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Philipp Inthür:

Zuerst möchte ich mich Euch vorstellen: Ich heiße Philipp Inthür. Ich bin Mitglied der CDU und gewählter Abgeordneter im Bundestag. Ich zähle mich innerhalb der CDU zum konservativen Flügel. Dann bin ich noch Schatzmeister der Jungen Union und freier Mitarbeiter bei einer US-amerikanische Wirtschaftskanzlei und noch einige andere Aktivitäten. So bin ich eigentlich zur Genüge ausgelastet. Doch baten mich meine Freunde von der ‚Jungen Union‘ um Auskunft über die ‚Jungen Patrioten‘, die in letzter Zeit durch mannigfaltige Aktionen die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Vor allen Dingen ihre höchst erfolgreichen Aktionen gegen Pegida und AfD erregten meine Aufmerksamkeit, denn ich gewann mein Bundestagsmandat gegen die AfD vielleicht auch durch meine zutiefst konservativen Einstellungen. Mein Parteikollege aus NRW Richard Peterson hat für mich ein Treffen mit Ahmed Arslan, dem Mitbegründer und Vorsitzenden der ‚Jungen Patrioten‘ in Duisburg arrangiert.

Richard Peterson:

Dann dreh ich mal das Gas auf:

Ich war auf dem Weg zum Flughafen, um meinen ‚lieben Partei-Kollegen‘ Philipp Inthür abzuholen. Die Aktivitäten der Bruderschaft, aber speziell die der ‚Jungen Patrioten‘ und meine Konsolidierung zum nächsten und ersten muslimischen CDU-Ministerpräsidenten von NRW hatten in Berlin wohl mächtig Staub aufgewirbelt. NRW-Ministerpräsident Lasche kämpfte um sein politisches Überleben und war jetzt mehr in Berlin statt in Düsseldorf. Da er in NRW von der CDU Fraktion schon abgeschrieben war. Jetzt wollte der strahlende Stern am CDU-Karrierehimmel Philipp Inthür uns seine Referenz erweisen. Das kleine Ost-Arschloch!

„Willkommen, lieber Kollege Inthür! Es ist mir eine große Freude Sie endlich kennenlernen zu dürfen.“ , begrüßte ich ihn - in meinem Gefolge das elitäre, speichelleckende NRW-CDU-Gesocks.

„Endlich finde ich die Zeit ihr wunderbares Bundesland kennenzulernen, Herr Peterson.“, erwiderte die schleimige MeckPomPommeranze.

An diesem Tag wurden die Standards abgearbeitet: Besuch bei FDP, Junge Union, etc.

Am nächsten Tag fuhren wir dann nach Duisburg; direkt zu einem Treffen mit den ‚JungenPatrioten‘. Ahmed und Ibrahim hatten alles für einen ‚warmen‘ Empfang vorbereitet und zwar ein komplettes Tagesprogramm. Nachdem wir alle Sozialstationen abgeklappert hatten – er war voller Bewunderung für das aufopfernde, private Engagement unserer Jugend -- gab es ein großes Festessen vom Besten und Feinsten. Unser Gast war sehr davon angetan. Auch schien es ihm sehr zu gefallen, dass alles dem Fleiß und der Hingabe der Frauen zu verdanken war. Überhaupt fand er es wohl recht entspannend von Frauen umgeben zu sein, die ihn bedienten, das alte Chauvinistenschwein!

Dann versammelten wir uns im Auditorium, um unseren Gast ausführlich über unsere Arbeit zu informieren und ihm eine große Ladung des neu entwickelten Gases zu kommen zu lassen. Am Abend brachte ich einen zutiefst beeindruckten und manipulierten Inthür zum Flughafen und wünschte ihm noch viel Erfolg in seiner politischen Arbeit in der Hauptstadt. Sein Glück sich für meine zukünftige Kanzlerschaft tatkräftig einzusetzen, war ihm noch gar nicht bewusst. Es schlummerte tief verborgen in ihm und sollte zur passenden Zeit aktiviert werden.