Die Rückkehr ihrer Schwester konnte nicht früh genug sein. Gleichzeitig fürchtete sich Maria vor dem Moment, in dem sie ihre Schwester treffen würde. Sie hat sich seit dem Tod ihrer Mutter offensichtlich sehr verändert, aber wie viel? Sie hat in dieser Woche nicht gut geschlafen. Schließlich rief Noor Mary an. Julia war zurück, sie war über Marys Bemühungen informiert worden und stimmte zu, sich auf dem Campus zu treffen. Eine Minute später wartete Mary auf den Bus, nervös aber entschlossen. Wieder sah sie dieselben muslimischen Männer, aber diesmal starrten sie sie nicht an. An der Rezeption wartete Noor auf Mary, diesmal trug sie nicht die medizinische Bluse, nur die schwarzen Kleidungsstücke. „Ihre Schwester ist in ihrem Schlafzimmer, sie sagte, sie würde sich ausruhen, sagte aber auch, dass wir können sie aufwecken können. Mit ihrer behandschuhten Hand lud Noor Mary ein, ihr zu folgen. Während sie durch die Gänge gingen, sahen sie niemanden. Die Stille und die Einsamkeit machten die Situation umso zeremonieller. Schließlich blieb Noor vor einer Tür stehen. Sie klopfte und nach einer Minute des Wartens öffnete sie sich. Marias Herzschlag beschleunigte sich. Vor ihr war ein schwarzer Geist.Völlig schwarz war nichts von ihrer Schwester zu sehen. Ihre Kleider machten ihren Körper formlos, Handschuhe verbargen ihre Hände und ein Schleier verhüllte Julias Gesicht, einschließlich ihrer Augen, die hinter einem halbtransparenten Stoff verborgen waren. War es überhaupt Julia? Die schwarze Gestalt trat zurück, um Mary herein zulassen. Zögernd bewegte sie sich vorwärts. Sobald sie im Raum war, schloss sich die Tür. Die beiden Schwestern standen sich schweigend gegenüber. Julia entschleierte sich. Marys Beine begannen zu zittern. Es war Julia. Ihre kleine geliebte Schwester. Schön wie immer, sogar mit ihren Augen voller Tränen. Tränen der Liebe. Mary wusste es, weil die gleichen Tränen von ihren Wangen rollten. Die Schwestern umarmten sich, glücklicher als je zuvor. Sie blieben einige Minuten lang still. Es waren keine Worte nötig, um ihre Freude auszudrücken. Das Lächeln auf Marys Gesicht nahm leicht ab, als sie die behandschuhten Hände ihrer Schwester in ihre nahm. „Ich nehme an, du hast viele Fragen“, sagte Julia. „Keine Ahnung, ich weiß nicht einmal, wo ich anfangen soll.“ „Du könntest mir sagen, wie du an diesen Ort gekommen bist.“ Julia blieb einen Moment ruhig, ihr Gesicht sah nachdenklich und glücklich aus. „Es hat alles damit angefangen, dass ich anfing, Forschungen über die Scharia, das islamische Gesetz, zu machen. Ich weiß, wie hart Sie gearbeitet haben, daher ist dir vielleicht nicht bewusst, dass Muslime jedes Jahr in Frankreich, Europa und der ganzen Welt an Zahl zunehmen. In unseren säkularisierten Ländern fordern sie, dass sie ihren Gesetzen folgen, um ihren Glauben in vollem Umfang zu praktizieren. Ich ging in eine Moschee, um mit einem angesehenen Imam zu sprechen und ihm Fragen zu stellen. Er war sehr nett und hilfsbereit. Als ich das Thema Frauen im Islam ansprach, erzählte er mir vom Campus der Dawah Foundation. Dort konnte ich mit einer Vielzahl muslimischer Frauen sprechen, um besser zu verstehen, was es für sie bedeutete, den Islam zu praktizieren.“ „Wann war das?“ „Einige Monate bevor Mama starb.“ Die schmerzhafte Erinnerung betrübte ihre Gesichter. Julia nahm ihre Geschichte wieder auf, um sie beiseite zu legen. „Als ich diesen Ort fand, war ich erstaunt über seine Schönheit. Dann habe ich die Studenten getroffen. Im Verlauf von zwei Monaten interviewte ich fast fünfzig Frauen, von denen jede leidenschaftlich über ihre Religion sprach. Zu diesem Zeitpunkt kam ich sowohl für mein Studium als auch aus Freude darüber, mit den Frauen zusammen zu sein. Ich hatte nie wirklich Freunde an der Universität, fügte sie mit einem Ton der Traurigkeit in ihrer Stimme hinzu. „Was hat dich dazu gedrängt, das Jurastudium aufzugeben?“fragte Mary besorgt. „Nach der Beerdigung fühlte ich mich wie betäubt. Ich setzte meine Studien fort, aber sie schienen keinerlei Bedeutung zu haben. Es geschah hier, als ich eines Tages während eines Interviews die Selbstkontrolle verlor. Plötzlich weinte ich wie nie zuvor und konnte nichts mehr tun. Als ich wieder zu mir kam, waren alle Mädchen im Gebäude bei mir und versuchten mich zu trösten und meinen Schmerz zu lindern. In diesem Moment fühlte ich mich wie ... Ich hatte eine Familie.“ Diese letzten Worte trafen Mary. „Und was ist mit mir?“ fragte sie verwirrt. Julias Gesicht wurde rot vor Scham. „Ich ... Ich sah dich kaum mehr. Monate vergingen, ohne deine Stimme zu hören und zu dir zu kommen, war zu teuer. Ich wusste, wie hart du gearbeitet hast, um sicherzugehen, dass ich Erfolg habe, aber ich fühlte mich so einsam. Im Laufe der Monate kam ich dazu, diese Frauen als Freunde zu betrachten, aber nach der Beerdigung wurde klar, dass es mehr als das war. Für mich fühlte sich dieser Campus wie ein Zuhause an und die Studentinnen sind wie Schwestern. Das hat mich dazu bewogen hierher zu ziehen.“ Mary erkannte, wie sehr sie sich von ihrer Schwester entfernt hatte. Es war nicht ihre Absicht, sondern eine Folge ihrer Armut. Was sie an Geld verdiente ,verloren sie in an Zeit für einander. Plötzlich fühlten sich all die vergangenen Jahre wie verschwendete Zeit an. Die beiden blieben für einen Moment still. Julia bot ihrer Schwester Tee an, den Mary mit einem kleinen Nicken akzeptierte. So saßen sie auf Julias Bett, tranken das heiße Getränk und dachten über alles nach, was gesagt worden war. Schließlich stellte Mary ihr noch eine Frage. „Warum hast du konvertiert?“ „Weil es sich richtig anfühlte. Je mehr ich in Gesellschaft von Muslimen war, desto besser fühlte ich mich. Ich besuchte den Unterricht, begann den Koran zu lesen und an den Gebeten teilzunehmen. Von Tag zu Tag erschien mir der Islam immer mehr als der richtige Weg zu Gott. Es wurde mir klar, dass, wenn jeder den Islam praktizierte, die Welt ein viel besserer Ort wäre. Das säkulare Gesetz verlor für mich allen Sinn, nur die Scharia zählte. Als ich zum Islam konvertierte, war es der schönste Tag meines Lebens, es fühlte sich an, als käme ich nach Hause.“ Mary hört mit gemischten Gefühlen ihrer Schwester zu. Auf der einen Seite hatte Julia das Studium aufgegeben, das einen guten Job und eine Zukunft bedeutete. Andererseits schien sie wirklich glücklich zu sein.So hatte sie sie nicht mehr gesehen, seit ihre Mutter erkrankte. „Ich war so sehr in die Kurse vertieft, dass der Direktor der Schule, ein sehr angesehener Gelehrter aus Algerien,auf mich aufmerksam wurde. Ohne jemand, der mich beaufsichtigte, wurde er mein Wali, mein Vormund, wenn du willst.“ „Warum brauchst du einen Vormund? Du bist eine erwachsene Frau?“ „Aber immer noch eine Frau. Ich brauche einen Mann, der auf mich aufpasst, mich zu beschützt und einen Ehemann für mich findet“. „Du planst zu heiraten?“ fragte Mary überrascht. Julia lächelte, ein Ausdruck von Gelassenheit in ihrem Gesicht. „Du weißt, dass ich in Mekka war, um den Hadsch zu machen. Nun, im Islam kann eine Frau nicht alleine reisen, sie muss von einem Mahram, einem nahen männlichen Verwandten, begleitet werden. Wie ein Bruder oder ein Vater. Oder ein Ehemann.“ Die Offenbarung lies Maria für eine gefühlte Ewigkeit verstummen. „Du bist…“ „Ja,“ antwortete Julia, immer noch lächelnd. Sein Name ist Farook, er ist 25 Jahre alt, er kommt aus Marokko und studiert in dem Männerkomplex, um ein Imam zu werden. Wir heirateten kurz nachdem ich konvertiert war. Wir waren uns einig, dass es am besten wäre, wenn er seine Ausbildung beenden würde, bevor wir zusammen ziehen würden.“ Mary war sprachlos. Sie war von Julias Bekenntnis geschockt. Im Vorgriff auf ihre Reaktion nahm die verschleierte Schwester sie in ihre Arme und hielt sie fest. „Ich versichere dir, er ist ein sehr guter Mann. Mach dir keine Sorgen um mich“, ging Julia mit einer beruhigenden Stimme auf sie ein. „Aber warum hast du mich nicht informiert?“ Sie schob Julia sanft zurück, um ihr Gesicht zu sehen. „Ich bin deine Schwester, ich hätte in all diesen Momenten für dich da sein sollen, deine Krise, deine Bekehrung, deine Hochzeit. Warum hast du mir nichts gesagt? „Ich hatte Angst vor deiner Reaktion, ich befürchtete, du würdest mich daran hindern, das zu tun, was ich für richtig hielt. Du hast mich dazu gedrängt, nach Paris zu gehen, um Jura zu studieren, während ich wollte, dass ich bei dir bleibe. Du hast mir immer gesagt, was ich in meinem Leben tun soll. Ich wollte meine eigenen Entscheidungen treffen, ohne dich vorher zu fragen. Die Worte ihrer Schwester verwirrten Mary. Sie hat nie realisiert, wie sehr sie Julias Leben kontrolliert hat. Damals dachte sie, es wäre zu ihrem Besten, aber was wäre, wenn es nicht so wäre? Was, wenn sie die Dinge nur noch schlimmer machte? Das Gefühl der Schuld überwältigte sie und bald weinte sie. Wiederum umarmte Julia sie, sagte nichts, tröstete sie nur so, wie es nur eine Schwester tun konnte. Sie wurden von Männergesang unterbrochen, der in den Hallen widerhallte. Das gleiche hörte sie, als sie in der Krankenstation war. „Es ist der Adhan, der Ruf zum Gebet“, erklärte Julia. „Normalerweise gehe ich in einen Gebetsraum, um mit den anderen Schülern zusammen zu sein, aber ich kann hier beten.“ „Nein, nein, du kannst gehen, es ist okay“, antwortete Mary verlegen. „Möchtest du zuschauen?“ Der Vorschlag überraschte die ehemalige Kellnerin. „Ich will dich nicht stören.“ „Das wirst du nicht.Du musst nur die Haare bedecken. Sie öffnete ihren Schrank und entnahm ein schwarzes Kopftuch. „Dies ist ein Hijab, es wird um den Kopf gebunden, um die Haare zu bedecken.“ Mary ließ sich von Julia den Hijab anlegen. Sie betrachtete sich selbst im Spiegel. Es fühlte sich seltsam an, aber nicht unbedingt in einer schlechten Art und Weise. Sie kümmerte sich immer sehr um ihr Aussehen, besonders um ihre Haare. Ihr Chef bestand darauf, dass sie so gut aussah wie möglich und erklärte, dass es den Kunden gefallen würde. „Du siehst wunderschön aus“, sagte Julia breit lächelnd. Sie führte sie zum Gebetsraum. Sie zogen ihre Schuhe aus und Julia reinigte ihre Hände und ihr Gesicht mit Wasser. Sie erklärte, dass es notwendig sei, bevor man betet. Der Raum war voll von schwarz gekleideten Frauen. Einige hatten ihren Gesichtsschleier anbehalten, obwohl die meisten ihn entfernt hatten. Julia gesellte sich zu ihnen, während Mary im hinteren Teil des Raumes saß und versuchte, sich so wenig wie möglich zu stören. Von dort, wo sie war, waren alle vor ihr eine Masse schwarzer Kleider, nur die Größe konnte sie voneinander unterscheiden. Sie fühlte sich fehl am Platz. Trug sie doch nur Jeans, ein Hemd und eine Jacke. Die Stimme eines Mannes kam von einem Lautsprecher. Die Frauen blieben stehen, verbeugten sich, dann knieten sie nieder, ihre Stirne berührten perfekt den Boden. Mary war in Gedanken: Sie fühlte es schon vor Tagen, wie etwas in ihr wuchs.Sie spürte, dass diesen Frauen eine tiefe Schönheit inne wohnte.Sie waren schöner als sie, mehr als jede andere Frau, der sie je begegnet war. Ihre Harmonie transzendierte alles, als ob sie durch etwas, das größer war als sie selbst, vereint waren. Während das Gebet weiterging, beschleunigte sich Marys Herzschlag und zum Ende des Gebetes, konnte sie sich kaum mehr bewegen. Julia kam besorgt zu ihr. „Geht es dir gut Mary?“ Sie nickte schweigend. Was hatte sie nur? Sie versuchte es mit einer rationalen Erklärung, aber das Herz sprach statt des Gehirns. Es war wunderschön. Julia starrte ihre Schwester für einen Moment verwirrt an bevor sie lächelte. Sobald sie den Gebetsraum verlassen hatten, gingen sie im Park spazieren. Julia hatte ihren Gesichtsschleier zurückgelegt, den sie einen Niqab nannte, und Mary behielt den Hijab. Sie redeten nicht, beobachteten nur die natürliche Schönheit vor ihren Augen. Schließlich saßen sie auf einer Bank in der Nähe eines Teiches. Mary beobachtete, wie zwei Vögel daraus tranken, bevor sie davonflogen. Sie konnte sich nicht erinnern, wann sie sich das letzte Mal so entspannt gefühlt hatte. „Mary, ich muss dir ein Geständnis machen. Wenn ich dir nicht von meiner Bekehrung und meiner Ehe erzählt habe, dann weil ich wollte, dass du vor vollendete Tatsachen gestellt wirst, dass es kein Zurück mehr für mich gab. Mary wandte sich Julia zu. Es war so ein seltsamer Anblick. Nichts von ihrem Körper war sichtbar, nicht einmal ihre Hände oder ihre Augen oder ihre Figur. Nur eine einfache Masse von Schwarz. Vielleicht weil es so einfach war, fand es Mary so wunderschön. „Es ist okay, Julia, ich verstehe dich.“ „Das ist nicht alles. Du hast alles getan, um mir eine Zukunft zu geben, du warst eine bessere Schwester als ich jemals sein werde.“ „Sei nicht ...“ Lass mich bitte zu Ende reden! Ich wollte dir immer für alles danken, was du getan hast. Ich hatte vor, dich zu bitten, zu diesem Ort zu kommen, um dir das größte Geschenk zu bieten, das mir einfällt.“ „Was?“ „Islam.“ Julia hielt kurz inne. Mary fragte sich schon, wann ihre Schwester endlich zu diesem Thema kommen würde. Vor einer Woche hätte sie die Idee, sich zu bekehren, heftig abgelehnt. Jetzt… „Es hat mich glücklich gemacht und jetzt, mehr als jemals zuvor, bin ich sicher, dass es für dich dasselbe sein wird.“ „Ich weiß nicht, ich bin mir nicht sicher, ob es für mich das Richtige ist.“ „Der Islam ist für alle da. Hast du das Gebet nicht schön gefunden?“ „Ja, habe ich, aber ...“ „Ist Schönheit nicht das, was uns glücklich macht? Was du erlebt hast, war die Schönheit des Islam. Wenn wir zurückkehren, kannst du nicht nur Zuschauer sein, sondern kannst es auch erleben. Sanft ergriffen Julias behandschuhte Hände die ihrer Schwester. „Und mehr als das, all deine Sünden werden vergeben und deine Seele wird gerettet werden. Ich möchte das Paradies mit meiner Schwester betreten. Mary hat nie viel über das Leben nach dem Tod nachgedacht. So viele Religionen versprachen so viele verschiedene Dinge, warum sollte insbesondere der Islam recht haben? Das glaubte sie lange, aber jetzt ... Sie sah auf das Gesicht ihrer Schwester. Mit ein bisschen Licht konnte sie einen Blick auf Julias Augen werfen, aber das war es. „Wenn ich mich bekehre, muss ich mich wie du kleiden?“ „Der Islam befiehlt sowohl Männern als auch Frauen Bescheidenheit zu beachten. Der Unterschied besteht darin, dass Frauen sich mehr bedecken müssen. Allerdings ist mein Kleid bescheidener als die meisten. Einige Gelehrte glauben, dass das Bedecken des Gesichts Wajib ist, einige glauben, dass es nur Sunnah ist. Für meinen Mann ist der gesamte Körper der Frau Teil ihrer Awrah.“ Mary seufzte. „So viele Worte, die ich nicht verstehe.“ „Tut mir leid, ich spreche jetzt mehr Arabisch als Französisch. Aber du kannst und solltest vor dem Konvertieren etwas über den Islam lernen.“ „Du meinst, diesem Campus beizutreten?“ „Es ist kostenlos, weißt du.“ Selbst wenn sie es nicht sehen konnte, wusste Mary, dass Julia lächelte. Weil sie es auch tat. Mary saß auf dem Bett ihres Zimmers und betrachtete einen Stapel schwarzer Kleidung neben sich. Vor einer Stunde war sie als Schülerin der Dawah-Stiftung angenommen worden. Der Campus hatte ein paar Regeln. Erstens sollte immer eine Uniform getragen werden, außer in der Privatsphäre ihres Zimmers. Zum anderen musste sie an den alltäglichen Aufgaben des Campus wie Putzen und Kochen teilnehmen. Drittens musste sie alle Klassen und Gebete besuchen. Es war fast Zeit für Maghrib-Gebete, also verschwendete sie keine Zeit und zog sich aus. Sie trug jetzt nur Unterwäsche und BH. Sie zog schwarze Strümpfe, die ihr Knie erreichten,an. Dann versteckte eine Bluse mit langen Ärmeln den größten Teil ihres Körpers. Sie band sich den schwarzen Hijab um den Kopf, den ihr Julia gegeben hatte und dann die Abayah. Ein Khimar wurde über ihren Kopf gelegt, der bis zu den Knien reichte. Als sie sich im Spiegel anschaute, brauchte sie einen Moment, um zu erkennen, dass sie in diesen Kleidern steckte. Nur ihr Gesicht und ihre Hände waren sichtbar, denn das war das Maximum, was eine Frau der Welt zeigen sollte. Je mehr sie das Spiegelbild anstarrte, desto mehr mochte sie es. Schließlich hörte sie den Muezzin zum Gebet rufen und schloss sich dem Studentenstrom an. Monate vergingen und Mary gewöhnte sich an den Alltag. Sie lernte viele Studenten kennen, lernte Arabisch und las täglich den Koran. Es war lange her, seit sie das letzte Mal gelesen hatte. Das Buch lieferte eine unerwartete Inspiration. Als der Monat Ramadan kam, fastete sie. Alle Schüler kamen, um sie zu umarmen, als sie ihr Glaubensbekenntnis ablegte, Julia war die Erste. Als neue Muslima wurde ihr ein Vormund zugewiesen . Wie bei ihrer Schwester übernahm der Direktor der Schule diese Rolle und arrangierte eine Hochzeit mit einem Studenten vom männlichen Campus, Ahmed. Er war ein Freund von Julias Ehemann, Farook. Beide folgten der Lehre sehr konservativer salafistischer Gelehrter und verlangten, dass seine zukünftige Frau sich völlig verschleierte. Mary akzeptierte und bald war sie eine verheiratete Frau. Ahmed war nicht der schönste Mann, den sie je gesehen hatte, aber er war zärtlich und fromm. Er wusste von Marys Vergangenheit, aber in seinen Augen war das egal. Die Nacht ihrer Hochzeit war die erste seit langer Zeit, in der sich Mary beim Sex glücklich fühlte. Ein Jahr später. Mary blieb in Julias Nähe. Ein Teil von ihr wünschte, dass es niemals enden würde, aber ein anderer wusste, dass der Tag der Trennung kommen musste. Heute trennten sich die Schwestern. Die Dawah Foundation hatte neue Campus in Frankreich und in den Nachbarländern eröffnet. Sowohl Farook als auch Ahmed waren als Lehrer eingesetzt worden, aber nicht am selben Ort. Die beiden Männer unterhielten sich, während die Frauen ihre letzten gemeinsamen Momente genossen. Völlig schwarz verhüllt sprachen sie nicht. Es waren keine Worte nötig, um ihre Gefühle auszudrücken. Sie waren traurig, aber Allah dankbar für die Freude, die Er ihnen gegeben hatte. Mary spürte, wie die Tränen den Niqab-Stoff befeuchteten. Schließlich gingen sie zu ihrem jeweiligen Ehemann und stiegen ins Auto. Einen halben Tag später kamen Mary und Ahmed in ihrer Wohnung in der Nähe des Campus an. Als Mary aus dem Auto stieg, warf sie einen Blick auf die Nachbarschaft. Wo auch immer sie hinsah, sie sah einen Männer mit langen Bärten oder Frauen in Niqab. Es hat ihr Freude gebracht. Vor einem Jahr war sie auf der Suche nach ihrer einzigen Schwester und fürchtete, dass sie in Gefahr wäre. Aber es war Mary, die von Julia gerettet wurde. Sie rettete sie vor einem leeren Leben. Sie war jetzt eine muslimische Frau, die mit einem treuen Ehemann verheiratet war. Sie wusste, dass sie nie mehr allein sein würde. Wo auch immer sie hinsah, sie sah Familie.


Die Wette

Dies ist eine freie Übersetzung, des Originals ‚A fogadás‘ von T_G, in Deutsch von Vulcan

 

 

 

Die Wette

 

Teil 1: Margarete

 

Margarete Houston reiste nach Afghanistan, um den Bau einer Schule zu überwachen, die von der humanistischen Organisation in der Provinz Herat gebaut wurde. Der Bau ging viel langsamer als erwartet. Es gab nicht genug Arbeiter und die arbeiteten nicht genug. Der Bauleiter Raul Jalal, ein lokaler Ingenieur, wollte vielleicht nicht, dass sie schneller arbeiten.

Er vermietete ihr ein Zimmer in seinem Haus. Raul hatte zwei Teenager-Töchter Bibi und Marisha, sie wurden gute Freunde von Margarete und halfen ihr, wo sie nur konnten. Rauls Mutter, Hassina, sympathisierte weniger mit ihr. „Was ist das für eine Frau, die in der Öffentlichkeit halbnackt ist?", fragte sie ihren Sohn.

Margarete konnte sich selbst sehr gut verständigen, da sie die lokalen Dialekte beherrschte. Aus diesem Grund wurde speziell sie als Lehrerin von ihrer Hilfsorganisation nach Afghanistan geschickt. Sie wurde von den Einheimischen nur Malaa Hussein gerufen, weil, wie sie sagten, ihr Name unaussprechlich sei. Dies empfand sie zwar zuerst störend, aber sie gewöhnte sich daran. Die einheimischen Frauen trugen außerhalb des Hauses alle die blaue Burka. Margarete wickelte sich nur einen Schal um ihren Kopf, wenn sie das Haus verließ. Kein Bürger sah das gern. Vor allem regten sich die Frauen darüber sehr auf. Unter ihnen ist Hassina, die nie aufgehört hat, ungefragt zu schimpfen: „Eine anständige Frau zeigt sich nicht unbedeckt fremden Männern! Nur wenn sie die Tochter meines Sohnes oder seine Frau oder seine Schwester wäre, dürfte mein Sohn sie ohne Burka sehen!"

Margarete stritt mit Raul: „Die Schule wird nicht zum vereinbarten Termin fertig gestellt! Wie können wir im September anfangen zu lehren, wenn es keine Schule gibt? Sollen eure Töchter nicht zur Schule gehen?" fragte sie wütend.

"Sieh Malaa, ich weiß, dass wir im Rückstand sind, aber wir werden rechtzeitig fertig! Ich schwöre, beim Angedenken an meine verstorbene Frau!“ Er hob die Hand.

Niemals! Ich wette, das die Fertigstellung sich mindestens um einen Monat verzögern wird! Aber wenn du so sicher bist, dann treffen wir eine Abmachung: Wenn der Bau rechtzeitig fertig wird,ist alles gut. Aber wenn nicht, musst du dich für den Rest deines Lebens westlich kleiden.

Raul Jalal war ein sehr traditionsbewusster Afghane, doch er ging darauf ein und konterte: „In Ordnung, Malaa! Aber wenn wir rechtzeitig fertig werden, wirst du für den Rest deines Lebens afghanische Kleidung und Burkas tragen, sogar zu Hause! ", sagte er, und bevor Margarete es hätte verhindern können, griff er nach ihrer Hand, schüttelte sie und stürmte aus dem Raum. Irgendwie hatte sie den Eindruck übervorteilt geworden zu sein.

Sie dachte: „Wenn der Bau doch noch pünktlich fertig wird, habe ich die Wette verloren und wenn ich sie dann nicht einlöse, habe ich bei den Leuten hier überhaupt kein Ansehen mehr. Die Kinder zu unterrichten kann ich dann wohl vergessen. Dann kann ich gleich meine Sachen packen und abreisen.“

Als Margarete am nächsten Morgen erwachte, war es seltsam still. Sie sah niemanden auf der Straße. Am anderen Ende der Stadt, wo die Schule gebaut wurde, hörte sie geschäftiges Rumoren. Schnell ging sie zum Gebäude. Angekommen sah sie eine Menge Menschen, es schien als wäre die ganze Stadt hier versammelt. Selbst die Frauen in ihren blauen Burkas, die hinter ihnen flatterten waren fleißig an der Arbeit.

Raul begrüßte Margarete: „Hallo Malaa! Schau, wie viele Arbeiter ich habe! Und alle arbeiten fleißig! Was glaubst du, wird es ausreichen, um die Frist einzuhalten?" fragte der Mann und lachte.

Zwei in Burkas verhüllte Frauen kamen zu ihr:

"Hallo Malaa! Sieh nur , wie gewissenhaft wir alle arbeiten!" Sie hörte Bibis Stimme hinter der blauen Burka.

"Nicht zuletzt, weil jeder weiß, wie man wettet, und weil die Frauen dich in der Burka sehen wollen!" Marisha lachte hinter der anderen Burka. Dann rannten sie wieder zur Arbeit. Margarete war sprachlos.

"Sicher Malaa, die Frauen waren ein bisschen beleidigt, weil du unseren Bekleidungssitten nicht folgen wolltest und sie immer wieder ihre Ehemänner und Söhne zur Hilfe drängten. Und jetzt verlierst du die Wette", sagte Raul und Margarete wurde klar, dass er recht hatte, denn sie arbeiteten Tag für Tag und sie wusste, sie wird die Wette einlösen müssen.

Endlich kam der Tag der Eröffnung und die Schule war rechtzeitig fertig gestellt worden. Die Frauen waren froh, dass Margarete nun eine Burka tragen würde, wie alle anderen Frauen. Bibi und Marisha betraten Margaretes Zimmer.

"Es wird Zeit Malaa! Da du deine Wette verloren hast, jetzt wirst du dich nach unseren Gewohnheiten bis ans Ende deines Lebens kleiden. Wir haben auch ein paar Burkas für dich!" Dann zogen sie sie an. Margarete betrachtete sich im Spiegel. Sie trug ein typisch afghanisches Kleid, ein teures, gut gestaltetes, wunderschönes afghanisches Frauenkleid. Dann zog Bibi ihr eine blaue Burka über ihren Kopf. Sie starrte nun durch auf das kleine blaue Netz. Es war nicht leicht zu atmen, und ihre Sicht wurde durch das Netz eingeschränkt. Sie sah die Dinge vor ihren Augen, durch einen blauen Nebel. Sie sah genauso aus wie die beiden Mädchen. Hassina kam zu ihr und umarmte sie: „Endlich siehst du wie eine anständige Frau aus. Ich bin so froh!" Sie stellte fest, wie ungewohnt es war, eine Burka zu tragen. Als sie zur Schule kamen, war die ganze Stadt da. Die Frauen plauderten mit ihr, streichelten ihre Hände und hielten sie an den Händen. Alle waren plötzlich freundlich zu ihr. Alle Ressentiments waren wie weggeblasen.

Die Übergabezeremonie begann. Zuerst sprach der Bürgermeister. Er betonte, wie dankbar sie den Hilfsorganisationen waren, die den Bau der Schule finanziell ermöglicht hatten, und gab der Hoffnung Ausdruck, dass „Malaa“ die Schule gut führen und ein geschätztes Mitglied der Gemeinde wird. Dann kam der Imam, der seiner Hoffnung Ausdruck gab, dass Margarete zum Islam fände und einen Bürger ihrer Stadt heiratete. Und alle beteten für den erfolgreichen Betrieb der Schule. Raul sprach auch. Er bedankte sich bei allen für ihre Hilfe und erinnerte Malaa an das, was sie versprochen hatte, und wünschte ihr viel Erfolg. Schließlich sprach auch "Malaa" / Margarete. Sie sei erfreut, dass die Schule bis zum Stichtag fertig gestellt worden war und versprach, alles zu tun damit das Schulprojekt ein Erfolg wird.

"Ich denke, um das zu beweisen, muss man dich jetzt nur anschauen", sagte Raul. Ein zufriedenes Lachen und Gekicher hinter ihr war die Antwort. Dann war die Zeremonie vorbei und alle gingen nach Hause. Die Mädchen und Frauen gingen mit Margarete und sie hielten sich an den Händen. Jede wünschte ihr viel Erfolg, aber sie hatte das schwache Gefühl, dass sie sie nur in der Burka haben sehen wollen. Und sie hat sich auch nicht geirrt. Die Frauen waren endlich zufrieden. Endlich trägt sie eine Burka. Malaa / Margarete ging nach Hause in ihre Wohnung. Sie hatte gemischte Gefühle, war aber über den erfolgreichen Abschluss der Bauarbeiten der Schule erfreut. Nur der Preis war verdammt hoch!

"Malaa" schaute durch das blaue Netz auf ihr Spiegelbild und rief laut: "Siehst du, wie dumm du bist? Burqa-baby! Du hast dich selbst ausgelöscht! Du kannst die Burka für den Rest deines Lebens tragen! Jetzt kannst du die Welt durch ein kleines blaues Netze sehen! Du hast versprochen, es bis zum Ende deines Lebens zu tragen! Wie kannst du in den Spiegel schauen, wenn du dein Wort brichst? Aber welcher Mann zu Hause wird dich so heiraten wollen? Was ist,wenn man dich so in deiner Straße sieht und was wird die Organisation tun? Sie werden dich entlassen! Wie findest du in einer Burka einen anderen Job? Es gibt keine gute Lösung!" sagte sie und schrie fast.

„Aber ja!" Rauls Stimme kam von hinten. Sie drehte sich um und stellte fest, dass er alles gehört hatte.

Komm, heirate mich! Vom ersten Moment an dachte ich die ganze Zeit darüber nach, wie ich dich dazu bringen könnte, meine Frau zu werden. Ich gebe zu, ich habe den Job absichtlich sabotiert. Die Wette, die du angeboten hast, kam gerade recht. Wie du schon sagtest, hast du keine andere Wahl. Aber du wirst hier viel Glück finden. Meine Töchter sehen dich schon als ihre Mutter an. Irgendwelche Probleme werden gelöst werden. Erinnere dich, wie glücklich die Frauen waren, als sie dich zum ersten Mal in der Burka sahen! Hier ist Anerkennung und Wertschätzung für dich! Der Imam sagte auch: "Nimm den muslimischen Glauben und finde einen richtigen Ehemann für dich. Such nicht weiter er steht vor dir! Werde meine Frau und Mutter meiner Töchter!" Ja! Malaa bitte werde jetzt unsere Mutter!“ vernahm sie das Betteln der Zwillinge hinter Raul. „Sei mir eine Tochter und meinem Sohn eine gute Ehefrau, aber nehme zuerst den islamischen Glauben an.“sagte Hassina .

Einen Monat später wurde Margarete zur Malaa und Rauls Frau.

Sie stand in weißer Burka vor dem Imam und sprach die Schahada, dann unterschrieb sie die Hochzeitsurkunde. Unter großem Getöse wünschten die Männer Raul viel Glück und die Frauen beglückwünschten Malaa zur Hochzeit.

Bibi und Marisha waren sehr glücklich. Sie hätten sich keine bessere Mutter für sich selbst wünschen können. Sie bewunderten ihre neue Mutter in ihrer Hochzeitsburka und umarmten sie.

Hassina umarmte sie: "Sei meinem Sohn eine gute Ehefrau! Allah helfe dir! "

 

Teil 2: Emma

 

Ein Jahr später schickte die Organisation zwei Inspektoren an die Schule. Als die beiden Frauen ankamen, empfing sie eine Frau in einer blauen Burka vor der Schule. „Wir suchen Margarete Houston", sagten sie. „Ich bin diejenige, aber mein Name ist jetzt Malaa Jalal", sagte die Frau in der Burka. Als sie sie baten, ihr Gesicht zu zeigen, schüttelte sie den Kopf. „Mein Mann wird das nicht erlauben!" „Aber wie wurdest du verheiratet? Haben sie dich gezwungen? Wenn du willst, helfen wir dir bei der Flucht.“ flüsterte sie in ihr Ohr. Sie schüttelte nur den Kopf und beobachtete sie durch das kleine blaue Netz.

„Ich kam hierher, um beim Aufbau zu helfen. Die Arbeit war langsam und ich wettete mit ihnen, dass der Bau nicht rechtzeitig fertig wird, doch ich verlor und deshalb muss ich die Burka für den Rest meines Lebens tragen. Ich kann mein Wort nicht brechen! Mein Mann hatte Recht, als er mir sagte, ich könne mir nicht selbst entkommen. Wie kann ich dann in den Spiegel schauen? Anfangs war mein Leben sehr schwierig. In Burkas leben ist nicht einfach. Sie sind schwer, warm, man sieht schlecht und mein Kopf ist in der Kappe immer fest eingeklemmt. Aber jetzt kommt rein." Sie führte sie durch die Schule. Sie waren erfreut zu sehen, dass die Bauarbeiter im Vergleich zu lokalen Möglichkeiten sehr gute Arbeit geleistet haben.

„Aber warum nimmst du nicht die Burka ab? Du musst sie hier nicht tragen!", sagte die ältere Frau, die Vivien hieß.

„Nein, aber ich tue es! So habe ich gewettet! Ich darf nur mit Erlaubnis meines Mannes die Burka abnehmen. Aber versucht selber eine, ich habe euch zwei mitgebracht!“ Die beiden Frauen stimmten zu. Sie schauten in den Spiegel. „Das ist schrecklich!“ sagte Vivien und riss sie sich von ihrem Kopf. Die jüngere namens Emma sah sich nun im Spiegel an: „Es ist wirklich unangenehm warm und dieses kleine blaue Netz schränkt das Sehen stark ein, aber es ist erträglich." „Glaubt mir, ich hätte viele Male weg sein können, und ich habe darüber nachgedacht, aber ich bleibe ich hier. Ich bin die Schulleiterin und die Menschen hier mögen und schätzten mich. Jetzt bin ich eine muslimische Frau, ich habe einen Ehemann und zwei Stieftöchter. Ich kann sie nicht verlassen! Zugegeben, ich muss die Burka immer tragen, sogar in der Nacht, wenn mein Mann es will. Aber ich möchte mein ungeborenes Kind auch nicht von ihrem Vater trennen!" Sie strich das blaue Tuch auf ihrem Bauch glatt. „Komm mit zu uns! Ich will dich meiner Familie vorstellen! Und du kannst bei uns wohnen", sagte Malaa und wandte sich an Emma, die immer noch in den Spiegel sah. „Du wirst es mögen! Ich werde dir ein schönes afghanisches Frauenkleid aus meinem Schrank geben. So wird dich meine Schwiegermutter Hassina als Freundin akzeptieren und meine Töchter wären auch glücklich!" „Warum nicht?" Emma lachte und nahm die wirklich schöne afghanische Kleidung an, danach zog sie sich wieder die Burka über den Kopf.

„Das ist doch wohl nicht dein Ernst?" Vivien schüttelte den Kopf. „Wenn du nach Rom gehst, lebe wie die Römer!" kam die Antwort hinter der Burka.

Als sie die Straße entlang gingen, hielten mehrere Frauen sie an. Sie trugen alle Burka und tauschten ein paar Worte mit Malaa aus, dann gaben sie Emma zur Begrüßung die Hand.

„Sie sind froh,dass du dich an die örtlichen Gewohnheiten anpasst."übersetzte Malaa. Emma lächelte und vergaß, dass niemand es sehen konnte. Als sie das Haus betraten, kam eine ältere Frau zu ihnen.

„Mutter, das sind die Abgesandten der Organisation, Vivien und Emma trägt die Burka.", sagte Malaa und zeigte auf beide Frauen.

„Welch ein Glück! Emma zieh den Schleier hoch, solange mein Sohn weg ist. Meine Schwiegertochter bringt mir Englisch bei, aber es ist nicht gut!" Sie ergriff Emma und umarmte sie. Emma zog die Vorderseite der Burka über ihren Kopf und sie sahen sich in die Augen. Dann bot sie ihnen Platz an. Zwei Mädchen stürmten herein und küssten Malaa durch ihren Schleier. „Hallo Mama! Sind das die Leute von der Organisation?“ fragten sie in einem perfekten Englisch.

Ja! Ich bin Vivien und die in der Burka ist Emma. Wir sind gekommen, um die Schule und die Lehrerin zu sehen. Ich denke, euer Englisch ist schon sehr gut, habt ihr es in der Schule gelernt? " Ja! Wir haben unsere Lektionen mit Malaa geübt. Emma, wie ergeht es dir in der Burka?“

„Es ist nicht einfach! Ich kann kaum etwas sehen! Aber es ist aufregend!" Emma lachte. Hassina ging zu Emma und zog ihr den Schleier vor das Gesicht. „Raul kommt herein! Er darf dein Gesicht nicht sehen!" erklärte sie in gebrochenem Englisch.

Raul begrüßte alle und gesellte sich zu ihnen. Sie unterhielten sich lange miteinander, und Vivien war froh, auf fast alle ihre Fragen eine sofortige Antwort zu erhalten. Am nächsten Tag organisierten sie einen ganztägigen Schulbesuch. „Ich brauche einen Lehrer, um Malaa zu ersetzen! In zwei Monaten wird sie nicht mehr unterrichten können, weil ihre Schwangerschaft sie dann daran hindern wird. Werdet ihr jemanden als Ersatz schicken?“,fragte Raul.

„Emma ist Lehrerin.Wenn sie bleiben will, kümmere ich mich um die Papiere. Im Gegensatz zu mir hat sie keine Familie. Nun, was meinst du, Emma?",fragte Vivien. „Das kommt jetzt alles ein bisschen zu schnell und ich spreche auch nicht die lokalen Dialekte!“ sie schüttelte den Kopf.

"Es ist egal. Der Unterricht ist in Englisch und wir werden dir anfangs helfen. Aber du musst dich nicht sofort entscheiden!",sagte Bibi. Marisha und Malaa nickten.

Vivien und Emma bewohnten den oberen Teil des Hauses. Sie nahmen ihre Pyjamas, aber Malaa gab ihnen ein Nachthemd. Vivien blieb im Pyjama, aber Emma gefiel das seidene Nachthemd. „Das ist in Ordnung für mich", sagte sie zu Malaa.

Am Morgen besiegte Malaa Emmas schwache Proteste und zog ihr afghanische Kleidung und die Burka an.

Vivien lachte: „Dir steht dein blaues Gefängnis! Du bist eine afghanische Frau! " „Du bist ja so lustig. Und warum trägst du es nicht? ", sagte Emma entrüstet hinter der Burka. „Wer hat gesagt, dass jeder, der nach Rom geht, leben muss wie die Römer?" Vivien lächelte.

„Wenn du bleiben willst, musst du es tragen", sagte Malaa. In der Schule hängte Emma ihre Burka wie die Schülerinnen auf. Nur Malaa behielt sie an. Die Mädchen zeigten was sie bisher gelernt haben. Vivien und Emma waren sehr zufrieden und lobten alle Mädchen. Nach dem Unterricht wurden Emma und Vivien von den Mädchen umringt und sie sprachen lange miteinander.

Dieses Kleid steht dir sehr gut! Du bist wirklich hübsch darin! "sagte eines der Mädchen zu Emma. Die anderen nickten kichernd. Auf Bitten der Zwillinge zog Emma die Burka an. Glücklich umarmten die Mädchen sie. „Perfekt, als ob ich meine Mutter sehen würde!",sagte eines der Mädchen. Sie luden Emma ein, sie zu besuchen.

Dann nahmen sie ihre eigenen Burkas und gingen schließlich alle nach Hause.

"Wie haben dir die Mädchen gefallen? Sie mögen dich wirklich. Ich hätte nicht gedacht, dass du ihnen so bald gefallen würdest. Ich glaube es ist wegen der Burka.“sagte Malaa zu Emma, als sie zurück gingen. Hinter ihnen waren Bibi und Marisha, die den ganzen Weg über kicherten.

"Was ist so lustig?",fragte Emma und drehte sich um.

Nichts! Wir haben uns nur vorgestellt, du würdest unseren Vater heiraten!“ „In der Zwischenzeit konnte ich eine Nachricht an die Organisation senden. Sie haben bereits geantwortet. Sie bitten dich, hier zu bleiben und die Schule für Malaa zu führen! Du kannst Urdu lernen, während du die Mädchen unterrichtest", sagte Vivien.

Emma beobachtete sie durch das Burka-Gitter und nickte. „Ich habe mich entschieden, zu akzeptieren und hier zu bleiben. Die Mädchen sind sehr süß, ich mochte sie sofort. Obwohl, es hat mir auch wegen der Burka so gut gefallen.“ sagte sie zu Malaa gewandt.

Inzwischen sind sie nach Hause gekommen. Raul wartete vor der Tür auf sie. Malaa erzählte ihm, was sie besprochen hatten. Er sagte: „Danke, Emma! Das Auto wird in ein paar Minuten hier sein, um Vivien zurück zu bringen. Aber vorher wollen wir etwas essen. Meine Mutter hat das Mittagessen gekocht."

Nach dem Essen packte Vivien ihre Koffer und bedankte sich. Raul sagte zu Emma: „Meine Mutter sagt, wenn du hier wohnst musst du dem Beispiel meiner Frau folgen. Du trägst Burka auch zu Hause und nicht nur auf der Straße.“ „Raul ist nicht ihr Ehemann, daher muss sie die Burka im Haus und auch in der Schule tragen!", sagte Hassina in Urdu. „Du bist unser Gast, Emma, wir können dich nicht zwingen!" bestärkte Malaa Emma, nachdem sie die Worte ihrer Mutter übersetzt hatte. „Ich will nicht, dass ihr meinetwegen streitet, jetzt gehe ich lieber nach oben auf mein Zimmer und in der Schule werden wir sehen, ob die Schülerinnen wollen, dass ich eine Burka trage. In Ordnung? " sagte Emma und Hassina nickte. Am nächsten Tag in der Schule wurde Emma von den Schülerinnen gebeten, wie Malaa eine Burka zu tragen. Es stellte sich später heraus, dass Hassina zu jeder Schülerin gegangen war und sie und ihre Eltern bat, Emma zu sagen: „Wenn Malaa als Lehrerin Burka trägt, kann Emma sie auch tragen, wenn sie unsere Lehrerin sein möchte!"

Emma wurde in die Familie aufgenommen. In der Schule lehrte sie zur Freude ihrer Schülerinnen und deren Eltern in der Burqa.

Als Malaa zwei Monate später entbunden hatte, waren sie alle glücklich miteinander. Raul war so glücklich, dass er im Überschwang Emma umarmte und durch die Burka küsste. Emma errötete und sie war wirklich froh, dass die Burka ihr Gesicht bedeckte. Sie mochte Raul, und wenn Malaa nicht seine Frau wäre, hätte sie ihn gerne ins Standesamt gezerrt. Vielleicht würde er sie heiraten, träumte sie. Hassina wurde auf ihren Sohn zornig: „Was machst du da Dummes? Sie ist nicht deine Frau! Ihr Vater wird kommen und dich fragen! Niemand heiratet das arme Mädchen, wenn sich herausstellt, dass es fremde Männer umarmt? Jetzt wirst du sie heiraten müssen!" „Aber Mutter! Ich bin nur ein bisschen zu glücklich! Und ich weiß nicht, wer ihr Vater ist, er wird kaum hierher kommen wollen, um sich mit mir zu streiten. In ihrer Kultur nimmt man das nicht so ernst! Aber verzeih mir trotzdem, Emma!" Raul kam näher. „Nur, wenn du möchtest, werde ich dich gerne heiraten.“ Emma kaute an ihren Fingernägeln und fragte sich im Stillen, ob sie ihn wirklich heiraten wolle. Was würdest du ihm erwidern, wenn er dir einen Antrag macht? Ja?!

Raul entschuldigte sich noch einmal und floh aus dem Zimmer. Er hörte, dass sie hinter ihm lachten. Ob Emma herausgefunden hat, wie sehr er sie mag? dachte er nervös. Und warum sollte er nicht zwei Frauen haben? Er liebt Malaa und will sich nicht von ihr scheiden lassen. Jetzt, wo sie ihm einen Sohn geschenkt hatte, konnte er sie nicht mehr verstoßen. Aber wenn Emma eine Muslim wird, würde Malaa zustimmen? Das wäre richtig gut, dachte er.

„Worüber denkst du nach? Männer fliehen immer, wenn heikle Fragen auftauchen! Ich sehe, wie dir Raul gefällt, und du gefällst ihm auch!“ Malaa lachte.

„Aber er ist dein Ehemann! Ich will nicht unter dir stehen! Wenn er Single wäre, wäre es etwas anderes." Emma schüttelte den Kopf.

„Hebe die Burka aus deinem Gesicht und schau in meine Augen!" sagte Malaa und entblößte selbst ihr Gesicht.

„Afghanistan ist ein muslimisches Land. Ein Mann kann bis zu vier Frauen haben! Es gibt zwei Voraussetzungen: 1. Er kann zwei Frauen unterhalten. Das ist kein Problem. 2. Seine erste Frau stimmt zu. Und ich bin einverstanden.

Und du musst Muslimin werden.“ sagte sie, ihre Hand haltend.

„Komm schon, Tochter! Wir gehen zum Imam. Er wird dich darin unterweisen richtig zu beten. Und dann kannst du die Schahada sprechen und meinen Sohn heiraten", sagte Hassina.

Sie nahmen ihre Burkas und zog Emma auf die Straße. Emma war glücklich, sie mochte die Idee, Rauls zweite Frau zu sein. Natürlich wird sie eine Burka tragen müssen, aber das tut sie ja sowieso schon und auch noch zu ihrem Vergnügen! Sie gingen zum Haus des Imam und Hassina klopfte an der Tür. Eine Frau öffnete. „Hallo Jamila! Ich bin es Hassina, und das ist Emma,die Lehrerin.“ „Hat meine Tochter etwas falsch gemacht?",fragte sie nervös. „Mach dir keine Sorgen! Wir sind auf der Suche nach deinem Ehemann, ist er zu Hause?“ Sie nickte und meldete sie an. Hassina erklärte dem Imam, worum es ging. Oh! Ich bin so froh, dass du gekommen bist, Emma. In einer Woche werde ich dir alles beibringen, was eine gute Muslimin wissen muss. Dann kann ich dich mit Raul verheiraten", sagte er glücklich.

Jeden Tag nach der Schule ging Emma mit Jamilas Tochter zu ihr nach Hause um vom Imam die Gebete zu lernen. Es war ein offenes Geheimnis, denn es sprach sich schnell in der Stadt herum, dass Emma Rauls zweite Frau wird, alle waren darüber sehr glücklich. Das kam auch Raul zu Ohren. Eines Tages, als er nach Hause ging, hörte er Stimmen aus Emmas Zimmer. Stirn runzelnd schaute er vorsichtig durch die halboffene Tür. Zwei Frauen, eine von ihnen in einer weißen Hochzeitsburka, sprachen über die Ehe. Schnell verließ er sie und ging zufrieden in sein Zimmer. „Raul war gerade da! Und er sah dich in deiner wunderschönen Brautburka! Ich konnte ihn im Spiegel beobachten!“ flüsterte Malaa in Emma's Ohr.

Eine Woche später sprach Emma in der Moschee die Schahada und der Imam erklärte sie zur Muslimin. Es waren alle ihre Schüler mit ihren Eltern versammelt. Natürlich auch Bibi und Marisha, Rauls Töchter. Als alle Emma gratuliert hatten, lachten sie ihr ins Ohr:

Papa, der dir etwas sagen will, kommt bald!" „Raul, willst du nicht etwas zu Emma sagen?",fragte der Imam nach dem Gebet. „Ja! Ich möchte, dass Emma meine Frau wird. Sag ja zu mir!“ Raul sah durch das blaue Gitter der Burka in Emmas Augen. Ja! Ich will deine Frau sein!" sagte Emma glücklich.

Nach ein paar Tagen hielten sie die Hochzeit ab und Emma wurde Rauls zweite Frau. In der schönen, weißen Brautburka gekleidet, erhielt sie die Glückwünsche der Frauen. „Ich hoffe, du wirst glücklich werden", sagte ihre Schwiegermutter. „Jetzt bist du meine Frau! Ich werde auch dich glücklich zu machen, aber du musst das Schicksal von Malaa teilen! Ich unterscheide nicht zwischen euch, so dass auch du die Burka Tag und Nacht tragen musst!“ sagte Raul seiner neuen Frau, die nur nickte und sich dachte: „Natürlich. Wenn dein Mann es will, musst du ab jetzt gehorchen. Raul führte sie aus den Raum. Die Hochzeitsnacht war Emma fremd, weil ihr Mann ihre Burka nicht auszog. Am nächsten Tag, eine ein wenig verlegene Malaa, umarmte sie: „Ich bin froh, dass du unseren Mann heute Abend glücklich gemacht hast. Ich hoffe, bald wirst auch du schwanger werden!“ „Das hoffe ich auch", sagte ihr Emma.

Bibi und Marisha sahen sich an und kicherten. „Ihr werdet auch bald heiraten, und werdet dann Kinder zur Welt bringen.“ Hassina sprach zu den beiden. „Ich wünschte, wir wären es schon!",sagten die Zwillinge gleichzeitig.

Ein Jahr später kam Malaa von der Schule zurück, um ihr Baby zu stillen. Sie sah Emma in ihrer Burka vor dem Spiegel posieren und ihren Bauch streicheln.

„Drei Monate noch und ich werde auch Mutter sein!" Emma drehte sich zu ihr um. Sie war sehr glücklich.

Ja! Wir werden noch mehr Kinder haben und in einer wunderbar großen Familie leben!", sagte Malaa lachend.

Teil 3: Samantha

 

Samantha war eine erfolgreiche Journalistin. Jetzt reiste sie nach Afghanistan, um über die englischsprachige Schule der Organisation zu berichten. Ihr Ehemann Karl, der ein Fotograf war, war mit dabei. Nach einer langen, anstrengenden Reise kamen sie zur Schule. Zwei Frauen in blauen Burkas warteten auf sie.

„Ich bin Malaa Jalal und das ist Emma Jalal. Wir sind die Lehrerinnen der Schule!“, sagte eine der Frauen, während sie auf die andere zeigte. „Wir haben schon von euch gehört. Wir haben Informationen von der Organisation erhalten. Es ist sehr überraschend für mich, dass westliche Frauen diese Art des Lebens wählen und sich in diesem armen Land vollständig verschleiern ", sagte Samantha. „Ja, aber es ist auch eine Mission! Wir kamen, um zu helfen und mussten uns dem hiesigen Lebensstil anpasen. So tragen wir jetzt natürlich den Schleier", sagte Emma. Die beiden Frauen brachten sie in die Schule, wo jedes Mädchen zu deren Überraschung auch eine Burka trug.

„Du kannst sie nur in Burka photographieren. Ohne Burka werden sie nicht reden, wenn ein Mann anwesend ist." Samantha hörte die Erklärung. Nachdem Karl seine Fotografien beendet hatte und raus ging, enthüllten die Mädchen ihre Gesichter. Und sie begannen zu reden. Samantha erfuhr, dass die Mädchen gerne zur Schule gingen, ihre Lehrer liebten und nach der Schule heiraten wollten. Die Schule wird auch besucht, um einen besseren Ehemann für sich selbst zu finden. Nach der Schule wurden sie von den zwei Lehrerinnen zu sich nach Haus eingeladen. Dort empfing sie eine ältere Frau, Hassina, Malaas und Emmas Schwiegermutter, sie in der Burka und drei Kinder, die zu den Frauen liefen. Die beiden Burka-Mädchen, die sie nach Hause begleitet hatten, waren Bibi und Marisha, Malaas und Emmas Stieftöchter. Nach einer kurzen Unterhaltung kam Raul Jalal, der Ehemann. Er und Karl gingen ins Wohnzimmer, die Frauen nach oben.

„Warum nimmst du sie nicht ab?“ „Wegen der Wette!“ „ Und Emma? ", fragte Samantha. „Ich muss Malaas Schicksal teilen. Das ist unsere Regel. Aber es ist nicht so schlimm! Versuch es doch selbst! "sagte Emma. Samantha nahm ein afghanisches Kleid und eine Burka und zog es an. „Wie fühlst du dich?" „Nicht so schlimm wie ich dachte", sagte Samantha. Und schaute in den Spiegel. „Ich hoffe du bleibst für ein paar Tage hier! Solange könntest du es dann auch tragen", sagte Malaa.

„Wir haben eine Woche geplant, und warum nicht?“

„Sie können die obere Wohnung nehmen“, sagte Hassina. Samantha dankte ihr. „Es gibt gleich Abendessen. Wie wäre es, wenn du deinem Mann das Essen servierst, während ich meinem Mann bediene? ",fragte Malaa sie. Samantha nickte. Sie gingen in den Speisesaal, knieten vor ihren Männern und reichte ihnen das Essen. Samantha sah Raul zu Karl flüstern, der lächelte. Nachdem sich die Männer zurückgezogen hatten, aßen sowohl die Frauen als auch Kinder. Malaa sprach mit Samantha: „Nimm die Burka nicht ab! Sieh, wie Emma und ich auf diese Weise essen! "

Sie aßen immer in Burka. Hassina und die Zwillinge beschäftigten die Kinder,weil sie sich zu neugierig für Samantha interessierten. „Zeig dich heute Nacht deinem Mann in der Burka! Du wirst sehen, er wird es mögen!", sagten sie lachend. Und sie hatten Recht. Karl bewunderte seine Frau in der Burka.

„Es steht dir großartig! Ich würde dich gerne immer so sehen! Raul sagte mir, dass du es wärst, die mich bediente. Du hast es großartig gemacht. Würdest du bitte schnell zu ende essen?" Er küsste sie durch das Gitter. Samantha nickte, umarmte ihn und erwiderte den Kuss. Karl hob sie hoch und legte sie auf das Bett.

"Wie war deine Nacht?" fragten die Zwillinge am Morgen neugierig. „Wenn ihr den Sex meint, der war toll!" Samantha lachte.

Sie lebte eine Woche lang in der Burka und genoss es. Jeder war freundlich zu ihr. Sie Interviewte mit Malaas und Emmas Hilfe die einheimischen Frauen, die sich freuten, dass sie einen Schleier trug und alle mochten sie. Als sie abreisen mussten, reichte Malaa ihr ein Geschenkpaket. „Damit du dich zu Hause an uns erinnerst!"

Zu Hause angekommen packte sie die Koffer aus und machte das Paket auf. Afghanische Kleidung und Burka waren darin. Sie zog schnell das Kleid an und die Burka darüber. Sie ging zu ihrem Ehemann. Karl sah sie bewundernd an: Wow! Du bist wunderschön! Ich wüsste da ein gutes Programm für die Nacht!" „Ich weiß nicht, an was du denkst", erwiderte sie verschmitzt. Er nahm sie in den Arm und küsste sie durch das blaue Tuch.

 

 


Ein Strandurlaub

Von T_G

 

Version für die Website "Tales of the Veils". Nicht für die Reproduktion auf anderen Websites oder in einem anderen Veröffentlichungsformat ohne Genehmigung des Autors.

Mit Genehmigung des Autors übersetzt und gepostet von Vulcan.

 

John und Judith Smith haben sich vor zwei Monaten kennengelernt und leben seitdem zusammen. Nur ihre Namen waren gleich, aber sie waren weder miteinader verwand noch verheiratet. Wie John scherzhaft sagte, "Jeder Engländer heißt Smith." "Und jeder zweite Mann heißt John." Judith lachte. Sie planten ihren Urlaub, als sie einen Brief erhielten. Eine zweiwöchige Reise in das arabisch-afrikanische Kalifat. Last minit mit einem außergewöhnlich hohen Rabatt! Judit kümmerte sich darum und stellte fest, dass AAK ein sehr strenges muslimisches Land war, aber die für den Tourismus bestimmten Gebiete schienen in jeder Hinsicht freizügig zu sein. Frauen, sonst einen Schleier tragen mußten, wurden hier in europäischer Kleidung vollkommen akzeptiert. Ein paar Tage später lockten sie ein. Das Hotel hatte sie als Ehepartner beworben. Sie profitierten von den gleichen Namen in ihren Pässen. Der Ort für Touristen war ziemlich klein, aber es gab einen tollen Strand am Meer direkt vor dem Hotel gelegen, mit einem großen Basar, wo es alles zu kaufen gab, mit einem Café, einem Restaurant und einem Park. Am Strand Sonnenbaden, Schwimmen, mit den anderen Touristen. Sie aßen Eis und waren glücklich. In dieser Gegend lebten viele Einheimische, einschließlich derer, die hier arbeiteten. Einige einheimische Frauen standen in ihren schwarzen Schleiern auf der Straße und unterhielten sich. Als Judith sie sah, hatte sie über sie gelacht. "Es muss warm sein unter dem Schleier und Sie müssen schrecklich schwitzen!" "Das stimmt!" sagte eine von ihnen auf Englisch. "Aber solange du es nicht versucht hast, erlaube dir kein Urteil", sagte die voll verschleierte Frau. "Entschuldigen Sie, ich wollte Sie nicht beleidigen, aber wie müssen Sie in dieser schwarzen Kledung leiden? Es ist so schon heiß genug.“ sagte Judith. "Komm mit, probier es!", sagte die Frau. Mit ihrer behandschuhten Hand nahm sie Judits Hand und führte sie in ein nahegelegenes Haus. Judit wehrte sich erst leicht dagegen, doch dann sie folgte der Frau. Sie zog sie aus, um sie umzuziehen. Sie trug schwarze Unterwäsche, schwarze Schuhe, Abaja, Hijab. Sie band ihr den Niqab um und zog alle Schichten über ihre Augen und den langen Khimar über ihrenen Kopf. Schließlich zog sie sich schwarze Handschuhe an. "Du bist fertig! Warm, oder? Noch scheint die Sonne nicht auf dich! Jetzt lache, wenn dir die Schleier gefallen!" sagte die Frau, als sie auf die Straße kamen und die Sonne auf Judits Schleier schien. "Es ist wirklich schrecklich heiß! Ich kann kaum atmen, aber dafür brauche ich keine Sonnenbrille mehr. Der dicke Schleier ersetzt sie perfekt. „Gefällt sie dir, John?" fragte sie den Mann. "Sie sieht gut darin aus! Ich würde es gerne kaufen, aber ich habe nicht viel Geld." sagte John. Judith schüttelte ihren Kopf. "Nein danke! Ich werde zurückgehen, bevor ich einen Hitzschlag bekomme." "Wir werden eine Lösung finden! Wie verdient ihr euer Geld?“ fragte die Frau und ignorierte Judits Worte. John sagte, Judit arbeite als Kellnerin und er sei Koch. Die Frau, deren Name Saba war, bot ihnen an, für ihren Vater zu arbeiten. "Wir brauchen einen guten Koch und Kellnerinnen suchen wir immer." "Ich denke nicht, dass es einfach ist hier zu arbeiten, während wir nur ein Touristenvisum haben." sagte John. "Kein Problem. Die nötigenPapiere werden von meinem Vater besorgt“ sagte Saba. Judit spürte, wie der Schweiß über ihr Gesicht lief. Da war etwas in der Unterhaltung, das sie störte. Es schien als würden sie sich kennen. Aber das ist unmöglich. "Ich würde lieber meine Klamotten zurückholen! Ich verbrenne lebendig" sagte sie schließlich. "Du hast es kaum getragen! Gibst du so schnell auf? Ich trage es seit zehn Jahren!" "Sogar zehn Minuten sind viel! Bitte gebe mir meine Kleider zurück!" rief Judith fast schreiend. „Gut, dann geh! Hier sind deine Kleider!" Saba überreichte ihr ihre Kleider in einer Plastiktüte. Dann ging sie zurück ins Haus und schloss die Tür. Judith klopfte an die Tür. "Bitte lass mich rein. Ich möchte mich umziehen!" Niemand antwortete. "Das hast du mal wieder gut gemacht! Am besten wir gehen zurück zum Hotel!" "Und wo kann ich mich umziehen?" "Im Hotel!" "Ich soll in einem Schleier zum Hotel gehen? Meinst du das im ernst?“ "Natürlich meine ich es ernst! Wo willst du dich sonst umziehen? Etwa mitten auf der Straße?" "Dann behalte ich nur die Abaja an. Ich nehme den Schleier und die Handschuhe ab! " "Denk an die Polizei! Mit deiner gebräunten Haut und deinen schwarzen Haare halten sie dich für eine Einheimische, die verpflichtet ist, den ganzen Schleier überall zu tragen!" "Weißt du, wie heiß es unter diesem schwarzen Schleier ist? Wie schwer es ist zu atmen?" "Wir gehen jetzt zum Hotel? Es sind nur zehn Minuten bis dahin! Denk daran, du kannst nicht neben mir gehen! Sieh, wie die Frauen hier drei Schritte hinter ihren Ehemännern laufen!" Judit war wütend auf ihren "Ehemann". Der Schweiß lief ihr in die Augen, wo sie schon wegen des Schleiers kaum sehen konnte. Während sie gingen, kamen ihnen einige einheimische Frauen entgegen. Judit begrüßte sie und sie grüßten zurück, weil sie so viel Arabisch gelernt hatte. Sie trafen zwei Polizisten, aber sie kümmerten sich nicht einmal um Judiths Verschleierung, sonder grüßten nur ihrem "Ehemann". Nun, mit Schleier vor meinem Gesicht, brauchen wir ihnen nichts zu erklären. Also behandeln dich alle hier wie eine einheimische Frau, das ist so verschleiert sie war, war nur natürlich.“ dachte Judit. Sie sagte zu John, der vor ihm ging: „Durst! Ich brauche etwas zu trinken!" "Weißt du was? Wir trinken etwas hier in der Cafeteria." Kaum unter einem Regenschirm sitzend (Judith war dankbar für den Schatten) kam die Kellnerin. Sie grüsste Judit auf Arabisch und nickte John zu. Sie trug den gleichen schwarzen Schleier wie Judit, aber mit Abzeichen. Judith begrüsste sie, auch auf Arabisch. John bestellte sich auf arabisch Kaffee und Mineralwasser. Die Kellnerin ging und Judith war überrascht, dass sie nicht fragte, was sie wollte. Sie fragte auch John nicht.John bestellte ohne sie zu fragen, nur für sich. Sie wurde ignoriert. Sie mussten nicht länger als eine Minute warten bis die Kellnerin zurück war. Sie stellte ihm den Kaffee, ein Glas und eine kleine Flasche Mineralwasser und Judit eine Halbliterflasche Mineralwasser mit einer Plastikröhre gemacht. Die Kellnerin wusste, ohne auch ohne Bestellung, was eine verschleierte Frau in dieser verschwitzten Hitze brauchte. Judith beobachtete am anderen Tisch zwei verschleierte Frauen, wie sie trinken ohne ihre Schleier anzuheben. Sie lockerte den Khim und hob den Niqab, um die Röhre in den Mund zu stecken und fing an, gierig zu trinken. Bald war die Flasche leer und Judit fühlte sich viel besser. Am anderen Tisch bezahlten die beiden Frauen und standen auf. Sie winkten Judit zu und verschwanden. Judit winkte zurück. Sie mochte es, wie sie von sie dachten. Irgendwie schien es, als hätte sie sich an den Schleier angepasst. Obwohl ihr immer noch heiß und sie verschwitzt war, war er nicht mehr so unerträglich wie zuvor. Nach ein paar Minuten zu Fuß betraten sie das Hotel, wo Judit in der kühlen, kaltenen Luft nach der Hitze draußen zu frieren begann. "Guten Morgen, Mr. Smith. Guten Morgen, Mrs. Smith!“ Die Empfangsdame begrüßte sie. "Woher wussten Sie, dass ich es hinter dem Schleier bin?" fragte Judith überrascht. "Eine einheimische Frau kann hier nicht eintreten, wenn sie nicht hier arbeitet. Dann trägst du das Schild des Hotels. Du bist deinem Ehemann gefolgt, also bist du seine Frau. Und der Direktor hat gesagt, dass Sie in Schleier kommen werden. Gestatten Sie mir zu sagen, dass es Ihnen sehr gut steht. Es ist so hübsch wie unser." Sagte die Rezeptionistin und reichte John den Schlüssel zu ihrem Zimmer. Judit war erstaunt, wie der Hoteldirektor sagen konnte, dass sie in einem Schleier kommen würde? Nur Saba hätte es ihm sagen können! Sie verstand das alles nicht, aber sie mochte es, hübsch zu sein. Sie sah sich im Spiegel an, aber sie sah nur den schwarzen Schleier. Jetzt, da es nicht so heiß war, störte sie der Schleier nicht mehr. Vor allem nicht, weil sie sagten, es sei in Ordnung. Sie gingen in ihr Zimmer. "Die Angestellte hat recht, du bist wirklich hübsch in diesem Schleier! Du bist meine arabische Frau!" lachte John. Er umarmte und küsste Judith durch den Schleier, während sie ihn mit behandschuhten Hände umarmte. Sie blieben mehrere Minuten stehen und kuschelten etwas. Judit war totmüde. Sie wollte den Schleier ablegen, aber sie fiel einfach auf das Bett und schlief sofort ein. Sie wurde von John geweckt. "Dornröschen erwachen! Das Abendessen ist da!" Judith ging ins Badezimmer, entkleidete sich und betrat die Wanne. Sie gab sich dem Vergnügen zu baden hin. Sie schlief fast in dem angenehmen, duftenden Wasser ein. John klopfte an die Tür: "Zeit, sich anzuziehen! Deine Kleider liegen auf dem Bett!" Judith wußte nicht, von welcher Kleidung er redete? Dann fand sie ihre Kleidung. Als sie in das Zimmer ging, sah sie einen Haufen schwarzer Kleider. "Ich werde die getragenen Kleider nicht nochmal anziehen." "Sie sind frisch! Saba war hier! Du hast jetzt auch drei Sets nur für dich." „Was? Wie ist sie hierher gekommen? Und wer hat sie zu uns gebracht?" "Ihr Vater hat sie gebracht! Komm schon, ich werde dir helfen, dich anzuziehen." John half ihr, Kleidung und Schleier anzuziehen. Dann ging sie zum Spiegel. "Schau, wie schön du bist! Ernsthaft, am Ende halte ich noch um deine Hand an.“ Er lachte, aber betrog nicht. Judit betrachtete sich im Schleier und genoss den Mann hinter sich. Was, wenn er wirklich um ihre Hand bat? Sie wartet seit Wochen darauf! Und wenn man erwarte, dass sie sich verschleiert? Wenn dies der Preis für eine Ehe mit John ist, ist sie bereit, diesen Preis zu zahlen. Auf dem Weg ins Restaurant, trafen sie den Manager. Er begrüßte sie und begleitete John dann ins Restaurant. Die verschleierte Frau hinter ihr sagte zu Judith: "Hallo Judith! Ich bin Saba. Ich bin froh, dass du den Schleier trägst! Komm schon, ich muss mit dir reden." Sie ging mit Judith zu einem kleinen Teil des Restaurants, wo verschleierten Frauen essen konnten, ohne gesehen zu werden. Sie setzten sich an einen reich gedeckten Tisch, und Saba begann zu essen, in dem sie ihren Niqab leicht anhob. Judith imitierte sie erfolgreich. Dann redeten sie. „Judith! Was denkst du über John? Ich weiß, dass du nicht verheiratet bist, aber willst du seine Frau werden? " fragte die verschleierte Frau. "Woher weißt du das? Und natürlich möchte ich seine Frau werden!" "Was denkst du über Schleier? Was würdest du sagen, wenn das eine Bedingung für die Heirat mit ihm wäre?" fragte Saba. "Der Schleier ist nicht bequem. Es ist sehr heiß. Aber wenn das die Bedingung zur Ehe wäre, muss ich es akzeptieren. Aber warum stellst du solche Fragen?" "Und wenn du hier bleiben musst und gezwungen bist, dich wie lokale Frauen zu verschleiern?" "Wenn ich hier arbeite, soll ich es tragen?" „Natürlich als Johns zweite Frau." "Meinst du John ist geschieden?" „Nein! Er hat schon eine Frau, sie sitzt hier vor dir!" sagte die verschleierte Frau. Judith zuckte zusammen, als hätte der Stuhl sie verbrannt. Sie war verwirrt.“Das bist du?“ "Mach dir keine Sorgen, John mag dich und möchte dich heiraten. Ich lernte ihn vor fünf Monaten kennen und lieben. Es passierte, als mein Vater bei ihm war. Wir waren auf der Suche nach einem neuen Koch, der für Touristen kocht. Mein Vater versprach ihm zu helfen und erfolgreich zu sein, wenn er mich heiratet. Nach einem Monat war er Muslim und wir verheiratet. Nach einem Monat der glücklichen Ehe musste er nach Hause, er hatte noch seinen alten Vertrag.Dort hat er dich getroffen. Er schrieb mir offen, dass er dich liebt und dich heiraten möchte, aber es geht nur mit einer Frau und er wollte mich nicht verlassen. Ich sagte ihm, er solle dich hierher bringen. Ich habe auch den Handelsbrief gemacht und an euch abgeschickt. Hier könnten Sie Johns zweite Frau werden. Mein Vater spricht mit meinem Mann, damit er hier bei mir bleibt. Und Sie müssen wählen:

A: geh alleine nach Hause und vergiss John.

B: Du bleibst hier und heiratest ihn.

Wenn Sie die zweite Option wählen, die ich möchte, werden Sie eine Muslimin sein, die hier nach unseren strengen Regeln lebt. Natürlich, mit einem Schleier, aber jetzt bist du dran.Du hast gesagt, wenn du Johns Frau werden könntest, wäre der Schleier kein Hindernis" sagte Saba und griff nach Judits behandschuhten Händen. In Judits Kopf schwirrten die Gedanken durcheinander. Was zu ist tun? Welches ist die bessere Wahl? Sie keuchte unter dem dicken Schleier nach Luft und kam nur langsam zur Ruhe. Sie wollte hier bleiben. "Du hast die richtige Entscheidung getroffen! Wir werden gut miteinander auskommen" sagte Saba und setzte sich zu ihr. Sie klopften an die Tür. John öffnte und er sah die beiden verhüllten Frauen fragend an. »Judith will deine Frau sein, und sie wird hier bei uns bleiben“ sagte Saba. „Vielen Dank! Kommt rein! Ich verspreche, dass ihr beide einen guten Ehemann bekommt, ihr werdet keinen Mangel haben und ich werde euch gleich behandeln. Dad! Bitte ruf den Imam. Da ist jemand, der die Sahada ablegen will!" sagte John und umarmte die beiden verschleierten Frauen. Der Vater führte einen bärtigen Mann herein, der sofort mit der Zeremonie begann. Judit hatte gemischte Gefühle. Einerseits hatte sie erreicht, was sie wollte. John wird sie heiraten! Aber sie hätte nie gedacht, dass sie die zweite Frau eines Muslim würde und für den Rest ihres Lebens Schleier tragen würde.

ENDE


A Beach Vacation by T_G

A Beach Vacation

by T_G

Version for the website 'Tales of the Veils' Not for reproduction on other websites or in any other publication format without permission of the author.

 

Translated and posted by Vulcan with permission of the author.

 

John and Judith Smith met two months ago and have been living together ever since. As John jokingly said, 'Every Englishman is called Smith.''And every second man is called John.'Judith laughed. They planned their vacation when they received a letter. A two-week trip to the Arab-African caliphate. Last minit with an exceptionally high discount! Judith took care of that, noting that AAK was a very strict Muslim country, but the areas designated for tourism seemed to be revealing in every respect. Women, who otherwise had to wear a veil, were completely accepted here in European clothes. A few days later, they lured in. The hotel had advertised them as a spouse. They benefited from the same names in their passports. The place for tourists was quite small, but there was a great beach by the sea right in front of the hotel, with a big bazaar where to buy everything, with a cafe, a restaurant and a park. Sunbathing on the beach, swimming, with the other tourists. They ate ice cream and were happy. Many locals lived here, including those who worked here. Some local women stood in the street in their black veils and talked. When Judith saw them, she had laughed at them. 'It has to be warm under the veil and you have to sweat terribly!' 'That's true!' one of them said in English. 'But as long as you have not tried it, do not allow yourself a verdict,' said the fully veiled woman. 'Excuse me, I did not mean to insult you, but how do you have to suffer in this black clothes? It's so hot enough,'said Judith. 'Come on, try it!' the woman said. With her gloved hand, she took Judith's hand and led her into a nearby house. Judit struggled slightly at first, but then she followed the woman. She took off her clothes to change her clothes. She wore black underwear, black shoes, abaja, hijab. She tied her niqab and pulled all the layers over her eyes and long the Khimar over her head. Finally she put on black gloves. 'You're done! Warm, right? The sun is not shining on you yet! Now laugh, if you like the veils! ' said the woman as they came out into the street and the sun shone on Judit's veil. 'It's really terribly hot! I can barely breathe, but I do not need sunglasses anymore. The thick veil replaces it perfectly. 'Do you like her, John?' she asked the man. 'She looks great in it! I would like to buy it, but I do not have much money, 'said John. Judith shook her head. 'No thanks! I'll go back before I get a heat stroke. 'We will find a solution! How do you earn your money?' the woman asked, ignoring Judit's words. John said Judit works as a waitress and he is a cook. The woman, whose name was Saba, offered them to work for her father. 'We need a good cook and we always look for waitresses.' 'I do not think it's easy to work here while we only have a tourist visa.' said John. 'No problem. The necessary papers are provided by my father, 'said Saba. Judith felt the sweat run down her face. There was something in the conversation that bothered her. It seemed like they knew each other. But that is impossible. 'I'd rather get my clothes back! I burn alive, 'she finally said. 'You barely wore it! I've been wearing it for ten years! ' 'Even ten minutes is a lot! Please return my clothes!' Judith almost screamed. 'Good, then go! Here are your clothes!' Saba handed her her clothes in a plastic bag. Then she went back into the house and closed the door. Judith knocked on the door. 'Please let me in. I want to change! 'Nobody answered. 'You have done well again! It's best to go back to the hotel!' 'And where can I change my clothes?' 'At the hotel!' 'I have to go to the hotel in a veil? Are you serious?' 'Of course I'm serious! Where else do you want to change? In the middle of the street? 'Then I'll just keep the Abaja. I take off the veil and the gloves! 'Think of the police! With your tanned skin and black hair, they think you're a local committed to carrying the whole veil everywhere!' 'Do you know how hot it is under that black veil? How hard is it to breathe?' 'Are we going to the hotel now? It's only ten minutes away! Remember, you can not go next to me! See the women walk three paces behind their husbands!' Judit was angry at her 'husband'. The sweat ran into her eyes, where she could barely see because of the veil. As they left, some local women came to meet them. Judit greeted them and they greeted her because she had learned so much Arabic. They met two policemen, but they did not even care about Judith's concealment, but only greeted her 'husband.' Well, with a veil in front of my face, we do not need to explain anything to them. So everybody here treat you like a local woman, that's how veiled she was, just natural, 'thought Judit. She said to John, who was walking in front of her, 'Thirsty! I need something to drink!' 'You know what? We're having a drink here in the cafeteria. Barely sitting under an umbrella (Judith was grateful for the shadow) the waitress came. She greeted Judit in Arabic and nodded to John. She wore the same black veil as Judith, but with a badge. Judith greeted her, also in Arabic. John ordered coffee and mineral water in Arabic. The waitress left and Judith was surprised that she did not ask what she wanted. She did not ask John either. John ordered without asking, just for himself. She was ignored. They did not have to wait more than a minute for the waitress to be back. She made him the coffee, a glass and a small bottle of mineral water and Judit got a half-liter bottle of mineral water with a plastic tube. The waitress knew, without order, what a veiled woman needed in this sweaty heat. Judith watched two veiled women at the other table drinking without lifting their veils. She loosened the khim and lifted the niqab to put the tube in her mouth and began to drink greedily. Soon the bottle was empty and Judit felt much better. At the other table, the two women paid and stood up. They waved to Judit and disappeared. Judith waved back. She liked the way she thought of her.] Somehow it seemed she had adapted to the veil. Although she was still hot and sweaty, he was not as unbearable as before. After a few minutes on foot they entered the hotel, where Judit began to freeze in the cool, cold air after the heat outside. 'Good morning, Mr.Smith. Good morning, Mrs.Smith‘ The receptionist greeted her. 'How did you know I was behind the veil?' Judith asked surprised. 'A local woman can not enter here if she does not work here. Then you carry the sign of the hotel. You followed your husband, so you are his wife. And the director said that you will come in veil. Allow me to say that you are very well. It's as pretty as ours.' said the receptionist and handed John the key to her room. Judit was amazed how the hotel manager could say she was coming in a veil? Only Saba could have told him! She did not understand all that, but she liked being pretty. She looked at herself in the mirror, but all she saw was the black veil. Now that it was not so hot, the veil no longer disturbed her. Especially not because they said it was alright. They went to her room. 'The clerk is right, you're really pretty in that veil! You are my Arab woman! '] laughed John. He hugged and kissed Judith through the veil, hugging him with gloved hands. They stopped for several minutes and cuddled something. She was tired. She wanted to take off the veil, but she just fell onto the bed and fell asleep immediately. She was awakened by John. 'Sleeping Beauty awaken! The dinner is here!' Judith went into the bathroom, undressed and entered the tube. She gave herself the pleasure of bathing. She almost fell asleep in the pleasant, fragrant water. John knocked on the door: 'Time to get dressed!] Your clothes are on the bed! ' Judith did not know what clothes he was talking about? Then she found her clothes. As she walked into the room, she saw a pile of black clothes. 'I will not wear the worn clothes again.' 'They are fresh! Saba was here! You now have three sets just for you. How did she get here? Her father brought her! Come on, I'll help you put you on. ' John helped her put on clothes and veils. Then she went to the mirror. 'Look how beautiful you are! Seriously, in the end, I'm still holding out for your hand.' He laughed, but did not cheat. Judit looked at herself in the veil and enjoyed the man behind her. What if he really asked for her hand? She has been waiting for weeks! And if one expects that she disguises herself? If this is the price for a marriage with John, she is ready to pay that price. On the way to the restaurant, they met the manager. He greeted them and then escorted John to the restaurant. The veiled woman behind her said to Judith, 'Hello Judith! I am Saba. I am glad that you are wearing the veil! Come on, I have to talk to you. She went with Judith to a small part of the restaurant where veiled women could eat without being seen. They sat down at a richly set table, and Saba began to eat, lifting her niqab lightly. Judith successfully imitated her. Then they talked.‘Judith! What do you think about John?] I know you are not married, but do you want to become his wife?‘ asked the veiled woman. 'How do you know? And of course I want to be his wife!' 'What do you think about veils? What would you say if that was a condition for marrying him?' Saba asked. 'The veil is not comfortable. It is very hot. But if that was the condition of marriage, I have to accept it. But why are you asking such questions? 'And if you have to stay here and are forced to disguise yourself like local women?' 'If I work here, shall I wear it?' 'Of course, as John's second wife.' 'Do you think John is divorced?' 'No! He already has a wife, she's sitting here in front of you! said the veiled woman. Judith winced as if the chair had burned her. She was confused.‘You are that?' 'Do not worry, John likes you and wants to marry you. I met and loved him five months ago. It happened when my dad was with him. We were looking for a new cook who cooks for tourists.] My father promised to help him and succeed if he marries me. After a month he was Muslim and we were married. After a month of happy marriage he had to go home, he still had his old contract. There he met you. He candidly wrote me that he loves you and wants to marry you, but it is only with a woman and he did not want to leave me. I told him to bring you here. I also did the trade letter and sent it to you. Here you could become John's second wife. My father talks to my husband so he stays here with me. And you have to choose: A: Go home alone and forget John. B: You stay here and marry him. If you choose the second option I want, you will be a Muslim living here according to our strict rules. Of course, with a veil, but now it's your turn. You said that if you could become John's wife, the veil would not be an obstacle, 'said Saba, grabbing Judit's gloved hands. The thoughts in Judit's head were jumbled. What is to do? She gasped under the thick veil and came to rest only slowly. She wanted to stay here. 'You have made the right decision! We'll get along well, 'Saba said, sitting down next to her. They knocked on the door. John opened it and he looked questioningly at the two hooded women. 'Judith wants to be your wife, and she will stay here with us,' said Saba. 'Many Thanks! Come in! I promise you both will get a good husband, you will not be short of anything and I will treat you the same. Dad! Please call the imam. There is somebody who wants to take the Sahada!' said John, hugging the two veiled women. The father introduced a bearded man who started the ceremony immediately. Judit had mixed feelings. On the one hand, she had achieved what she wanted. John will marry her! But she never thought that she would become the second wife of a Muslim and would wear veils for the rest of her life. THE END


Die Krähe

Die Krähe

 

Dies ist eine freie Übersetzung, des Originals „The Crow“ von T_G

 https://talesoftheveils.wordpress.com/2018/03/24/the-crow/

 

 

Die Krähe

Copyright 2018, T_G

Teil 1

Brigitte Hartmann war eine hübsche deutsche Studentin, die in ihrem letzten Jahr an der High School war. Viele Leute mochten sie nicht, weil sie es liebte, andere zu verspotten und zu schikanieren. Mit ihren beiden Freundinnen Helga und Ingrid ging sie oft auf der Suche nach einem Opfer auf und ab und schlug zu. Das Schuljahr hatte erst vor zwei Tagen begonnen, und es hatte bereits drei Streitereien gegeben. Ihre Lehrer haben von den Taten des Trios gehört, aber sie haben es noch nicht geschafft, sie zu erwischen, und so haben sie ihre Mitschüler immer mehr gemobbt. Sie gingen den Korridor entlang, als sie ein Mädchen in einem schwarzen Schleier, der von oben bis unten reichte, sahen. Sharifa war eine neue Schülerin in dieser Schule, die erst kürzlich in die Stadt gezogen war und mit Erlaubnis des Schulmeisters die Abaya, den Niqab und die Handschuhe tragen durfte, und sie hatte ein separates Appartement. Ihr Vater arbeitete in der örtlichen diplomatischen Vertretung und konnte sich diese Privilegien leisten.Das Schulappartement wurde gewählt, weil es direkt neben der Schule gebaut wurde und sie daher nicht im dichten Verkehr vom anderen Ende der Stadt hin und her fahren musste. Geld spielte keine Rolle. Das Trio hielt bei Sharifa und Brigitte machte folgendes: "Schau, was haben wir denn hier? Eine Krähe!

Ich wusste nicht einmal, dass Vögel hier abgestellt werden!Willst du nicht fliegen?"
Sharifa versuchte, ihnen zu entkommen, aber sie war umrundet und Brigitte versuchte, ihr den Schleier vom Kopf zu reißen. Sie verteidigte sich mit ihren behandschuhten Händen. "Dann kannst du besser sehen, wenn du nistest!" Brigitte lachte, doch dann hörte sie eine ominöse Stimme hinter sich: "Brigitte! Du kannst dich jetzt nicht wegmogeln und ihr anderen auch nicht!" Es war Marta Schmith, die Schulleiterin, die hinter ihnen stand. "Am Ende des Tages alle in meinem Büro! Dies ist ein Befehl! Wer nicht kommt fliegt!" sagte sie.Am Nachmittag war das Büro der Direktorin voll. Brigittes Eltern: Thomas und Elke, Sharifs Eltern: Mahmud und Thala. Die Eltern waren telefonisch verständigt worden.Zuerst waren Helga und Ingrid beim Manager.Sie stellte sie vor die Wahl: Sie würde entweder mit ihren Eltern sprechen oder sie könnten einen Gemeinschaftsjob machen. Letzteres wurde natürlich gewählt.Nachdem sie das Büro verlassen hatten, wandte sie sich an Brigitte:
»Und jetzt wollen wir den Chef sehen! Mein erster Gedanke war, dich von der Schule zu jagen, aber Sharifas Vater und deine Eltern wollen das nicht. Was kann ich mit dir machen? "
Sharifa und ihre Mutter, beide völlig verschleiert, haben etwas vorgeschlagen. Sharifa nickte ihr mit großer Geste zu, nickte mehrmals und sagte dann:
"Meine Tochter und ich denken, dass Brigitte bei Sharifa einziehen und die gleichen Kleider tragen soll wie sie. Lebe auf die gleiche Weise, erfahre das Leben, auf das sie so eifersüchtig ist. "
Brigitte sprang auf, aber bevor sie etwas tun konnte, sagte die Direktorin mit ernster Stimme: "Wenn du raus gehst, wirst du von der Schule vertrieben, Also setz dich gleich! Ich denke, es ist eine gute Idee, aber was sagen die Eltern?“
Zu Brigittes größter Überraschung war die Reaktion ihrer Eltern. Sie stimmten beide zu, und ihr Vater erklärte sogar: "Es ist Zeit für meine Tochter, ein wenig Demut zu lernen." Schließlich sprach Mahmud: "Also, es gibt nichts, was es aufhält; Sharifa hat genug Kleidung für beide. Ihre Größe sieht genauso aus.Wenn dieses Treffen beendet ist, können wir beginnen." Wie viele Tage?", Fragte Brigitte gebrochen.
"Gut bis zum Ende des Schuljahres", sagte die Schulleiterin. "Aber es hat gerade angefangen! Es ist nicht einmal eine Woche alt! Brigitte schüttelte den Kopf.
"Nun, Fräulein, weißt du von einer anderen Möglichkeit?" frug die Dirktorin.
Natürlich wusste sie von einer, aber sie war sich nicht sicher, welches die schlechtere Wahl war. Sie sah Sharifa oder, genauer gesagt, nur schwarze Kleidung, weil sie völlig bedeckt war. Ihre Augen, ihre Hände, nichts war zu sehen. Und jetzt musste sie sich für fast ein Jahr diese 'schönen' Kleider anziehen, wenn sie nicht von der Schule verwiesen werden wollte. "Ich bin stark, ich kann alles bewältigen", sagte sie sich.
Sie standen auf und Marta nahm sie aus dem Büro und sie gingen Sharifas Zimmer. Sharifa öffnete die Tür ihres Zimmers und sie gingen alle hinein. Brigitte, Thomas und Elke sahen sich um.Es war kein Zimmer, es war eine kleine Wohnung.Es gab ein Badezimmer mit Toilette, Kochgelegenheit, ein Zimmer mit zwei Betten, Schränke und einen Tisch mit zwei Stühlen.

"Lass uns deine Sachen aus deinem alten Zimmer holen", sagte Elke.
"Die braucht sie nicht! Wir haben hier alles und wenn Brigitte umgezogen ist, kannst du ihre Kleidung mitnehmen. Sie braucht Übung." antwortete Thala.
Sharifa und ihre Mutter holten dann die Kleider und Schuhe aus dem Schrank. Dann packte Sharifa mit der behandschuhten Hand Brigittes Hand und führte sie zum Badezimmer, wo Brigitte völlig ausgezogen wurde. "Du musst alles tragen, was ich trage", sagte sie. Sie gab Brigitte ein Paar Großmutterhöschen. Dann gab sie ihr eine Bluse, die bis zu den Knien reichte. Sie zog dann schwarze Strümpfe auf Brigittes Füße, dann schwarze Schuhe. Jetzt war alles schwarz: eine Abaya, ein Hijab und schließlich ein Niqab und Handschuhe. Alles, was man noch von ihr sehen konnte, waren ihre Augen und diese durch ein dünnes Netz. Zwischen den beiden Augen verband ein kleiner Stoffstreifen den Boden und die Oberseite des Sehschlitzes.Dann kippte Sharifa die anderen Schichten des Niqab hinunter und Brigittes Sicht auf die Welt verdunkelte sich. Sie konnte fast nichts sehen. Als sie versuchte, die Schichten anzuheben, nahm Sharifa ihre Hände: "Denke daran, dass du es zur Strafe trägst. Nur ich darf meine Augen zeigen, auch wenn wir nur zu zweit sind. Und jetzt komm schon. Ich zeige dich deinen Eltern." Währenddessen nahm Thala Brigittes Kleider und legte sie in eine große Plastiktüte. Sie gingen zu den anderen, die nur drei identische schwarze Figuren sahen. "Brigitte!Welche bist du? "fragte Elke.
"Ich bin hier, Mutter!" sagte der mittlere schwarze Schleier, der vortrat.
"Oh meine Tochter! Ich hoffe alles wird gut. Wir müssen jetzt gehen! Wir holen Ihre Sachen aus Ihrem alten Zimmer ab. Wir werden Ihre Bücher und Notizen an jemanden schicken und den Rest mit nach Hause nehmen. Lerne gut! " Und dann küsste Elke die Stirn ihrer Tochter durch das Tuch. Sobald Brigittes Eltern gegangen waren (sie nahmen die Tasche mit Brigittes Kleidung), bedankten sich Sharifas Eltern ebenfalls bei ihr. Die beiden Mädchen unterhielten sich eine Weile, Sharifa sprach deutlicher. Brigitte dachte nur : „Sie hört mir gar nicht zu.“ "Wir bleiben hier und essen zu Abend", erzählte Sharifa ihrer neuen Mitbewohnerin. Dann aßen sie zusammen. Sharifa zwang sie das gleiche zu essen wie sie. Es war seltsam, verschleiert zu essen, aber sie bekam langsam den Dreh raus. Sie konnte endlich aus den Kleidern herauskommen. Nach einem kurzen Bad reichte Sharifa ihr ein Nachthemd, das aussah, als wäre es aus einem Museum gekommen. Sie war lag lang wach und hörte dem ruhigen Atmen ihrer neuen Mitbewohnerin neidvoll zu. Früh am Morgen wurde sie von Sharifa geweckt. Sharifa half ihr sich anzuziehen. Sie ging zum Spiegel, aber sie sah das schwarze Kleid nicht selbst, da ihr Blick durch den Schleier zu verschwommen war. Plötzlich erschien eine andere schwarze Gestalt neben ihr im Spiegel. Sie waren so ununterscheidbar wie zwei Eier. Zwei schwarze Eier. Sie gingen nach dem Frühstück zur Schule. Einige der anderen Schüler versuchten, sie zu verspotten, da es ein offenes Geheimnis war, das geschehen war, aber Brigitte schrie sie nur an: "So! Wer will mir im Weg stehen?" Sie haben sie schnell in Ruhe gelassen. Hinter ihrem Rücken wurde sie heimlich Krähe genannt. Ihre alten Freundinnen Helga und Ingrid mieden sie jetzt. Sie wollten ihr Schicksal nicht teilen.
Jetzt, da sie den Schleier trug, erkannte sie, dass die beeinträchtigte Sehkraft und die Verschlechterung des Gehörs durch dickes Gewebe für sie nachteilig war. Und das ist erst der erste Tag! Sharifa bestand darauf, im Unterricht nebeneinander zu sitzen. Jeder dachte, sie wären Freunde. Als es auf den Freitagnachmittag zuging, zog sie die Schubladen aus und packte sie aus." Suchst du etwas?" fragte Sharifa.
"Na sicher. Meine Kleider. Es ist Freitag. Jeder geht nach Hause. Ich muss mich anziehen ." antwortete sie. "Hallo! Ist deine Erinnerung so kurz? Deine Mutter hat alle deine Sachen mitgenommen." Sie lachte über ihren Mitbewohnerin.  "Wie gehe ich denn jetzt nach Hause?" "Wie du bist!" "Willst du mich veräppeln? Ich kann nicht so nach Hause gehen. Jeder wird mich  auslachen!" Sie nickte nervös. "Ich mache überhaupt keine Witze. Ich habe auch eine Überraschung. Ich komme mit dir! Unsere Eltern haben bereits zugestimmt. Wenn ich das Wochenende bei meinem verbringe kommst du zu mir. Und du wirst den ganzen Weg Schleier tragen! Tatsächlich habe ich eine Überraschung für dich! "Sie senkte ihre sanft glitzernde Hand auf ihren Mund.
"Ich mag solche Überraschungen nicht! Und warum sollte ich zu Hause einen Schleier tragen?" " Erinnerst du dich, was die Direktorin sagte? Bis zum Ende des Schuljahres! Sie hat nicht gesagt, du könntest Pausen machen! " " Nur in der Schule!" Brigitte hob die Stimme. "Nein! Immer! Hat sie gesagt und deine Eltern verstanden das." Sharifa hatte ihren Spaß. "Das kann nicht wahr sein! Und was ist die andere Überraschung? Ich fange an, Angst zu kriegen." "Alles zu seiner Zeit! Dein Vater wird bald kommen." sagte Sharifa mysteriös. Sie packten ihre Sachen ein, als es an der Tür klopfte.
"Mädchen seid ihr bereit? Dann last uns aufbrechen! "Hörten sie Thomas Stimme von draußen. Brigitte öffnete die Tür. "Bist du Brigitte?" fragte Thomas den schwarzen Schleier, ein unkenntliches Mädchen.  "Ja, Dad, bin ich. Und warum hast du es mir nicht gesagt? Warum musste ich alles von Sharif erfahren? Habe ich selbst nichts zu melden?" Sie stemmte wütend ihre Hände in die Hüften.
"Nein! Hast du nicht! Dies ist Teil deiner Bestrafung. Bereit zu gehen? Wo sind die Pakete?" Ihr Vater sah sich um. Sharifa brachte die Pakete. Thomas nahm sie und ging aus dem Zimmer. Sie stiegen ins Auto, die Mädchen saßen hinten und fuhren nach Hause. Die Sonne schien auf das Fenster und Brigitte wurde unangenehm warm in ihrem schwarzen Kostüm. "Dad, schalte die Klimaanlage ein! Ich ertrinke im Schweiß!" " Es tut mir leid. Seit Tagen ist etwas nicht in Ordnung. Nächste Woche bringe ich es zum Mechaniker. " " Nun, wenigstens ist die Fahrt nur eine halbe Stunde, wenn wir nicht im Verkehr steckenbleiben ", dachte Brigitte.  

Aber natürlich wurden sie vom Verkehrsstau erwischt. Sie standen länger als eine Stunde oder sie krochen nur vorwärts. Brigitte hätte den Schleier gern abgelegt, aber zwei behandschuhte Hände hielten ihre Hände: "Warte!Ich bin so warm wie du!"Sharifa seufzte. Als Thomas in die Garage fuhr, stiegen die beiden verschleierten Mädchen aus. Elke wartete auf sie.
"Brigitte führe Sharifa in dein Zimmer! Dann auspacken! Dann komm in die Küche, um zu helfen! Welche von euch ist welche?" Sie wandte sich den beiden identischen schwarzen Figuren zu. "Ich bin Brigitte, Mutter", und ihre Tochter hob eine Hand. Sie winkte ihrer Begleitung, ihr zu folgen. Elke sah ihnen nach. Hätte Brigitte vorher nicht gesprochen, hätte sie ihre eigene Tochter nicht gekannt. Brigitte öffnete die Tür ihres Zimmers und sah, dass ihr Vater ein Gästebett hinein stellte, so dass der Raum, der nicht zu groß war, noch kleiner wirkte. "Dein Bett gehört dir und dieses Bett ist für Sharifa. Bringt die Wäsche in den Waschraum und legt sie in die Waschmaschine, dann geht in die Küche, um Mutter zu helfen!" "Herr Hartmann, ist mein Paket angekommen? " fragte Sharifa. "Ja, es ist hier. Wo soll ich es hinstellen?“ fragte Thomas und hob eine große, aber nicht zu schwere Tasche. Sharifa dankte ihm und zeigte nur auf ihr Bett. "Was für ein Paket?" Brigitte frug misstrauisch. "Eigentlich ist es dein Paket, aber es ist eine Überraschung!" gestand Sharifa. Brigitte war verärgert. Wird das immer so sein? Elke wartete in der Küche auf sie. Beide Mädchen beteiligten sich an dem Abendessen, also waren sie bald fertig. Elke hat mit ihrem Mann gesprochen. Zur Überraschung aller nahm Sharifa Brigittes Hand, die am Tisch sitzen wollte. "Wir werden nach ihnen essen!" warnte sie. "Aber warum?Ich habe Hunger!“ sagte Brigitte. "Ja wirklich.Warum sitzt du nicht auch?“ fragte Elke. "Regel! Wir Mädchen dürfen erst nach den Männern essen!" "Und bin ich ein Mann?" erkundigte sich Elke. "Jetzt bist du es, aber wenn Herr Hartmann fertig ist und hinausgeht, kannst du auf uns warten und sehen, wie wir im vollen Schleier essen. Brigitte macht es sehr geschickt. Sie ist ein echter Profi," sagte Sharifa. Brigitte war zur gleichen Zeit genervt, und sie war mit dem Lob zufrieden. Elke traute ihren Ohren nicht. "Isst du verschleiert?Brigitte auch?" "Natürlich. Seit dem ersten Tag. So wie ich es tue. Und sie hat überhaupt nicht versagt," nickte Sharifa. Thomas war fertig, bedankte sich für das Abendessen und ging hinaus. Die beiden Mädchen setzten sich an den Tisch und begannen zu essen. Elke sah sie ungläubig an, als sie ihre Schleier ein wenig mit der behandschuhten Hand zur Seite schoben. Die Mädchen hatten gegessen, abgeräumt und abgewaschen. Elke saß nur da und beobachtete sie. Bei allem Ärger erkannte sie, dass diese neue Situation Vorteile brachte. Sharifa regiert über ihre Tochter, benimmt sich aber wie eine Freundin. Sie leitet sie, aber in die richtige Richtung. Brigitte hätte nicht daran gedacht, ihr zu helfen, sondern wäre in ihr Zimmer gegangen. Sie dankte den Mädchen für ihre Hilfe. Sie gingen in das Wohnzimmer, wo Thomas auf sie wartete, um sich miteinander zu unterhalten. Thomas und Elke haben ihre Tochter gefragt, wie sie sich fühlt, ihr Leben unter dem Schleier zu leben, und Sharifa hat sie während der drei Tage immer kontrolliert. Brigitte sagte, sie hätte den Schleier am ersten Tag selbst abgerissen und wie heiß es war, wie schlimm es war. Die Direktorin überprüfte ständig, dass sie die Regeln befolgte. Sharifa ist manchmal hart mit ihr, aber das ist hilfreich. Am ersten Tag wurde sie angezogen, am zweiten half sie ihr, sich anzuziehen, dann zog sie sich allein an. Sie haben eine gute Beziehung miteinander, fast Freunde. Sie kochen zusammen in der kleinen Küche, sie lernen zusammen, Sharifa ist überhaupt nicht mehr böse auf sie und sie befreunden sich langsam. 
"Aber wenn du so daran interessiert bist unter dem Schleier zu leben, warum versuchst du es nicht selbst? Sharifa würde dich gerne unterstützen, nicht wahr?" Sie wandte sich an ihren Begleiterin. "Warum nicht? Es würde deine Fragen beantworten." Sharifa nickte. Die beiden Mädchen warteten, aber Elke schüttelte den Kopf.Sie bat ihren Ehemann um Hilfe, der sie überraschte. "Warum nicht? Wir gehen bald zu Bett, du kannst es versuchen ", lächelte ihr Mann. Die Mädchen lachten, als sie in Brigittes Zimmer gingen. Dort zogen sie sie aus und ließen nur Unterwäsche und Schuhe an. Sie fügten die größte Abaya hinzu, die sich als etwas, aber nicht bemerkenswert kurz erwies. Sharifa wickelte den Hijab um ihren Kopf und band den Niqab fest. Brigitte zog die Handschuhe auf ihre Hände. Jetzt verstand sie, was es für ihre Tochter bedeutete,  es war warm und es war schwer zu sehen . Als sie blinzelte, streiften ihre Wimpern das kleine Netz vor ihren Augen, und das war ein großes Ärgernis. Sharifa zog die Schichten des Niqab vor ihr Gesicht, und vor ihr wurde es ganz grau. Sie kehrten in das Wohnzimmer zurück, wo Thomas sie zufrieden anschaute. "Du siehst großartig aus, Liebling! Dein neues Kleid ist wirklich sexy!" lachte er und umarmte seine Frau. "Sexy?Du kannst mich nicht einmal sehen! Wie kannst du sagen, dass ich sexy bin?" murmelte die Frau. Sie unterhielten sich noch eine Weile und dann sagte Elke: "Mädchen, es ist Zeit zu baden und zu Bett zu gehen! Wir haben nur ein Badezimmer." Sie wandte sich dem schwarzen Schleier zu, den sie für Sharifa hielt.
"Das bin ich, und ich weiß es. Sharifa ist die andere ", murmelte Brigitte. Sharifa besetzte zunächst das Badezimmer und kam zu Brigittes größter Überraschung in ihren schönsten Pyjamas. "Das ist ein bisschen viel!" Brigitte zögerte. "Warum? Ich habe diese Nacht etwas Besonderes für dich , also wirst du es nicht brauchen!Aber weißt du was? Wenn du es nicht magst, gebe ich dir deine Pyjamas zurück. Ich möchte, dass wir wirklich Freunde werden! Aber nimm zuerst ein Bad, ich werde dein Geschenk in der Zwischenzeit auspacken,"wurde sie wieder mysteriös. Brigitte nahm ihren Bademantel nach dem Baden und sagte ihren Eltern, dass das Badezimmer frei sei. Sie war überrascht, dass ihre Mutter immer noch den Schleier trug. Sie saß auf dem Schoß ihres Vaters und hielt ihn fest an sich. Als sie das Zimmer betrat, sah sie etwas seltsam Weißes auf seinem Bettlaken. 

"Das ist ein Netzkleid." "Wovon redest du?" "Du wirst heute Nacht darin schlafen, wenn du willst." Sie lachte und zog ihre Mitbewohnerin langsam an. Brigitte war jetzt weiß, von oben bis unten. Sie betrachtete sich im Spiegel, ihre weißen behandschuhten Hände in ihrem neuen Nachthemd. Wie eine Braut oder besser gesagt eine Mumie, dachte sie. Es war schwer für sie, es zuzugeben, aber sie mochte es. Obwohl Sharifa sie überraschen wollte, aber sie erwartete so etwas. "Wie gefällt es dir? Behälst du es an?" " Ich werde es anbehalten! Ich denke, es ist okay!" Sharifa schlief mit ihr.
"Gut. Gute Nacht und danke!" die Antwort kam von der weißen Mumie. "Gute Nacht mein liebe Freundin! Und schlaf gut!" Sie küsste Sharifa durch den Schleier.

Als Brigitte am Morgen aufwachte, war etwas vor ihren Augen, so dass sie kaum etwas sehen konnte. Sie stöhnte, aber dann erinnerte sie sich, wo sie war und was sie trug. Sie hörte Sharifas Stimme: "Guten Morgen, wie hast du geschlafen?", fragte sie ihre Freundin. "Gut, danke!" Das Badezimmer war zum Glück frei. Nach dem Baden betrachtete sie sich im Spiegel. Der schwarze Schleier saß so, wie er sollte. Sharifa zog sich auch um und sie gingen frühstücken. Thomas hatte bereits gegessen, damit sie in Ruhe essen konnten. Elke sah wieder zu, wie die zwei verschleierten Mädchen aßen. Sie dachte an die Nacht. Es war, dass Sex so lange her war. "Wie war der Schleier?" fragte ihre Tochter. Sie wurde nur rot. Die beiden Mädchen wandten sich einander zu und murmelten. Elke fühlte sich wie eine edle Dame. Die zwei Mädchen haben alle Hausarbeit gemacht. Sie brachten die ganze Wohnung in Ordnung, ihre schwarzen Schleier flatterten fast hinter ihnen. Sie haben auch das Mittagessen zubereitet. Sharifa machte arabisches Essen, Brigitte war ihre Assistentin. Thomas sagte, es sei sehr lecker und bedankte sich bei ihnen. Die Mädchen waren glücklich. Nachdem die Eltern fertig waren, aßen die Mädchen. Dann wuschen sie ab und gingen in den Hof zum schwätzen. Elke sah nur zu, wie die beiden schwarzen Gestalten sich aneinander hielten und flüsterten und scherzten. Wie zwei echte Teenager-Freundinnen. Nach dem Abendessen putzten und säuberten die Mädchen die Küche und sie dankte ihnen. Als sie Brigittes Zimmer erreichten, holte Sharifa das Nachthemd hervor. "Möchtest du wieder darin schlafen?" "Ich möchte wieder darin schlafen!" "Wie du willst!" Sharifa lächelte. "Gute Nacht Mumie!"sagte sie lachend.
"Du auch", antwortete die Mumie unverblümt. Sie fühlte sich wirklich gut darin.
Am nächsten Tag haben sie neben den Hausarbeiten auch viel gelernt. Elke beobachtete, wie sich die beiden Mädchen in Vorbereitung auf den Montag halfen. Sie war sehr zufrieden. Die Bestrafungsidee scheint hervorragend funktioniert zu haben. Am Nachmittag brachte Thomas sie zurück in die Schule. Und so vergingen die nächsten sieben Tage ohne Zwischenfälle. Brigitte schlief immer im weißen Schleier. Sie ging am Tag im schwarzen Schleier oder saß im Klassenzimmer mit Sharifa, mit der sie eine immer tiefere Freundschaft verband. Am Freitagnachmittag kam Sharifas Vater. Sie legten ihr Gepäck in das Auto, wo Thala auf sie wartete. Die Reise war nicht lang. Der Fahrgastraum des Autos war durch eine Trennwand in zwei Teile geteilt, so dass die drei Frauen sprechen konnten. Thala war neugierig und erfreut zu hören, wie sehr Brigitte ihr neues Leben liebte. "Ich bin froh, dass du dich so gut fühlst und dass ihr einander helft. Ich habe mit deinen Eltern gesprochen, Brigitte, und wir sind uns alle einig, dass es eine gute Idee für dich war, mit Sharifa zusammen zu leben."sagte Thala und nahm Brigittes Hände. Als sie dort ankamen, stieg Mahmud aus und ging ins Haus. Die drei bedeckten Frauen folgten mit den Taschen. Sharifa zeigte Brigitte ihr Zimmer. Es war ein schönes großes Zimmer, elegant eingerichtet, mit einem riesigen Bett. Außerhalb des Schlafzimmers gab es ein Badezimmer mit Jacuzzi, Bidet und noch ein separates Arbeitszimmer. Alles schien Eigentum eines reichen Mannes zu sein. Sie gingen nach unten und sahen Thala in das Ohr ihres Mannes flüstern. Er lächelte und nickte: "Natürlich gibt es kein Hindernis. Bereite das Abendessen." Nach dem Mahmud zu Abend gegessen hatte, konnten sich die drei Frauen an den Tisch setzen und in ihren Schleiern essen. Thala fragte Brigitte, ob es schwierig sei, sich an den Schleier zu gewöhnen. "Am Anfang war es wirklich schlecht, ich hatte das Gefühl, reingedrückt zu werden und ich konnte nicht atmen, aber ich habe mich daran gewöhnt, und jetzt ist es normal." antwortete sie, als sie abwuschen und das Geschirr abstellten. Mahmud sah sie an, sagte aber kein Wort, nickte und ging. "Ich dachte mit meinem Mann, dass du, solange du bei uns bist, so leben wirst, wie ein normales muslimisches Mädchen lebt, bete mit uns, natürlich ist es nicht obligatorisch, es sei denn, du stimmst zu", sagte Thala. "Ich weiß nicht, was ich tun muss!" Brigitte schüttelte den Kopf. "Das ist kein Hindernis! Wir werden dich lehren und dir ein Gebetskleid geben."Was sagst du?", fragte Sharifa. "Es macht mir nichts aus, obwohl ich dich in der Schule nicht beten gesehen habe!" "Sag es nicht dem Vater.Dort habe ich mich an dir angepasst und gebetet. Zu Hause halten wir jedoch das fünfmalige Gebet täglich." " Gut, hier werde ich mich an dich anpassen ", nickte Brigitte.
Als Antwort umarmte Thala die beiden Mädchen. Das Gebet war kein Problem, obwohl es am Morgen für das Morgengebet unangenehm war. Alle drei beteten in ihren weißen Kleidern. "Wie hast du geschlafen?", fragte sie Sharifa. "Danke, aber ich hätte gerne mehr geschlafen!" "Du wirst dich daran gewöhnen.Morgen wird es einfacher, du wirst sehen!" Dann badeten sie und zogen sich an. Mahmud ist schon weg, er hat noch viel zu tun. Die drei Frauen frühstückten zusammen und räumten dann das ganze Haus auf. Sie bereiteten das Mittagessen vor, warteten, bis Mahmud gegessen hatte und dann aßen sie. Brigitte fiel in das Leben eines muslimischen Mädchens. Sie beteten, aßen und machten Hausarbeit. Sie trug sowieso den Schleier.
Das Wochenende war bald vorbei. Dann gingen sie zurück in die Schule und die Schule begann am Montag wieder. Die Zeit verging schnell. In den Herbstferien waren sie bei Sharifa. Sie lebte dort im Einklang mit deren Lebensstil. Brigitte betete mit den anderen, und in ihrer Freizeit lasen die drei Frauen abwechselnd im Koran. Die Winterferien wurden bei Brigittes Eltern verbracht. Weihnachten wurde zusammen gefeiert. Sie fragten, ob Sharif Einwände habe."Warum sollte ich?Ich lebe mit dir in diesen Tagen und so muss ich mich an dich anpassen. In der Tat habe ich auch Geschenke mitgebracht!" antwortete sie lachend. Das übliche Weihnachtsbacken und Kochen wurde von den drei gemacht. An Heiligabend gaben alle ihre Geschenke. Sharifas Geschenk war das: "Wir werden in den Osterferien nach Hause zur AAK reisen. Mit der Erlaubnis meines Vaters möchte ich die ganze Familie einladen. Macht euch keine Sorgen über die Kosten. Alles wird von meinem Vater bezahlt. Er wird auch die notwendigen Papiere arrangieren. Elke und Brigitte, ihr müßt euch die ganze Zeit verschleiern. Stimmt ihr zu?" "Natürlich! Ich habe es ja ausprobiert und meine Tochter trägt sie immer. Ich glaube nicht, dass es ein Problem gibt. Abgesehen davon, dass Brigitte sie während des Fluges nicht tragen darf, weil sie mit ihrem Pass und der Flughafensicherheit nicht kompatibel sind. Und vielen Dank!  Also was ist AAK?" fragte Elke. "AAK = Afrikanisch-Arabisches Kalifat. Unser Zuhause. Während der Reise hat der Direktor Sie von der Strafe befreit. Ich habe schon mit ihr gesprochen." Sharifa nickte. An Weihnachten fühlte sich Elke, als wäre sie in einem Hotel. Die ganze Hausarbeit wurde von den Mädchen gemacht. Sie musste sie nur selten leiten, aber meistens gar nicht. Es tat ihr leid, dass die Ferien vorbei waren und die Mädchen zurück mussten. Als die Osterferien näher rückten, rief Sharifs Vater Thomas an und besprach die Einzelheiten. Der Tag der Abreise kam. Brigitte trug ein besonderes Kleid und war sehr nervös. "Was ist los mit dir, Tochter, hast du Angst zu reisen?" fragte Elke. "Nein, ich bin nur daran gewöhnt, einen Schleier zu tragen, und ohne fühle ich mich nackt. Jeder wird mich ansehen!" "Niemand wird dich anstarren!Du bist ein deutsches Mädchen, und du trägst schöne Kleider!" " Aber, Mutter! Bitte, darf ich meinen Schleier anziehen?" "Nein! Wie würdest du es am Flughafen erklären? Debatte geschlossen! " sagte sie jetzt wütend. "Ich wünschte, wir könnten da sein und ich könnte meinen Schleier wieder anziehen." dachte Brigitte. Ein großes Auto hielt vor ihrem Haus. Mahmud stieg aus. Sie packten ihre Koffer und stiegen ein. Thomas stieg zu Mahmud, und die Frauen stiegen in den Fond, wo Sharifa und Thala voll verschleiert auf sie warteten. Als die Papiere am Flughafen eingelockt wurden, rutschte Brigitte mit einem roten Gesicht unsicher hin und her. Sharifa versuchte sie mit wenig Erfolg zu beruhigen. "Alle schauen mich an!" flüsterte sie. "Du siehst Gespenster! Aber jetzt komm, wir müssen gehen!" flüsterte ihre Freundin zurück.
Der Flug war in Ordnung. Brigitte gewöhnte sich an die No-Go-Fahrt.Sie saß neben Sharifa und sie waren alle in der ersten Klasse. Nach der Landung riefen Thala und Sharifa Elke und Brigitte in die Waschräume des Flughafens. Dort wurden sie von Thala und Sharifa in Schleier gekleidet. Endlich konnte Brigitte ihren Schleier anziehen.In dem großen Spiegel schauten vier Frauen in demselben dunkelschwarzen Schleier auf sie zurück. "Eigentlich fühle ich mich so viel besser. Und deine Mutter?

"Wie geht es dir?" fragte Brigitte hinter dem Schleier. "Furchtbar! Es ist so heiß!" hörte sie Elkes Stimme. "Es wird schlimmer, wenn wir nach draußen gehen und die Sonne auf uns scheint. Aber im Auto gibt es eine Klimaanlage, auch zu Hause." seufzte Thala. Elke seufzte auch. Die Fahrt im Auto dauerte nicht länger als ein paar Minuten, aber es schien mindestens eine Stunde zu dauern.Sie erreichten schließlich das Haus von Mahmud. Thala zeigte Elke und Brigitte das Haus. Es war ein schönes großes Haus. Ein separater Bereich für Männer, in dem Frauen nur mit Erlaubnis eintreten dürfen, mit getrennten Räumen für Frauen. Ein Gebetsraum, wo sie zusammen beten. Thala zeigte das Gästezimmer, in dem Elke und Thomas wohnen würden. "Wenn wir zusammen sind, wirst du immer den Schleier tragen! Im Schrank finden Sie Kleidung und Schleier. Und schlafe in dem, was du denkst, dass du für die Nacht zurechtkommst. Probieren Sie es zumindest aus! Jetzt gehe ich in die Küche, ich sage dir, wann das Abendessen fertig ist. Kommt schon, Mädchen, um mir zu helfen!" sagte Thala und machte sich auf den Weg. "Und ich? Wo werde ich leben?“ fragte Brigitte. "Du liebe Freundin wirst mit mir in meinem Zimmer leben! Komm und sieh! Dann rennen wir los, um Mom zu helfen." Sie griff nach Brigittes behandschuhter Hand und verließ den Raum. Elke sah ihnen nach und wandte sich dann an ihren Mann: "Ich habe das erwartet, aber ich hoffe, es geht uns gut." Sie hob ihre Hand, um ihren Schleier zu entfernen. Thomas nahm ihre Hand: "Lass es in Ruhe! Du siehst toll darin aus! "Und er küsste sie durch den Schleier. "Ja wirklich? Ach was! Am Abend habe ich ein Programm gefunden! Finde heraus, was es ist!" Ihre  glitzernden Hände streichelten ihren Ehemann. "Ich weiß nicht, was du meinst!" Grinste er sie an. Er drückte sie an sich und küsste sie erneut. Es klopfte zehn Minuten später an der Tür. Thala sagte, das Abendessen sei fertig. "Männer essen zuerst, was übrig bleibt, ist für uns. Dies ist die Regel. Elke, wenn du mir helfen willst, komm mit mir. Normalerweise diene nur ich, aber jetzt dachte ich, dass ich meinem Mann und du deinen Ehemann bedienen würdest. Was denkst du? " " In Ordnung, obwohl es für mich total ungewöhnlich ist." " Ich werde dir helfen, wenn es sein muss, aber es reicht, mir zuzuhören und mich zu imitieren. Und sag nichts. Stör das Geplauder der Herren nicht." Sie gingen in das Esszimmer und knieten sich zu dem niedrigen Tisch hin, jede vor ihrem eigenen Mann. Mahmud sah sie nicht einmal an, aber Thomas hatte offensichtlich Spaß daran. Als die Männer gegessen und den Tisch verlassen hatten, rief Thala die Mädchen. "Elke, du hast gesehen, wie die Mädchen mit Schleier essen, jetzt versuchen wir es alle. Nach dem Abendessen werden wir beten." Eigendlich war es ziemlich einfach. Sie sprachen während des Essens. Thala sprach über den morgigen Tag und legte ein Programm für Besichtigungen fest. Dann räumten sie den Tisch ab und gingen zum Gebetsraum. Mahmud wartete auf sie. Elke beobachtete, wie die anderen anfingen zu beten, Brigitte überraschte sie sehr. Sie war schockiert zu sehen, wie Mahmud auf Arabisch mit den drei Frauen in der Mitte betete. Sie wusste nicht, dass ihre Tochter Arabisch gelernt hatte. War sie heimlich zum muslimischen Glauben konvertiert? Sie hat sie nach den Gebeten gefragt. "Nein Mutter! Ich wurde keine Muslima. Weißt du, als ich die Wochenenden bei Sharifa oder die Herbstferien bei ihr verbrachte, betete ich mit ihnen und folgte ihren Gewohnheiten. Ich mache es immer noch. Du kannst es morgen versuchen, aber ich warne dich, du mußt früh aufstehen. Und es ist in Ordnung, wenn du es nicht richtig machst, die Absicht ist zählt. Ich brauchte mehr als ein halbes Jahr, um die Sprache zu lernen. Wir haben gerade an den letzten Wochenenden auf Arabisch mit ihnen gesprochen. Sie waren sehr glücklich darüber und ich war froh, sie glücklich zu machen." Thala zeigte ihr, wo sie sich ausziehen können. Zuerst fragte sie danach, und als Thomas ging, sagte sie zu Elke: "Wir werden deinen Mann ein wenig überraschen." Sie reichte ihr ein weißes Nachthemd und stellte sie vor den Spiegel. Elke btrachtete skeptisch den weißen Schleier und auf das kleine weiße Netz, das ihre Augen verbarg. "Glaubst du, dass es ihm gefallen wird?" "Sicher! Er kommt! Ich hoffe, du wirst eine glückliche Nacht haben!" Und sie verabschiedete sich. Thomas ging um seine Frau herum und war atemlos. "Beeindruckend! Das ist erstaunlich! Ich denke, ich weiß, an was für ein Programm du gedacht hast!" Und er ging zu ihr hinüber. Brigitte schaute in den Spiegel. Neben ihr erschien eine Frau mit demselben weißen Schleier. "Es ist Zeit ins Bett zu gehen! Am Morgen musst du rechtzeitig aufstehen! ", Erinnert sie Sharifa.
"Was meinst du, Sir?", Fragte Thala ihren Ehemann. "Ich denke, es war eine gute Idee, sie einzuladen. Das ist was du denkst. Ich denke, ihre Freundschaft steigt auf ein neues Niveau und nicht nur zwischen den Mädchen!" Mahmud nickte. Am nächsten Morgen klopften die Mädchen, und sie riefen sie zum Gebet. Elke und Thomas kamen heraus und gingen in den Gebetsraum. Jetzt hockten Elke und Thomas auf einer Gebetsmatte und versuchten, sie nachzuahmen. Thala ging dann zu Elke und umarmte sie: "Danke! Du bist eine gute Frau! Und wie war deine Nacht?" fragte sie mit lauter Stimme. Die Mädchen kicherten leise. Elke wurde rot und war froh, dass sie verschleiert war und es niemand sah. Thomas war nicht so glücklich, er wurde rot. Mahmud dankte ihnen dafür, dass sie das Gebet besucht.Er lächelte, weil er die Ursache des Errötens kannte.
"Wie sexy doch Frauen in ihren Schleiern sind?" flüsterte er Thomas ins Ohr und er nickte. Von diesem Tag an beteten sie immer zusammen zum größten Vergnügen  Mahmuds. Die Mahlzeiten wurden auch nach lokalen Gepflogenheiten zubereitet. Thomas war glücklich, von seiner Frau bedient zu werden. Elke bekam jeden Abend ihren Mann, sie fühlte sich, als wäre sie in ihren Flitterwochen. Mahmud und Thala zeigten ihnen jeden zweiten Tag Sehenswürdigkeiten. Sie sahen Museen, Moscheen und andere wundervolle Dinge, die sie nie alleine gesehen hätten. Am letzten Tag ihrer Ferien war Mahmuds Bitte: "Ich möchte, dass ihr Sharifas Bräutigam und seine Familie trefft. Sie sind normale Leute und möchten euch kennenlernen. Meine Frau hat Ali alles erzählt, er ist der Bräutigam und sie sind sehr neugierig auf euch."
"Wenn Sie es wünschen, würden wir uns sehr freuen, sie zu treffen, aber ist Ihre Tochter nicht zu jung, um zu heiraten?" fragte Thomas. "Das ist unsere Kultur. Eigentlich hätte sie vor Jahren heiraten können, aber wir wollten, dass sie zuerst reift. Aber der Bräutigam will auch, dass Sharifa zur Schule geht. Sie sind eine reiche Familie, gewöhnliche konservative Menschen ", sagte Mahmud. "Sie kommen vorbei und warten auf die SMS. Sie wohnen nur zwei Häuser entfernt." Tatsächlich kamen sie in ein paar Minuten. Ali und sein Vater Omar gingen mit Thomas und Mahmud in die Villa. Die Frauen wurden von einer verschleierten Frau begrüßt: "Ich heiße Hassina, ich bin Alis Großmutter. Alis Mutter ist neben mir." sagte sie. Sie ging zu Brigitte und sagte: "Ich freue mich, dich persönlich treffen zu können, meine gute Zukunft! Bitte erlaube mir, dein Gesicht zu sehen." Und bevor die überraschte Brigitte etwas tun konnte, hob sie den Schleier über ihr Gesicht. "Es tut mir leid! Du musst Brigitte sein" sagte sie und sah Brigitte an. "Ja, sie ist meine Freundin Brigitte!" lachte Sharifa und zeigte ihr Gesicht. Jeder lachte. Sahar war sehr verlegen und bedeckte erneut ihr Gesicht, so dass die anderen sie nicht vor Scham rot werden sehen konnten.
"Vergib mir? Brigitte darf eine Brautjungfer sein!“ sagte Sahar verwirrt.
Für eine kurze Zeit zeigten alle ihr Gesicht zu den anderen. Dann begannen sie zu reden. Das Hauptthema war natürlich die bevorstehende Hochzeit, aber Alis Verwandte interessierten sich sehr für Elke und Brigittes Meinung über das Leben hinter dem Schleier. Sie wussten viel, weil Thala es ihnen gesagt hatte, aber Brigitte erzählte ihnen eine Menge Neuigkeiten, einschließlich, wie schwierig es war, ihren üblichen Schleier während der Reise nicht zu tragen und wie beruhigend es war, sich wieder zu verhüllen. "Es wird schwer, wieder zur Schule zu gehen, aber dann braucht es eine Weile, um sich wieder ohne Schleier an das Leben zu gewöhnen. Ist das nicht schrecklich?" Sie berührte mit ihren beiden behandschuhten Hände ihr unbedecktes Gesicht. "Wenn du wie ich wärst, hättest du kein Problem! Du könntest es für den Rest deines Lebens tragen ", sagte Sahar, aber nur halbwegs lustig. In der Zwischenzeit fragte sie sich heimlich, ob ihr Sohn, auch dieses Mädchen heiratete? Eine doppelte Hochzeit! Wie gut wäre es! Wie neidisch wären die Nachbarn! "Wow! Stehl die Verlobte nicht!" Sie legte ihre Hände auf die Hüften, Sharifa und Brigitte lachten.
"Oh, sie würde deine Ehe nicht ruinieren, hab keine Angst! Aber eine zweite Frau wäre perfekt! Ich weiß, mein Sohn würde die Idee akzeptieren, wenn ich es ihm vorstelle. "Sahar war weiterhin fasziniert. "Ich würde es schon akzeptieren, und es wäre perfekt! Zwei Freundinnen würden gleichzeitig den selben Mann heiraten und bis zum Ende ihres Lebens zusammenleben! Es ist eine großartige Idee!" Sie lachte Sharifa an, aber es machte ihr nichts aus, auch sie fragte sich , wie gut es sein würde.

"Ich werde meiner Tochter keine Erlaubnis geben zu heiraten! Sie ist zu jung", sagte Elke komisch. "Fragt mich keiner, wie ich darüber denke?" fragte Brigitte. "Nein!" Alle antworteten ihr gleichzeitig, und dann brach Gelächter aus. Dann verabschiedeten sich die Gäste. Ali kam, um sich von den Mädchen zu verabschieden, lächelte sie an und verbeugte sich. Brigittes Augen blieben bei ihm. Was für ein hübscher Junge und wie bezaubernd war sein Lächeln. Sie gingen am nächsten Tag zurück. Im Flughafenwaschraum nahm Elke mit gemischten Gefühlen den Schleier ab. Unbequem und warm, dachte sie, aber sie war so aufgeregt wegen Thomas. Es wäre gut für Zuhause. Zwei, eins schwarz und eins weiß. Wann immer ich ein wenig Liebe brauche, würde ich einfach in eine von ihnen fallen, und sie würde den ganzen Weg gehen, dachte sie verträumt. Dann musste sie mit Brigitte streiten, weil sie ihren Schleier nicht ausziehen wollte. Schließlich drohte ihre Mutter, sie vor ihrer Freundin zu erwürgen. Widerwillig gehorchte sie. Thala gab Elke ein Päckchen: "Ein kleines Abschiedsgeschenk. Ich lege dir ein schwarzes und ein weißes Set auf. Meine liebe Freundin!" Sie drückte Elkes Hände mit ihren behandschuhten Händen. 
"Vielen Dank meine liebe Freundin! Du bist ein Gedankenleser!" flüsterte sie in Thalas Ohr. Während des Fluges starrte Brigitte aus dem Fenster. Sie sprach kaum mit Sharifa. Als sie den Flughafen erreichten, ging sie in den Waschraum und kam im schwarzen Schleier zurück. "Brigitte, hättest du nicht bis nach Hause warten können?" fragte Elke. "Nein! Es ist besser so! Jetzt sieht mich niemand mehr! Der Schleier stammt von Sharifa. Ich habe ihn von ihr bekommen," antwortete Brigitte.
Dann packte sie Sharifas behandschuhte Hand mit ihrer behandschuhten Hand und bedeutete ihnen, sie zu verlassen. Zu Hause brauchten sie viel Zeit, um alles ein zu sammeln, was sie in der Schule brauchten. Dann machten sich auf den Weg.

In der Schule mussten sie sehr viel lernen. Nach einem Monat hatten beide erfolgreich abgeschlossen. Die Direktorin beglückwünschte sie getrennt getrennt von den Mitschülern und erlaubte Brigitte, den Schleier zu tragen. "Deine Strafe ist abgelaufen. Ich muss zugeben, dass das Tragen dieser Kleidung dir gut tat. Es gab keine Beschwerden über dich und du hast deine schlechten Manieren wohl verlernt!" sagte sie mit einem Lächeln. "Danke, aber ich werde den Schleier bis zum Abschlussball behalten. Es ist nur eine Woche."Antwortete sie.  "Es scheint, dass diese Strafe unvorhergesehene Konsequenzen hatte!" Die Schulleiterin schüttelte ihren Kopf.
Beim Bankett sprachen die zwei Krähen miteinander. Die anderen lächelten nur. Sharifa versuchte Brigitte zu überreden, zu Ali zu gehen, um ihn zu heiraten:
"Eine Hochzeit mit zwei Bräuten! Eine echte Rarität! Es wäre sehr gut! Wir könnten immer zusammen sein! Und ich weiß,dass du ihn magst!" "Mutter hat Recht! Ich bin noch nicht bereit für die Ehe!" "Dann komm wenigstens zur Hochzeit! Ich möchte, dass du da bist. Du bist meine beste Freundin! Lass mich nicht betteln!" Sie griff nach den behandschuhten Händen ihrer Freundin. "Ich weiß nicht. Wann wird die Hochzeit sein? " „ Nächste Woche, aber morgen sollten wir gehen, damit alle Vorbereitungen rechtzeitig stattfinden können!" sagte sie glücklich, Sharifa, die die Wahrheit verbog. 
"Morgen? Aber was ist mit meinen Eltern?" Brigitte schüttelte ihren Kopf. "Ruf sie an! Wir laden sie ein, aber dich brauche ich!" Sie bedankten sich bei den ehemaligen Klassenkameraden, die Sharifa viel Glück wünschten. Dann gingen sie zu Mahmuds Wagen, während Mahmud Thomas anrief. Sie haben lange geredet. "Alles ist gut. Dein Vater hat zugestimmt, dass du mit uns kommst. Und jetzt gehen wir ins Bett, wir fahren früh am Morgen!" Zwei schwarze Gestalten trafen sich heimlich und flüsterten: "Meine Tochter! Hast du es geschafft?" fragte Thala. "Ich bin halb da, Mama! Sie will ihn nicht heiraten, aber sie will mitkommen. Der Rest ist in unseren Händen! Ich brauche sie, Mama! Ich will sie nicht verlieren! Ich hatte nie eine solche Freundin!"
"Hab keine Angst, ich habe alles vorbereitet!" Am nächsten Morgen schickte Brigitte eine SMS an ihre Mutter, die nur antwortete:"Pass auf dich auf!" Brigitte bemerkte, dass sie nicht den üblichen Weg zum Flughafen fuhren. "Fahren wir nicht zum Flughafen? Und sollte ich nicht die Kleidung wechseln?" "Wir fliegen mit dem Privatjet, wo du verschleiert reisen kannst." sagte Sharifa.
"Es ist wahr, aber alles ist so schnell. Ich habe ein schlechtes Gefühl dabei." Brigitte sah ihre Freundin an. "Du siehst Gespenster! Wir sind da, komm an Bord!" sagte Thala. Sie saßen in einem kleinen Privatjet. Thala, Sharifa und Brigitte saßen verhüllten hinten, Mahmud beim Piloten. Sie kamen müde zu Mahmuds Haus. Brigitte wurde von Alis Mutter und Großmutter überrascht. Und einem bärtiger Mann, den sie noch nie zuvor gesehen hatte. "Meine liebe süße Tochter, Sharifa!" Sagte Sahar, als sie zu Brigitte ging. "Ich bin Brigitte! Die andere ist Sharifa!" lachte Brigitte. "Es ist doch egal!" Sagte Sahar. Brigitte verstand nicht, was sie meinte, und sie fühlte sich wieder verunsichert. "Willst du mein Brautkleid nicht sehen?“ sagte Sharifa und blickte heimlich hinter Brigitte auf die zwei schwarz verhüllten Frauen, die winkte, um sich um alles zu kümmern. "Warum nicht! Sehr gern!" sagte Brigitte, als die vier sie in den nächsten Raum begleiteten. Sie sah das Kleid. Es war ein wunderschönes weißes Gewand mit vielen Verzierungen, mit Strasssteinen, Perlen und allumfassenden Schleiern. "Probier es aus!" Wurde sie von den Frauen ermutigt. Brigitte blieb stehen. Sie wurde ausgezogen, und zu ihrer Überraschung wurde ihr eine Windel angelegt und eine Gummihose darüber gezogen. "Bist du sicher, dass ich das brauche?" "Es ist Teil des Kleides! Du musst es lange tragen und du kannst dich nicht einfach ausziehen, um die Toilette zu benutzen!"sagten sie ihr. "Aber das ist nicht notwendig. Ich werde es nur für ein paar Minuten tragen! "Protestierte sie. "Alles oder Nichts! Nimm das ganze Set auf! "Sie begannen, sie einzukleiden. Brigitte ließ sie ihre Arbeit machen. Sie sah ihnen unbehaglich zu, obwohl sie zugeben musste, dass es ein sehr schönes Kleid war. 
"Und jetzt der Schleier! Du hast es geschaft!" Hörte sie die Stimme von Thala hinter sich. "Na sicher! Wie wir es besprochen haben ", antwortete Sahar. Brigitte sah im Spiegel, dass der weiße Niqab auf ihrem Kopf fixiert war, und die Schichten heruntergezogen, um ihr Gesicht zu bedecken, sie fast blind machend. Sie hörte Sharifa in ihr Ohr flüstern: "Du siehst darin sehr gut aus! Du bist eine wunderschöne Braut! "Die anderen stimmten zu, dann gingen Sharifa und Thala hinaus. Brigitte wollte Sahar und Hassina bitten, sie auszuziehen, als sie den seltsamen Geruch durch die Schleier wahr nahm. Sie rieb sich die Augen, dann wurde ein Stuhl unter sie geschoben und sie fiel hinein. Sie versuchte, den Schleier zu entfernen, stellte jedoch fest, dass sie ihre Hände nicht heben konnte. Sie war etwas betäubt worden. Sie hatte Angst. Aber warum? Sie sah die unbekannte bärtige Gestalt auf sich zu kommen. "Ich bin Imam Golan", sagte er " und ich bin hierher gekommen, um mit dir die Shahada zu rezitieren, nach der du dann eine Muslimin bist und dann werde ich dich deinen Verlobten übergeben." Er begann die Zeremonie. Brigitte versuchte sich zu wehren, aber das Gas hatte ihren Verstand geschwächt und sie wusste nicht wie. Sie sagte und tat, was der Imam fragte. "Du bist jetzt Muslimin und wirst deiner muslimischen Religion entsprechend einen muslimischen Namen bekommen. Von diesem Tag an ist dein Name Bire! Der Prophet begleitet jede deiner Bewegungen, meine Tochter!" sagte er. Brigitte / Bire nickte halb unbewusst. Der Imam winkte den beiden schwarz verhüllten Frauen. Sie halfen Brigitte zu aufstehen und führten sie zum Auto. Da war eine andere Braut im Auto in demselben Kleid wie sie. "Sharifa! Warum hast du mir das angetan? Warum zwingst du mich dazu Ali zu heiraten?" flüsterte sie, fast unhörbar wegen der Droge. "Nun werde nicht theatralisch! Ich möchte, dass wir für immer beste Freundinnen sind! Und jetzt werde ich mit dir verheiratet sein! Also akzeptiere es! Du trägst einen Schleier, den du liebst! Du kannst ihn jetzt für den Rest deines Lebens tragen! Und du magst Ali! Ich sah dich ihn anstarren! Mach dir auch keine Sorgen um deine Eltern. Sie werden in ein paar Tagen hier sein. Du kannst sie treffen. Und vielleicht werden sie für eine lange Zeit bleiben. Es hängt von ihnen ab!“

Sie wurden in die Moschee gebracht und gingen entlang der Seite der Frauen zu der ersten Warteschlange und setzten sich. Alle Frauen trugen schwarze Schleier und saßen auf kleinen Kissen. Sie waren alle gleich. Neben Brigitte saßen Thala, Sahar und Hassina in ihren schwarzen Schleiern. Auf der anderen Seite Sharifa. Auf der Seite der Männer sind Ali, Omar und Mahmud. Sie erinnerte sich nicht einmal an die Zeremonie. Nach der Zeremonie gingen sie zum Haus von Ali. Der neue Ehemann kam und umarmte seine neuen Frauen. "Meine lieben Frauen! Dies ist der schönste Tag meines Lebens! Sharifa und Bire, meine Lieblinge! Ich schwöre beim Bart des Propheten, und ich werde glücklich sein, euch glücklich zu machen. Ich mache keinen Unterschied zwischen Sharifa und Bire! Obwohl du meine zweite Frau bist, wirst du keinen Nachteil erleiden! Sei nicht böse, dass sie dich getäuscht haben, um dich zu mir zu bringen. Du wirst mich lieben! Ich weiß vom ersten Moment an, dass du mich magst. Ich werde alles tun, um unsere Liebe und unser Glück wachsen zu lassen ", sagte Ali und führte Sharifa ins Schlafzimmer. Brigitte / Bire saß allein. Sie fühlte, dass die Droge langsam ihre Wirkung verlor. Es gab Zweifel. Was wird mit ihr passieren? Was ist mit ihren Eltern? Kann dies rückgängig gemacht werden? Wollte sie es rückgängig machen? Auf dem Tisch sah sie ein Laptop-Video von der Hochzeitszeremonie. Es schien alles legitim zu sein. Alle Papiere wurden von ihr unterschrieben. Worauf kann sich ein Anwalt beziehen? Das Medikament? Sie spürte jetzt nicht einmal die Auswirkungen. Sie war sicher, dass es nicht entdeckt werden konnte. Und Ali. Er war ihr nicht gleichgültig, unter anderen Umständen hätte sie sich verlieben können. Aber er hat versprochen, er würde sie lieben. Elke und Thomas sahen die Aufnahme betäubt an. "Mahmud, du hast uns betrogen! Ich werde die Polizei rufen!" Thomas stand auf. "Langsam! Brigitte hat alles freiwillig gemacht. Du hast die Aufnahme gesehen! Es ist keine Gewalt geschehen!" sagte Mahmud langsam.
"Aber ich bin mir sicher, dass du es geschnitten hast!" rief Elke. "Habt ihr Spuren in der Aufzeichnung gesehen? Wenn ich etwas falsch machen wollte, wäre ich dann zu euch gekommen? Die Aufnahme dauert drei Stunden und ist ungeschnitten. Bring es zu einem Experten und frage ihn, was er sieht!" fuhr Mahmud fort. "Und wann können wir unsere Tochter sehen?" fragte Thomas mit heiserer Stimme. "Deshalb bin ich gekommen! Ich biete dir mein Haus an! Du kannst bis zum Ende deines Lebens darin leben. Wir müssen nur zweimal im Jahr für ein paar Wochen zu hause sein. Alis Haus ist fünf Minuten zu Fuß entfernt. Ihr könnt jeden Tag hingehen. Thomas, ich habe alles für euch vorbereitet. Akzeptiert unser Geschenk und wir versöhnen uns?" Er streckte die Hand aus. Thomas war unsicher. "Jetzt seid ihr an der Reihe! Der Pilot wartet auf euch. Elke! Meine Frau hat dir einen Schleier geschickt, du kannst dich verschleiern! Ich weiß, Thomas wird sich freuen, wenn er dich so sieht!" sagte Mahmud lächelnd und reichte ihr ein Päckchen. Während er draußen wartete, rief er Thala im Auto an. 
"Wie ist es gelaufen?" fragte seine Frau. "Alles wie du es geplant hast! Jetzt haben wir Leute, die sich um unser Haus kümmern, solange wir weg sind und wir konnten unserer Tochter helfen. Brigitte wird sich bald an ihr neues Leben gewöhnen, denn Sharifa wird ihr helfen. Wenn Brigitte ihr erstes Kind bekommt, werden sie glücklich sein. Seine Eltern werden dann auch die Shahada sagen. Du wirst wirklich gute Freunde haben. Eines Tages werden wir ihnen sagen, warum wir es getan haben. Elke, denke ich, wird bald einen völlig verschleierten Lebensstil annehmen. Sie wird Ihrem Ehemann treu dienen. Du bist sehr verschlagen, meine Teure!" Du aber auch, mein lieber Herr?" lacht Thala. Als Thomas und Elke mit dem Gepäck herauskamen, half er ihnen, ins Auto zu steigen. Die beiden Frauen glitten nach hinten, von Kopf bis Fuß in Schwarz gehüllt. Und so begann ihr neues Leben.

 

Epilog

Ein Jahr später sagten Thomas und Elke die Shahada. Ihre neuen Namen waren Tarik und Elise Hartsun und sie hatten Mahmouds Haus für ein Jahr behalten, aber sie nahmen nun ein neues Haus, das mit Thomas 'neuer Arbeit kam und zogen ein. Elise und Tarik besuchten regelmäßig ihre kleine Enkelin, die kleine Amira, die war ein wunderschönes kleines Mädchen. Elise trug immer Schleier zu Hause, auch nachts. Wann immer sie das Haus verließ, half ihr Ehemann ihr, sich zu knebeln, wie auch Ali bei seinen Frauen, um ihre Bescheidenheit zu verbessern. Thomas war glücklich. Bire liebte bald Ali, der seine Frauen wirklich auf Händen trug. Sharifa war ein bisschen eifersüchtig, dass seine zweite Frau und ihre Freundin ihm zuerst ein Kind gebar, aber jetzt, wo sie schwanger war, hoffte sie, dass ihr Sohn bald geboren wurde. Übrigens sah man sie immer mit ihren funkelnden Köpfen aneinander geschmiegt. Omar und Sahar lebten nur für ihre Enkelkinder. Sogar Ali war im Hintergrund,wenn sie Amira sahen. Mahmud und Thala zogen in ihr Haus zurück, nachdem Thomas gegangen war. Mahmud hörte auf, diplomatische Arbeit zu machen, nahm einen Job vor Ort an. Schließlich erzählten sie Elke und Thomas, wie Thala alles geplant hatte und dass sie von guten Absichten geleitet worden war. Als sie im Zimmer der Schulleiterin zu Beginn vorschlug, dass die Mädchen zusammenleben sollten, dachte sie nur daran, ihre Tochter zu einem Freund zu machen. Danach wollte sie die enge Freundschaft, die sich zwischen ihren Töchtern entwickelt hatte, aufrechterhalten. Und Bire hätte es schwer gehabt, in ihr altes Leben zurückzukehren, und wer weiß, was für ein Mann sie bekommen hätte, und, und, und ... Sie verstanden es und sie sahen,wie glücklich ihre Tochter mit ihrem Kind und ihrem Mann war und so wurde Thala vergeben.