Veiled PAGE

Email:   vulcan@anarchocat.com

Veronika Hochstetter:

 

So die Schneider war wieder in der Madrasa. Irgendwas stimmte mit der Schneider nicht. Ich musste mit Peterson sprechen. Ich nahm mein Handy und rief ihn an:

"Chef, wir müssen noch mal sprechen, ich habe ein ganz mieses Gefühl bei der Sache!"

„Sie haben recht, ich bin noch im Büro, kommen Sie vorbei!"

„Sie sollten mal kürzer treten! Es ist zwanzig Uhr! Wir treffen uns beim Griechen. Ausser Kaffee haben Sie bestimmt noch nichts zu sich genommen."

"Was soll ich machen, bei dem Lärm hier? Seit Wochen sind die hier am Umbauen, da kann ich nur am Wochenende und abends konzentriert arbeiten."

"Bis gleich! Beim Griechen.",sagte ich bestimmt. Er hatte recht, zur Zeit ist das Arbeiten eine Qual. Der Baustellenlärm und Dreck in unserer Behörde waren einfach unerträglich. Aber ich war am verhungern und unser Grieche kochte richtig lecker. Wie ich beim Griechen eintraf, saß er schon auf unserem Platz. Es war ein diskreter Eckplatz, dort konnten wir ungestört arbeiten und essen.

"Die Schneider ist dir auch aufgefallen? Ich glaube, die haben sie umgedreht."

"Wie kommen Sie darauf?", frug er.

"Sie machte so einen satten und zufriedenen, ja fast lebendigen Eindruck auf mich.",sagte ich.

"Richtig!" ,sagte er. "Und sie benutzte Moslemphrasen, unsere Islamhasserin."

"Guck, dass Sie morgen so früh wie möglich in der Madrasa sind, dass mir ja den Böhmfrauen nichts passiert."

"Mach Sie sich keine Sorgen, ich kümmere mich darum und nun lass uns endlich essen!"