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Das Hotel

 

Das Hotel (Devenport Serum 1)

von T_G

Teil 1

Die Witwe Suzan Fuller und ihre Tochter, die 21-jährige Gloria besuchten London. Sie wohnten in einem kleinen Vorstadt-Hotel. Das einzige freie Zimmer war neben einer muslimischen Familie, die ihnen zu laut betete. Nach dem ersten Gebet klopfte Gloria an. Ein Mädchen in einem schwarzen Schleier öffnete die Tür. Dichter schwarzer Schleier bedeckte es vollständig. Von ihren Augen sah sie nur zwei ovale Netze. Gloria stellte sich vor und sagte, warum sie gekommen war. Das verschleierte Mädchen stellte sich als Fadela Hussein vor und sie war 24 Jahre alt.  Sie versprach, leiser zu sein. So verblieben sie dann. Die Wände des Hotels waren zwar immer noch dünnwandig, aber es störte nicht mehr so sehr. Schon am nächsten Tag sahen sie sich Museen und Ausstellungen in der Stadt an, aber Gloria wurde es schon bald langweilig. "Ich verstehe meine Tochter wirklich nicht! Es gibt so viele schöne Sehenswürdigkeiten, die man sich nicht entgehen lassen sollte! Was möchtest du dann sehen? All die vielen Tickets, die ich im Voraus gekauft habe soll ich jetzt wegwerfen? " "Ich weiß nicht, was ich will, Mom, aber ich habe genug Attraktionen gesehen", antwortete Gloria. Als sie mittags in ihr Zimmer zurückkehrten, hörten sie nebenan lauten arabischen Streit. Gloria klopfte wieder an. Das verschleierte Mädchen öffnete die Tür und Gloria hörte sie weinen. "Was ist los? Kann ich dir helfen? "fragte Gloria. "Wir sind hergekommen, weil ich gespannt darauf bin, mir alles anzusehen. Mein Vater hatte es mir versprochen, aber wir können wegen Mutters Schleiers nicht gehen. “ "Dann nimm den Schleier ab! Oder lässt dein Vater es nicht zu? " " Das ist nicht das Problem. Wir haben keine andere Kleidung, und wenn ja, ist meine Mutter nicht bereit, sich ohne ihren Schleier zu zeigen, weil sie zu gläubig ist! Mein Vater will aber nicht mit mir gehen. Ich darf zwar den Schleier abnehmen, aber nirgendwo hingehen."   "Fadela, mit wem sprichst du?" fragte ein Mann im Raum. "Das Nachbarmädchen, von dem ich gesprochen habe", sagte das verschleierte Mädchen. "Bitte sie herein zu kommen und sprich nicht an der Tür!", sagte der Mann. Rede nicht an der Tür! " sagte der Mann. Auf ihre Geste hin trat Gloria ein. Sie bemerkte lediglich, dass sie schwarze Handschuhe unter ihrem Schleier trug. Dort saß der Mann am Tisch, seine schwarze Schleierfrau auf einem Kissen neben der Wand. Sie wurden ihr als Omar und Mahdia Hussein vorgestellt. "Vielen Dank!Saalam Aleykum!", grüßte Gloria sie. "Waaleykum saalam!" " Kannst du Arabisch?" wunderte sich das arabische Mädchen. "Da ich in Mathematik immer schlecht war, musste ich Arabisch als Fremdsprache lernen, um eine gute Note in der Abschlussprüfung zu bekommen. Und ich habe fleißig gelernt. Ich habe ein sehr gutes Sprachverständnis. ", sagte Gloria auf Arabisch. "Sie sprechen unsere Sprache sehr gut. Du hast kaum noch einen Akzent! ", sagte er und lachte. "Fadela hat mir gesagt, was ihr Problem ist. Vielleicht kann ich ihr helfen." " Und wie?" fragte Fadela neugierig. " Ich werde meine Mutter überreden, dich mitzunehmen, bis du dich so sehr langweilst, wie ich mich langweilte." "Tolle Idee! Bist du einverstanden, Vater? Bitte. " " Ok, das bin ich", sagte der Mann. "Aber mein Herr! Wir kennen sie nicht einmal! Was wäre, wenn sie einfach unsere Tochter entführt?", protestierte die verschleierte Frau. "Sei nicht albern! Du glaubst zu viel von dem, was du in der Moschee hörst!", sagte er. " Das ist überhaupt nicht lustig! Ich verlange mehr Sicherheit! Sonst lasse ich meine Tochter nicht gehen. Und sie kann nicht verschleiert gehen! Es ist verboten in unserer Religion!" Die muslimische Frau wurde richtig giftig. "Aber Mutter das steht nirgendwo geschrieben! Der Islam befiehlt es nicht!", protestierte das verschleierte Mädchen. Es klopfte wieder an der Tür. Suzan war auf der Suche nach ihrer Tochter. Fadela stellte sie ihren Eltern ebenfalls vor. Sie erklärten ihr, worüber sie stritten. Es war etwas schwierig, weil die Araber nur Arabisch sprachen und Suzan nur Englisch. "Ich schlage vor, Fadela kommt mit mir mit. Wir suchen was Passendes für sie im Kleiderschrank meiner Tochter, und dafür lasse ich Gloria als Geisel bei euch!", sagte Suzan lachend. "Ich als Geisel? Das ist wohl ein Witz!", lachte Gloria. "Ja, Geisel! Wenn meine Tochter nicht zurückkommt,soll dieses Mädchen meine Tochter werden! Aber das will ich schriftlich haben! Darauf bestehe ich!", sagte die verschleierte Frau todernst. "Aber Mama! Du übertreibst!", protestierte Fadela. "Das ist für mich überhaupt kein Problem. Du kommst doch hoffentlich zurück, oder?", fragte Gloria grinsend. Sie schrieben einen Vertrag auf Arabisch und Englisch. Alle unterschrieben ihn. "Ich fühle mich jetzt sicherer", sagte Mahdia etwas entspannter.   Suzan und Fadela gingen ins benachbarte Zimmer und Gloria blieb bei dem arabischen Paar.   Fadela wählte ein konservatives Kleid aus Glorias Kleidung. Jeans und Jacke, buntes T-Shirt, Höschen, BH, Strumpfhosen, Sandalen und Trikots. In der Zwischenzeit schaute sie sich Glorias sexy Klamotten an. Tangles, Spitzen-BH, kurzes Top, Minirock, kurze perforierte Schuhe. "das will ich alles anprobieren", dachte sie aufgeregt. Als sie zu den Husseins zurückkehrten, neckte Suzan das arabische Mädchen:"Du siehst wie ein englisches Mädchen aus, das gerade aus einem Solarium kommt." "Fadela, du siehst großartig aus",sagte ihr Vater. "Es ist ein Skandal! Zieh dich sofort um, meine Tochter!", schimpfte Mahdia wütend. "Aber Mama! Das sind doch sehr diskrete Kleider!",sagte Fadela. "Du solltest erst Glorias sexy Kleidung sehen?",dachte das arabische Mädchen und lächelte. "Lasst euch von meiner Frau nicht verrückt machen! Ich lade alle zum Mittagessen ein!", sagte Omar. "In Ordnung! Aber wenn sich Fadela als englisches Mädchen verkleiden darf, muss sich Gloria als arabisches Mädchen verkleiden! Sie soll Fadelas Schleier tragen!", sagte Mahdia mit strenger Stimme. "Warum nicht? Ich bin neugierig, wie hübsch meine Tochter als arabisches Mädchen sein wird!",sagte Suzan lachend. "In Ordnung! Ich werde bis zum Abend die Rolle des verschleierten arabischen Mädchens spielen.", sagte Gloria. Mahdia nahm Glorias Hand und ging mit ihr in Fadelas Zimmer. Der kleine fensterlose Raum war wohl irgendwann mal eine Garderobe gewesen sein. Ein kleines Bett und ein Schrank passten gerade hinein. Mahdia öffnete den Schrank und entnahm ihm schwarze Kleidung, während Gloria sich in der Zwischenzeit auszog. Mahdia gab ihr eine lange Hose und Hemd, Strümpfe, Schuhe, Abaya, Hijab. Alles in schwarz. Dann band sie ihr den Niqab vors Gesicht und zog ihr die Handschuhe über. Gloria betrachtete sich im Spiegel durch zwei kleine Schlitze im Niqab. Nur ihre blauen Augen verrieten,dass kein arabisches Mädchen unter dem Niqab steckte. Sie zog darüber die Burka. Gloria konnte nur noch schemenhaft durch die beiden kleinen ovalen Netze schauen. "Perfekt! Als ob du Fadela wärst, eine echte arabische Muslimah!", sagte Mahdia und streichelte das verschleierte Mädchen. "Du bist so ein wunderschönes englisches Mädchen in diesen schwarzen Schleiern! Ich verstehe nicht, warum meine Tochter es nicht tragen will! "sagte Mahdia. Gloria war zuerst völlig blind, aber ihr Sehvermögen passte sich an, auch wenn alles vor ihr grau war. Sie hatte Atembeschwerden wegen der dicken Stoffe, aber sie mochte ihr neues Kleid. Sie ist jetzt Fadela für die nächsten paar Stunden. Solange würde sie es schon aushalten eine verschleierte Muslimah zu sein. "Schaut, ich bringe hier einfaches muslimisch-arabisches Mädchen!" Mahdia präsentierte stolz die schwarz verschleierte Gloria, als sie zu den anderen zurück gegangen waren.

Das Hotel

Teil 2

"Jetzt siehst du wirklich aus, als wärst du Fadela!" Suzan lächelte, als sie ihre Tochter sah, genauer gesagt den schwarzen Schleier, der ihre Tochter vollständig bedeckte. "Aber wenn du Fadela bist, dann bin ich Gloria. Bitte gib mir deinen Ausweis und du kriegst meinen!", sagte das arabische Mädchen und lachte. "Und wie fühlst du dich unter den Schleiern, Fadela?" fragte Suzan. "Danke, es geht. Niqab und Burka zu tragen ist nicht so schlimm, wie ich erwartet habe. Ich hatte Angst, ich würde nichts mehr sehen und kaum mehr atmen können, aber alles was direkt vor meinen Augen liegt,kann ich sehen, wenn auch nur grau. Ansonsten muss ich den Kopf drehen, wenn ich mich um gucken will, denn diese beiden kleinen Netze schränken das Sichtfeld wirklich sehr stark ein. Und ich bekomme nur schwer Luft. Es ist ein enges, warmes, dichtes Kleid. Ich werde mich wohl kaum daran gewöhnen!",sagte Gloria. "Deine Schleier sind nicht nur ein Kleidungsstück, meine Tochter! Sie sind so schwer und heiß, weil sie so dicht sind. Es geht in erster Linie darum, dich vor den Blicken der Männer zu verbergen. Und wie du sehen kannst, verhüllen dich die Schleier vollständig, meine hübsche Fadela.", sagte sie. Sie war von dem englischen Mädchen ganz begeistert. Ohne Widerspruch hatte sie die schwarzen Schleier angelegt und sie freute sich darüber, wie gut sie sich darin verhielt. Sie fragte sich, ob sie mit dem verschleierten Mädchen beten sollte. Sie wollte es zumindest versuchen! Vielleicht wird ja aus ihr ein gewöhnliches arabisches Mädchen werden! Ein gehorsames muslimisches Mädchen und nicht so widerspenstig wie ihre echte Tochter! "Dann lasst uns gehen. Du bist ein arabisches Mädchen, Fadela und sprichst kein Wort Englisch. Gloria ist ab jetzt Engländerin und spricht kein Arabisch. Einverstanden?", fragte Omar. Alle nickten. Omar, Suzan und "Gloria" folgten, gefolgt von Mahdia und "Fadela", die arabisch sprachen. Mahdia sprach über ihre Kultur, Religion und warum sie einen Schleier tragen, was es bedeutet eine arabische Frau zu sein. "Fadela" hörte mit Interesse zu. Wenn sie manchmal etwas nicht verstand, fragte sie nach, dass erfreute Mahdia, weil das verschleierte Mädchen genau hinhörte, wenn sie ihr etwas erklärte. Sie erklärte ihrer "Tochter", wie man sich in einem Restaurant verhält und wie man verschleiert richtig isst. "Fadela" nickte, wenn sie etwas verstand.Vorerst gefiel es ihr verschleiert zu sein. Sie drehte den Kopf hin und her, weil sie nur so alles richtig sehen konnte. "Wackel nicht so auffällig mit dem Kopf, meine Tochter! Das gehört sich nicht!",flüsterte Mahdia ihr zu. "Aber ich kann kaum etwas sehen! Es ist, als müsste ich durch ein kleines Loch schauen!", flüsterte Fadela zurück. "Dann lass es sein,Fadela! Gewöhne dich daran, immer geradeaus zu schauen, und wenn du dich manchmal umsehen musst, dann sehr langsam, damit niemand sonst sehen kann, wie neugierig du bist!" "Und was soll ich tun, wenn ich pinkeln muss? Es ist schon länger her, dass ich in all diese Kleider gesteckt wurde.",fragte das verschleierte Mädchen. "Es gibt eine Lücke in deinem Höschen, damit wir nicht in Schwierigkeiten geraten", antwortete die Araberin. Fadelas Augen gewöhnten sich langsam an den Schleier. Es störte sie immer weniger, dass sie verschleiert war. "Als Fadela lerne ich viel über das Leben arabischer Frauen, und Mahdia erzählt alles so interessant. Es ist viel interessanter als sich Bilder in einer Ausstellung anzusehen. Und der Schleier macht es umso interessanter. Ich fühle mich wie ein arabisches Mädchen, das mit ihrer Mutter spazieren geht.",dachte sie. Als sie im Restaurant ankamen, setzten sich Mahdia und Fadela an den Tisch neben Omar, Suzan und Gloria. "Hier ist ein männlicher Kellner! Wir dürfen kein Wort mit ihm sprechen!",Mahdia warnte ihre "Tochter". "Aber wie bestellen wir dann?",fragte Fadela. "Dein Vater wird uns etwas bestellen. Hab keine Angst, dass er etwas bestellen wird,dass mit unserer Religion unvereinbar ist!",sagte die muslimische Frau. "Dann essen wir arabisch.Ich hoffe,es wird mir schmecken!", dachte Fadela. Als der Kellner ankam, fragte Omar: "Haben Sie Halal?" "Wir haben ein ausgezeichnetes Lamm." "Bringen Sie es meiner Frau und meiner Tochter! Und dazu zwei kalte Mineralwasser. Bis dahin werden wir etwas für uns ausgesucht haben.", sagte Omar. Das Lamm war sehr lecker. “Fadela“ hat so was noch nie gegessen und es schmeckte ihr gut. Als sie das Mineralwasser trank, spürte sie, dass sie pinkeln musste. Sie sprach leise zu der Araberin und ihrem Mann. Omar rief den Kellner und er zeigte ihr den Weg. Die Benutzung der Toilette war einfacher als erwartet. Sie hatte sich nicht selbst beschmutzt. Dort traf sie auf zwei Mädchen. "Wie kannst du in diesem Kleid richtig die Toilette benutzen?" "Fadela" schüttelte ihren verschleierten Kopf, als ob sie nicht verstanden hätte, was sie zu ihr sagte. Das andere Mädchen wiederholte die Frage mit einer schlechten arabischen Aussprache. "Fadela" erklärte es ihnen auf Arabisch. Die beiden Mädchen kicherten. Sie hatte es nicht eilig, zu den anderen zurück zu kehren. Das arabische Mädchen dolmetschte. "Fadela" lächelte hinter dem Schleier. Sie mochte die Vorstellung, das sie dachten, sie würden mit einem echten arabischen Mädchen sprechen. Sie erzählte ihnen, was sie von Mahdia gelernt hatte. Als sie endlich zurück kam, war zu ihrem Schreck der Tisch leer. Niemand war mehr da! "Wohin soll ich jetzt gehen? In diesem Schleier kann ich kaum etwas finden. Was mache ich nur, wenn ich sie nicht finden kann.", dachte sie besorgt. Sie hatte Glück. Sie warteten auf sie vor dem Restaurant. "Wo warst du so lange, Tochter? Ich begann zu denken, dass etwas nicht stimmt!", jammerte Mahdia. "Tut mir leid, Mutter! Aber ich unterhielt mich mit zwei englischen Mädchen und wir vergassen darüber die Zeit.", sagte das verschleierte Mädchen. "Das war sehr ungezogen, Fadela. Deine Eltern haben sich Sorgen um dich gemacht. Und mich und meine Tochter hast du auch warten lassen.", sagte Suzan lächelnd. "Entschuldigung, Mrs. Fuller! Es tut mir leid, dass Sie mit ihrer Tochter Gloria auf mich warten mussten.", erwiderte “Fadela“ und lachte. "In der Zwischenzeit haben meine Mutter und ich uns auf das Nachmittagsprogramm geeinigt.",sagte "Gloria". Mahdia sagte: "Wir wollen die nahe gelegene Fadela-Moschee besuchen und dein Vater geht ins Badehaus." "Können wir nicht stattdessen auch in ein Badehaus gehen?" "Wir gehen morgen in das Badehaus! Heute ist Männertag. Morgen ist das Bad für die Frauen geöffnet.“ Mahdia erklärte ihr, dass an einem Tage nur Männer im muslimischen Bad waren und an einen anderen Tag nur weibliche Gäste zugelassen waren. Suzan und ihre Tochter gingen, das verschleierte Mädchen und ihre Mutter gingen zur Moschee. Über einen Nebeneingang betraten sie das Gebäude. Die Moschee war groß und sah von innen noch größer aus. Fadela versuchte trotz ihrer Schleiern sich alles in der Moschee anzuschauen. Mahdia nahm die Handschuhhand des Mädchens und führte sie zu den Gebetsmatten. "Jetzt wird gebetet. Deshalb sind wir hergekommen, nicht um uns die Moschee anzusehen!“ "Aber ich bin keine Muslimah, ich kann nicht beten", flüsterte Fadela. "Unsinn! Du bist meine Tochter Fadela. Und es ist einfach zu beten. Ich werde dir erklären, wie. " Es war nicht wirklich kompliziert. Andere verschleierte Frauen beteten auch im Raum. "Fadela" betete mit ihnen. Sie kniete nieder, berührte den Teppich mit ihrer verschleierten Stirn, stand auf und sprach den Gebetstext, als wäre sie ein richtiges muslimisches Mädchen. Sie bemerkte nicht einmal, wie die Zeit verging. Mahdia nahm ihre Hand. "Lass uns nach Hause gehen, Fadela! Vielleicht ist dein Vater schon nach Hause gekommen.", sagte Mahdia. "Ist es schon so spät? Wie lange sind wir denn schon hier?",wunderte sie sich. "Wir beten schon fast drei Stunden, meine Tochter", sagte Mahdia und war sehr zufrieden. "Fadela und Mahdia eilten zurück ins Hotel.Auf dem Weg fragte sie ihre "Tochter", wie sie sich in der Moschee gefühlt hatte. "Es war alles sehr interessant. Das Gebet beruhigte mich. Ich hatte alles um mich herum vergessen.“ Mahdia lächelte hinter dem Schleier.Ihre neue Tochter war besser als die alte. Als sie das Hotel erreichten, fragte Mahdia nach dem Schlüssel und sie gingen aufs Zimmer. Sie holte einen Koran hervor und gab ihn ihrer "Tochter". "Ich möchte, dass du mir vorliest, bis dein Vater nach Hause kommt. Meine Augen können es nicht mehr so gut sehen. “ "Kein Wunder! Ich kann selber auch kaum etwas sehen!", dachte “Fadela“ Sie setzten sich auf die Kissen an der Wand und "Fadela" las ihrer "Mutter" vor. In der Zwischenzeit dachte sie darüber nach, was mit ihr an diesem Nachmittag passiert war. Sie lebte als verschleiertes muslimisches Mädchen, betete sogar in der Moschee und las nun ihrer "Mutter" aus dem Koran vor. Wenn ihr das jemand vorher gesagt hätte, hätte sie ihn ausgelacht! Aber jetzt wurde es für sie immer interessanter. Nach einer Stunde kam Omar wieder.

Das Hotel

Teil 3

Mahdia stand auf, ging zu ihrem Mann, kniete vor ihm nieder und begrüßte ihn. "Fadela" sah ihren "Vater", wie er sie beobachtete und auf sie wartete. Sie erkannte, dass er darauf wartete, um von ihr auf gleiche Weise begrüßt zu werden.  Also tat sie es. Schließlich ist sie Fadela, Omars Tochter, und wenn dies von ihr erwartet wurde, musste sie es tun. Omar lächelt sie an.  Mahdia war offensichtlich sehr glücklich. Die verschleierte Gloria tat, was sie sollte. "Geh dich jetzt umziehen und mach danach das Abendessen", befahl der Mann. Gloria war traurig, den Schleier entfernen zu müssen. Sie fand es so aufregend, ein arabisches Mädchen zu sein! Zu ihrer Überraschung gab Mahdia ihr nicht ihre alten Kleider, sondern ein weiteres schwarzes Kleid und einen Schleier. "Solange du wie deine Mutter bedeckt bist, darfst du mit Fadela von nebenan reden." "Fadela" klopfte an die Tür der Nachbarn. "Gloria" öffnete die Tür und sagte: "Komm herein Fadela und erzähl mir von deinem Tag. Dann will ich dir erzählen, wohin ich mit meiner Mutter gegangen bin. “ Das verschleierte Mädchen setzte sich auf einen Stuhl und erzählte ihr, was sie alles an diesem Nachmittag erlebt hatte. "Gloria" erzählte dann "Fadela" wo sie mit ihrer Mutter überall war. "Gloria" trug eine weiße Jacke, ein weißes T-Shirt und einen knie langen Rock. Der Absatz ihrer modischen Schuhe war höher als bei den Sandalen, die sie zuvor trug. Auch hatte sie jetzt mehr Make-up aufgetragen. "Wie ist das Leben so als verschleiertes muslimisches Mädchen, "Fadela"? Wie war es für dich in der Moschee zu beten? " fragte Suzan freundlich interessiert. "Vielen Dank, dass sie mich danach fragen, Frau Fuller. Der Schleier stört mich fast nicht mehr, obwohl er immer noch sehr dicht und heiß ist und die Sicht stark eingeschränkt ist, doch ich habe mich schon gut daran gewöhnt. Und das Gebet hat mich sehr berührt. " sagte das verschleierte Mädchen. Es klopfte. "Gloria" ging , um die Tür zu öffnen. "Dein Vater und deine Mutter sind hier. Sie laden uns zum Essen ein. Ich glaube, deiner Mutter gefällt mein Kleid nicht. Vielleicht denkt sie, dass es zu offenherzig ist. Natürlich hat sie nicht recht , es ist nur weniger sittsam als mein vorheriges.", sagte Gloria und lachte. Nun saßen Mahdia und Fadela wieder im Restaurant und aßen Halal-Gerichte, die Fadela so sehr mochte. Wieder musste sie auf die Toilette, fand aber dieses mal ihren Weg alleine. Heimlich hoffte sie, sie würde die beiden englischen Mädchen wieder treffen, aber natürlich waren sie nicht da. Nach dem Abendessen ging "Gloria" zu dem verschleierten Mädchen und sagte: "Ich gehe mit meiner Mutter ins Kino. Wir würden dich auch einladen, aber ich glaube, du musst bald nach Hause eilen. " "Ja. Es ist gleich Gebetszeit und wir werden früh zu Bett gehen! " sagte Mahdia. Das verschleierte Mädchen wollte protestieren, aber Mahdia packte ihren Arm. "Du bist "Fadela", das verschleierte arabische Mädchen, meine muslimische Tochter und deshalb ist es deine Pflicht die Gebetszeiten einzuhalten.", flüsterte ihr die arabischen Frau ins Ohr. "Aber ich sollte doch nur deine Tochter bis zum Abend ersetzen", flüsterte das verschleierte Mädchen zurück. "Suzan und ich haben uns überlegt, wenn du in den Ferien bei uns bleibst und Fadela bei ihr, dann hätte jede von euch unvergessliche Ferien. Es sind ja nur zwei Wochen! Du wirst sehen, es wird für dich sicher sehr aufregend werden!", sagte Omar. Eigentlich stimmte Mahdia dem nicht zu, aber sie wollte ihm nicht widersprechen. Ansonsten hat es auch was Gutes, da die neue "Fadela" viel empfänglicher und gehorsamer ist als die alte. Sie benimmt sich schon jetzt, wie ein echtes gut erzogenes, muslimisches Mädchen. Sie hatte mit ihr stundenlang in der Moschee gebetet, und das gefiel ihr sehr gut. Das hätte die echte Fadela, nie getan! Sie nahm die behandschuhte Hand des verschleierten Mädchens und drückte sie fest. Schließlich nickte "Fadela". Sie hatte einen Tag durchgehalten, warum dann nicht auch zwei Wochen. "Fadela" schüttelte ihren verschleierten Kopf und sagte: "Leider kann ich mit euch nicht ins Kino gehen, wie meine Mutter schon sagte, müssen wir jetzt nach Hause gehen." Auf dem Weg nach Hause , erzählte ihr die verschleierte Frau, dass sie ursprünglich die Frau von Omars Bruder war. Nach dem Tod ihres Mannes heiratete Omar sie, damit sie und ihrer Tochter nicht allein bleiben. Das ist dort üblich. Ich fürchte, mein zweiter Mann kann keine Kinder bekommen. So hatten sie nur eine Tochter. "Fadela" hörte interessiert zu. Sie begann zu verstehen, warum sie so sehr an ihr hing. Es hatte ihr überhaupt nichts ausgemacht nicht ins Kino zu gehen. Mahdia konnte so interessant sprechen. Dann erfuhr sie auch, dass Mahdia seit Jahren versuchte, ihre Tochter zu verheiraten, aber Fadela hatte immer abgelehnt. Entweder sagte sie, sie wolle den ausgewählten Bräutigam nicht heiraten oder sie verhielt sich so schlecht, dass die andere Familie das Aufgebot ablehnten. "Und jetzt ist sie 24 Jahre alt! Viel zu alt, um noch zu heiraten! Niemand wird sie noch haben wollen! Sie bleibt allein und wir bekommen kein Enkelkind von ihr. Dich zu verheiraten, wäre da viel leichter, weil du erst 21 Jahre alt bist! " Mahdia lachte und bemerkte erstaunt, wie großartig es wäre, wenn sie endlich ihre Tochter verheiraten könnte. Die Araberin zeigte "Fadela" ein Dutzend Fotos von den ehemaligen Verlobten ihrer Tochter: "Siehst du! Das waren die Verlobten von Fadela. Welcher würde dir am besten gefallen? " Fadela betrachtete die Fotos eines nach dem anderen. Sie wählte eines aus und zeigte es ihrer "Mutter". "Das ist Mohammed. Er war richtig in meine Tochter verliebt und konnte ihre Ablehnung kaum ertragen. Er kommt nicht nur von einer guten, sondern auch von einer sehr wohlhabenden Familie. Könnte ein guter Ehemann für dich sein. Du würdest ihm gut gefallen!" sagte sie. Als sie zu Bett ging, begleitete Mahdia das verschleierte Mädchen in das kleine Zimmer. "Gute Nacht, Fadela! Ich schlafe im Schleier, aber es ist für dich nicht verpflichtend. Wenn du willst, kannst du ihn ausziehen, denn niemand kann dich hier sehen, aber ich hoffe, du probierst es mal, Tochter! Ein gutes muslimisches Mädchen schläft immer verschleiert." sagte Mahdia und schloss die Tür, als sie ging. "Wie soll ich denn verschleiert einschlafen können?", dachte Gloria Sie machte das Licht aus und legte sich ins Bett ohne die Schleier abzulegen. Sie war schon nach einer Minute eingeschlafen. Am nächsten Morgen duschten Mahdia und Fadela und zogen das frisch gewaschene schwarze Kleid und ihre Schleier an. "Wie hast du im Schleier geschlafen, meine Tochter?" fragte Mahdia. "Sehr gut. Ich dachte, ich könnte nicht einschlafen, aber ich bin sofort eingeschlafen. “ "Du hast so tief geschlafen, Fadela, dass ich dich kaum für das Morgengebet aufwecken konnte." Mahdia und Fadela lachten herzhaft. Sie mochten sich immer mehr. Als sie in der Badeanstalt ankamen, gab Mahdia ihr einen Karton. "Fadela" zog sich aus und öffnete ihn. Es war ein schwarzer Burkini drin, ein muslimischer Badeanzug, der Gesicht und Hände frei ließ, aber die Box enthielt ein zusätzliches Paar Handschuhe und eine seltsame Maske. Die Maske bedeckte ihr Gesicht, es waren nur zwei kleine dunkle Linsen sichtbar. Ein Schlauch darüber sicherte die Atmung. "Fadela" betrachtete sich im Spiegel. Der Badeanzug bedeckte sie genau wie der Schleier. Sogar die Farbe war schwarz. Es klopfte an der Tür. "Bist du so weit fertig, Fadela?", hörte sie Mahdias Stimme, ziemlich verzerrt. Als er sie öffnete, trug Mahdia den selben Burkini. "Meine hübsche Burkini-Tochter!" "Meine hübsche Burkini-Mama!", ihre Stimme hatte die gleiche Verzerrung. Viele Frauen trugen Burkini. Einige hatten auch eine Maske an. Fadela lehrte Mahdia das Schwimmen, und sie war ihr sehr dankbar. Fadela" fragte, warum sie eigentlich so einen Badeanzug trugen, wo sie doch nur von Frauen umgeben waren. Mahdia erklärte ihr, dass nur ihr Mann ihr Gesicht nur sehen durfte, wenn er es wollte. Mahdia wusste von Ehen, in der der Mann noch nie das Gesicht seiner Frau gesehen hatte.

Das Hotel

Teil 4

Am Abend trafen sie sich alle im Hotel. Omar bestand darauf, dass "Fadela" nur Arabisch spricht. "Fadela" fand es lustig, dass sie schwarz-verschleiert mit ihrer echten Mutter nun arabisch sprechen musste, während Omar es ins Englische übersetzte, andersherum musste sie so tun als könnte sie ihre echte Mutter nicht verstehen und er musste es ihr vom Englischen ins Arabische übersetzen. Sie fragte sich, wie sie das irgendwann einmal ihren Freundinnen erklären sollte. "Gloria" sprach kein Wort auf Arabisch. Sie spielte die Engländerin, die nur Englisch kann. Sie trug ein modisches Kleid und hatte ihr Haar blond gefärbt. Sie trug eine goldene Kette mit einem goldenen Kreuz am Hals. Lächelnd betrachtete sie die beiden verschleierten Frauen, auf ihren Kissen und dachte. "Wie viel besser ist dieses Leben als deren Leben!" Mahdia sah Gloria verärgert an und dachte: "Das ist nicht meine Tochter! In diesem Kleid kann nur ein englisches Mädchen, das nichts mit ihr zu tun hat, stecken. Sie trägt sogar ein Kreuz, als wäre sie eine Christin!"  Sie wandte ihren Kopf zur Seite und sah auf das schwarz verschleierte Mädchen, das neben ihr kniete und nur noch arabisch sprach. Wärest du doch nur meine Tochter! Schade, dass dieser Idealzustand in wenigen Tagen endet! Dann kann ich mich wieder mit meiner richtigen Tochter herum streiten, um sie endlich zu verheiraten. Und wie sollte sie sie dazu überreden, wieder einen Schleier zu tragen? Suzan lächelte ihre echte Tochter an. Wenn Ihr der Schleier so sehr gefällt, kaufen ich ihr einen, den sie dann immer zu Hause tragen konnte. Dann sagte sie: "Fadela! Ich habe Durst. Würdest du mir bitte ein Glas Wasser bringen? " "Ja, Frau Fuller. Ich mache das schon. " sagte das verschleierte Mädchen. "Bring mir auch eins, Fadela! Ich habe auch Durst.", sagte "Gloria". "Ja, Fräulein Fuller.", sagte Fadela und verbeugte sich. "Wie gehorsam doch dieses arabische Mädchen ist.", sagte "Gloria" und lachte. "Nicht wie andere Mädchen!" antwortete Mahdia. "Gloria wusste, was sie dachte. Aber sie lächelte nur. Omar übersetzte den Dialog. Er dachte daran, was seine Frau ihm gesagt hatte, wie gut sie sich doch mit dem neuen verschleierten Mädchen verstand. "Vielleicht ist es besser, wenn dieses Mädchen bei uns bleibt", dachte er. "Fadela" kam mit einem kleinen Tablett mit zwei Gläsern Wasser zurück. Sie verbeugte sich und stellte sie auf den Tisch. "Danke, Fadela!", sagte die Frauen. Das verschleierte Mädchen ging zurück zu ihre "Mutter" und kniete sich neben sie auf das Kissen an der Wand. "Gute Fadela! Setz dich zu deine Mutter in deinen schwarzen Schleiern! Es ist besser für dich, sie zu tragen, als für mich!", dachte Gloria und lächelte. Fadelas Leben war einfach. Am Morgen gingen sie mit ihrer "Mutter" ins Schwimmbad oder sie gingen spazieren. Sie unterhielten sich viel. Mahdia konnte über alles so gut reden und "Fadela" konnte wirklich gut zuhören. Am Nachmittag beteten sie stundenlang in der Moschee. "Fadela" gewöhnte sich immer mehr daran. Und ihre tief religiöse "Mutter" schien damit sehr zufrieden zu sein. Warum auch nicht "Fadela" liebte es ihr zu gefallen. Auch die Schleier zu tragen, fiel ihr nun leichter. Sie vergaß manchmal sogar, dass sie einen Schleier trägt. Jeden Abend waren wieder alle im Hotel. "Fadela" hatte sich daran gewöhnt, rund um die Uhr einen Schleier zu tragen, und jeder behandelt sie wie ein muslimisches arabisches Mädchen. Vor der Moschee sah Fadela Gloria. Sie trug ein sehr sexy Kleid. Sie trug ein kurzes Top, einen sehr kurzen Minirock, sexy Strümpfe und High Heels. Sie stand zusammen mit einem gut aussehenden jungen Mann und unterhielt sich mit ihm. Dann umarmte der junge Mann das blonde Mädchen, küsste sie und ging. "Gut, dass Mahdia das nicht gesehen hat!  Aber was ist, wenn sie nicht zurück will? Mag sie ihr neues freies Leben so sehr, dass sie mich hier zurück lässt? Muss ich dann für immer den Schleier tragen?",dachte das verschleierte Mädchen und verspürte zum erstenmal Angst. Als die zwei Wochen um waren, traf sich die echte Gloria, die noch immer den schwarzen Schleier trug, mit dem echten arabischen Mädchen. Die Haut des blonden Mädchens wirkte viel heller, fast schon weiß. Ihre Augen waren so seltsam. Irgendwie waren es nicht mehr die Augen eines arabischen Mädchens. "Es war schön, ein verschleiertes muslimisches Mädchen zu sein, aber nun ist es Zeit damit aufzuhören! Wir fahren morgen nach Hause!", klang Glorias Stimme hinter dem Niqab hervor. "Es war wirklich toll! Ich habe es wirklich genossen. Komm schon, ich zeige dir etwas! " sagte sie. Das schwarz verschleierte Mädchen folgte der Blondine. Was will sie mir zeigen? Als sie in den Raum trat, spürte sie einen Stich in ihren Arm. "Oh! Was machst du da?", fragte sie verärgert. Das blonde Mädchen versteckte schnell die Injektionsnadel. Gloria wurde schwächer. Sie musste sich setzen. Das blonde Mädchen nahm ihren Schleier und den Hijab ab. Gloria hatte ihr Gesicht seit zwei Wochen niemandem mehr gezeigt, aber plötzlich wurde ihr Gesicht immer dunkler, bis sie wie eine Araberin aussah. Auch ihre Gesichtszüge begann sich zu verändern. Ihre blauen Augen wurden in Sekundenschnelle braun. Nur die blonden Haare verrieten noch die ehemalige Gloria. Doch das andere Mädchen nahm Haarfärbemittel und färbte ihr Haar schwarz. Nun erblickte Gloria im Spiegel Fadelas Gesicht. "Das ist fantastisch! Mein Mann hatte Recht. Du musst wissen, ich habe gestern geheiratet. Der junge Mann, den du bei mir gesehen hast. Ich habe mich so sehr verliebt. Ich erzählte dir nun alles. Mein Mann ist in der Genforschung tätig und hat ein Serum entwickelt, das die Menschen verändert. Wenn ein neues Gen auf das alte trifft, wird es überschrieben! Ich habe das Serum probiert. Ich habe deine Gene benutzt. Hast du bemerkt, wie hell meine Haut ist? Wegen der niedrigen Dosierung dauert es länger als bei dir, aber ich werde bald die blonde englische Gloria mit blauen Augen sein. Das war immer mein Traum! Mein Mann sagt, dass meine arabische Sprache verloren geht. Es ist eine Nebenwirkung, aber darum tut es mir nicht leid. Ich bin Gloria Devenport, geborene Gloria Fuller. Du wirst zu Fadela Hussein. Ich habe dir die volle Dosis verpasst, damit die Wirkung sofort einsetzt. Du bist bereits ein schwarz haariges, dunkelhäutiges, arabisches Mädchen. Mein Gene haben deine bereits überschrieben! Das Haarfärbemittel deckt nur dein aktuell blondes Haar ab. Darunter wachsen dir schwarze Haare. Mach es gut, Fadela! "sagte das blonde Mädchen lachend und ging. "Fadela" musste sitzen bleiben. Als sie sich wieder bewegen konnte, kamen Mahdia, Omar und Suzan herein. "Da ist ja meine leibliche Tochter! Ich sehe, dass du dich bereits umgezogen hast, aber warum legst du den Schleier nicht an? Weißt du, Fadela, wir zeigen dich nicht gerne ohne Schleier! "sagte Mahdia ernsthaft. "Wo ist meine Tochter?" Wo ist Gloria? "fragte Suzan. "Ich bin Gloria! Ich weiß, dass es schwer zu glauben ist, aber das ist es", sagte das schwarz haarige Mädchen auf Arabisch. Egal, was sie versuchte, sie konnte kein Englisch mehr sprechen. Sie erzählte ihnen auf Arabisch, was mit ihr passiert war. Suzan glaubte nicht Omars Worte, als er für das arabische Mädchens übersetzte. Aber Suzan stellte ihr Fragen, die nur Gloria beantworten konnte. Omar übersetzte für sie. Suzan schockierten die Antworten. Kein Zweifel! Das arabische Mädchen war Gloria! Aber das ist unmöglich! Unmöglich und doch wahr! Mahdia ging zu dem arabischen Mädchen und gab ihr den Hijab und den Schleier. Fadela hatte keine Einwände. Das war auch die Wirkung des Serums. Es machte sie gehorsam. "Warum bedrängst du meine Tochter? Wir sollten lieber einen Arzt suchen! Du musst das wieder ändern!", sagte Suzan. "Nicht nötig! Sie ist meine Tochter! Sie ist Fadela! Hast du vergessen, was du unterschrieben hast? Wenn meine Tochter nicht mehr zu mir zurückkommt, wird deine Tochter meine Tochter sein! Und wohin willst du gehen? Wer würde dir glauben? Das ist Fadela, ein arabische Mädchen, das nur Arabisch kann und genetisch meine Tochter ist! Du kannst mir meine Tochter nicht wegnehmen!",sagte Mahdia bestimmt. "Willst du deine Tochter nicht verlieren, willst du, dass sie nicht weit weg von dir ist? Möchtest du sie jeden Tag sehen? "fragte Omar Suzan. "Natürlich will ich das! Was auch immer passiert ist, sie ist meine Tochter! "sagte Suzan und umarmte das schwarz verschleierte Mädchen. "Ich glaube nicht, dass der Prozess reversibel ist. Besser du gewöhnst dich daran. Seit zwei Wochen ist sie nun Fadela, die verschleierte muslimische Araberin, unsere Tochter. Es sollte ein Spiel sein. Und glaub mir, dieses Spiel hat mir sehr gefallen! Doch nun hat sie sich tatsächlich in Fadela verwandelt und das Spiel ist vorbei.", sagte Omar. "Ich weiß nicht, was ich tun soll", sagte Suzan verzweifelt. "Die Lösung ist, dass du, Suzan, dich mit dem Serum behandeln lässt und dir Mahdias Gene injiziert werden. Dann werde ich dich heiraten und du lebst mit uns in Saudi-Arabien und trägst den Schleier wie Mahdia und Fadela. " sagte Omar.

Das Hotel

Teil 5 und Epilog

Das Paar Devenport wurde reich. Gloria genoss den Wohlstand ihres Mannes. Der Geheimdienst beschlagnahmte zwar seine Erfindung, zahlte ihm dafür aber eine große Summe. Als das Serum dann auf dem Schwarzmarkt auftauchte versuchte Gloria mit einzusteigen. Bald wurde sie aber ernsthaft bedroht und sie bekam Angst und zog sich schnell zurück. Es gab nur wenige Mitwisser. Als sie einen anonymen Brief erhielt, verstand sie sofort die Nachricht.

Omar und seine beiden Frauen: Mahdia und Sura (Suzan) spielten viel mit ihren Enkeln. Sura hatte sich schnell an den schwarzen Schleier gewöhnt. Niqab und Burka bedeckten ihre braune Haut und die braunen Augen. Sie konnte kein Englisch mehr sprechen, weil sie das Devenport-Serum bekommen hatte. Sie war eine gute zweite Frau für ihren Mann geworden. Eine gehorsame religiöse arabische Frau, die Mahdias Zwillingsschwester hätte sein könnte. Tatsächlich war sie es sogar genetisch betrachtet. Mahdia war glücklich mit der zweiten Frau. Die meisten Aufgaben wurden nun von Sura erledigt, aber sie kochten und kauften zusammen ein. Nun hatte sie noch jemanden, mit dem sie in der Moschee beten konnte. Dort beteten nun die drei schwarz verschleierten Frauen jeden Tag. Mohammed erwies sich als guter Ehemann für Fadela. Er sorgte für Suras Enkelkinder und dass Fadela ein gutes muslimisches Leben führen konnte. Er war immer noch in seine Frau verliebt, aber er war auch streng zu ihr. Er ließ sie nie irgendwohin allein gehen und man hat Fadela nie mehr ohne den schwarzen Schleier gesehen. Er blickte selten hinter den Schleier seiner Frau. Nur einmal im Jahr: an ihrem Hochzeitstag.