Veiled PAGE

Email:   vulcan@anarchocat.com

Strandurlaub

Von T_G Version für die Website "Tales of the Veils". Nicht für die Reproduktion auf anderen Websites oder in einem anderen Veröffentlichungsformat ohne Genehmigung des Autors. Mit Genehmigung des Autors übersetzt und gepostet von Vulcan.   John und Judith Smith haben sich vor zwei Monaten kennengelernt und leben seitdem zusammen. Nur ihre Namen waren gleich, aber sie waren weder miteinader verwand noch verheiratet. Wie John scherzhaft sagte, "Jeder Engländer heißt Smith." "Und jeder zweite Mann heißt John." Judith lachte. Sie planten ihren Urlaub, als sie einen Brief erhielten. Eine zweiwöchige Reise in das arabisch-afrikanische Kalifat. Last minit mit einem außergewöhnlich hohen Rabatt! Judit kümmerte sich darum und stellte fest, dass AAK ein sehr strenges muslimisches Land war, aber die für den Tourismus bestimmten Gebiete schienen in jeder Hinsicht freizügig zu sein. Frauen, sonst einen Schleier tragen mußten, wurden hier in europäischer Kleidung vollkommen akzeptiert. Ein paar Tage später lockten sie ein. Das Hotel hatte sie als Ehepartner beworben. Sie profitierten von den gleichen Namen in ihren Pässen. Der Ort für Touristen war ziemlich klein, aber es gab einen tollen Strand am Meer direkt vor dem Hotel gelegen, mit einem großen Basar, wo es alles zu kaufen gab, mit einem Café, einem Restaurant und einem Park. Am Strand Sonnenbaden, Schwimmen, mit den anderen Touristen. Sie aßen Eis und waren glücklich. In dieser Gegend lebten viele Einheimische, einschließlich derer, die hier arbeiteten. Einige einheimische Frauen standen in ihren schwarzen Schleiern auf der Straße und unterhielten sich. Als Judith sie sah, hatte sie über sie gelacht. "Es muss warm sein unter dem Schleier und Sie müssen schrecklich schwitzen!" "Das stimmt!" sagte eine von ihnen auf Englisch. "Aber solange du es nicht versucht hast, erlaube dir kein Urteil", sagte die voll verschleierte Frau. "Entschuldigen Sie, ich wollte Sie nicht beleidigen, aber wie müssen Sie in dieser schwarzen Kledung leiden? Es ist so schon heiß genug.“ sagte Judith. "Komm mit, probier es!", sagte die Frau. Mit ihrer behandschuhten Hand nahm sie Judits Hand und führte sie in ein nahegelegenes Haus. Judit wehrte sich erst leicht dagegen, doch dann sie folgte der Frau. Sie zog sie aus, um sie umzuziehen. Sie trug schwarze Unterwäsche, schwarze Schuhe, Abaja, Hijab. Sie band ihr den Niqab um und zog alle Schichten über ihre Augen und den langen Khimar über ihrenen Kopf. Schließlich zog sie sich schwarze Handschuhe an. "Du bist fertig! Warm, oder? Noch scheint die Sonne nicht auf dich! Jetzt lache, wenn dir die Schleier gefallen!" sagte die Frau, als sie auf die Straße kamen und die Sonne auf Judits Schleier schien. "Es ist wirklich schrecklich heiß! Ich kann kaum atmen, aber dafür brauche ich keine Sonnenbrille mehr. Der dicke Schleier ersetzt sie perfekt. „Gefällt sie dir, John?" fragte sie den Mann. "Sie sieht gut darin aus! Ich würde es gerne kaufen, aber ich habe nicht viel Geld." sagte John. Judith schüttelte ihren Kopf. "Nein danke! Ich werde zurückgehen, bevor ich einen Hitzschlag bekomme." "Wir werden eine Lösung finden! Wie verdient ihr euer Geld?“ fragte die Frau und ignorierte Judits Worte. John sagte, Judit arbeite als Kellnerin und er sei Koch. Die Frau, deren Name Saba war, bot ihnen an, für ihren Vater zu arbeiten. "Wir brauchen einen guten Koch und Kellnerinnen suchen wir immer." "Ich denke nicht, dass es einfach ist hier zu arbeiten, während wir nur ein Touristenvisum haben." sagte John. "Kein Problem. Die nötigenPapiere werden von meinem Vater besorgt“ sagte Saba. Judit spürte, wie der Schweiß über ihr Gesicht lief. Da war etwas in der Unterhaltung, das sie störte. Es schien als würden sie sich kennen. Aber das ist unmöglich. "Ich würde lieber meine Klamotten zurückholen! Ich verbrenne lebendig" sagte sie schließlich. "Du hast es kaum getragen! Gibst du so schnell auf? Ich trage es seit zehn Jahren!" "Sogar zehn Minuten sind viel! Bitte gebe mir meine Kleider zurück!" rief Judith fast schreiend. „Gut, dann geh! Hier sind deine Kleider!" Saba überreichte ihr ihre Kleider in einer Plastiktüte. Dann ging sie zurück ins Haus und schloss die Tür. Judith klopfte an die Tür. "Bitte lass mich rein. Ich möchte mich umziehen!" Niemand antwortete. "Das hast du mal wieder gut gemacht! Am besten wir gehen zurück zum Hotel!" "Und wo kann ich mich umziehen?" "Im Hotel!" "Ich soll in einem Schleier zum Hotel gehen? Meinst du das im ernst?“ "Natürlich meine ich es ernst! Wo willst du dich sonst umziehen? Etwa mitten auf der Straße?" "Dann behalte ich nur die Abaja an. Ich nehme den Schleier und die Handschuhe ab! " "Denk an die Polizei! Mit deiner gebräunten Haut und deinen schwarzen Haare halten sie dich für eine Einheimische, die verpflichtet ist, den ganzen Schleier überall zu tragen!" "Weißt du, wie heiß es unter diesem schwarzen Schleier ist? Wie schwer es ist zu atmen?" "Wir gehen jetzt zum Hotel? Es sind nur zehn Minuten bis dahin! Denk daran, du kannst nicht neben mir gehen! Sieh, wie die Frauen hier drei Schritte hinter ihren Ehemännern laufen!" Judit war wütend auf ihren "Ehemann". Der Schweiß lief ihr in die Augen, wo sie schon wegen des Schleiers kaum sehen konnte. Während sie gingen, kamen ihnen einige einheimische Frauen entgegen. Judit begrüßte sie und sie grüßten zurück, weil sie so viel Arabisch gelernt hatte. Sie trafen zwei Polizisten, aber sie kümmerten sich nicht einmal um Judiths Verschleierung, sonder grüßten nur ihrem "Ehemann". Nun, mit Schleier vor meinem Gesicht, brauchen wir ihnen nichts zu erklären. Also behandeln dich alle hier wie eine einheimische Frau, das ist so verschleiert sie war, war nur natürlich.“ dachte Judit. Sie sagte zu John, der vor ihm ging: „Durst! Ich brauche etwas zu trinken!" "Weißt du was? Wir trinken etwas hier in der Cafeteria." Kaum unter einem Regenschirm sitzend (Judith war dankbar für den Schatten) kam die Kellnerin. Sie grüsste Judit auf Arabisch und nickte John zu. Sie trug den gleichen schwarzen Schleier wie Judit, aber mit Abzeichen. Judith begrüsste sie, auch auf Arabisch. John bestellte sich auf arabisch Kaffee und Mineralwasser. Die Kellnerin ging und Judith war überrascht, dass sie nicht fragte, was sie wollte. Sie fragte auch John nicht.John bestellte ohne sie zu fragen, nur für sich. Sie wurde ignoriert. Sie mussten nicht länger als eine Minute warten bis die Kellnerin zurück war. Sie stellte ihm den Kaffee, ein Glas und eine kleine Flasche Mineralwasser und Judit eine Halbliterflasche Mineralwasser mit einer Plastikröhre gemacht. Die Kellnerin wusste, ohne auch ohne Bestellung, was eine verschleierte Frau in dieser verschwitzten Hitze brauchte. Judith beobachtete am anderen Tisch zwei verschleierte Frauen, wie sie trinken ohne ihre Schleier anzuheben. Sie lockerte den Khim und hob den Niqab, um die Röhre in den Mund zu stecken und fing an, gierig zu trinken. Bald war die Flasche leer und Judit fühlte sich viel besser. Am anderen Tisch bezahlten die beiden Frauen und standen auf. Sie winkten Judit zu und verschwanden. Judit winkte zurück. Sie mochte es, wie sie von sie dachten. Irgendwie schien es, als hätte sie sich an den Schleier angepasst. Obwohl ihr immer noch heiß und sie verschwitzt war, war er nicht mehr so unerträglich wie zuvor. Nach ein paar Minuten zu Fuß betraten sie das Hotel, wo Judit in der kühlen, kaltenen Luft nach der Hitze draußen zu frieren begann. "Guten Morgen, Mr. Smith. Guten Morgen, Mrs. Smith!“ Die Empfangsdame begrüßte sie. "Woher wussten Sie, dass ich es hinter dem Schleier bin?" fragte Judith überrascht. "Eine einheimische Frau kann hier nicht eintreten, wenn sie nicht hier arbeitet. Dann trägst du das Schild des Hotels. Du bist deinem Ehemann gefolgt, also bist du seine Frau. Und der Direktor hat gesagt, dass Sie in Schleier kommen werden. Gestatten Sie mir zu sagen, dass es Ihnen sehr gut steht. Es ist so hübsch wie unser." Sagte die Rezeptionistin und reichte John den Schlüssel zu ihrem Zimmer. Judit war erstaunt, wie der Hoteldirektor sagen konnte, dass sie in einem Schleier kommen würde? Nur Saba hätte es ihm sagen können! Sie verstand das alles nicht, aber sie mochte es, hübsch zu sein. Sie sah sich im Spiegel an, aber sie sah nur den schwarzen Schleier. Jetzt, da es nicht so heiß war, störte sie der Schleier nicht mehr. Vor allem nicht, weil sie sagten, es sei in Ordnung. Sie gingen in ihr Zimmer. "Die Angestellte hat recht, du bist wirklich hübsch in diesem Schleier! Du bist meine arabische Frau!" lachte John. Er umarmte und küsste Judith durch den Schleier, während sie ihn mit behandschuhten Hände umarmte. Sie blieben mehrere Minuten stehen und kuschelten etwas. Judit war totmüde. Sie wollte den Schleier ablegen, aber sie fiel einfach auf das Bett und schlief sofort ein. Sie wurde von John geweckt. "Dornröschen erwachen! Das Abendessen ist da!" Judith ging ins Badezimmer, entkleidete sich und betrat die Wanne. Sie gab sich dem Vergnügen zu baden hin. Sie schlief fast in dem angenehmen, duftenden Wasser ein. John klopfte an die Tür: "Zeit, sich anzuziehen! Deine Kleider liegen auf dem Bett!" Judith wußte nicht, von welcher Kleidung er redete? Dann fand sie ihre Kleidung. Als sie in das Zimmer ging, sah sie einen Haufen schwarzer Kleider. "Ich werde die getragenen Kleider nicht nochmal anziehen." "Sie sind frisch! Saba war hier! Du hast jetzt auch drei Sets nur für dich." „Was? Wie ist sie hierher gekommen? Und wer hat sie zu uns gebracht?" "Ihr Vater hat sie gebracht! Komm schon, ich werde dir helfen, dich anzuziehen." John half ihr, Kleidung und Schleier anzuziehen. Dann ging sie zum Spiegel. "Schau, wie schön du bist! Ernsthaft, am Ende halte ich noch um deine Hand an.“ Er lachte, aber betrog nicht. Judit betrachtete sich im Schleier und genoss den Mann hinter sich. Was, wenn er wirklich um ihre Hand bat? Sie wartet seit Wochen darauf! Und wenn man erwarte, dass sie sich verschleiert? Wenn dies der Preis für eine Ehe mit John ist, ist sie bereit, diesen Preis zu zahlen. Auf dem Weg ins Restaurant, trafen sie den Manager. Er begrüßte sie und begleitete John dann ins Restaurant. Die verschleierte Frau hinter ihr sagte zu Judith: "Hallo Judith! Ich bin Saba. Ich bin froh, dass du den Schleier trägst! Komm schon, ich muss mit dir reden." Sie ging mit Judith zu einem kleinen Teil des Restaurants, wo verschleierten Frauen essen konnten, ohne gesehen zu werden. Sie setzten sich an einen reich gedeckten Tisch, und Saba begann zu essen, in dem sie ihren Niqab leicht anhob. Judith imitierte sie erfolgreich. Dann redeten sie. „Judith! Was denkst du über John? Ich weiß, dass du nicht verheiratet bist, aber willst du seine Frau werden? " fragte die verschleierte Frau. "Woher weißt du das? Und natürlich möchte ich seine Frau werden!" "Was denkst du über Schleier? Was würdest du sagen, wenn das eine Bedingung für die Heirat mit ihm wäre?" fragte Saba. "Der Schleier ist nicht bequem. Es ist sehr heiß. Aber wenn das die Bedingung zur Ehe wäre, muss ich es akzeptieren. Aber warum stellst du solche Fragen?" "Und wenn du hier bleiben musst und gezwungen bist, dich wie lokale Frauen zu verschleiern?" "Wenn ich hier arbeite, soll ich es tragen?" „Natürlich als Johns zweite Frau." "Meinst du John ist geschieden?" „Nein! Er hat schon eine Frau, sie sitzt hier vor dir!" sagte die verschleierte Frau. Judith zuckte zusammen, als hätte der Stuhl sie verbrannt. Sie war verwirrt.“Das bist du?“ "Mach dir keine Sorgen, John mag dich und möchte dich heiraten. Ich lernte ihn vor fünf Monaten kennen und lieben. Es passierte, als mein Vater bei ihm war. Wir waren auf der Suche nach einem neuen Koch, der für Touristen kocht. Mein Vater versprach ihm zu helfen und erfolgreich zu sein, wenn er mich heiratet. Nach einem Monat war er Muslim und wir verheiratet. Nach einem Monat der glücklichen Ehe musste er nach Hause, er hatte noch seinen alten Vertrag.Dort hat er dich getroffen. Er schrieb mir offen, dass er dich liebt und dich heiraten möchte, aber es geht nur mit einer Frau und er wollte mich nicht verlassen. Ich sagte ihm, er solle dich hierher bringen. Ich habe auch den Handelsbrief gemacht und an euch abgeschickt. Hier könnten Sie Johns zweite Frau werden. Mein Vater spricht mit meinem Mann, damit er hier bei mir bleibt. Und Sie müssen wählen: A: geh alleine nach Hause und vergiss John. B: Du bleibst hier und heiratest ihn. Wenn Sie die zweite Option wählen, die ich möchte, werden Sie eine Muslimin sein, die hier nach unseren strengen Regeln lebt. Natürlich, mit einem Schleier, aber jetzt bist du dran.Du hast gesagt, wenn du Johns Frau werden könntest, wäre der Schleier kein Hindernis" sagte Saba und griff nach Judits behandschuhten Händen. In Judits Kopf schwirrten die Gedanken durcheinander. Was zu ist tun? Welches ist die bessere Wahl? Sie keuchte unter dem dicken Schleier nach Luft und kam nur langsam zur Ruhe. Sie wollte hier bleiben. "Du hast die richtige Entscheidung getroffen! Wir werden gut miteinander auskommen" sagte Saba und setzte sich zu ihr. Sie klopften an die Tür. John öffnte und er sah die beiden verhüllten Frauen fragend an. »Judith will deine Frau sein, und sie wird hier bei uns bleiben“ sagte Saba. „Vielen Dank! Kommt rein! Ich verspreche, dass ihr beide einen guten Ehemann bekommt, ihr werdet keinen Mangel haben und ich werde euch gleich behandeln. Dad! Bitte ruf den Imam. Da ist jemand, der die Sahada ablegen will!" sagte John und umarmte die beiden verschleierten Frauen. Der Vater führte einen bärtigen Mann herein, der sofort mit der Zeremonie begann. Judit hatte gemischte Gefühle. Einerseits hatte sie erreicht, was sie wollte. John wird sie heiraten! Aber sie hätte nie gedacht, dass sie die zweite Frau eines Muslim würde und für den Rest ihres Lebens Schleier tragen würde. ENDE