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Teil 1

Keine Slips – mal anders

 

Annette und Clarissa, zwei bei TATA-Steel beschäftigte Sekretärinnen, haben sich nach Feierabend zum Eisessen beim Italiener verabredet. Der Juli 2028 ist ein verdammt heißer Monat und die Terrasse ist bis auf den letzten Platz besetzt. Aber die beiden sind echte Feger, schnell wird ihnen von der Männerwelt ein Sitzplatz angeboten. Dankbar, mit einem strahlenden Lächeln belohnend, nehmen sie Platz. Annette setzte sich, wie immer, ihren Rock über die Unterschenkel streifend, hin. Clarissa, die ein luftiges, weites Sommerkleid trägt, rafft den Saum ihres Kleides und für einen winzigen Moment blitzten ihre nackten Arschbacken in der Sonne auf, um dann umgeben von Stoff wieder zu verschwinden.

„Habe ich das richtig gesehen, du hast keinen Slip an und sitzt mit deinem nackten Arsch auf dem Stuhl?“ frug Annette leicht irritiert. Im gleichem Moment fuhr ein kleiner Windstoß unter Clarissa‘s Rock und hob ihn leicht an. Geschickt hinderte sie das Kleid daran ihren Unterleib zu enthüllen, doch ließ sie ihren Po, nicht unbemerkt von den anderen Gästen, leicht auf blitzen. Ein Schuft, der Böses dabei denkt.

„Du, dass muss ich dir zeigen!“ sagte Clarissa und nahm ihr Smartphone auf. Die beiden mussten wegen der Sonnenstrahlen eng zusammenrücken, was dem Wind, eine nicht zu verpassende Chance bot, die wiederum etwas zu spät von Clarissa unterbunden wurde.

Auf dem Display war die Website: ‚www.anarchocat.com‘ geöffnet. Dort fanden sie die Story ‚No Pants‘.

„Sie ist nicht zu lang. Während wir auf unser Eis warten, was bestimmt noch dauern wird, kannst du sie ja lesen.“

Während des Lesens liefen durch Annettes Gesicht, alle möglichen Emotionen: Zuerst Verwunderung, dann Amüsement, Nachdenklichkeit und schließlich ungläubiges Staunen.

„Meine Pussie ist frisch rasiert, nur der kurze Kostümrock stört noch.“ sagte Annette mit einem breiten Grinsen.

„Der Typ, der das verbrochen hat, kommt mir irgendwie bekannt vor.“ meinte Clarissa.

„Du hast recht, ich glaube, du denkst an den alten Sack, mit dem unschuldigen Grinsen und der nie ein Blatt vor den Mund nimmt.“ glaubte Annette.

„Ja, genau. Der hat doch letzte Woche draußen bei Bäckerei Kamps, so ein faschistisches, rassistisches, ‚man wird das doch wohl sagen dürfen‘ Arschloch vor die Wand laufen lassen, verbal natürlich.“

„Natürlich, aber der alte Sack hat Eier und bepisst sich nicht – bildlich. Ein Paar mehr von dieser Sorte und die AfD (Anmerkung des Autors: ein Nazihaufen, der sich Partei schimpft) wäre Geschichte.“meinte Clarissa. „Aber wir Frauen kommen nicht so gut bei ihm weg. Schleier, Gehorsam und der Scheiß!“ fand Annette.

„Fantasie, Liebes! Mich machen solche Gedankenspiele richtig wuschig. Geh, wenn du Lust hast zu hause auf seine Website. Sicher er schreibt verdammten Mist, aber auf manches fahr ich total ab.“

„Ja!“ erwiderte Annette. „Nach dem Eisessen, gehen wir shoppen, ich denke da an ein luftiges Sommerkleidchen ohne Slip!“ grinste sie, bis über beide Ohren.

Dann kam endlich das Eis und beide genossen das Eis, das schöne Wetter, die Aufmerksamkeit, die sie erregten, speziell Clarissa und die Vorfreude aufs Shoppen.

Derweil tobte in den Chefetagen das Management. „Diese Imitation von US-Präsident schmeißt unsere ganze Planung über den Haufen. Wie soll man da noch vernünftig disponieren, wir brauchen dringend zuverlässigere Abnehmer.“ schimpfte der Verkaufsleiter. Unsere Kunde in den USA geben die Kosten, die durch diese 'America First' Isolationspolitik entstehen, eins zu eins an uns weiter.“ „Wenn wir nicht aufpassen, fahren wir mit unserer Firma in die Pleite und unsere Politdarsteller glotzen, wie hypnotisierte Karnickel auf die USA und warten auf Erleuchtung beim nächsten sinnlosen Weltwirtschaftsgipfel. Alles erscheint, wie in den 20ern des letzten Jahrhunderts, und da hieß es mitgegangen, mitgefangen.“

„Meine Herren, beruhigen sie sich. Wie sie doch alle wissen, haben wir seit dem Mauerfall Vorkehrungen getroffen, die die EU stärkt, um uns langsam aus der US-Zwangsjacke zu befreien. Der größte Alptraum der Amis ist doch, wenn Russland und Deutschland kooperieren. Ich kann und darf Ihnen nicht alles sagen, aber wir sind weiter als Sie denken. Sie müssten bereit sein mit uns zu arbeiten und vieles anstoßen, was Sie vorerst noch nicht komplett begreifen. Das Ziel ist ein wirtschaftlich dominantes Europa und ein militärisch starker russisch-asiatischer Pakt.“ „Die Zahlen sagen, das es dringend Zeit für Veränderungen ist. Ans Werk, Herrschaften, auf das wir blühen und gedeihen.

Teil 2

Ein Jahr später.

Wieder saßen Annette und Clarissa auf Toni‘s Terrasse zum Eisessen. „Weißt du, dass wir heute ‚NoSlips‘- Jubiläum haben. Genau vor einem Jahr haben wir uns diesen Fetisch zugelegt.“

„Und wie sich in der kurzen Zeit alles verändert hat.“

„Ja, toll! Arbeitslos sind wir! Und die neuen Modeklamotten sind auch nicht der Hingucker.“meinte Annette.

„Nun rege dich mal ab. Wir beziehen wie jeder Europäer jetzt ein bedingungsloses Grundeinkommen.“sagte Clarissa.

„Wir haben noch am Monatsende Geld zum ausgeben übrig.“

„Ja und wenn wir uns nicht konform verhalten, kann es gekürzt werden.“ konterte Annette.

„Von nichts kommt nichts. Und was verlangen sie schon groß?“ meinte Clarissa.

„Seit Teile der Scharia auf Drängen der ‚Christlich-Islamischen Union‘, der stärksten Fraktion im Reichstag, ins Grundgesetz aufgenommen wurden, hat sich für uns Frauen eine Menge verändert.“

Clarissa erwiderte daraufhin:

„Komm schon, du selbst hast gesagt, wie hübsch und praktisch, die neuen Hidjab-Hauben sind und das absolute Alkohol- und Rauchverbot für Frauen in der Öffentlichkeit finde ich, ist eher ein Fortschritt. Wir können dankbar sein für den Schutz den wir Frauen in diesen unsicheren Zeiten genießen. Guck über den Teich, da heißt es doch nur der stärkere bekommt alles, da herrscht doch das reinste Elend und die neue Religiosität gefällt dir doch auch. Komm, lass uns endlich zur Koranschule gehen.“

Annette daraufhin: „Ich schätze du hast dich ganz schön in den Imam verknallt.“

„Spinn nicht rum und komm in die Pötte!“ sagte Clarissa leicht verärgert. Es war nicht nur der Imam, der Clarissa interessierte, es war die Gesellschaft mit Musliminnen, der ihr großen Spaß machte. Die Frauen waren trotz Arbeitslosigkeit den ganzen Tag mit Kinder- und Altenbetreuung beschäftigt oder anderer Sozialarbeit. Es war für Clarissa und Annette ein großer Sprung von den albernen Hühnern zu verantwortungsbewussten Frauen. Bald schon konvertierten sie und trugen anständige islamische Kleidung und auch ihre Wohnungen wurden von den Niqabischwestern neu eingerichtet und zwar aufs Notwendigste beschränkt. Sie führten ein von den Reformen unberührtes und geborgenes Leben, dass sie immer tiefer dem islamischen Glauben zuführte. Nur eines blieb gleich: ‚NoSlips‘

Das Konsortium für die Koordination Europas und der Russisch-Asiatischen Union tagte dieses Jahr zum ersten mal und in Berlin.

Es endete mit nachhaltigen Ergebnissen.

Die ‚neuen EU Staaten‘: Polen,Tschechien,etc. sahen ihren Profit in dem ungestörten Handel. Er kam allen Mitgliedern zu gute. Durch den Verkauf sämtlicher amerikanischer Staatsanleihen aller Mitglieder, wurde der Euro zur internationalen Leitwährung. Die gesellschaftliche Veränderungen entstanden durch die Wiedereinführung sozialer Errungenschaften:

Im ganzen europäischen, russischen Raum gab es Medikamenten - und Krankenhauskostenerstattungen. Schulische Bildung, Studium oder berufliche Weiterbildung waren kostenlos. Arbeit war in dieser hochtechnisierten Welt selten geworden und wurde von den Männern unter sich verteilt. Die Frauen blieben wie immer außen vor. Ihnen wurde aber ein weiches soziales Netz durch die Einführung des sogenannten bedingungslosen Grundeinkommens bereitet und schon bald war es für die Frauen erstrebenswerter zu heiraten, als zu arbeiten.

Der Islam war die jüngste und dynamischste Religion und befreit von dummer Islamophobie gewann er viele Anhänger. Vielleicht aus Langeweile oder Neugier, die Menschen entdeckten im Islam ihre Sehnsucht nach Religion.

2030:

Dem Gesetz der Mode und ihres neuen Glaubens folgend trägt Annette jetzt, eine weit ins Gesicht reichende Hidjabhaube und ein knöchellanges, weites Gewand mit langem Ärmeln. Annette und Clarissa sind mittlerweile zum Islam übergetreten und Clarissa hat ihren Imam geheiratet und ist schwanger.

Sie lebt in Purdah, das heißt, vom weltlichem abgelöst. Ihr wurden operativ die Stimmbänder gekappt und sie ist nun vollkommen stumm. Sie trägt einen blickdichten Niqab, eine Schmetterlingsabaya und schwarze Handschuh. Aber immer noch keinen Slip, denn dass ist Grund ihres Treffens: ‚no Slips‘ Jahrestag.

Sie sitzen hinter einen Paravent, es ist Frauen der Besuch eines Restaurant nur unter strengen Auflagen gestattet. Vergangen die Zeit freizügiger Selbstdarstellung. Um ein Eis voll verschleiert zu genießen bedarf es großen Geschicks von Seiten Clarissas.

So schreibt sie auf ihr Display:

„Manchmal wünsche ich mir die alten Zeiten zurück.“

„Ja“,sagte Annette „es war alles viel entspannter und der Spaß mit den Männern fehlt mir sehr.“

„Abdullah ist der beste Mann für mich, ich liebe es sehr sein devotes Weib zu sein, aber dieses strenggläubige Leben an seiner Seite kann auch sehr anstrengend sein. Mir fehlt die alte Spontanität, das verrückte Leben.“ schrieb Clarissa.

„Am meisten vermisse ich dich, die Zeit die wir zusammen waren, es war immer lustig.“

„Nie hatte ich eine bessere Freundin als dich,“ sagte Annette „und ich wünschte, wir könnten für immer zusammen sein.“

„Wenn du Abdullahs zweite Frau wärst? Wäre das für dich eine Lösung?“,frug Clarissa.

Damit hatte Annette nicht gerechnet, doch dann antwortete sie:

„Stumm wie ein Fisch, blind wie ein Maulwurf und einem Mann vollkommen ausgeliefert, du glaubst, dass ich mir nichts schöneres vorstellen kann?“

„Ich kenne dich gut genug, auch du wirst gerne geleitet, du geniest es dich unterzuordnen. Dieses Leben in staatlicher Obhut, ödet dich doch an. Wir sind zusammen konvertiert, nun lass uns zusammen einem Herrn dienen.“

„Ich bin verwirrt, nicht erst seit heute, es kommt mir vor als hätten wir erst gestern mit ‚noSlps‘ begonnen. Sieh doch nur wie wir uns in dieser Zeit verändert haben. Ich muss aus meiner Wohnung raus und in eines der Jungfernhäuser ziehen. Dort muss ich mich dann einer strengen Hausordnung unterziehen. Du musst darauf warten verheiratet zu werden. Hätte uns vor zwei Jahren jemand gesagt, wie wir heute leben würden, dann hätten wir ihn ausgelacht.“

Annette kam gar nicht mehr klar. Clarissa nahm sie in den Arm und schrieb:

„Wir sind Kinder einer neuen Zeit, die alte wird nie wiederkehren. Alles was wir tun können ist in ihr unser Glück zu suchen. Glaube mir, eine streng islamische Ehe, hat durchaus seine Reize. Ein Leben in Harmonie mit Allah und in Gesellschaft einer Schwester, die ihr Schicksal mit dir teilt, könnte sehr schön sein. Du bekommst einen festen Platz im Leben. Nichts wird dich mehr verwirren.“ Annette antwortete scheu:

„Frag Abdullah, ob er mich will.“

Teil 3

Treffen des‘ Koordinationsausschuss zur Neuausrichtung der Gesellschaft

„Willkommen meine Herren! Ich hoffe, sie hatten eine angenehme Anreise. Ich möchte Ihnen eine kurze Zusammenfassung des letzten Jahres vortragen.

1. Abschaffung des passiven Wahlrechts für Empfänger des bedingungslosen Grundeinkommens und eingeschränktes aktives Wahlrecht für Frauen.

2. Kostenreduzierung durch Einführung von Häusern für unverheirateten Frauen und restriktiver Ehevermittlung (d.h. Frauen ohne den Schutz einer Familie wurden nach Usbekistan, Kasachstan, Pakistan, etc. vermittelt). 3. Kleidungsrichtlinien und Verhaltenskodex für Frauen in der Öffentlichkeit mit dem Ziel sie langfristig an ein häusliches Leben zu binden.

4. Einführung der Polygamie, begrenzt durch die finanziellen Verhältnisse und der sexuellen Potenz des Mannes.

Wie sie sehen können, blicken wir auf ein sehr produktives Jahr zurück. Und möchte hiermit die Diskussion eröffnen. Vielen Dank!“

 

Es war 16:00 Uhr und Abdullah fuhr zur Eisdiele, um seine Frau und ihre Freundin abzuholen. Schon lange dachte er über eine zweite Ehefrau nach. Er wusste noch genau, was für ein Feger Annette vor den Bekleidungsrichtlinien war und sie war deutlich smarter als Clarissa, nur war sie ihm zu alt. Die neue Frau sollte 10 Jahre jünger sein als Clarissa. Eine 16-jährige wäre ihm ganz recht.

Er parkte sein Sharecar und ging in die Eisdiele. Nachdem er sich hat registrieren lassen, wurde er zu den Frauen geführt. Annette musste sich hinter einen zusätzlichen Paravent setzen und ihren Knebel anlegen, um den Imam nicht versehentlich mit ihrer Stimme zu beleidigen.

„Nun, mein liebes Weib. Ich hoffe du hast einen schönen ‚NoSlips‘-Tag gehabt!“ Er ließ sich einen Kaffee bringen.

„Ich habe mich entschlossen bald ein zweites Weib zu heiraten, du wirst zu Hause Hilfe und Gesellschaft haben.“ Durch leises Klopfen auf den Tisch signalisierte sie ihm die Bitte, ihm schreiben zu dürfen. Er ignorierte sie und fuhr fort:

„Sie muss 10 Jahre jünger sein als du, eine 16-jährige wird sich besser in unsere Familie einfügen. Du möchtest mir etwas schreiben?“

Doch Clarissa schüttelte nur mit dem Kopf. Annette saß hinter ihrem Paravent unfähig sich und ihre Qualitäten zu präsentieren. Sie konnte nur resigniert das Gesagte zur Kenntnis nehmen. Wenn sie den Knebel heraus nähme, um zu sprechen, würde sie Abdullah nur verärgern und nur einen Eklat verursachen. Sie war wie alle Frauen dazu verdammt, sich absolut passiv zu verhalten.

Nachdem er den Kaffee ausgetrunken hatte, drängte er zum Aufbruch. Die Frauen mussten in dem blickdichtem Frauenanhänger Platz nehmen. Dann fuhr er zu Annettes Appartement und schellte nach dem Hausmeister, um sie sicher in ihre Wohnung bringen zu lassen.

Zu Hause angekommen öffnete er seiner Frau und meldete das Sharecar ab. Clarissa machte ihm Tee und nahm zu seinen Füßen Platz. Sie wollte doch noch mal versuchen, ihn von einer Ehe mit Annette zu überzeugen und so klopfte sie leise auf den Tisch. Als Abdullah ihre Meldung las, musste er grinsen.

Er sagte: „Du hast immer noch nicht deine Aufgaben in unserer Ehe verstanden. Es gefällt mir ein jüngeres Weib zu heiraten, und was mir gefällt, hat auch dir zu gefallen. Es sollte dich nur glücklich machen, was mich erfreut, Weib und jetzt schweige, ich bin sehr verärgert. Verschwinde in deine Küche! Schnell floh sie in die Küche und dort weinte sie so leise, damit er nicht von ihr gestört wird. Wie auch ohne Stimmbänder! Sie ahnte, dass sie Annette nie wiedersehen wird.

Annette wurde währenddessen vom Hausmeister zu ihrem Appartement gebracht. Er grummelte in etwa:

„Weiber verschicken-Anatolien egal wo hin“.

Annette wurde aus seinem Gebrumme nicht schlau.

Schließlich stand sie vor ihrer Tür und ging hinein. Es war ein schlicht eingerichtetes Zimmer. Im Zuge ihrer Konvertierung wurde ihre Wohnung von den Niqabischwestern neu ausgestattet. Die Möblierung war spartanisch ein flacher Tisch ein Paar Sitzkissen und eine Geschirrtruhe. Ein Radio, dass ausschließlich islamische Sender sendete, rundete die Ausstattung ab .Im Schlafzimmer gab es eine zusammen gerollte Schlafmatratze,eine Wäschekiste und den obligatorischen Gebetsteppich. Sie kochte sich einen Tee und versuchte, dass Erlebte zu verdauen. Sie durfte Clarissa nur mit Abdullahs Erlaubnis sehen.Wer weiß, wann das das nächste mal sein wird. Aber vielleicht konnte Clarissa ihn doch noch überreden. Sie sprach ihr Gebet und ging zu Bett.

Eine Woche später wurde sie in ein Jungfernhaus umgesiedelt. Dort wurde sie auf ein totales Purdahleben vorbereitet. Sie musste 23 Stunden am Tag sich voll verschleiern und sich ein Zimmer mit fünf anderen Frauen teilen. Um ihre Attraktivität auf dem Heiratsmarkt zu steigern wurden ihr die Stimmbänder gekappt und ihre Nase dreimal beringt und ihre Genitalien beschnitten. Sie führte jetzt das Leben einer identitätslosen Niqabi. Sie erhielt ferner eine strenge Unterweisung in Haushaltsführung.

Drei Monate später wurde sie die vierte Frau eines 61-Jährigen, pakistanischen Geschäftsmannes. Sie verlor ihre komplette Identität, sie lernte sich in der dritten Person,sächlich zu sehen.

Ihr Titel war 4. Weib und so verschwand sie für immer aus der Reichweite ihrer Freundin.

Ob ‚NoSlips‘ oder ‚WithSlips‘ hier endet die Geschichte zweier Freundinnen.