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YouPub-fashionshow in Lisas World:

“Hi, Jenny! Wie schön, dass du dich meldest!”,sagte ich.

“Ja, ich habe deine Fragen bekommen, hast du Lust bei mir vorbei zu schauen? Ich hätte da noch ein Paar Ideen, die ich mit dir besprechen möchte.”,bot sie an.

“Kein Problem ! Wann passt es dir?”,frug ich.

“Ich mache um 16:00 Uhr Feierabend. Nur, mein Chef Murat Arslan ist ein gläubiger Moslem, achte bitte etwas auf seriöse Kleidung.”,bat sie mich. “Mach dir keine Sorgen, ich bin da sehr anpassungsfähig.”,sagte ich.

“Gut, wir sehen uns dann später. C U .”

Ich packte mein Equipment zusammen. Es war erst 14:00Uhr, also noch genügend Zeit etwas zu essen. Direkt unter meiner Wohnung hatte ein türkisches Restaurant neu eröffnet. Ein Döner mit viel frischem Salat wäre jetzt genau das Richtige.

“Merhaba!”,sagte ich, als ich das Restaurant betrat. Es war nur schwach besucht und so steuerte ich geradeaus auf den letzten freien Fensterplatz zu. RESERVIERT stand auf einem Schildchen. Ich tat so, als ob ich es nicht gesehen hätte und setzte mich. Ein junger Kellner kam zu mir, er schien mit der Situation total überfordert und begrüßte mich freundlich. Er reichte mir die Speisekarte und ließ mich ohne Kommentar sitzen.

-Hinterlasse immer einen bleibenden Eindruck, wo du fremd bist.-

Denn so lernte ich schnell und schmerzlos den Chef dieses Restaurants kennen.

“Guten Tag, gnädige Frau! Ich bin der Besitzer dieses Restaurants, mein Name ist Demircan. Es ist vielleicht ihrer Aufmerksamkeit entgangen, aber dieser Tisch ist leider reserviert.”

Er schob das Reservierungsschild in mein Sichtfeld.

“Oh, das ist mir ja so peinlich, aber ich war wohl so in Gedanken, ich habe es wirklich nicht gesehen, verzeihen Sie mir bitte.” sagte ich in meinem schönsten Bimbo (ein Bimbo ist eine junge sexy Tusse mit begrenztem Verstand).

“Wissen Sie eigentlich, dass wir Nachbarn sind?” frug ich ihn ganz unschuldig. Jetzt heißt es Zeit zu gewinnen. Schließlich will ich ja auch den Personen vorgestellt werden, die den Tisch bestellt haben.

“Oh, wie kann ich das verstehen? “

“Nun, ich wohne direkt über ihnen und freue mich sehr darauf, ihr Restaurant kennen zu lernen. Aber ich habe mich noch garnicht vorgestellt. Mein Name ist Lisa Nahles. Willkommen in unserem Haus!” ,sagte ich. Das war Salbei auf seiner in Deutschland misshandelten türkischen Seele.

“Frau Nahles, es freut mich sie kennen zu lernen und freue mich sehr über ihre freundliche Begrüßung.”

Aus dem Augenwinkel sah ich einige Personen sich unserem Tisch nähern. Zwei Männer mittleren Alters in Begleitung islamisch verschleierter Frauen. Der Tag versprach spannend zu werden.

“Hallo, Demirkan! Hast unseren Platz etwa anderweitig vergeben?”, frug grinsend ein kleiner untersetzter Mann.

“Oh, bitte, das ist alles meine Schuld.Ich hatte mich versehentlich hier hingesetzt und Herr Demircan hatte mich gerade freundlich darauf hingewiesen. Ich bin sofort weg. ”,sagte ich und griff nach meiner Tasche. “Unsinn, Sie können selbstverständlich sitzen bleiben. (Gewonnen!) Erlauben Sie, das ich uns vorstelle. Ich heiße Klaus Böhm. Das ist meine Frau Genna und meine Töchter Kamila und Djamila. Hier mein Freund Ali Meiser mit seiner Frau Aleyna und Tochter Samira.”,begrüßte mich Herr Böhm.

“Sehr erfreut, ich heiße Lisa Nahles und ich glaube, ich kenne ihre Töchter schon sehr lange. Hallo exHanna, hallo exPetra.”

“Wouw! Lisa! Was machst du denn hier?” begrüßte mich exHanna.

“Na, ich wohne hier!”,sagte ich.

“Wir wollen uns jetzt alle setzen und unsere Bestellungen aufgeben!”, sagte Herr Meiser.

“Sie Frau Nahles sind natürlich unser Gast.”

“Das ist sehr lieb von Ihnen, aber ich habe nur noch sehr wenig Zeit, Ich habe um 16:00 Uhr noch eine geschäftliche Verabredung.”

Demircan brachte die Speisekarten und wir gaben unsere Bestellungen auf. Die Speisen waren köstlich und ich erzählte von meiner Arbeit, meinen Termin bei Jenny Wiesner. Samira, exPetra war total begeistert und erzählte mir von Jennys besonderen Schleiern. Wir genossen unser Beisammensein. Ich wäre gerne noch geblieben, aber es wurde Zeit mich auf den Weg zu machen.

Herr Meiser sagte:”Nur die Ruhe, meine Liebe. Ich habe Frau Wiesner angerufen. Sie ist mit Herrn Arslan unterwegs zu uns.”

Eigentlich hätte ich jetzt verärgert sein müssen, dass er sich in meine Geschäfte ungefragt eingemischt hatte, doch das Beisammensein mit diesen netten Leuten und baldige Treffen mit Jenny erfreute mich sehr und so konnte ich in mich ihnen völlig zwanglos widmen.

Ein sehr ernsthaft dreinblickender Türke in Begleitung zweier tief verschleierter Figuren näherte sich unserem Tisch. Sofort stürmten die Kellner zu uns und stellte einen zusätzlichen Tisch und Stühle an unseren Tisch. Demircan begrüßte die Neuankömmling überschwenglich. Dann führte er sie zu unserem Tisch. Als sich alle begrüßt hatten, stellte mir Jenny - sie war eine von den farbenfrohen Gespenstern - Murat Arslan und seine Frau Selima vor. Sie selbst wäre konvertiert und nannte sich jetzt Gadi. Samira und Gadi schienen Freundinnen zu sein. Auf meine fragenden Blicke hin sagte Samira :

”Gadi trägt einen Ruband, das ist ein spezieller Schleier, der, in einer abgelegenen Provinz in der Türkei aus der Herr Arslan stammt, getragen wird.“

“Hi,Lisa! Wie gefalle ich dir?” begrüßte mich Jenny.

“Es sieht wunderschön aus. Die verschiedenen Grüntöne gemischt mit den Goldapplikationen sind einfach fantastisch. Du bist keine Frau, sondern ein Kunstwerk!” ,konstatierte ich in ehrlicher Bewunderung.

“Danke! Ich vertreibe meine Entwürfe weltweit und ich habe einen Riesen Absatz. Ob eine Fashionshow auf deinem YouPub-Kanal für meine Kollektion interessant ist, was denkst du?” ,frug sie mich allen Ernstes. “Wenn ich das mache, ernte ich einen Shitstorm, der sich gewaschen hat. Jeder islamophobe AfD-Anhänger wird sich da aus dem Fenster hängen und meine Fans wären völlig verwirrt.“

“Wenn es aber klappt und du zigtausend Klicks reinholst und dir trau ich das zu. Wenn du wolltest, würden die Kids morgen nackt in den Straßen tanzen. Du kannst alles verkaufen!”, sagte Kamila.

“Scheiße, ich weiß, dass das zu riskant ist. Aber andererseits Unternehmerrisiko schmiert die Maschine! Fahre ich Lisas World vor die Wand, mache ich einen neuen Kanal auf. Habe ich Erfolg damit, bin ich die erste, das ist dann eine Geldmaschine. Worauf warten wir, lass uns handeln!".

Arslans riesiges Wohnzimmer mit dem ausladenden Wintergarten war die perfekte Kulisse. Mein Equipment war ja schon gepackt. Eine Stunde später legten wir los. Die Frauen machten es wirklich gut. Es wurde eine Fashionshow vom Feinsten.

Zwischendurch gab ich zu den verschiedenen Styles meine Kommentare. Es stießen noch Frauen aus der Umgebung mit ihren Schleiern zu uns. Am Ende wurde es ein Parcours Ritt durch die Welt der weiblichen Verschleierung. Es endete mit der Präsentation der Gadi-Ruband.

Ich moderierte die Show wie immer, in dem ich meine teuren nichts verbergenden Designer Klamotten dauernd tauschte.

Am Schluss filmte ich, wie ich von verschleierten Frauen islamisch eingekleidet wurde. Sie steckten mich in eine weite schwarze Abaya, gaben mir lange schwarze Satin Handschuhe, ein weites, schweres, graues Tuch mit einem runden Loch in der Mitte, zogen sie mir über den Kopf, nun war von mir nur noch Augen, Nase und Mund sichtbar. Dann legten sie mir einen wunderschönen ocker-goldenen Ruband an. Durch die einfarbige, alles bedeckende Grundausstattung bekam der Ruband eine nahezu überwältigende Dominanz. Es hatte fast schon etwas magisches. Wenn das im Netz die gleiche Wirkung entfaltet, erwartet uns ein riesiger Erfolg. Ich verschwand mit meinen Videos nach daheim in mein Studio, um es für Freitag in meinen YouPub-Channel zu stellen.

Am Freitag um 16:00 Uhr aktualisierte ich meinen YouPub-Channel .

“Hallo! Hier bin ich wieder! Willkommen in Lisas World! Bla,bla,bla... Am Ende verabschiedete ich mich tief-verschleiert mit den Worten:

„Dies war heute ein ganz besonderes Monatsspecial! Ich hoffe, ihr hattet soviel Spaß wie wir, liebe Fans! Nächsten Freitag gibt es wieder ein ganz normales Lisas World und in vier Wochen ein neues, richtig tolles Special zum Frühjahresbeginn. Dann besuche ich Heino Gurke und wir schauen uns seine neueste Motorradmode an. Tschüs, macht es gut bis zum nächsten Mal. Ich freue mich auf eure Kommentare und vergesst nicht meinen Kanal zu abonnieren. Tschüüüüüssss!!!!!!!!!!"

Und der Shitstorm ging los.

Von geschockt, wie ‘ Lisa was soll das?’ bis zu Hasstiraden wie ‘Kanaken-scheiße’, aber die Klicks wurden immer mehr.

Doch nach und nach meldeten sich andere zu Wort. Sie frugen neugierig nach meinen Modells, ob sie wirklich Moslems wären, wie das wäre Moslem zu sein, ob und wo man diese tollen Kleider und Schleier kaufen könne, etc.…

Bis Sonntag hatten die Gemüter sich etwas abgekühlt. Es kamen noch viele Kommentare rein, die überwiegend positiv waren. Ich wurde gelobt für meinen Mut unkonventionelle Pfade zu betreten und das Lisas World immer für eine Überraschung gut sei. Am Montag morgen meldeten sich einige meiner Sponsoren. Sie waren etwas pikiert, beruhigten sich aber bald, als sie die Anzahl neuer Abonnenten sahen.