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Richard Peterson und Faizah, seine Frau :

 

Faizah und ich waren jetzt inoffiziell Mann und Frau. Wir hatten uns in der Moshee trauen lassen. Vorerst wollten wir auf eine standesamtliche Hochzeit verzichten, um unangenehme Fragen seitens unserer Behörde zu verhindern. Wir haben uns eine kleine Hochzeitsreise innerhalb Deutschlands gegönnt, BND-Mitarbeiter werden automatisch überprüft, wenn sie das Land verlassen. Ein kleiner Ort im Saarland kam uns ganz recht. Hier gab es leckere einheimische Küche und guten Wein. Schweinefleisch und Alkohol für Muslime? Sicher ich will Bundeskanzler aller Deutschen werden, bis auch der letzte konvertiert ist, muss ich eine Doppelrolle spielen.

Wir waren glücklich. Wir waren für einander bestimmt. Ich erklärte ihr unser Vorgehen bei ihrer Konvertierung, denn sie hatte schon lange durchschaut, dass etwas nicht stimmte, denn wir haben ihren Verstand mit dem neuen Verfahren nicht verletzen müssen. Sie war immer noch eine der besten BND-Agentinnen. Ihre Reaktion war absolut professionell: „Hättest du versucht, mich argumentativ zu überzeugen, wärst du heute mit Sicherheit im Knast und ich hätte deinen Job. Aber du hast gnadenlos meine Denkweise okkupiert. Ich hatte keine Chance und dafür danke ich dir im nachhinein. Du hast mich zu einer glücklichen Frau gemacht. Mein Agentenjob kann spannender gar nicht sein, mein geliebter Herr und Beschützer und zukünftiger Bundeskanzler. Sag mal, hattest du mit unserem Urlaub im Saarland einen Hintergedanken? Ich denke da an unsere neue CDU-Karriere und an Annegret Kamp-Karrenbauer?“

„Du bist echt eine Topagentin, du erkennst Verbindungen, wie niemand sonst. Wir werden die Frau die Karriereleiter etwas hochpuschen, damit sie für immer ein wenig in unserer Schuld steht. Ich will innerhalb der CDU eine islamische Fraktion etablieren und du wirst dich auch aktiv dort einbringen, dein Antrag auf Parteimitgliedschaft läuft bereits. Das ist erst mal die grobe Richtung. Die CDU sieht in den Moslems ein neues Wählerpotential, das werden wir mit aller Kraft forcieren. Das ZDF und den WDR haben wir bald in den relevanten Bereichen eingenommen. Friede Springer und Liz Mohn und deren Anhang werden aktuell schon von uns bearbeitet. Wir gehen sehr langsam und unauffällig vor, wir dürfen da nichts riskieren. Am Ende werden wir die öffentlich-rechtlichen und die privaten Medien zumindest mitkontrollieren.“

„Es ist so aufregend, alles ist besser, als diese stumpfsinnige und ergebnisarme Quälerei beim BND. Ich freue mich auf eine interessante und spannende Zeit mit dir, mein geliebter Herr und Beschützer.“ Ich dachte: „Zieh dich warm an, Deutschland, du kriegst es bald mit knallharten Profis zu tun. Und dann kriegst du in deiner Hauptstadt den größten und schönsten Flughafen der Welt.“

 

Klaus Böhm und seine Mädchen:

Es war schön zu Hause bei meinen Mädchen zu sein. Sophia hatte eine tiefe Zuneigung, ja Anhänglichkeit zu ihrer Mutter entwickelt. Meine Rita hatte sich ein wenig dem Diktat ihrer Tochter Kamila unterworfen. Rita muss früher schon einen Hang zum Unterwürfigen versteckt haben, sie blühte förmlich auf. Sie war wunderschön und ich in sie verliebt wie am ersten Tag. Sophia und ich gesellten uns zu ihnen, wenn sie ihre Gebete sprachen. Dann kam der Tag an dem ich mich nach vorne zum Gebet hinkniete und meine Mädchen drei Meter hinter mir knieten. Auch meine geschäftlichen Kontakte mit der Bruderschaft weiteten sich aus. Es wurde Zeit für mich, eine Entscheidung zu fällen. Ich wollte mit Rita konvertieren und Sophia wollte sich uns anschließen. Am nächsten Freitag war es dann so weit. Ich fuhr mit drei schwarzen Gespenstern im Fond meines Wagens zur Moshee. Dort angekommen verschwanden meine Liebsten sang und klanglos und ließen mich allein in der Eingangshalle stehen. Bald wurde ich vom Imam Ibrahim Arslan begrüßt.

„Willkommen, Bruder! Wir gehen gleich in die Moshee, damit du deine Shahada sprichst.“ In der Moshee sprach ich die Shahada und wurde mit einem dreifachen ‚Allah u akbar‘ in der Gemeinde aufgenommen. Dann hörte ich eine leise Frauenstimme hinter einem Paravant die Shahadada sprechen. Sie wurde mit schrillem Trillern von den Frauen und ein dreifaches ‚Allah u akbar‘ von den Männern begrüßt. Dies geschah ein zweites Mal und ich wußte, dass alle meine Mädchen nun Muslimahs waren. Nach den Feierlichkeiten fuhren wir nach Hause. Alle drei saßen wieder im Fond. Meine Frau Genna und meine Töchter Kamila und Djamila. Ich behalte meinen Namen, schon aus geschäftlichem Interesse. Sie trugen noch ihre strengen, schwarzen Niqaabschleier, die sie nur zu Festlichkeiten tragen durften. Jedenfalls so lange noch, bis sich der Wind für uns Muslime in diesem Land gedreht hat. Wie sehr sich doch meine Mädchen verändert haben. Noch vor drei Wochen hätten sie mich in die Klapse gesteckt, wenn ich ihnen erzählt hätte, wie sie sich verändern würden und jetzt erblickte ich im Rückspiegel drei schwarze Gespenster, die diesen Zustand auch noch liebten und überglücklich waren. Heute waren sie traurig, dass sie morgen wieder ihre Hijaab-Kleidung tragen mussten. Verrückt! Ich muss mit Peterson reden. Ich will wissen, wohin der Zug fährt.

 

Peterson und der Sheik:

Klaus hat sich gemeldet. Ibrahim hat mich über alles informiert. Auch diese Nanobot+Gas-Kombination war ein voller Erfolg. Unser Angriffspektrum hat sich wieder vergrößert. Nur fehlen mir leider Informationen, wie erfolgreich und mit welchen Taktiken unsere europäischen Brüder arbeiten, denn unsere Aktivitäten können wir nicht mehr lange vor den jeweiligen Geheimdiensten verstecken, sind ja nicht alle auf BND-Niveau.Nun zu Klaus. Eine Segelpartie wäre nicht schlecht: „Hallo,alter Zausel, was hälst du am Wochenende von einer Segelpartie?“simste ich ihm.

Die Antwort kam prompt: „Samstag, 07:00 Uhr im Yachthafen!“

Und jetzt zu Achmed Kabir. Er wartet schon auf mich.

„Salam a laikum Sheik!“,begrüßte ich ihn, als ich sein Büro betrat. „Wa alaikum as-salam“,erwiderte er.

„Komm setz dich. Möchtest du einen Tee?“ Gerne, doch lass uns gleich zur Sache kommen, ich habe nicht viel Zeit. Bevor wir auf die CDU zu sprechen kommen, hat der BND-Agent noch etwas zu klären.“

„Nur raus damit, du armer gehetzter Germane!“

„Okay! Du hast ja recht, Zeit für einen Tee hat man immer.“ Ein schwarzer Schatten glitt herein, stellte geräuschlos den Tee auf den Tisch und verschwand, nur ein leises Rascheln von den Schleiern war zu hören. Ich glaube, da muss meine kleine Faizah noch ein wenig üben. Erstmal in Ruhe einen Schluck Tee.

„Ich mache mir große Sorgen, dass wir anfangen den Geheimdiensten aufzufallen. Allein ich stehe wegen meines Jobs permanent unter Beobachtung fremder Dienste. Meine Verknüpfung mit der Bruderschaft ist sicher bekannt. Wir müssen die Bruderschaften im Ausland mehr einbinden und so besser kontrollieren.“

„Mach dir keine Sorgen, was wir dich sehen lassen ist nur ein Fragment von vielen. Zu unserem und deinem eigenen Schutz wirst du nie die ganze Bandbreite der Bruderschaft kennenlernen.“,erklärte er.

„Wir wollen uns jetzt auf die CDU konzentrieren. Hast schon irgendwelche Ideen?“

„Ideen, wäre zu viel gesagt. Ein paar unausgereifte Konzepte hätte ich anzubieten.“

„Raus mit der Sprache!“

„Erstens: Ich brauche Muslime in der CDU, soviele wie möglich.“

„Gut, kriegst du, weiter!“

„Zweitens: Jede Menge Unterstützung und Schutz für AKK (Annegret Kramp-Karrenbauer). Sie wird von uns finanziell unterstützt und darf, so lange sie uns nutzt, nicht von ihren eigenen Leuten verheizt werden. Wann sie verheizt wird, bestimmen wir. Meine Frau Faizah will ich, als Bindeglied, auf sie ansetzen.

Dann wäre da noch ein Drittes: Ausbau des sozialen Engagements. Jede Moshee und Madrasa macht ein unschlagbares kostenloses Hilfsangebot für Alleinerziehende, Rentner, Behinderte, Hartz4-Empfänger, etc. Von der ‚Tafel‘ bis zur Rechtsberatung müssen unsere Einrichtungen alles abdecken. Dort darf weder missioniert noch das Gas eingesetzt werden. Alles muss jeder Überprüfung standhalten. Faizah hat da hingehend für uns ein komplettes Konzept erstellt. Ich lasse es dir mit meinen Unterlagen zukommen.

Zum Schluß viertens: Modernes Märtyrertum, das heißt: Wir schicken unsere jungen Leute, nur die, die keinen Dreck am Stecken haben, frisch rasiert und gut gekleidet in Anti-Rassismusdemonstrationen, vorzugsweise nach Thüringen und Sachsen, wir sorgen dafür, dass das ZDF und andere TV-Sender dabei sind und unsere Kids vor Beginn der Demo von ihnen interviewt werden. Sie spielen die Rolle junger,moderner, deutscher Muslime, die sich für Frieden und Gerechtigkeit ‚in diesem, unserem Heimatland‘ (Exkanzler Helmut Kohl-Phrase) einsetzen. Wir sorgen dann dafür, dass wir überall Leute mit Smartphones da postiert haben, wo mit Angriffen von Nazis zu rechnen ist. Unsere jungen Leute gehen als Märtyrer. Egal, was auch passiert, sie wenden keine Gewalt und Gegenwehr an. Es ist ihre Aufgabe sich schutzlos und ohne Widerstand verprügeln zu lassen. Am Ende will ich ein HD-Video ins Internet stellen, das am Anfang strahlende, sympatische und unversehrte junge Muslime zeigt, dann die schlimmsten Vorfälle innerhalb der Demo – auch hier immer eine nicht eingreifende Polizei zeigen, und dann die zerschlagenen Gesichter unserer Jugend zeigen, als Endsequenz vielleicht ein Mädchen mit blutverschmierten Gesicht und zerrissenem Hijaab. Darauf setzen wir unsere Leute in den Medien an, sie sollen das Thema permanent puschen, sodass unsere Politikdarsteller aus dem Gestottere nicht mehr rauskommen und in ihrer Feigheit alles der AfD anlassten.“

„Das nenne ich mal eine Vorlage!“,sagte der Sheik.

„Nur eins: So wenig wie möglich schriftlich und dann nur mit personifizierter Veschlüsselung. Wenn auch nur das Kleinste von unseren Plänen nach draußen durchsickert, sind wir geliefert.“,ermahnte mich der Sheik.

„Wie gesagt, du wirst die volle Bandbreite der Bruderschaft, nie ganz erfassen.“,sagte er.

„Ich leite alles weiter, du hörst dann von mir.“ Wir tranken noch etwas Tee und unterhielten uns noch über unsere Frauen. Dann trennte wir uns.