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Teil 38

Sheik und Ali Meiser

„Ass-Salaam-Alaikum, Ali!“

„Wa-Alaikum-Ass-salaam, Sheik! Du wolltest dich über unsere Fortschritte erkundigen? Nimm bitte Platz! Aleyna, wir haben Besuch. Bring Tee!“, rief er in Richtung Küche.

Hier saßen Aleyna und Samira am Laptop um die nächsten Aktionen der ‚Jungen Patrioten‘ zu koordinieren. Der Verein wuchs so rasch, dass Aleyna langsam an ihre Grenzen stieß. Anfangs konnte Faizah ihr noch helfen, aber jetzt steckte sie selbst mit dem Wahlkampf in kaum zu bewältigender Arbeit.

„Bleib sitzen, Mama, ich mach das schon.“, sagte Samira. „Danke, mein Kind, aber du weißt, das nur ich servieren darf.“, sagte sie.

„ Aber ich werde dich begleiten. Ich will wissen, wer uns besucht.“, beharrte sie.

Wie immer blieb der Sheik stumm, bis er seinen Tee bekam. Aleyna mit Samira im Gefolge brachte Tee und Gebäck.

„Ass-Salaam-Alaikum, Aleyna! Ass-Salaam-Alaikum, Samira!“ grüßte der Sheik freundlich.

„Ich würde mich euch gerne widmen, doch leider haben Ali und ich fundamentale Dinge zu bearbeiten und so bitte ich darum, dass ihr euch in den Frauentrakt zurückzieht und die Türen hinter euch schließt.“

Die Frauen flüsterten: „Wa-Alaikum-Ass-salaam, Sheik! Wie du befiehlst!“, und verschwanden.

„Ali, wie lange wird Lisa Nahles schon von uns beliefert?“ (Er meinte natürlich das Gas. Selbst in so sicheren Räumen achtete der Sheik darauf, seine Aktivitäten zu verschleiern)

„Es sind jetzt genau sechs Wochen und zwei Tage, bei minimaler Dosierung.“, teilte er dem Sheik mit einem genussvollen Grinsen mit.

„Ich sehe schon, Faizah hat dich vorab informiert, richtig?“, und der Sheik war zutiefst stolz auf seine Leute. Sie waren wirklich jeden Cent wert.

„Ali, hier ist eine Liste von Personen, bei denen du den Level um zwei Punkte erhöhst.“, sagte der Sheik.

„Darf ich fragen, worum es genau geht?“

„Nein, natürlich nicht! Du solltest langsam unsere Politik verstanden haben. Dein Wissen ist dein Wissen und meins ist meins!“, sagte der Sheik ungehalten.

„Es war jetzt dämlich von mir, kommt nicht mehr vor.“, sagte Meiser.

„Gefährlich nicht, dämlich, mein Freund! Nicht umsonst bezahle ich dich so fürstlich. Wiege dich nie in Sicherheit! Also sei immer auf der Hut! Nun schließe die Unterlagen gut weg und dann hol mir deine zwei Mädchen nochmal her. Am besten mit frischem Tee.“, sagte der Sheik wieder etwas entspannter.

Aleyna und Samira brachten frischen Tee und alle setzten sich zusammen.

„Wir sehen mit großer Freude, das rapide Wachstum unserer Jugendorganisation und mit großer Sorge deine Arbeitsüberlastung, liebe Aleyna. Nun gilt es die Organisation zu organisieren. Du weißt vielleicht, das wir im großen Stil Immobilien aufkaufen und den Bedürfnissen Islamischer Familien anpassen. So ist es uns gelungen Mietwohnungen in der Nähe der Moschee und der Madrasa für Verwaltungszwecke frei zu setzen. Ferner sind in letzter Zeit einige Hartz4-geschädigte Damen, die Angestellte in der Verwaltungsarbeit waren, zum 'Wahren Glauben' konvertiert. Kurz um: du bekommst eine Abteilung mit zehn Angestellten. Wie gefällt dir das?“

„Sheik, Allah segne dich! Das ist eine wunderbare Nachricht. Ich danke dir von ganzem Herzen!“, begeisterte sich Aleyna.

„Parallel dazu wird in Berlin eine Verwaltungszentrale eingerichtet, der du unterstellt sein wirst.“, ergänzte der Sheik.

„Nun zu dir Samira! Du legst im Mai deine Abiturprüfungen ab, richtig?“ „Ja, Mitte Mai und Ende Juni weiß ich, ob bestanden habe oder nicht.“

„Kein Zweifel,natürlich bestehst du. Wie auch immer möchte ich, dass du meinen Sohn Rachid im August heiratest.“, verkündete der Sheik feierlich.

Samira konnte vor Freude nur quietschen und überwältigt vor Freude sprang sie dem Sheik um den Hals. Was für ein Fauxpas! Im gleichen Moment wäre sie am liebsten vor Scham tot in den Boden versunken. Sie raffte ihre Schleier und rannte in den Frauentrakt. Sie bekam nicht das Grinsen des Sheik und der anderen mit.

„Aleyna!“, sagte er. „Gehe zu ihr und sage ihr, dass ihre Umarmung mir sehr gut gefallen hat und dass sie, wenn sie erst mal meine Schwiegertochter ist, sie es gerne regelmäßig machen darf. Das Einverständnis meiner Weiber vorausgesetzt.“

Aleyna sagte: „Es ist schon später Nachmittag und ich bitte dich Sheik mit uns zu Abend zu essen und das Abendgebet mit uns zu sprechen. Dann erhob sie sich kichernd und ging.

Gerne nahm er die Einladung an und froh und stolz auf sein Tagwerk, verließ er am frühen Abend seine neue zukünftige Verwandtschaft.