Veiled PAGE

Email:   vulcan@anarchocat.com

Hier schreibe ich ein Sequel von Humble Serenity von Fantasy Towers. 

Das Original findet ihr auf http://www.talesoftheveils.info/tales_all.html

Jetzt bin ich müde. Tschüs!

Ihr habt eine Idee für die Story, dann schreibt mir bitte!

 

Name
Nachricht*

Teil 1 Demütige Ruhe und Gelassenheit

Endlich Feierabend! Naja, eher Feier-morgen, wenn man auf Nachtschicht ist. Noch schnell einen Blick in den Briefkasten. Mhm, ein Brief von der Hausverwaltung.

Oh! Nein! Er hatte vergessen die Miete zu bezahlen. Verdammt!

Ich heiße Natascha Dombrotski, kurz Tascha und lebe seit kurzem mit meinem Freund Florian Fieberreisen zusammen. Ich hatte davor immer bei meinen Eltern gelebt. Ich muss sagen, jetzt wurde mir erst bewusst, um wie wenig ich mich da kümmern musste. Aber für jeden kommt der Tag, an dem die Sonne nicht immer nur auf seinen Arsch scheint. Man wird erwachsen und auf den Weg dahin, vergisst man schon mal etwas. Wie zum Beispiel seine Miete zu bezahlen. Aber ich hatte Feier-morgen und noch geiler seit langem wieder mal ein freies und langes Wochenende.

Ich hatte auf den Nachhauseweg frische Brötchen gekauft, denn ich wollte mit Florian frühstücken, bevor er zur Arbeit fuhr. Ich ging in die Küche, schmiss die Kaffeemaschine an und deckte den Tisch. Ich war todmüde, denn ich hatte zwei Wochen durchgehend Nachtschicht und zusätzlich auch noch Überstunden gemacht. Ich bin Krankenschwester; ein Beruf den man lieben musste, oder sonst bleiben ließ.

Ich war wohl immer schon ein sehr prädestiniertes Opfer. Ich liebte es, meine Mitmenschen zu pflegen und mich zu kümmern.

Mein Florian war mir aber am wichtigsten. Egal, wie müde ich war, wichtig war mir, dass er ein gutes Frühstück und einen langen, liebevollen Abschiedskuss von mir bekam. Erst dann wollte ich ein paar Stunden schlafen, um dann die Wohnung zu putzen und zu Abend ein gutes Essen zu zubereiten. Die Hausarbeiten waren allein meine Sache, so wollte ich es.

Die Miete pünktlich zu bezahlen und anderer ‚Papierkram‘ waren allein seine Sache. Doch das hatte bis heute Abend Zeit, sollte er doch unbelastet seinen Tag beginnen.

Meine Freundin Elle nannte mich die geborene Sub, doch das hielt ich für übertrieben. Mein Kerl tat alles für mich und so verwöhnte ich ihn, damit das so bliebe.

Elle hatte dauernd wechselnde Partner und heulte mir, wenn Schluss war, dauernd was vor. Für sie waren alle Männer Schweine, bis sie sich wieder unglücklich verliebte.

Ah, mein Adonis war erwacht und ging geradeaus ins Bad. Ihn morgens anzusprechen wäre fatal. Er war die Inkarnation eines Morgenmuffels. Aber ein wenig wollte ich mir von ihm stehlen. Während er sich die Zähne putzte, betrachtete ich seinen muskulösen Rücken.

„Guten Morgen! Ich hoffe, mein Beau hat gut geschlafen!“

Er grummelte etwas in seinen Bart. Ich streichelte sein Kreuz und hauchte einen flüchtigen Kuss auf denselben. Mehr ging morgens bei ihm nicht.

Wie immer frühstückten wir schweigend Als er fertig war, begleitete ich ihn zur Garderobe und half ihn in seinen Mantel. So entlockte ich meinem Morgenmuffel einen Kuss und er sagte:

„Auf dem Schreibtisch habe ich etwas für dich hingelegt. Lies es, wir reden dann heute Abend.“

Es stimmte schon, er war wirklich sehr dominant.

Ich weiß noch, bei unserem ersten Date. Wir waren im Kino und anschließend in der Altstadt. Ins Apple. Eigentlich nicht meine bevorzugte Gastronomie, doch es war sein Revier, hier konnte man meinen, er kannte jeden. Dauernd wurden wir von irgend einen Heini oder einer Heinette gestört. So sehr er es scheinbar genoss, so mehr war ich angepisst.

Dann ließ er mich einfach alleine stehen mit dem Hinweis, dass er ein wichtiges Geschäft abschließen wollte. I

ch war stinksauer auf ihn und flirtete mit dem nächstbesten Typen. Wie er zurück kam und sah was ich da machte, packte sein Kumpel den Typen und warf ihn raus.

„He! Spinnt dein Kumpel? Was fällt dem ein, mir den Typen wegzunehmen!“ rief ich empört und schon hatte ich von ihm meine erste Klatsche. Ich war noch nie in meinem Leben geschlagen worden, ich war perplex, ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte.

„Du bist mit mir hier, Tascha! Wage es dich nicht noch einmal, mit einem fremden Typen rumzumachen.“ ,sagte er und schaute mir streng in die Augen und mich durchfuhr ein seltsames, mir vollkommen unbekanntes Gefühl: es war Wut, schon, aber auch Stolz, dass ich so wichtig für ihn war. Und mir lösten sich Worte von den Lippen, die ich eigentlich nie hätte sagen wollen:

„Verzeih mir, bitte! Ich werde so was nie wieder tun!“

„Das will ich dir auch geraten haben!“ ,sagte er ernst. Dann nahm er mich sanft in die Arme und ich schmolz dahin.

Nie wieder nahm er mich mit in die Altstadt, was ich ganz okay fand. Wie gesagt, mir gefiel sie nicht.

Und nie wieder wollte ich ihm einen Grund zur Gewalt geben.

Teil 2 Reisepläne

Er war weg und ich ‚haute mich erst mal aufs Ohr‘. Am frühen Nachmittag stand ich auf, räumte die Wohnung auf und bereitete das Essen vor. Ich duschte, machte mich hübsch für ihn, machte mir einen Kaffee und ging zu seinem Schreibtisch. Es lagen da ein paar bunte Prospekte und ein Brief. Der Brief und auch die Prospekte waren in Englisch. Na,toll! Ich war Krankenschwester und keine Dolmetscherin.

Ich schnappte mir das Zeugs und flenste mich mit meinem Kaffee in meine Lieblingsecke. Also erst mal die Prospekte, Bilder sagen oft mehr als tausend Worte. Zu oberst prankte in goldenen Lettern:

Aserbaidschan

Interessant, was soll ich da? Vielleicht Urlaub machen? Nun die Landschaftsbilder waren wirklich wunderschön. Wie auch immer die Hauptstadt war Baku und lag am Kaspischen Meer. Geographie war jetzt nicht so meine Stärke. Ich bemühte mein iPad.

Wie ich mir dachte: am Arsch der Welt. Ich trank in Ruhe meinen Kaffee aus. Dann versuchte ich mit Hilfe des Internets den Brief zu entziffern. Man freute sich über das Interesse des Herrn Florian Fieberreisen für ihr schönes Land und sie würden die Anstellung sehr gerne mit ihm besetzen.

Weiter kam ich nicht, denn ich hörte das Türschloss. Schnell sprang ich auf, um Florian zu begrüßen. Ich fiel ihm um den Hals und er hob mich hoch, um mit mir im Schlafzimmer zu verschwinden.

Er meinte die Bettdecken müssten dringend auf geschüttelt werden. Fand ich auch.

Vier Stunden später:

Die Sonne war versunken und der Mond schien auf eine wohlig in sich schmatzende Tascha und einen tiefen entspannten Florian.

„Komm, Tascha! Dein Hengst braucht Futter.“ flüsterte er mir ins Ohr.

Mit einem theatralischen Seufzer kroch ich aus dem Bett und begab mich ins Bad und dann in die Küche.

Nach dem Essen flensten wir uns bei leiser Musik aufs Sofa.

„Und hast dir die Sachen angeschaut?“ ,frug er mich.

„Aserbaidschan, Baku, Kaspisches Meer und als ich den Brief versuchte zu entziffern, kamst du durch die Tür.“

Er lachte: „Unsere Krankenschwester und Sprachen. Aber das erledigt sich vielleicht von selbst. In Kurzform: Sie bieten mir einen Posten in führender Position an. Sie zahlen mir viermal mehr als hier. Und wir wohnen kostenlos in einer großen Villa. Alles steuerfrei. In spätestens fünf Jahren haben wir uns gesund gestoßen.“

„Du meinst, du willst mit mir da leben?“ ,frug ich leicht konsterniert.

„Das ist doch wohl nicht dein Ernst? Das ist am Arsch der Welt!“

„Nun. Aber ein besonders gewinnbringender Arsch. Tascha nur fünf Jahre. Das darf ich mir nicht entgehen lassen. Kommst du mit?“

Das klang ultimativ. Sekt oder Selters? Ob ich mitkomme oder nicht. Er wird gehen.

„Habe ich Zeit, mir das zu überlegen?“

„Nein!“

„Wann?“

„In sechs Wochen. Ich habe die Wohnung schon gekündigt. Kündige du deinen Job! So früh es geht.“

Wäre es jetzt nicht vernünftig, sich Zeit zum überlegen zu lassen und gab es nicht tausend Einwände gegen seine Pläne? Ich glaube, ich hatte nie eine Chance! Mit ihm konnte ich nur leben oder sterben. Und wieder hatte ich dieses seltsame Gefühl. Es erstickte jeden Widerstand in mir. Es machte mich glücklich, ihm zu folgen. Er gab mir die Kraft, alles zu überstehen, selbst ein Leben am Arsch der Welt, wenn ich nur bei ihm bleiben durfte.

Teil 3 Verheiratet-In der Schweiz

6 Wochen später

Wir saßen im Flieger nach Aserbaidschan und hinter uns lag eine Zeit, die durch die Reisevorbereitungen, wie im Traum verging.

Neben all dem Stress: Haushaltsauflösung, Verträge kündigen, die Arbeitsstelle aufgeben, Bürokratie, Heirat – wir wurden von seiner neuen Firma gedrängt, da es in Aserbaidschan unüblich ist unverheiratet als Paar zusammenzuleben - und drei Wochen Crash-Kurs von Humble-Serenity in der Schweiz.

Ich war nun Natascha Fieberreisen und für mich ist das eine kleine Wiedergutmachung für den ganzen Stress.

Der Flieger war noch nicht abgehoben, da kriegte ich schon Heimweh. Florian bemerkte meine Unruhe und legte einen Arm um mich. Dankbar lehnte ich meine verhüllten Kopf an seine Schulter. Ja, mein Kopf steckte jetzt in einer Haube und mein ganzer Körper versteckt in Bergen von Stoff. Humble-Serenity sagte, es diente der Integration seiner Mitarbeiter in Aserbaidschan, dass Frauen sich bedeckten und widersprach wohl auch nicht dem Interesse der Gemeinschaft.  

Vor drei Wochen wurden wir von Humble-Serenity in ihr Trainingszentrum in den Schweizer Alpen eingeladen. Es war wirklich eine beeindruckende Anlage, sie war idyllisch in einem Tal gelegen und von unglaublichen Ausmaß. Jetzt war es für uns offensichtlich, wie mächtig Humble-Serenity war.

Unser Wagen fuhr durch eine Einfahrt auf das Gelände und hielt an einem gläsernen Portal. Uns empfing ein exotisch gekleideter Mann. Er war eindeutig Westeuropäer, aber sein Kleidung war farbenfroh und ähnelte im Schnitt der indischen Männerkleidung, wie ich sie aus Bollywood-Filmen kannte. Hinter ihm stand eine Frau, oder besser gesagt ein Kegel mit einem kleineren Kegel oben drauf. Er war genauso farbenfroh.

Ich hätte ahnen können, dass auch mir bald dieses Schicksal widerfahren sollte.

„Herzlich willkommen, Herr und Frau Fieberreisen! Ich heiße Martin Sauer und das ist mein liebes Weib Veronika. Es ist unsere Aufgabe euch zu empfangen und in unsere Gemeinschaft einzuführen. Um euer Gepäck wird sich gekümmert. Du, Natascha gehst bitte mit meinem Weib, sie wird dir alles zeigen und ich kümmere mich um dich, lieber Florian.“

Der Kegel näherte sich mir und ich schaute in ein mich freundlich anlächelnden Gesichtsausschnitt. Ich sah nur Augen, Nase und Mund. Eine behandschuhte Hand kam aus dem Kegel und ergriff meine Hand und nahm mich mit, ehe ich überhaupt reagieren konnte.

Innerhalb des Gebäudes waren alle, die mir begegneten genauso gekleidet. Es fiel direkt auf, wenn man von außen kam, wie ruhig und gelassen die Atmosphäre hier war. Es gab absolut keine Hektik.

Die Frauen in ihrer seltsamen Kleidung faszinierten mich. Kegel in den buntesten Farbeinkombinationen und die Art wie sie sich bewegten, hatte etwas Majestätisches, es sah aus als ob sie schweben würden.

Veronika zog mich mit Nachdruck weiter, bis wir vor einer hohen Tür standen. Statt einer Türklinke war ein rohrähnliches Gebilde auf Augenhöhe angebracht. Veronika schob ihren oberen Kegel, also der Fairness-halber nenne ich ihn besser Haube, über das Rohr. Man hörte, wie sich Riegel zur Seite schoben und dann öffnete sich die Tür, um, als wir eintraten, wieder vor einer Tür zu stehen. Sie wiederholte das Ritual und es öffnete sich diese, während die erste wieder hinter uns verriegelt wurde. Mir dämmerte es: Das war ganz klar eine Schleuse.

Wir standen in einer Art Vorraum, in dem scheinbar nur Kegel waren.

Teil 4 schockiernde Umwandlungen

Ich weiß nicht, wie lange ich da hing.

Wie ich wach wurde, lag ich auf einer Matte mit einer weichen Decke zugedeckt. Langsam kam ich wieder zu mir. Ich setzte mich auf und wollte reflexartig mir die Haare aus meinem Gesicht streichen.

Haare? Scheiße! Wo sind meine Haare?

Mir lief es eiskalt den Rücken runter. Mein Kopf war kahl, wie eine Bowling kugel. Nicht mal die Augenbrauen hatten sie mir gelassen.

Ein Griff in meine Privatsphäre bestätigte meine Befürchtungen. Ich war am ganzen Körper haarlos.

Dann kam der nächste Schock: meine Füße waren weg. Ich hatte nur noch Fersen. Ich wollte vor Horror los schreien, aber kein noch so kleiner Pieps kam über meine Lippen. Das war dann doch zu viel für mich und ich fiel in eine gnädige Ohnmacht.

„Wach auf, kleine Schlafmütze! Es wird Zeit!“

Ich öffnete die Augen und sah in von Veronikas Gesichtsausschnitt, umrahmt von ihrer Haube. Sie lächelte mich liebevoll an und sagte:

„Wir müssen uns jetzt fertig machen, dann wird dir von unserem Aufseher alles erklärt.“

Benommen und unter Schock versuchte ich aufzustehen. Vergeblich, ich fiel direkt vor ihre Füße (Füße?).

„Du musst lernen auf deinen verbliebenen Fersen zu laufen! Versuch es noch mal!“

Sie hielt mir beide Hände hin. Ich nahm sie und hielt mich, wenn auch wackelig, aufrecht. Wie ich sie das erste mal sah, war sie deutlich kleiner als ich, jetzt konnte ich ihr direkt in die Augen schauen. Sie hatten mich um mindestens zehn Zentimeter geschrumpft. Ich wollte sie fragen, was mit mir passiert sei, doch ich war immer noch stumm wie ein Fisch. „Habe Geduld! Es wird dir alles erklärt.“ ,sagte sie.

Sie reichte mir Unterwäsche und ich hielt mich an ihr fest, um mich anzuziehen. Es folgte ein langes weites Hemd mit langen Arm. Es reichte bis zum Boden. Als nächstes zog sie mir ein großes schweres Stoffteil über den Kopf. Ein kleines Loch in der Mitte ließ nur noch meine Augen, Nase und Mund frei. Ich stieg mit meinen Restfüßen in ein seltsam aussehendes Paar Stiefel. Der untere Teil schien aus Gummi zu sein und erinnerte etwas an Hufe. Dann zog sie mir ein Paar Handschuhe mit langen Stulpen über. Ich musste meine Hände zur Faust machen, damit sie über die Hände gingen. Lethargisch betrachtete ich meine Hände, sie waren nun völlig nutzlose Klumpen. Zum Schluss kamen die obligatorischen Kegel. Ich stieg in einen dicken, steifen, kegelförmige bis zum Boden reichenden Mantel. Die Haube war aber ein Meisterwerk der Erniedrigung: Man musste seine Kopf von hinten in den Kegel stecken, dann wurde hinten mit einer Klappe die Haube verschlossen. Mein Kopf wurde dadurch zu einer leicht gesenkten Haltung gezwungen. Auch durch die Länge und dadurch das sie eng an den Seiten an lag, reduzierte sich mein Gesichtsfeld auf vielleicht noch drei Meter nach vorne. Es war als ob man durch ein Rohr schaute. Meine neue Kleidung war von hoher Qualität und sehr edel in einem englisch-grün mit roten und goldenen Borten gehalten. Ich betrachtete mich im Spiegel. Ich hatte jetzt etwas Fremdartiges und Imponierendes an mir, und doch übersah man leicht die Tatsache, dass ich, verkrüppelt und stumm da drin steckte. Ich steckte wohl in einer wunderschönen Hölle.

Veronika ließ mich solange auf meinen Stumpfen hin und her laufen, bis ich halbwegs sicher war. Jetzt erklärte sich mir der schwebende Gang der Frauen, denn auch ich konnte mich nur noch so vorwärts bewegen.

Dann kam der schwerste Teil. Ich musste mich hin knien und wieder aufstehen. Ohne Füße erforderte das meine ganze Kraft und ich schwitzte unter meinen dicken Stofflagen.

„Ich bring dich jetzt zum Aufseher.“ Es klang bei ihr so etwas wie Angst oder Ehrfurcht durch.

Teil 5 Konvertierung

So schwebte ich zum ersten mal als Kegel im Einklang mit Veronika durch die Gänge. Wir erreichten eine mit Ornamenten geschmückte Tür. Veronika forderte mich auf meine Augen so lange vor das Rohr zu halten, bis ich ein grünes Licht sähe. Dann befahl sie mir mich hinzu knien und zu warten. Dann verließ sie mich.

So machte ich mit der ersten Tugend einer Serenity-Frau Bekanntschaft – Unendliche Geduld. Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnete sich die Tür und ich erhob mich mit ganzer Kraft und trat ein. Es war ein leerer Raum. Am Ende leuchtete ein grünes Licht und in meinem Kopf erklang eine gebieterische Stimme:

„Tritt vor Weib und erweise deinem Aufseher den nötigen Respekt!“

Ich hörte ihn nicht mit den Ohren, nein, Gott, es war als ob er in mir selbst war und mein Körper vibrierte durch seine Stimme. Es war eine unglaubliche, Ehrfurcht gebietende Erfahrung und ich sank mit gesenkten Kopf auf die Knie.

„Öffne dich!“ befahl die Stimme und ich ließ ab von jeglichem Widerstand. Wie eine Welle durchfuhr mich die ‚Demütige Ruhe und Gelassenheit‘, in Sekundenschnelle erhielt ich alles Wissen um eine hingebungsvolle Dienerin von Humble-Serenity zu sein. Nie wieder würde ich zweifeln. Ich hatte meinen Platz und meine Bestimmung im Leben gefunden. Unterwerfung und Hingabe an ‚Demütige Ruhe und Gelassenheit‘.

Mein nächster Platz, war das Depot. Ich wusste, wie ich dahin fand und warum ich dort hin musste. Das Wissen war scheinbar in meinem Kopf. So glitt ich meinem neuen Ziel entgegen. Im Depot angekommen, steckte ich meine Haube über das Registrierungsrohr, ging zum Fütterungsrohr, um zu essen und zu trinken, dann kniete ich mich hin und wartete.

Es spielte keine Rolle, wie lange ich wartete. Ich wartete, basta.

Florian:

Martin Sauer führte mich in die Empfangshalle. Nachdem ich einen Iris-scan gemacht hatte, Blut- und Urinprobe abgegeben hatte, zeigte mir Martin die riesige Anlage und mein Appartement. Nach einigen Stunden waren wir hungrig und durstig und gingen in das nächstgelegene Restaurant. Nachdem wir gegessen und unseren Durst gelöscht hatten, ließen wir uns eine Haschisch-Shisha bringen. Martin frug mich: „Interessiert es dich, wie es deinem Weib geht?“

„Ja, schon, aber im Moment sitze hier und finde ich bin erst mal genug gelaufen.“ Er lachte und sprach in sein Smartphone:

„Natascha Fieberreisen!“ und reichte es mir.

Das Display zeigte einen knienden Konus und sprach:

„Natascha, integriert und registriert als Besitz des Florian Fieberreisen, wartet auf Abholung Im Depot.“

„Es ist dein Smartphone.“ ,sagte Martin, als ich es ihm zurückgeben wollte.

„Danke! Es war ein langer Tag. Ich glaube ich, ich sammel mein Weib ein und ziehe mich jetzt in mein Appartement zurück."

Ich ließ mich von dem Smartphone ins Depot leiten und holte Natascha ab. Vor mir stand ein um zehn Zentimeter geschrumpfter Konus.

„Tascha bist du es?“ ,frug ich es.

„Ja, es ist dein gehorsames Weib Natascha. Es dankt seinem Besitzer, das er es abholt.“

Interessant es sprach von sich in der dritten Person, sächlich.

„Dann komm, lass uns gehen!“ Schließlich erreichten wir unser Appartement. Als ich es betrat, spürte ich die Anstrengungen eines aufregenden Tages.

„Darf dein Weib sich umkleiden, um seinen Herrn zu bedienen?“, frug es mich.

„Natürlich, Liebes, geh nur. Bring mir bitte, wenn du soweit bist, einen Kaffee."

Zehn Minuten später kam sie vollständig umgezogen mit einem Kaffee zu mir.

„Stell dich bitte vor mich. Ich möchte dich betrachten.“

Sie war ein Konus, sie hätte jede Frau sein können. Wie sie so vor mir stand, eine bunte geometrische Form, bekam ich etwas Gewissensbisse. Hätte sie gewusst, was ihr hier geschah, sie wäre niemals mitgekommen. „Wie fühlst du dich? Gefällt es dir hier?“ ,frug ich sie.

„Es hat seinen Platz an deiner Seite und wo du bist, da ist es glücklich, Herr.“,sagte sie.

„Du warst Krankenschwester und hast im Krankenhaus gearbeitet. Vermisst du es nicht?“

„Es hat seinen Platz und seine Bestimmung im Leben gefunden. Es ist Unterwerfung und Hingabe an ‚Demütige Ruhe und Gelassenheit‘. Warum sollte es die Arbeit im Krankenhaus vermissen. Es wünscht sich nur seinem Herrn zu dienen.“, sagte sie

„Ich bin müde und gehe schlafen.“

Ich erhob mich und ging ins Bad. Es hatte schon Wasser in die Wanne eingelassen und zog mich jetzt aus. Ich stieg in die Wanne und es begann sofort mich einzuseifen. Daran könnte ich mich gewöhnen, es war köstlich, total entspannend. Beinahe wäre ich in der Wanne eingeschlafen. Also beendete ich schnell. Es spülte mich ab und wickelte mich in ein frisches Handtuch.

Als ich das Schlafzimmer betrat lag auf dem Bett ein frischer Schlafanzug. Ich zog ihn schnell an, legte mich ins Bett und schlief sofort ein.

Teil 6 Der erste Tag

Florian:

„Guten Morgen, Bruder Florian.“, begrüßte mich Martin Sauer auf dem Com.

„Ich hoffe, du hast gut geschlafen? Ich komme in ca. einer halben Stunde zu dir. Bis dann.“

Ich saß am Frühstückstisch und schaute auf meinen Konus, der mal Tascha war. Ich war mir nicht mehr so sicher, ob dass so eine gute Idee war der ‚Humble Serenity‘ beizutreten. Mir fehlten jetzt schon die gezielten kleinen Aufmerksamkeiten mit dem die Kleine versuchte mir Morgenmuffel eine Liebkosung abzugewinnen. Nun, sie verwöhnte mich wie immer, nur war es jetzt vollkommen selbstlos. Langweilig?! Sie hätte mich schon längst gedrängt, zur Arbeit zu fahren.

Ich fuhr jetzt schon drei Monate lang zur Arbeit, obwohl ich keine mehr hatte und wohl so schnell auch nicht finden werde. Mit Betriebswirten kann man die Straßen pflastern! Mich von ihr abhängig zu machen, kam für mich gar nicht in Frage. Männer, die sich von Frauen aushalten lassen, sind doch erbärmliche Loser! Nach wochenlanger Suche stieß ich auf ‚Humble Serenity‘ ein religiöser Verein aus den USA. Ich dachte:

„Wie tief muss ich noch sinken, um mich diesem bigotten Haufen Bibelschwätzer anzuschließen?“

Exakt zwei Wochen, da war ich finanziell am Arsch. Ich registrierte mich, erstellte mein Profil auf ihrer Website und wartete.

Drei Wochen später saß ich mit einem Konus in einem Humble Serenity Appartement. Es klopfte und ich ließ Martin eintreten.

„Alles okay? Wie gefällt dir dein neues Weib?“, frug er.

„Es funktioniert perfekt.“, sagte ich mit leicht sarkastischen Unterton, der Martin nicht entgangen war.

„Uns geht es um eine neue Weltordnung, da müssen wir alle Opfer bringen. Aber du kannst einiges nach deinem Geschmack einrichten, wenn es nicht gegen die Direktive verstößt.“

„Mich stört das sklavische Getue und sie soll normal mit mir reden, nicht in der dritten Person.“

„Kein Problem.“, sagte er. „Gib ihr einfach den Befehl.“

„Tascha ich will, dass du dich normal wie früher verhältst, von dir in der ersten Person, weiblich sprichst und mich beim Namen nennst.“, sagte ich.

„Also, wer bist du und was machst du?“

„Ich bin Natascha, genannt Tascha, und bediene dich, Florian.“,erwiderte sie.

„Dann setze dich zu uns und frühstücke mit uns.“

„Es verstößt gegen die Direktive mich zu setzen. Wir Weiber dürfen im Dienst nur knien oder stehen und beim Liebesdienst dürfen wir liegen.“

So blieb sie weiter neben mir stehen, um mich mit Hingabe zu bedienen. „Du siehst, sie sagt dir schon, was noch geht und was nicht.“, sagte Martin.

„Alles Gewohnheitssache! Es wird Zeit für ihre Konditionierung und auch du hast heute etliche Termine, okay?“

 

Teil 7 Aserbaidschan

Tascha:

Die Herren sind gegangen und ich räume auf, bringe die Essensreste zum Konverter. Damit er mir daraus meine köstliche Nahrungspaste formt. Weiber essen immer nach den Männern und nur die Reste. Damit wird sichergestellt, dass Lebensmittel nie weggeschmissen werden müssen. Ist das nicht fantastisch. Für uns verbotene Ingredienzien, wie Kaffee, Tee oder Alkohol werden im Konverter automatisch entfernt. Durch Hinzufügen von frischem Obst und Salat erhalten wir täglich eine gesunde Diät. Auch das wir uns nie satt essen dürfen, erhöht unsere 'Demütige Ruhe und Gelassenheit'.  Dadurch führen wir Humble-Serenity Weiber ein bescheidenes und Gott-gefälliges Leben. Ich bin so froh jetzt eine von vielen zu sein. Vergessen die dummen Eitelkeiten, wie Mode oder Haarpflege. Zeit, die ich jetzt für meinen Dienst an Allah und Florian nutzen kann. Humble-Serenity kümmert sich um mich. Ich bin endlich befreit von den alltäglichen Sorgen. Ich brauche nichts bedenken oder planen, alles übernimmt Humble-Serenity. Ich bin da und ich diene, um Allah und meinen Florian zu gefallen. Ich muss noch viel Neues lernen, um für Humble-Serenity nützlich zu sein. Darum muss ich jetzt zu meinen Lehrer ‚ESU‘. Florian Fieberreisen, mein Besitzer, soll stolz auf mich sein.

 

Drei Wochen später:

Für Florian und Tascha waren die Wochen im Humble Serenity eine Zeit völliger Neuorientierung. Für Florian war die Aussicht auf ein gutes Gehalt und ein Neuanfang in Aserbaidschan, Antrieb genug den teils verwirrenden Forderungen seitens Humble-Serenity zu folgen.

Bei Tascha verhielt es sich doch etwas anders. Nach und nach entließ das ESU sie wieder in ihre Selbstverantwortung, da sie sonst irreversibel psychisch erkranken würde. Was aber blieb war die Humble-Serenity Prägung. So wurde sie sich mehr und mehr bewusst, was man ihr angetan hatte. Man hatte sie verkrüppelt, enthaart und sie in restriktive, erniedrigende Kleidung gesteckt und sie in die Rolle einer willenlosen Sklavin gezwungen. Doch ohne das sie Verärgerung darüber empfand. Es hinterließ bei ihr ein tiefes Glücksempfinden, Humble-Serenity zu dienen, auch wenn langsam und schmerzhaft die Erinnerung an ihr altes Leben zurückkehrte. Selbst wenn sie mit aller Kraft widerstehen würde, sie könnte dann nur noch ein erbärmliches, glückloses Dasein fristen. So kam sie zu der Einsicht, dass es jetzt ihr Schicksal war, sich zu fügen.

Nun flogen sie nach Aserbaidschan in ein neues Abenteuer. Am Flughafen von Aserbaidschan wurden sie von einem jungen, schweigsamen Mann empfangen. Er lud ihr Gepäck und Tascha auf die Ladefläche seines Pickup, die sie sich mit einigen Ziegen und Strohballen teilen musste. Er gab ihr noch eine große Wasserflasche mit einem Schlauch und dem Hinweis sparsam damit umzugehen. Florian setzte sich zum Fahrer nach vorne in die voll klimatisierte Fahrgastzelle. Die Straßen der Hauptstadt waren in sehr gutem Zustand, doch schon wenige Kilometer außerhalb veränderte die Straße sich drastisch. Sie wurde mehr zur Piste, übersät mit Schlaglöchern, die fast ungefiltert an die Insassen im Auto abgegeben wurden. Dazu durfte Tascha sich von der Sonne braten lassen und der beißende Gestank der Ziegen, erleichterten ihr auch nicht das Atmen. Stoisch durch eine ihr Gesichtsfeld reduzierende Haube, konnte sie sich nicht vom majestätischen Ausblick auf eine überwältigende Gebirgslandschaft ablenken. Auf den Kot der Ziegen starrend, vollzog sie lethargisch ihre Humble-Serenity Übungen und verfiel in einen Zustand totaler Abwesenheit. In diesem Zustand war sie nur ein funktionierender Gegenstand, der in sich Ruhe und Gelassenheit fand. Ein ‚Es‘ wie es die Väter von Humble-Serenity es sich für alle Frauen wünschten. Was von ihr übrigblieb waren Reflexe, keine Empfindungen für die Zeit oder körperliches Unbehagen drangen mehr zu ihr durch. Ein Humble-Serenity Kleiderballen auf der Ladefläche eines Pickup sonst nichts.

Nach Stunden einer strapaziösen Fahrt endete für unsere kleine Gruppe die Fahrt. Sie standen von zwei Bergen umgeben vor einen mit Felsen überhäuften schmalen Grad, der in ein tiefer gelegenes Dorf führte. Es war ein repekteinflösender Anblick. Tascha sah davon nichts unter ihrer Haube. Sie musste sich tief bücken und der junge Mann befestigte ein Weidengestell auf ihren Rücken. Darauf wurden die schweren Koffer gebunden. Nur noch den Dreck des Weges vor ihren Füßen sehend, musste sie den Männern die steile Passage ins Dorf hinab folgen. Es sollte ein gutes Training für sie sein, denn beladen mit nasser Wäsche am Waschtag und ansonsten  um frisches Wasser aus der Quelle zu holen, würde sie, wie alle Frauen im Dorf diesen Weg täglich gehen müssen. Wieder verfiel sie in einen Zustand tiefer seelischer Katatonie und folgte den Männern wie ein Lasttier, denn mehr war sie auch nicht. Immer öfter wird sie sich nun den Humble-Serenity Übungen unterwerfen müssen, um das harte Leben, dass sie erwartete zu meistern. Florian wird die neue Ordnung von Humble-Serenity in diesem Dorf etablieren, wie es seine Brüder auf der ganzen Welt tun und Tascha wird ihm dienen und Kinder gebären. Das ist der Lauf der Dinge für die Diener von Humble-Serenity.

Ende?