Veiled PAGE

Email:   vulcan@anarchocat.com

Peterson:

 

Es ist Wochenende und Zeit mich mit den Böhms zum Segeln zu treffen. Klaus und ich kennen uns seit unserer Bundeswehrzeit. Er hat heute ein gut gehendes Taxiunternehmen und wir fanden uns über das Segeln immer wieder zusammen. Sie haben zwei Töchter Hanna, achtzehn und Sophia sechzehn Jahre alt. Ich rief Klaus an:„HaIlo! Ich bin im Hafen und bereite das Boot schon mal vor. Weißt du schon, wann ihr kommt?“

"Du, Richard, wir haben da ein Problem mit Hanna. Sie ist Freitag nicht von der Schule nach Hause gekommen. Sie rief am Freitag an und sagte, sie wolle mit Petra die Pfingsttage verbringen. Seitdem hat sie sich nicht mehr gemeldet und wir können sie nicht erreichen. Es scheint, sie hat ihr Handy abgestellt.“

„Nun, das Mädchen wird neunzehn, da hat man schon mal etwas anderes im Sinn! Ich glaube ihr macht euch zu große Sorgen!“ versuchte ich ihn zu beruhigen.

„Sorry, Alter. Das denke ich zwar auch, nur kann ich Rita jetzt nicht alleine lassen.“,sagte er. „Allein zu segeln habe ich keine Lust, wenn du willst komme ich vorbei. Vielleicht kann ich ja helfen? Sag ihr, dass ich vorbei komme und wie gut sie doch kochen könne, dann ist sie etwas abgelenkt.“ „Danke, du bist ein echter Freund! Bis später.“

Ich packte alles wieder zusammen und fuhr in mein Büro. Dort angekommen checkte ich Hannas Handynummer, um ihren letzten Standort zu ermitteln.

 „Heilige Scheiße! Was macht das Kind in der Madrasa vom Arslan?“ Nach dem mein erster Schreck überwunden war, war mir klar, was da passiert. Was immer passiert, wenn Ibrahim Arslan seine Finger im Spiel hatte. Ich schnappte mir das Handy und rief ihn an.:

„Hier Peterson, ich brauche dringend eine Auskunft. Ist eine gewisse Hanna Böhm bei euch?“

"Ja, sie will morgen zusammen mit einigen anderen Schwestern zum Islam konvertieren.“,sagte er.

„Das muss verhindert werden!“,sagte ich.

„Was soll ich machen, ich bin Imam und darf sie nicht davon abhalten.“

„Ich bin ein Freund ihrer Eltern und sie machen sich große Sorgen. Hanna soll sie direkt anrufen und ihnen erzählen, was sie vor hat. Dann kann ich das Schlimmste abfangen, wenn ich bei ihnen bin und denken sie daran, wer ich bin und was ich tun kann oder auch nicht! Okay?“

Ich machte mich auf den Weg und als ich bei ihnen war, herrschte dort eine riesige Aufregung. Klaus sagte:

„Hanna hat angerufen, sie sagt, sie wäre in einer Madrasa in Marxloh und würde sich auf ihre Konvertierung zur Muslimah morgen vorbereiten. Wir sind morgen eingeladen an ihrer Shahada teilzunehmen.“

„Nun mal langsam! Wir setzen uns und bereden das in Ruhe.“

„Richard, ich will zu meiner Tochter. Ich muss sie da rausholen. Verstehst du das nicht?“ sagte Rita.

„Rita, Hanna ist volljährig. Sie kann selbst entscheiden, was sie will. Wir müssen da mit etwas Diplomatie vorgehen. Sonst wird sie schon aus Trotz nicht ansprechbar sein. Denk an deine Jugend, wie du schon fast militant Öko warst.“

„Vielleicht hast du recht? Ich mach uns erst mal einen Kaffee.“ Wir setzten uns und ich beriet sie:

„Wenn sie sich dazu entschlossen hat Muslimah zu werden, solltet ihr sie nicht davon abhalten, sondern ihr versichern, dass sie eure geliebte Tochter bleibt. Egal für was sie sich entscheidet. Wichtig für euch ist es, dass sie weiter bei euch wohnen bleibt, um noch etwas Einfluss auf sie ausüben zu können. Ich schlage vor, wir fahren gleich zu ihr und Rita spricht mit ihr in aller Ruhe, ohne sie zu bedrängen. Meinst du, du schaffst das, Rita?“

„Danke, dein klarer Verstand hat mich vor einer riesigen Dummheit bewahrt. Ich war drauf und dran sie mit Gewalt zu entführen. Ich werde mich zusammen reißen.“

„Ich habe beruflich mit der Madrasa zu tun und sie wird von uns überwacht. Ich will sie euch beschreiben: Sie ist salafistisch, aber strikt antiterroristisch aus gerichtet. Sie lehnen unsere Lebensart strikt ab und praktizieren eine sehr strenge Islamausrichtung, an der sie mit missionarischem Eifer an seiner Ausbreitung arbeiten. Dieses wird von unserer Seite, als Bedrohung betrachtet. Hannah wird ihren alten Namen ablegen und sich streng islamisch kleiden. Es wird für euch nicht einfach sein, dem ohne Probleme zu zusehen. Also verhaltet euch besonnen, dann wird ja vielleicht alles gut.“