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Klaus Böhm:

„Das meine Tochter bei diesen Leuten ist, ist schon schlimm. Jetzt soll Rita über Nacht bleiben, dass macht mich ganz nervös. Ich muss unbedingt mit Richard sprechen, der alte Agent weiß bestimmt etwas mehr über den Verein!“ ,dachte ich. Ich nahm mein Handy und rief ihn an:

„Hi, Richard! Können wir reden? Mir wächst das alles über den Kopf!“ „Gut, dass du anrufst. Ich bin im Büro, komm direkt zu mir. Beim Pförtner nenne nur deinen Namen. Bis später.“

Als ich sein Büro betrat, saß da eine westlich und eine islamisch gekleidete Frau. „Hallo Klaus, darf ich dir meine Mitarbeiterinnen Frau Hochstetter und die Frau mit Kopftuch Frau Schneider vorstellen. Sie sind in der Madrasa im Einsatz.“

„Was geht da vor, weißt du was genaues?“ frug ich.

„Frau Schneider können Sie uns weitergehend aufklären?“ frug Peterson das Kopftuch.

„Ich lebe erst seit zwei Tagen in der Madrasa. Wir Frauen kommunizieren über Displays und auch nur das Nötigste, neben den normalen Hausarbeiten verbringen wir den Rest des Tages mit den Gebeten und Koranrezitationen. Am Freitag kam der Imam in Begleitung von drei jungen, höchstens zwanzig-jährigen westlich gekleideten Mädchen in die Madrasa. Sie wurden an eine Niqaabi durch gereicht, die mit ihnen in einen für mich nicht zugänglichen Raum verschwand. Als ich sie am nächsten Morgen wieder-sah, trugen sie Hijaab und weite Kleider und sie verhielten sich so, wie alle anderen Frauen.“

Peterson meinte:„Bei den anderen zwei Mädchen könnte es sich um Klassenkameradinnen deiner Tochter handeln. Hast du ein Foto von Hanna dabei?“

Ich gab ihm eins und das Kopftuch erkannte Hanna wieder.

„Bei Allah, das ist das Mädchen!“ rief sie und schien gar nicht bemerkt zu haben, dass sie gerade Allah angerufen hatte.

„Frau Schneider, bitte schildern sie mir ganz genau ihren Tagesablauf, dass ist jetzt besonders wichtig.“

„Ich weiß nicht, was das jetzt soll. Ich kann nur wieder geben, was ich sah.“ „Frau Schneider bitte folgen Sie meinen Anweisungen!“

„Na, gut. Am Morgen kleiden wir Schwestern uns nach dem Duschen frisch ein, weil wir in unseren Kleidern und Kopftüchern schlafen. Wir beginnen den Tag mit dem Morgengebet. Dann bereiten wir für die Männer das Frühstück und bedienen sie. Wenn sie satt sind, bedanken sich die Männer bei uns für unsere Dienste und wir dürfen dann die Reste essen. Danach machen wir sauber und lesen bis zum Mittag still im Heiligen Koran.“

„Gut, Frau Schneider den Rest können wir uns denken. Vielen Dank, Sie können jetzt gehen. Frau Hochstetter wird Sie zurück in ihre Madrasa bringen.“ Leicht pikiert verließ sie das Büro.

„Die Schneider ist eine stramme AfD-Schlampe, hast du darauf geachtet, wie sie sich ausgedrückt hat?“ Ich sagte: „Sie klang, wie eine von den Moslems! Meinst du das?“

„Korrekt! Die Frauen werden irgendwie verändert, sie haben einen Weg gefunden sie umzuprogrammieren.“ sagte Richard.

„Verdammt, Rita schläft heute Nacht bei Hanna!“ rief ich.

„Scheiße! Es ist schon spät, wir kommen heute nicht mehr da rein. Die Schneider ist bestimmt noch erreichbar. Ich ruf die Hochstetter an.“ „Veronika, können Sie die Schneider noch erreichen?“

„Sie steht neben mir, Herr Peterson.“

„Dann reichen Sie sie mir rüber, okay?“

„Hier Schneider. Ja, bitte.“

„Schneider, Hannas Mutter schläft in der Madrasa. Achten sie auf ihr Wohlergehen. Wir holen die Frauen morgen raus. Haben Sie verstanden?“ „Geht in Ordnung, Chef.“,sagte sie und legte auf.

„Alles klar, bis morgen sind die Frauen sicher.“,sagte er.

„Ich verstehe gar nichts mehr. Was passiert hier eigentlich, verdammt noch mal!“ fuhr ich aus meiner Haut.

„Beruhige dich, ab morgen früh steht die Frau Hochstetter deinen Frauen zur Seite. Sie ist eine Diplompsychologin und meine beste Agentin. Habe einfach mal Vertrauen. Fahr jetzt nach Hause und sei morgen früh pünktlich in der Madrasa.“

„Du hast leicht reden, aber ich fahr jetzt. Dieser Tag hat mir gereicht.“ Ich fuhr mit den schlimmsten Ahnungen nach Hause und machte mir große Sorgen.