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Pegida in Dresden

'Lasst ab von eurem Hass und baut zusammen an einer gerechteren Gesellschaft.' Stand auf meinem Transparent und ich stand an diesem kalten Dezember Montag in Dresden, um mich in die Pegidademo einzureihen. Im Kontrast zu diesem neblig-weißen Wetter stand meine zwar mit einem ordentlichen Kurzhaarschnitt und frischer Rasur hergerichtete, braune Kanakenfresse. Mir ging die Muffe eins zu tausend. Ich hoffte auf meine circa zweihundert zwanzig Brüder, gute deutsche Jungs und konvertierte Moslems, von einnehmender Statur, die sich unter die Demonstranten gemischt hatten. Ironischer Weise waren darunter einige, deren Eltern Pegidaanhänger waren. Als der Trupp dieser hirnlosen Hosenscheißer mich erreichte, ging es los:

"He, du Scheißkanake verpiss dich dahin, wo du herkommen tust!"

"Geh Ziegen ficken, lass deinen stinkende Schwanz aus unsren Weibern!" Ja, so sind sie! 'hochgebildet - vor Selbstbewußtsein strotzend', wenn sie nicht allein sind.

Feiges Pack! Und zusammen sind sie stark, so stark, dass sie die Häuser von friedlichen Mitmenschen anzünden und jeden, der irgendwie ausländisch aussieht, unter dem Beifall der 'ordentlichen' Leute, krankenhausreif schlagen.

Ein Schicksal, dass auch mich hier treffen könnte, denn schon nahmen die ersten Anlauf, um mich mit ihren 'schlagenden Argumenten' zu beglücken.

"He, lasst den Typen in Ruhe! Der hat auch nur 'ne Meinung!" ,ging einer meiner Brüder dazwischen."

"Nee! Lass uns diesen Dreckskanaken platt machen!",brüllte einer mit Hass-triefender Stimme.

"Man guck dir doch mal das Würstchen an, an sowas vergreift sich ein anständiger Deutscher doch nicht!",sagte einer meiner Brüder beschwichtigend. Nur ein bisschen Widerstand und schon knickt die 'Herrenrasse' ein.

"Okay, der Schiss lohnt sich nich zu verhaun!" und zog weiter mit Gebrüll: "Deutschland, den Deutschen! Ausländer raus!"

Das Spielchen wiederholte sich noch ein Paar mal und wurde von uns in bester HD-Qualität aufgezeichnet. Als wir genug Material zusammen hatten, stiegen wir in unsere Wagen. Ab nach Hause!

Bloss raus aus dieser Drecksnazistadt! Dresden so zu nennen sei unfair? Über dreihundert 'registrierte' Übergriffe von Nazis auf ausländische Bürger im Jahr. Davon die überwiegende Anzahl in den 'NEBULÄS' und du sprichst von Fairness.

Aber wenn ein Paar jugendliche Kanaken ihren Samenstau auf der Kölner Domplatte nicht im Zaum haben, gibt es ein riesen Trara von Politik und Presse!

Und wenn du das nächstemal Fisch isst, kommt er hoffentlich nicht aus dem Mittelmeer. Der Fisch dort wird nämlich in den letzten Jahren mit ganz besonderen Futter versorgt:

Menschenfleisch! Guten Appetit!!

Es ist doch alles so leicht durchschaubar: Die herrschende Clique hetzt gegen eine schutzlose Minderheit und die Mehrheit ist dann dermassen mit seinem Hass beschäftigt, das es sich für sie wunderbar in die eigenen Taschen regieren lässt.

So werden diese asozialen Menschenverachter immer mächtiger und reicher und das dumme Volk kann dann später sagen, wie schon 1945: 'Davon haben wir doch garnichts gewußt.'

Und damit sich später keiner billig rausreden kann, stellen wir unser gesammeltes Material ins Internet, dann kann es jeder gewußt haben.