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Teil 1

Hallo! Seid gegrüßt,

ich heiße Chantalle, wohne mit meiner Freundin Susie in einer hübschen 3 Zimmer-Dachgeschosswohnung in Düsseldorf.

Zur Zeit jobbe ich an den Wochenenden nachts als Kellnerin in der Altstadt. Werktags studiere ich Deutsch, Englisch und Arabisch auf Lehramt.

Susie arbeitet mehr oder weniger als Kfz.-sachverständige im väterlichen Betrieb.

Wir sind von unserem Herrgott mit ausgesprochen hübschen Körpern und flinken Verstand ausgestattet worden, um es in aller Bescheidenheit zu konstatieren.

Wir beide gehören in die Rubrik verrückte Nudeln, sind dauernd auf Achse und halten Schlafen für ein leider unabwendbares Schicksal. Und was uns besonders verbindet, ist unser Klamotten Fetisch. Lange, weite, leicht transparente Kleider, am Hals hochgeschlossen mit einem runden Mädchenkragen, um unsere Unschuld vorzutäuschen, wie in den 50er Heimatschnulzen. Darunter tragen wir ausser einem knappen BH nichts. Wenn dann ein laues Lüftchen zwischen unsere Beine streicht, ist es ein Genuss, wenn die Luft unsere frisch rasierten Pussies streichelt. Und immer bist du auf der Hut, dass der Wind nicht zu viel von dir zeigt, wenn er den Saum deines Kleids anhebt.

Wir sind beide hetero, mangelt es jedoch an männlicher Gesellschaft geben wir es uns auch mal gerne selbst mit viel Spaß.

An einem sonnigen, leicht windigen Juninachmittag saßen wir bei Toni auf der Terrasse, Eis schlecken und beobachteten das Treiben auf der Straße. Der Wind spielte mit dem Saum unserer Kleider, er hob und senkte es und kokett hielten wir ihn davon ab alles ausser vielleicht ein klein wenig Popo zu enthüllen. Ein öffentliches Versprechen an die Männerwelt und eine berauschende Fantasie der Wehrlosigkeit und Hilflosigkeit für uns zwei Subs.

Einen Tisch neben uns saßen junge, arabisch aussehende Geschäftsleute. Scheinbar erregten wir deren Aufmerksamkeit. Zumindest ein besonders wohlgeratenes Exemplar fixierte mich. Er war vom Typ ‚ich könnte in seinen Augen versinken‘ und es erwischte mich voll. Ich erwiderte scheu sein Lächeln und am Ende tauschten wir Namen und Adressen und hatten ein Date für den Abend und Susie mit seinem Bruder.

Sein Name war Achmed und sein Bruder hieß Mahmud, sie studierten in Köln und waren oft geschäftlich in der Firma ihres Vaters in Düsseldorf.

 

Pünktlich um 20:00 Uhr wurden wir von unseren neuen Verehrern im Taxi abgeholt. Wir speisten und tranken in einem der angesagtesten Restaurants, der Artischocke.

Achmed und ich kamen uns schnell näher. Erst dachte ich es läge an meinen Arabischkenntnissen, doch als Susie und ich uns die Nasen pudern gingen sah ich im Spiegel ein vor Aufregung rotes Gesicht.

„Na, dich hat es wohl ganz schön heftig erwischt?“ meinte Susie mit einem süffisanten Grinsen.

„Scheiße, ja! Ich bin geliefert. Der Kerl hat mich. Noch nie habe ich mich so stark zu einem Mann hingezogen gefühlt.“

„Pass auf das du nicht noch in seinem Harem landest!“ lachte Susie. „Danke, in meinem Bauch machen die Schmetterlinge Flugübungen und du haust so einen Mist raus.“

„Entschuldige, ich war blöd, Islamophobie sollte mich definitiv nicht befallen, schließlich finde ich Mahmud auch verdammt geil.“

„Komm, lass uns Spaß haben!“

Und es wurde für uns alle ein wunderbarer und unvergesslicher Abend. Ich verabredete mich mit Achmed für den nächsten Abend, salopp gekleidet, um allein mit Ihm am Rhein etwas zu schlendern und zu quatschen.

Nachts saßen Susie und ich, nachdem uns unsere Kavaliere brav zu hause abgeliefert hatten, zusammen und quatschten.

„Ich sehe Achmed schon morgen wieder, wie läuft es bei dir?“ fragte ich. „Mahmud ist reich und sagte, er würde mich gerne verwöhnen und ich glaube für eine gewisse Zeit könnten wir es miteinander aushalten - eine Studentenaffäre halt. Bei dir ist es sicher mehr.“ sagte sie.

„Ich bin total durch den Wind, meine Gefühle fahren Achterbahn und das macht mir Angst vor mir selbst. Meine Wehrlosigkeit erregt mich und die Vorstellung bei ihm zu sein, ist überwältigend. Ich möchte ihm mit Haut und Haaren gehören.“

„Komm runter, Liebes! Unsere Sub-Spielchen mit Unterwerfung und unser Klamottenfetisch sollen nur Spaß sein, ein wenig Würze in den Alltag bringen. Ich schlage vor, du beendest dieses Abenteuer, bevor du da nicht mehr raus kommst.“

„Vielleicht hast du recht,Susie. Ich bin müde und gehe schlafen. Gute Nacht, Liebes.“

„Dir auch.“ erwiderte Susie.

Teil 2

„Guten Morgen, du Schöne! Hast du gut geschlafen? Ich freue mich auf heute Abend und auf dich. Achmed“ las ich auf meinem Smartphone. Ich kauerte mich in meine Bettwäsche und war selig. Zur Uni gehen, war sinnlos, denn ich konnte nur an Achmed denken. Der ganze Tag war eine einzige Katastrophe, ein typischer ‚frischverliebt‘ Tag. Ich kriegte überhaupt nichts gebacken und als endlich Abend war und Achmed in der Tür stand fielen wir uns in die Arme, um uns nie wieder zu lösen. „Wollen wir los?“ fragte er. „Was immer du willst, Liebster.“ entfuhr es mir und schon folgte ich ihm zum Taxi. Wir schlenderten Arm in Arm am Rheinufer, wir sprachen nicht, denn wir waren uns selbst genug. Wir holten uns ein Eis auf die Hand, fuhren Bötchen und genossen einander. Ein Bank lud uns zur Rast. Wir setzten uns und er sagte leise: „Ich weiß, du fühlst wie ich. Wir lieben uns, wir gehören zusammen und darum muss ich dich verlassen.“ „Mein Gott! Warum? Ich liebe dich über alles!“ „Deshalb ja! Ich kann dich nicht entehren, ich liebe dich zu sehr.“ sagte er. Ich war total verwirrt: er liebt mich, will mich nicht entehren und muss mich verlassen, was soll das? „Ich sehe schon, ich muss mich erklären. Also ich bin gläubiger Muslim und darf als solcher mit einer Ungläubigen unehelichen Sex haben und das kann ich mit dir nicht.“ sagte er. „Ich verstehe nur Bahnhof, du darfst, aber willst nicht. Bin ich dir nicht attraktiv genug, oder was ist los?“ ich verzweifelte langsam. „Ich möchte mit dir schlafen, aber mit dir als muslimische Ehefrau.“ „Ich … Du meinst ich soll Muslimin werden?“ stotterte ich. „Nicht nur, du müsstest dich auch so kleiden, überhaupt müsstest du dein ganzes bisheriges Leben aufgeben und dass kannst du nicht und ich will, dass kein Zwang zwischen uns ist.“ „Bitte bring mich nach hause. Ich muss das Gesagte erst mal verdauen.“ An der Tür konnte ich mich nicht mehr zurück halten. Mit Tränen in den Augen sagte ich zu ihm: „Ich liebe dich, bitte weise mich nicht zurück. Zeige mir was ich als deine Frau zu tun habe.“ Ich rannte ins Haus und weinte in mein Kissen bis Susie zu mir kam. „Schatz, was ist los? Habt ihr Streit?“ „Wenn es nur das wäre, aber es ist viel schlimmer. Ich muss ihn heiraten!“ und ich erklärte ihr alles. Daraufhin erklärte sie: „Als Europäerin ein streng islamisches Leben zu führen, ist sicher kein Zuckerschlecken, dass will er dir zu Recht nicht zumuten. Lass ihn gehen, wenn du ihn liebst.“ „Aber wenn ich alle Voraussetzungen erfülle kann ich doch bei ihm sein.“ „Liebes,“ sagte sie. „er will, dass du glücklich bist und er glaubt das das Leben als Muslimin dich unglücklich macht.“ Sie streichelte mir sanft über meinen Kopf und ließ mich allein in meinem Kummer.

Teil 3

Ich holte mein Laptop und recherchierte über den Islam. Las Koranübersetzungen und schaute mir auf ‚YouTube‘ muslimische Frauen und ihre Kleidung an. Er sagte, er sei streng gläubig, also bestellte ich mir das komplette Sortiment für meine Verschleierung. Dann kündigte ich meinen Kellnerinnenjob, denn für mich war jetzt die Öffentlichkeit nur verschleiert und in Begleitung eines männlichen Verwandten erlaubt. Auch ging ich nicht zur Uni, sonder blieb die nächsten zwei Tage bis zum Eintreffen der Schleier in der Wohnung, in der ich bei zugezogenen Vorhängen für niemand mehr sichtbar war. Ich studierte den Koran, wo mir meine Kenntnisse in Arabisch sehr halfen und ich versuchte mich fünf mal am Tag im Gebet. Dann kamen meine bestellten Kleider. Ich zog mich aus und legte ein langärmliges bis zum Boden reichendes Hemd mit Stehkragen an, dann wickelte ich mein Haar in ein Tuch, bis kein einziges Härchen mehr sichtbar war. Lange schwarze Strümpfe und schwarze Stiefelletten versteckten meine Füße. Ein großes Tuch mit einem Loch in der Mitte zog ich mir über. Es verdeckte meinen ganzen Körper. Es reichte vorne bis zu den Knien und hinten fast bis zum Boden. Durch das Loch konnte man von mir nur ein kleines Dreieck: Augen, Nase und Mund sehen. Dann befestigte ich einen dreilagigen Gesichtsschleier hinter meinen Kopf. Die einzelnen Schleier-lagen erlaubten bei der ersten ein eingeschränktes Gesichtsfeld und man sah durch ein grobes Gitter, die zweite tauchte dann alles in ein farbloses Grau, bei der dritte war ich fast blind, ich konnte nur Silhouetten erahnen. Jetzt fehlten nur noch die schwarz glänzenden Handschuh und ich war komplett für meine Umwelt verschwunden. Ich war jetzt ein gesichtsloser Kubus meine Identität war nicht mehr feststellbar. Dann nahm ich mein Smartphone und bat Achmed zu kommen um sein Weib abzuholen. Ich setzte mich mit dem Gesicht zur Tür und wartet geduldig. Alle Versuche Achmeds mich per Smartphone zu erreichen ignorierte ich. Susie, die mich so sah, beantwortete ich keine Frage, ich blieb stumm, ich teilte ihr lediglich per Smartphone mit, dass ich auf meinen Herrn warte. So beließ sie es dabei und öffnete Achmed, der bald eintraf. „Was ist los? Ich soll mein Weib abholen?“ frug er Susie an der Tür. „Ich weiß nicht was du mit Chantalle angestellt hast. Aber siehe selbst.“ und sie führte ihn zu mir. Erstarrt vor Schreck stand er in der Tür. Als er sich gefasst hatte, frug er: „Was soll die Maskerade, du bist keine Muslimin.“ In seiner und Susie‘s Anwesenheit sprach ich die Shahada und erklärte mich bereit, ihm als sein Weib und als streng gläubige Muslimin zu folgen, zu gehorchen und zu dienen. Er sagte: „Du hast konvertiert und ein bindendes Eheversprechen ausgesprochen. Jetzt gibt es für dich kein Zurück mehr und ich muss dich bei meiner und deiner Ehre heiraten. „Wie?“ sagte Susie zu mir. „Würdest du jetzt bitte diesen hässlichen Fummel ausziehen und wieder normal werden.“ Sie erhielt keine Antwort von mir, nur Schweigen. Dann dämmerte es Achmed: „Du darfst sprechen, meine Braut!“ „Das Weib dankt ihrem zukünftigen Herrn, es wird nun Susie‘s Fragen beantworten.“ „Chantalle, hast du sie noch alle? Was soll das alles bedeuten?“ „Ich nenne mich ab heute Selima, bitte respektiere das. Ich musste mich zwischen ein Leben, als freie Europäerin ohne Achmed oder als unterwürfige, gehorsame Frau mit Achmed entscheiden. Ich unterwerfe mich ihm, weil ich ihn liebe und vertraue. Allah wird mich führen und beschützen und ich werde ein ihm gefälliges Leben führen.“ erklärte ich ihr. „Und das heißt jetzt konkret?“ frug sie. „Das sie, wenn meine Eltern zustimmen, meine Frau wird und das ich sie sofort meinen Eltern übergeben muss. Sie werden bestimmen, wie es weitergeht mit uns.“ Er kam zu mir und hielt meinen rechten Arm und führte mich nach draußen, wo wir auf das Taxi warteten. „Chantalle, ich flehe dich an, du kannst mich doch nicht einfach so allein lassen.“jammerte Susie. „Sie hat keine Wahl mehr, sie ist durch ihren Schwur vor Allah gebunden. Aber komm einfach mit und überzeuge dich davon, wie sorgsam sie bei meinen Eltern versorgt wird.“ bot Achmed ihr an. „Wartet auf mich, ich hol nur schnell meine Sachen.“ erwiderte sie und lief schnell zurück.

Teil 4

Das Taxi kam und still fuhren wir drei zum Haus seiner Eltern. Als wir das Haus betraten sollten Susie und ich im Vestibül warten. Es verging eine halbe Stunde, dann wurden wir herein gebeten. Sein Vater und seine Mutter, die auch tief verschleiert war, erwarteten uns in einem großen und luxuriös eingerichteten Wohnzimmer. Achmed stellte kurz Susie als meine Freundin vor und führte mich, blind wie ich war zu seinem Vater, der mir seine Hand so dicht vor das Gesicht hielt, bis ich sie erkennen konnte. Ich küsste sie und hielt sie mit gebeugten Kopf an meine Stirn. Das gleiche tat ich bei seiner Mutter. Dann musste ich hinter seiner Mutter auf einem Kissen Platz nehmen. „Meine Eltern akzeptieren dich und du sollst in der Obhut meiner Mutter bleiben, bis meine Eltern uns erlauben zu heiraten. Meine Mutter wird dich lehren eine gute muslimische Ehefrau zu werden. Du Susie darfst sie, wann immer du möchtest besuchen. Da ich Achmed erst bei unserer Hochzeit wiedersehen darf, verließ er uns daraufhin und nahm Susie mit. Und für mich begann ein neuer Lebensabschnitt. Ich wurde von der Außenwelt vollkommen abgeschirmt, lediglich musste ich diverse Unterschriften beim Notar machen, um meine Konten und meinen Hausstand aufzulösen. Seine Mutter Hassina hielt ihre strenge, aber auch liebevolle Hand über mich. Ich verlor meine Entscheidungsfähigkeit in allem, ich musste die religiösen und häuslichen Pflichten genau so erfüllen, wie es Hassina verlangte. So lernte ich die Suren des Koran, führte meine täglichen Gebete aus und lernte einen Haushalt gewissenhaft zu führen. Mein Tag begann um 5:00 Uhr und endete um 20:00 Uhr. 23 Stunden des Tages war ich voll verschleiert, ich schlief sogar verschleiert. Ich trug immer die erst Lage des Niqab vorm Gesicht, im Beisein Alis, so heißt Achmeds Vater, auch die zweite. Wenn andere Männer da waren, alle drei. Susie war wohl vollkommen mit der Situation überfordert, denn sie ließ sich einfach nicht sehen. Sie erschien nach zwei Wochen in Begleitung Mahmuds und wir hingen uns heulend in den Armen. Mahmud ließ uns allein und während wir uns setzten nahm ich zwei Lagen des Niqab hoch um Susie anzuschauen. Sie war bis auf den Gesichtsschleier genauso gekleidet wie ich. Ich schrieb auf meine Tafel, denn zu sprechen konnte einen im Haus befindlichen Mann beleidigen: „Warum trägst du muslimische Kleidung?“ So erzählte sie mir, wie es ihr in letzter Zeit ergangen war. „wie du nicht mehr da warst, machte alles nur halb so viel Spaß, wie mit dir. Ich schloss mich ein und wollte niemanden sehen. Mahmud versuchte mich mehrmals zu erreichen, doch ich rief nicht zurück. Er war hartnäckig und erwischte mich, als ich zu Papas Firma ging. Ich brauchte jemanden und er war da. Unsre Gespräche gingen erst nur um dich, doch bald fanden wir Gemeinsamkeiten bei uns und glaube mir, ich wollte mich ganz bestimmt nicht in ihn verlieben, aber es ist dann doch geschehen.“ „Das heißt ja, wir können wie Schwestern zusammen sein?“ schrieb ich. „Das ist der Punkt, ich weiß nicht ob ich so leben könnte wie du. Es macht mir Angst mich vollständig einem Mann hinzugeben und für immer getrennt von der Welt, stumm und tief verschleiert zu sein.“ „Wenn du Mahmud willst, wirst du es wohl oder übel tun müssen.“ schrieb ich und wie gerne hätte ich jetzt sprechen mögen, ihr von meinem Glück ein friedliches und hingebungsvolles Leben im Islam führen zu dürfen. Aber eines wollte ich ihr dann doch noch schreiben: „Bei Allah, ich trage immer noch keinen Slip!“ Sie las es und wir mussten lachen. „Wenn das so ist, warum mache ich mir da noch Gedanken. Ich komm mit ins Boot! Inshallah!“ Und so kam es, wie es kommen musste. Auch sie konvertierte und gab Mahmud ein Eheversprechen und sechs Monate später gab es eine Doppelhochzeit. Wir bereuen nichts. Es hat auch seine Vorteile eine muslimische Ehefrau zu sein, zumindest bei unseren tollen Männern. Und nur sie wissen von unserem kleinen Fetisch: NO PANTS