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Das Ottatal T_G

1. Ankunft

James Teller erzählte voller Begeisterung seiner Frau von dem neuen Jobangebot seiner Firma, als er am Abend nach Hause kam.

"Stell dir vor meine Liebe!Ich werde zum Chefingenieur ernannt! Eine dicke Gehaltserhöhung, und ich werde der Leiter der örtlichen Gasfeldgewinnung!“

„Und wo?“, frug sie.

„Weil es hier schon einen Chefingenieur gibt und der sobald nicht gehen wird, müssen wir nach Ottakram eine Stadt irgendwo in Pakistan ziehen."

„Aber dass ist ja auf der anderen Seite der Welt! Lass uns in Texas bleiben. Wir haben hier genug zum leben. Wenn wir mehr Geld verdienen wollen, kann ich auch zur Arbeit gehen. “

„Es geht nicht nur ums Geld! Vielleicht ist es die größte Chance in meinem Leben! Vielleicht meine einzige Chance, eine Karriere zu machen! “, sagte er begeistert.

„Gut, und wohin müssen wir genau?“, frug Hillary.

„Ins Otta-Tal! Du brauchst keine Angst zu haben, es ist eine friedliche Gesellschaft, ohne gefährlichen Fanatiker. “ Die junge Frau war nicht gerade begeistert von der Vorstellung ihr gewohntes Leben und ihre Freundinnen hier zu verlassen. Sie hatten erst vor wenigen Wochen geheiratet und sie liebte ihn zu sehr, um nicht mit ihm mitzugehen. Selbst wenn er zum Mars müsste, würde sie ihm folgen, wenn es sein musste. Auch wenn ihr Mann an einer Potenzstörung litt und ihr nicht das bieten konnte, was seine Frau von ihm erwartete.

 

Eine Woche später landete ihr Flugzeug in Pakistan. Der örtliche Vertreter des Unternehmens begrüßte sie:

„Herr und Frau Teller! Herzlich Willkommen. Ich bin Abu Darem! Ich freue mich, dass sie gut angekommen sind. Ich hoffe, Sie hatten eine angenehme Anreise!“

„Danke, nennen Sie mich James! Meine Frau heißt Hillary." Der Mann nickte und sagte:

„Erholen Sie sich erstmal von der langen Reise. Morgen kommt der Firmen-Helikopter und bringt Sie nach Ottakram. Aber ihrer Frau würde ein anderes Kleid vielleicht besser stehen. “ Sie verstanden ihn nicht. Am nächsten Tag kam der Hubschrauber.

„Willkommen bei der ‚Pipeline Company‘! Ich bin Ben, der Pilot. Ich hole ihr Gepäck und wir dann können wir losfliegen! Meine Dame, ich glaube Sie werden sich, so wie Sie gekleidet sind, im Hubschrauber unwohl fühlen!“, sagte der Pilot.

"Und warum sollte ich mich umziehen?", frug Hillary sich wundernd. Der Pilot zuckte nur mit den Schultern. Sie brauchten fast eine Stunde bis sie in Ottakram ankamen und landeten direkt neben dem Verwaltungsgebäude des Unternehmens. Neben dem Landeplatz warteten ein Mann mittleren Alters in einem weißen Anzug, zwei Frauen in blauen Burkas und ein Mädchen in einem grünen Kleid.

„Willkommen Herr und Frau Teller! Ich bin Leslie Ford, Ihr direkter Chef. Nenn mich Lee. Dies sind meine Frau Nina neben ihr meine Töchter: Emma und Vilma.“ Er reichte James die Hand. Die größere blaue Burka-Frau ging zu Hillary und gab ihr die Hand.

„Ich bin Nina. Ich freue mich dich kennenzulernen. Wir stammen auch aus den USA, aber das ist schon lange her. Meine Töchter wurden hier geboren.“ Hillary schaute verlegen auf ihre behandschuhte Hand. Auch war das kleine, längliche Sechseck über ihren Augen so dicht, dass sie dahinter nicht erkannt werden konnten. Der Schleier ähnelte der afghanischen Burka, reichte aber auch vorne bis fast auf den Boden. An den Seiten konnte die Trägerin ihre Hände durch stecken. Der Chef und seine Familie waren Amerikaner! Warum trugen dann die Frauen einen so strengen Schleier? Die beiden Mädchen kicherten laut.

„Seid ruhig, Mädchen! Man lacht nicht über andere!“ ermahnte ihre Mutter sie.

„Aber Mama! Ist es nicht lächerlich ist, wenn eine Blaue ein weißes Kleid trägt?“, frug die andere Burkaträgerin.

„Sie ist neu hier! Sie kennt die örtlichen Gewohnheiten noch nicht!“, sagte Nina und wandte sich an Hillary.

„Sei ihnen nicht böse! Es ist hier ungewöhnlich, dass sie eine Blaue in einem weißen Kleid sehen. Entschuldige, ich erkläre es dir: wir bezeichnen uns selten als Mann und Frau. Stattdessen nach der Farbe der Kleidung, ‚Weiß‘ statt Mann und ‚Blau‘ statt Frau . Du solltest auch eine Burka tragen! Hat man dir nicht gesagt, dass das hier Sitte ist? “ Während die Männer ins Bürogebäude gingen, bugsierte Nina Hillary in ihre Wohnung. Zu Hillarys Überraschung nahmen auch dort die Frauen den Schleier nicht ab.

„Anfangs waren die Sitten hier für mich auch überaus seltsam. Die Blauen mieden mich und die Grünen (Mädchen unter 12 Jahren) lachten mich aus. Es war sehr verwirrend. Bald darauf kaufte ich mir blaue Kleider und eine Burka. Sofort wurde ich freundlich von Blau und Grün aufgenommen. Heute trage ich nichts anderes mehr. Im Kleiderschrank hängen nur blaue Kleider und Burkas; sogar mein Nachthemd ist blau. Meine Tochter Emma ist jetzt14 Jahre alt. Sie wurde vor zwei Jahren blau. Bis dahin war sie grün wie ihre Schwester.“, sagte Nina.

„Vilma bleibt für immer grün, weil sie so unreif ist. Sie wird niemals so wie ich eine Blaue!“, sagte Emma lachend.

„Das stimmt doch gar nicht! In zwei Monaten werde ich 12 Jahre alt und dann darf ich wie du den Schleier tragen! Ich werde so blau sein wie du und unsere Mutter!“ Das kleine Mädchen war richtig wütend auf ihre Schwester.

„Streitet nicht schon wieder! Natürlich wirst du die blaue Vilma sein!“ Nina streichelte tröstend über das grüne Kopftuch ihrer jüngsten Tochter und wandte sich dann Hillary zu.

„Komm schon, ich leihe dir meine Klamotten und eine Burka, bis du dir selbst alles gekauft hast." Die Mädchen nahmen Hillary an die Hand und begleiteten sie ins Schlafzimmer. Dort halfen sie ihr beim Umziehen. Bald verstand Hillary, warum Frauen Blau genannt wurden, denn alles war blau. Sogar die langen Unterhosen, die Handschuhe, Strümpfe und Schuhe. Zum Glück stimmten die Maße. Bis auf die Schuhe, die waren etwas zu groß.

„Zum Glück sind meine Füße so klein und nicht zu groß.“,dachte Hillary. Dann sah sich im Spiegel an. Sie war eine exakte Nachbildung von Nina. In der Burka war es dicht und warm. Das kleine blaue Geflecht vor ihren Augen schränkte ihr Sehvermögen sehr stark ein. Der dicke Schleier machte es ihr schwer zu atmen. Das Gewicht der Burka drückte auf ihren Kopf. Das sollte sie tragen, solange sie hier war? Wie hatte Nina das nun schon so viele Jahre durchgehalten?

„Siehst du! Du siehst doch so gleich viel besser aus als in einem weißen Kleid und das ganze ohne Kosten für dich!“, sagten die Mädchen und kicherten.

„Es steht dir wirklich gut. Du bist zu einer echten Blau geworden.“, sagte Nina zufrieden.

2. Integration

Hillary unterhielt sich mit Nina und den beiden Mädchen. Sie musste noch viel für ihr neues Leben lernen. Die Kram lebten ursprünglich in Afghanistan, von wo her sie ihre Burka mitbrachten. Hier im Tal des Otta-Flusses gründeten sie eine neue Stadt, daher der Name Ottakram. Im Laufe der Jahre wuchs die Gemeinde an. Sie wunderte sich, dass die Mädchen sich mit dem blauen Schleier bedecken wollten. Selbst Ninas jüngere Tochter.

„Das Tragen des blauen Schleiers zeigt jedem, dass sie kein Kind mehr ist, sondern eine Frau. Sie bereitet sich auf die Ehe vor. Emma wird verheiratet, wenn sie zwanzig Jahre alt ist!“ lachte Nina.

„Was? Mama! Das kannst du mir nicht antun!“ Das Mädchen sprang wütend auf. Hillary stimmte der protestierenden Emma zu. Sie wird auch dann noch zu jung sein und trotzdem wollen Sie sie verheiraten. Sie wollte ein ernstes Wort mit Nina sprechen, aber zu ihrer Überraschung fuhr Emma fort:

„Wenn ich nicht an meinem achtzehnten Geburtstag heirate, werden mich alle meine Freundinnen auslachen! Ich würde vor Scham sterben!"

„Beruhige dich, Emma! Wie üblich heiratest du an deinem achtzehnten Geburtstag. Ich habe es nur gesagt, weil du deine Schwester verspottet hattest.“, sagte Nina.

„Danke, Mama und ich entschuldige mich!“ Das Mädchen umarmte ihre Mutter. Hillary war geschockt. Nina erklärte ihr, dass die Mädchen in dieser Kultur aufgewachsen waren. Alle, die Schule, hat sie das gelehrt, die sich den Blauen und den Sitten nicht anpassen, werden gemieden und im schlimmsten Fall rausgeschmissen. Die Frauen hier sind sehr streng zueinander und machen niemandem ein Zugeständnis. Sie werden immer wachsam sein, gegenüber denen, die gegen die Regeln verstoßen und werden sie auf ihre Weise für diese Sünde bestrafen. Schlagartig wurde das lange Gespräch durch die Ankunft der Männer beendet.

„Die Weißen sind da. Es ist Zeit, deinem Mann in dein neues zuhause zu folgen. Ihr werdet in unserer Nachbarschaft wohnen. Lass uns rübergehen und dir helfen. “, sagte Nina. Hillary packte ihre alten Sachen in einen Beutel. Dann verließen sie das Haus.

„Ich freue mich, dass deine Frau schon angezogen ist. Das blaue Kleid steht ihr gut “, sagte Leslie. James betrachtete die Frauen in ihren blauen Burkas. Eine von ihnen war seine Frau. Ihr neues Haus ähnelte dem des Direktors. Der untere Teil des zweistöckigen Hauses war die Wohnung des Mannes und der Dachboden war für die Frauen bestimmt. Vor dem Haus warteten drei blaue Burka-Frauen auf sie, vier grün gekleidete Mädchen wie Emma und ein Junge.

„Hi zuerst! Ist das der neue Chefingenieur mit seiner Frau?“, frug eine von ihnen.

"Ja, das sind sie. Komm zu uns Hillary!“, sagte Nina. Hillary verstand die Situation nicht. Nina sagte ihr, das dies ihre Schwesterfrauen seien. Sie hatten zwar Namen, aber sie wurden nur als erste, zweite, dritte und vierte bezeichnet. Sie sprachen etwas Englisch, aber bevorzugten die Kram-Sprache.

"Ich bin die vierte, was die vierte Frau bedeutet. Ich heiße Hassina. Hier kann jeder Mann vier Ehefrauen haben, und wer auch immer der Anführer ist, muss dies tun. Die Zahlen bedeuten auch den Rang. Als viertes schulde ich den anderen drei Frauen neben meinem Mann den Gehorsam.

„Ja, und ich bin Amira, die Dritte. Der vorherige Chefingenieur wollte keine vier Frauen und ist deshalb abgereist, und der vor ihm da war, ist bereits im Ruhestand. Er hat auch vier Ehefrauen. Er kaufte sich ein Haus in der Nähe, und hat bereits Enkelkinder.“

„Wir sind hier alle Muslime. Deshalb hat mein Mann vier Frauen und sieben Kinder. Dies ist unsere neue Heimat geworden und wir wollen hier bleiben so lange wir leben “, sagte Nina.

„Wusstest du das?“ Hillary wandte sich an ihren Mann.

"Ich schwöre nein! Lee hat es mir auch gerade erst erzählt. Aber erst in einem Monat müssen wir uns entscheiden! Bis dahin können wir jeder Zeit gehen.“, antwortete ihr James.

"Mach dir keine Sorgen! Nur wenige Leute wissen, dass ihr hier seid. Achtet darauf, nicht zum Geburtstag einer 18-jährigen zu gehen, wenn ihr eingeladen seid. Das wird immer eine Hochzeitseinladung sein! Wir hatten das damals aus Unwissenheit gemacht. Als wir erwischt wurden, mussten wir Muslime werden und Rana wurde meine zweite Schwesterfrau für meinen Mann. Das hatte mir damals nicht viel ausgemacht, denn die sexuellen Aktivitäten meines Mannes nahmen zu. Ich glaube ja, dass es etwas im Wasser geben muss, dass Männer so geil macht.“, sagte Nina lachend. Hillary wollte ihre Kleid aufhängen, aber Nina sagte:

„Du wirst es nicht mehr brauchen! Morgen kaufen wir alles, was du brauchst. Aber jetzt wollen wir essen. Ich habe uns etwas mitgebracht. Die Weißen haben schon gegessen.“ Es war seltsam für Hillary, im Schleier zu essen, und es war auch gar nicht so einfach. Sie schob ihre rechte Hand durch die seitliche Öffnung, nahm etwas Essen in die Hand und zog es hinter den Schleier. Mit der linken Hand hob sie den Schleier aus ihrem Gesicht und steckte sich das Essen in den Mund. Es war sehr umständlich so zu essen, aber es war hier üblich.Dachte sie bei sich. Nach dem Essen machten sie Ordnung, bereiteten die Schlafzimmer für die Schlafenszeit vor. Dann bedankte sie sich bei ihren neuen Bekannten. Hillary begleitete sie hinaus. Sie dachte, sie könnte den Schleier jetzt abnehmen, aber es hatten sie zwei starke Hände von hinten umarmt.

„Du bist wunderschön in diesem Schleier!", sagte James.

„Aber James! Wie kannst du sagen, dass ich schön bin, wenn du mich nicht siehst, nur diesen blauen Schleier?“, sagte Hillary und sah ihren Mann an. Der Mann betrachtete seine Frau. Das kleine Sechsecknetz bedeckte ihre Augen, doch er fand sie so schön und erotisch! Er nahm seine Frau in die Arme und trug sie ins Schlafzimmer.

„James! Was machst du?“, frug Hillary, als wüsste sie nicht, was ihr Mann von ihr wollte. Und sie hatte dagegen nichts einzuwenden, denn sie sehnte sich nach einen guten Sex mit ihrem Ehemann. Eine Stunde später schlief ihr Mann neben seiner in eine Burka gewickelten Frau. Der Sex im Schleier kam unglaublich gut! Ihr erschien es, wie eine zweite Hochzeitsnacht. Sie wollte den Schleier herunterziehen, aber er drückte im Schlaf immer noch die behandschuhte Hand seiner Frau, also schlief sie darin. Als sie aufwachte, war ihr Mann aus dem Haus gegangen. Er hinterließ seiner Frau eine Nachricht, in der er ihr mitteilte, er sei zur Arbeit gegangen und käme zum Mittagessen nach Hause. Hillary stand auf und bemerkte, dass sie immer noch in der Burka steckte. Es hatte an der Tür geklopft und sie ging sie öffnen.Drei Blau standen in der Tür.

„Hallo Hillary! Ich bin‘s Nina! Neben mir ist die zweite und dritte. Wir sind gekommen, um dir beim Einkaufen zu helfen!"

"Und wo sind die vierte und die Mädchen?", frug Hillary.

„Die Mädchen sind in der Schule und vierte bereitet das Mittagessen vor. Jemand muss arbeiten, wenn wir Spaß haben!“ Rana und Amira lachten. Ihre erste Station führte zu einem Bekleidungsgeschäft. Alle blauen und grünen Kleider zeigten, dass dies der Laden mit Mädchen- und Frauenkleidung war. Hillary schüttelte nur den Kopf, als die Frauen mit der Verkäuferin mit neuen Kleidern auftauchten.

„Nein, das ist nicht gut! Klein, groß, zu billig, künstlich! Bringen Sie nur die besten Kleider für die erste Frau des neuen Chefingenieurs. Am Ende wurden eine ganze Reihe von blauen Kleidern, Handschuhen, Unterhosen und Strümpfen eingepackt.

„Ich habe kein lokales Geld! Was bezahlt man für so viele Klamotten?“, flüsterte Hillary.

„Mach dir keine Sorgen! Das wird alles vom ersten Lohn deines Mannes abgezogen! Alles, was wir kaufen wird zu dir nach Hause gebracht. Wenn du nach Hause kommst, findest du das Paket schon vor.“, sagte Nina. Hillary wunderte sich, dass das Paket so ohne weiteres ihr zugestellt wird. Doch Nina versicherte ihr, die Tatsache, dass sie die Frau des Chefingenieurs war, war hier Kredit genug. Als nächstes gingen sie in einen Schuhladen. Ihre neuen Freundinnen gaben erst Ruhe, bis sie sich mindestens vier Paar blaue Schuhe ausgesucht hatte. Langsam bekam Hillary Hunger. Schließlich hatte sie noch nicht gefrühstückt. Sie besuchten ein Restaurant, in das nur Frauen Zutritt hatten. Das Essen war köstlich und es wurde so serviert, dass die Frauen ihre Schleier nicht beschmutzten. Inzwischen erzählte sie ihren neuen Freundinnen leise, wie angenehm sie dieses Leben fand. Die drei Blauen lachten und freuten sich für sie.

"Siehst du! Du fühlst dich gut aufgehoben bei uns! “, sagte Rana lachend. "Und jetzt sehen wir uns Burkas an!", sagte Nina. Die blauen Burkas hing überall an den Wänden des Ladens, aber Nina beachtete sie nicht.

„Bring uns ins Hinterzimmer!" Und als sie den Raum betraten, verstand Hillary auch warum. Hier hingen die qualitativ hochwertigen Burkas. Viel besseres Material in schöner Verarbeitung und Dekoration. Sie musste zugeben, dass diese Burkas wirklich hübsch waren. Sie nahm ihren blauen Schleier ab und seltsamerweise fühlte sich dabei unwohl. Es machte sie nervös, von den Freundinnen beobachtet zu werden.

„Du bist wirklich eine schöne Frau! Hier habe ich einen schönen Schleier für eine hübsche Frau!", sagte dritte und überreichte ihr eine von ihr ausgesuchte Burka.

„Wir freuen uns, dich ohne den Schleier zu sehen, aber wenn du einen Schleier tauschst, ziehe den neuen Schleier über den alten und ziehe darunter den alten ab! So bist du nicht auch nur einen Moment unbedeckt! Denn es ziemt sich wirklich nicht sich zu zeigen!“ Es dauerte über eine Stunde sich für die passenden Burkas zu entscheiden. Sie taten sich schwer damit, aber letztendlich entschieden sie sich für fünf Burkas und ließen sie einpacken und gingen nach Hause.

„Mein Mann bringt mich um, wenn er siehst, wie viel ich gekauft habe und er die Rechnungen bekommt!“, sagte Hillary und lachte.

„Du wirst glücklich sein, wenn er dich in deinen Schleiern lieben wird! “, sagte Amira. Als sie zu Hause ankamen, waren nicht nur die Pakete da, sondern auch Leslie und James. James hielt drei Rechnungen in den Händen und sagte:

„Schatz, das ist erst unser erster Tag in Ottakram! Wenn du so weitermachst, müssen wir von trockenem Brot und Wasser leben.“, sagte ihr Mann mit einem amüsierten Lächeln.

„Verzeihe mir, aber wir haben nur das gekauft, was ich dringend hier brauche. Schließlich musste ich Qualitätsware kaufen, die Frau des Chefingenieurs kann doch nicht in Lumpen herumlaufen!“, sprach seine verschleierte Frau und lachte.

„So ist es! Aber es ist Zeit für das Mittagessen! Vierte hat es schon gekocht.“, sagte der Direktor. Als sie zu seinem Haus gingen, begleitete Nina die beiden Männer in das Esszimmer im Erdgeschoss. Als Hillary ihnen folgen wollte, hielten ihre Freundinnen sie zurück.

„Zuerst essen die Männer! Das ist ihr Privileg!“, sagten ihr die Frauen. „Und wir Frauen dürfen dann auf dem Dachboden essen. Hillary aß zusammen mit den Frauen. Sie unterhielten sich dabei. Die Frauen erzählten Vierte, was sie alles gekauft hatten.

„Aber es ist schade, dass ich nicht dabei sein konnte!", meinte sie.

"Wenn du willst, komme zu mir und ich will dir alles zeigen", sagte Hillary. Das musste sie ihr nicht zweimal sagen. Nach dem Mittagessen mussten die zweite und dritte abwaschen und sauber machen und Nina und Hassina begleiteten Hillary nach Hause.

„Du hast einen tollen Einkauf gemacht! Wenn ich dabei gewesen wäre, wäre er natürlich noch größer ausgefallen!“, sagte die lachende Vierte.

„Und wirklich eine schöne Frau ist die erste Frau des Chefingenieurs!", sagte Hassina, als Hillary (mit der von Amira gelernten Methode) eine Burka vor sich anprobierte und ihr Gesicht durch eine ungeschickte Geste für eine Sekunde zu sehen war. Vor Scham errötete Hillary unter der Burka. Die neuen Freundinnen sind ja so nett zu ihr!

Nach und nach passte Hillary sich ihrer neuen Umgebung an. Sie befreundete sie sich noch mit anderen Frauen. Sie war schon bald ein Teil dieser Gesellschaft. Sie war eine der Blauen. Ingenieur Gadajan und seine vier Frauen mit ihren Kindern gefielen ihr gut. Faruk Gadajan war James Tellers bester und erfahrenster Ingenieur. Es entwickelte sich zwischen ihnen eine echte Freundschaft. Faruk war deutlich älter als James und kannte sich hervorragend aus. Wäre er fleißiger, er könnte vielleicht auch Chefingenieur werden.

3. Eine Hochzeit

Hillary begann sich immer wohler bei den Kram zu fühlen. Dieses fremdartige Leben fühlte sich wirklich gut an. Wie jede Frau hier trug sie nun dauernd ihre Schleier. Ihr Mann wünschte, dass sie im Haus und auch während des Liebesspiels einen Schleier trug und Hillary tat es gerne. Und nicht nur, um James glücklich zu machen. Sie begann ihn zu lieben. Schon bald wurde die blaue Burka auch zu ihrem Schlafkleid. Das war hier gar nicht ungewöhnlich. Viele hatten auf diese Weise Sex. Er spielte kaum eine Rolle in ihrem bisherigen Leben, doch nun gewann er an Stärke. Es wurde bald zu viel für sie und sie war immer öfter gezwungen, sich ihren Mann zu verweigern, was beide beunruhigte. Gadajan mit seine Frauen kamen zu Besuch und während sich die beiden Männer unterhielten, gingen die Frauen nach oben. Gadajans Erste sagte:

„Eigentlich kommen wir nur auf ein Schwätzchen zu dir. Unser Mann lädt deinen Mann zum 18. Geburtstag unserer Tochter ein! Sie hat in einem Monat Geburtstag. Bitte, kommt und seid unsere Gäste!" Eine Hochzeitseinladung! Hillary erinnerte sich gleich an Ninas Warnung:

"Wenn jemand dich zum 18. Geburtstag seiner Tochter einlädt, wird es eine Hochzeitseinladung sein!"

„Chakira! Ich denke nicht, dass wir dafür die Besten wären. “

„Unsinn! Meine Tochter ist schön, klug und gehorsam! Und du erinnerst dich? Du hast gesagt, Mann wolle zu viel Sex!Glaub mir, er wird eine gute Zeit mit meiner Tochter verbringen! “, sagte Chakira.

„Aber wir sind keine Muslime! Wir praktizieren keine Polygamie! “, widersprach Hillary.

„Das werdet ihr aber bald sein, dass ist euch vorhergesagt! “, sagte die andere Frau.

„Komm, sei bei uns! Du kennst doch unsere Tochter, du hast schon öfter mit ihr gesprochen! Wenn du willst zeigt Esma dir, wie sie ohne Burka aussieht. “, sagte Dritte. Die vier Ehefrauen versuchten lang Hillary zu überzeugen, die irgendwann schließlich das Gespräch beendete und mit den Frauen zu Gadajans Haus ging, es war nicht weit von ihnen entfernt. Kaum hatten sie sich dem Haus genähert als die Tür aufflog und eine blaue Burka zu ihnen rannte.

„Nun, Mom? Was hat Hillary gesagt? Hat sie zugestimmt, dass ich Zweite werde?“ Hinter der Burka erklang allerdings Hillarys Stimme:

"Ich bin es, Hillary! Lass uns ein wenig mit einander reden, Esma!"

„Oh!Ich freue mich so, dass du hier bist! Stimmst du zu? Darf ich die Zweite neben dir sein? Ich würde mich so freuen, wenn du ja sagen würdest!“, schwärmte sie. Sie gingen in die Frauenzimmer. Die anderen drei Töchter des Ingenieurs Gadajan erwarteten sie schon. Sie begrüßten Hillary lebhaft und sie lobten ihre Schwester dann mit den Worten: Was für ein normales Mädchen es sei, so fleißig, aufgeschlossen, religiös. Dann ließen sie Hillary und Esma allein. Esma nahm langsam den Schleier ab. Hillary betrachtete sie. Esma war ein hübsches, langhaariges und schwarzhaariges Mädchen mit dunklen Augen. Ihr langes seidiges Haar reichte bis in die Mitte ihres Rückens. Sie errötete, als sie sich Hillary gegenüber sah.

„Was soll ich dir sagen? Weißt du, wie schwer es für mich ist, mich zu entscheiden?"

"Wenn du nichts sagen willst, gib mir einfach ein Zeichen deiner Zustimmung!" Hillary drehte ihr den Rücken zu. Sie sah auf den Boden und wurde sehr nachdenklich. Esma war verzweifelt. Sie war sich sicher, dass sie die Zweite des Chefingenieurs sein würde, und jetzt zeigt Hillary ihr den Rücken. Das war ein sicheres Zeichen der Ablehnung. Sie kann keine Zweite werden, wenn sie nicht zur Ersten passt! So ist das Gesetz! Sie schaute traurig nach unten, während sie sich ihre Burka wieder überziehen wollte. Da hörte sie die Stimme der Frau des Chefingenieurs:

„Sieh mich an, Esma!" Hillary hob ihren Schleier und zeigte ihr ihr Gesicht. Esmas Kummer hätte von einem Sturm nicht schneller vertrieben werden können. Hillarys unverhülltes Gesicht verriet ihr, dass sie eine Zweite akzeptierte. Glücklich fielen sie sich in die Arme.

„Vielen Dank! Siehst du, ich werde eine gute Zweite sein! Du wirst nicht von mir enttäuscht werden!" Sie legten ihre Burkas wieder an und kehrten zu den anderen Blauen zurück. Esma sagte:

„Hillary erlaubt mir, Zweite zu sein!" Ich danke dir, Hillary! Ich werde dann mit dir die Shahada sprechen!“, sagte Chakira.

"Aber es ist noch nicht endgültig, weil mein Mann nicht sicher ist, dass er bleiben will."

„Was kann er gegen den Willen einer Blauen ausrichten, dieses Weiß?“ , lästerte Chakira. Alles Blau ging nach unten und Chakira klopfte an die Tür drückte ihr Ohr dagegen. Hillary zog sie weg und schubste sie zur Seite, um ohne auf eine Einladung zu warten, einzutreten.

„Vergeben Sie mir Gadajan, dass ich so einfach reinkomme, aber ich möchte wissen, was sie mit meinem Mann vereinbart haben.“ ,kam es von der blauen Burka. James wandte sich zu seiner verschleierten Frau:

„Honey! Es gehört sich nicht für eine Blaue, ungebeten die Räume der Weißen zu betreten. Ich habe Faruk Einladung zur Geburtstagsfeier seiner Tochter angenommen. “

„Aha! Und weißt du auch, was die Einladung zur Geburtstagsfeier bedeutet? Dass du sie heiraten sollst!", sagte Hillary und sah durch ihr blaues Netz auf das geschockte Gesicht ihres Mannes.

"Aber mach dir keine Sorgen! Wir Blauen haben uns schon auf alles geeinigt! Esma wird deine Zweite werden! Ich habe es versprochen und ich vertraue ihr!“, sagte Hillary lachend. Faruk Gadajan lächelte breit übers ganze Gesicht.

„Also gut, meine liebe Schwester.“ Er drückte dem überraschten James die Hand.

Zu Hause wandte er sich an seine Frau:

„Nimm die Burka ab und schau in meine Augen, Hillary!"

„Vielleicht möchte ich es aber nicht?"

„Du weißt, wie sehr ich es mag, wenn du sie trägst. Aber das ist jetzt eine ernste Angelegenheit!"

„Kannst du mir sagen, warum ich sie dann ausziehen soll?“

"Um in deine Augen zu schauen!"

„Schau in das blaue Netz! Das ist mein Auge!"

„Hillary, du bist keine muslimische Frau und ich bin kein Muslim, der mehrere Frauen hat!"

„Hör mir gut zu, James Teller! Ich bin mit dir aus Texas hierhergekommen, weil du es so wolltest! Ich habe für dich alles aufgegeben. Ich trage schon seit einem Monat die blaue Burka, Tag und Nacht, weil du es willst und weil du mich darin liebst! Ich war ja so froh, dass sich unser Sex verbessert hatte, aber dein jetziger sexueller Appetit ist zu viel für mich! Ich brauche eine andere Frau, die mir hilft, damit du nie abgewiesen werden musst! Esma und ihre Familie sind perfekt! Gadajan ist dein bester Freund, was willst du noch mehr?“, frug ihn die Burqa.

„Aber du hast gesagt, dass dieses verschleierte Leben für dich zu streng sei!"

„Ich sagte es, weil ich mich in den ersten Tagen so gefühlt hatte! Aber seitdem ist ein Monat vergangen, und meine Meinung hat sich geändert. Ich habe mich an den Schleier gewöhnt. Du hast mein Gesicht seit einem Monat nicht einmal mehr gesehen. Esma wird deine Zweite sein, sie wird sich dir nie ohne Burka zeigen. Chakira, Gadajans erste Frau und Mutter von Esma, führt uns zur Shahada. Du brauchst dich mit nichts befassen!"

„Aber wie wollen wir zurück nach Hause ziehen? Wie bekomme ich die Staatsbürgerschaft für eine zweite Frau in den Staaten? Oder soll ich sie vielleicht hier lassen?"

„Überhaupt nicht! Wir bleiben hier ebenso wie die Ford-Familie! Wir haben hier alles was wir wollen. Unsere Kinder werden auch einen guten Platz haben.“

Der Geburtstagsfest war schön. Esma in ihrer hellblauer Burka war wunderschön. Weiß und Blau feierten getrennt. Esma, die glückliche junge Frau, saß neben Hillary. Sie erhielt die guten Wünsche. Sie konnte es kaum erwarten, dass ihr Mann sie abholte und ihre Hochzeitsnacht begann. Kurz vor Mitternacht war es dann so weit. Hillary und Esma verließen die Feier, die noch bis zum Morgen dauerte. Chakira war so glücklich, ihre Tochter so gut verheiratet zu haben. James ging auf dem Weg nach Hause vor ihnen her. Die zwei blauen Burkas folgten ihm. Esma flüsterte aufgeregt in Hillarys Ohr.

„Halt die Klappe, Esma! Alles wird gut!“

„Ich weiß, aber meine Mutter sagte, die schönste Nacht meines Lebens würde kommen und ich kann es kaum noch erwarten!" Am Morgen deckte Esma James den Tisch und vertrieb Hillary. Erst als James fertig war und zur Arbeit ging, durfte Hillary sich auch zum Essen setzen.

„Warum dürfen wir nicht zusammen mit unserem Mann frühstücken? Und wie war deine Hochzeitsnacht?“

„Meine Mutter hatte ja so recht! Es war unbeschreiblich schön! Und Blau isst nie mit Weiß, immer gleich danach! Jetzt will ich aufräumen, beten und dann einkaufen gehen! Dann koche ich das Mittagessen. Hilfst du mir, damit unser Mann pünktlich sein Mittagessen von uns serviert bekommt? Ich habe noch nicht soviel Übung.“, bat Esma sie.

Seit dem sind vier Monate ins Land gegangen.

Hillary wusste, dass sich ihr Leben nun drastisch ändern würde, aber Esmas Religiosität war ihr anfangs dann doch zu viel. Mit sanfter Gewalt führte Zwei Eins in die fünf täglichen Gebete ein, eine regelmäßige Koranlesungen und einen Moscheebesuche wurden für Eins zur Normalität. Nach und nach nahm Eins den Lebensstil der einheimischen muslimischen Frauen vollständig an. Sie sah sich selbst nicht mehr als die Frau, die Hillary heißt. Sie wurde immer mehr eine Blau die Erste genannt wurde. Wenn James nach Hause kam, knieten seine Frauen vor ihm nieder und berührten mit ihren Stirnen den Boden. Am Abend standen sie vor ihrem Mann, der sich unter seinen verschleierten Frauen eine nächtliche Partnerin aussuchte, um sich dann sorgfältig um sie zu kümmern. Auch James übernahm langsam immer mehr den Lebensstil von muslimischen Männern. Er bat um nichts mehr, sondern er befahl, ohne Widerspruch zu dulden. Da die Veränderungen nur langsam kamen, protestierte die einstige Hillary nicht. Jedenfalls wollte sie sich nicht von der Zweiten unterscheiden, die alles ganz natürlich so hinnahm. Jedoch immer gehorchte die Zweite der Ersten.

Die Erste wurde zu einer beispielhaften Kram (viel besser als Nina) und die versuchte sogar mit ihrem Mann und mit jedem anderen nur noch in der Kram-Sprache zu sprechen.

„Was willst du die erste Frau?“, fragte er.

„Ich bin schwanger, Herr.“ James sah das vor sich hin kniende Blau an. Er war mit sehr mit seinen gehorsamen Frauen zufrieden und nun erwartete Erste ein Kind von ihm. Auch Zweite fiel vor ihm nieder.

„Sie müssen wieder heiraten, Herr. Sie brauchen eine Dritte, damit Erste sich ausruhen kann, um einen gesunden Nachwuchs zu gebären! Die Tochter eines Ihrer Arbeiter wird in ein paar Wochen 18 Jahre alt werden. Meine Mutter sagte mir, dass sie sich freuen würde, dich an ihrem Geburtstag zu sehen! Es ist ein liebes, religiöses Mädchen, mein Herr! Sie wird eine gute Dritte werden!“, sagte Esma.

Wieder sind vier Jahre vergangen.

James Tellers Erste war so stolz auf ihre beiden Töchter, die um sie herum tollten. Ihre grünen Kleidchen flatterten hinter ihnen. Nach dem Gesetz durfte sie keine Kinder mehr haben. Deshalb beneidete sie ein wenig Zweite, deren Sohn vor zwei Jahren geboren wurde.Jedoch beneidete auch Zweite die Erste, weil sie zwei Kinder haben durfte. Man versuchte die Überbevölkerung durch ein striktes Gesetz in den Griff zu bekommen: Jede Frau darf nur einen Jungen zur Welt bringen. Bekam sie eine Tochter, durfte sie ein zweites Mal gebären. So gab es immer mehr Mädchen als Jungen, im Tal war fast viermal so viel Blau wie Weiß. Für die Weißen, gab es drei Blaue oder, wenn sie wohlhabender waren, waren vier Ehefrauen obligatorisch. Für einen Weißen gab es nur wenig Möglichkeiten, das Gesetz zu umgehen. Als erste Frau genoss Hillary Privilegien. Die anderen drei Frauen gehorchten ihr. Sie hatte sich im Laufe der Jahre vollständig in die Gemeinschaft integriert. Sie wurde zu einer Einheimischen. Echt Blau. Bereits mit ihrem Mann sprach sie nur in Kram. Wie jede andere Blau blieb sie zu Hause und arbeitete nur im Haushalt. Weiß arbeitete in den Fabriken und Anlagen und hielten ihre Familien in ihrer Obhut. James‘ Frauen empfingen oft Gäste (Blau und Grün) oder gingen zu anderen Blauen. Sie plauderten oder sie prahlten über ihre eigenen Kindern oder ihren Ehemännern. Seine Frauen waren stolz auf ihren Mann, der der zweite Mann bei den Gasproduzenten war, mit einem solchen Gehalt, sodass sie sich niemals die Preise in den Geschäften ansehen mussten. Nina meldete sich:

„Stell dir vor Hillary! Wir werden Emma nächste Woche verheiraten.“

„Genau! Ich werde an meinem 18. Geburtstag eine erste sein! Der Sohn des Provinzpräsidenten will mich heiraten! Was ist mit dir, Vilma? Du kannst mich nicht übertreffen!“, sagte Emma stolz.

„Auch ich kann erste Frau sein! Ich komme vielleicht nicht in eine so angesehenen Familie wie du, aber es ist nicht schlecht, die erste zu sein!“, sagte das kleine Mädchen hinter der blauen Burka.

"Glückwunsch an Nina und Emma! Seid glücklich!“, sagte Hillary.

4. Der Besucher

Zwei Jahre vergingen, als ein Journalist in der Stadt ankam. Er war ein 25-jähriger gutaussehender investigativer Journalist. Er konnte sein deutsche Herkunft wegen seinen blonden Haaren nicht bestreiten. Er liebte die Frauen und sie ihn. Nach mehreren erfolgreichen Artikeln erhielt er dieses Thema von seinem Redakteur: Finden Sie heraus, wie es kommt, dass nun schon das zweite amerikanische Ehepaar in einer Stadt namens Ottakram in Pakistan bleibt und nicht nach Hause zurückkehren möchte. Er kontaktierte zuerst das Gasunternehmen. Er sprach mit mehreren Leuten, erfuhr jedoch nur, dass beide Familien freiwillig dorthin gingen und niemand sie zwang, dort zu bleiben. Das Ford-Paar sei seit zwanzig Jahren dort! Herr Teller und seine Frau lebten seit sechs Jahren dort. Er spürte jedoch instinktiv, dass ein Geheimnis dahinter steckte, denn als er mit dem Pressereporter sprach, hatte der auch mehr fragen als Antworten. Zufällig erfuhr er, dass vor Jahren ein Chefingenieur sehr schnell aus Pakistan zurückgekehrt war. Er recherchierte den Namen und die Adresse des Mannes. Am nächsten Tag stand er bereits an der Tür des ehemaligen Ingenieurs.

„Schau mal! Ich arbeite immer noch für die Firma mit einem sehr guten Gehalt und wohne in einem schönen großen Haus, das sie mir günstig vermieten. Ich muss Geheimhaltung bewahren, wenn ich Interna ausplaudere, kann ich alles verlieren!“, sagte der Mann.

„Dann erzähle mir von dir, das ist nicht verboten.“, sagte Otto und hoffte, etwas mehr zu erfahren. Sie redeten lange. Es stellte sich heraus, dass er schwul war.

„Darum mussten Sie Pakistan verlassen?“, frug der Journalist.

"Das habe ich nicht gesagt! Das hast du gesagt!“, antwortete der Mann und gab damit die Tatsache zu. Otto hatte jetzt eine heiße Spur. Der Chefredakteur sagte ihm:

„Fahr hin! Pass auf dich auf!“, sagte er. Das Sekretariat besorgte ihm eine Arbeitserlaubnis als Berichterstatter in Pakistan zu arbeiten. Er hatte das Gefühl, dass sie nur ungern dahin reisen lassen wollten. Die Spannung war fast greifbar. Hier stinkt etwas. Dachte Otto.

Als er in Pakistan mit dem Hubschrauber fliegen wollte, sagte der Pilot:

„Willkommen, Sir! Ben, ich bin der Pilot. Bitte ziehen Sie etwas anderes an, sonst wird man Sie dort auslachen!“

„Das ist meine Lieblingsjeans und Jacke!“

„Aber beides ist blau und blau ist die Farbe der Frauen in Ottakram! Wenn möglich, nimm weiße Kleidung, das ist die Farbe der Männer.“ Otto schüttelte den Kopf. Was für eine dumme Sitte! Zum Glück hatte er eine hellgraue Hose und ein weißes Hemd. Als der Hubschrauber landete, erwarteten Otto auf zwei weiß gekleidete Männer und zwei blaue Burkas.

„Willkommen in Ottakram! Ich bin Leslie Ford, der Direktor. Und das ist mein Freund und Stellvertreter, der Chefingenieur James Teller. Und die blauen sind unsere ersten Frauen: Nina und Hillary.

„Komm Sie bitte mit, Otto! Sie werden bei uns wohnen. Meine Frau hat das Gästezimmer bereits für Sie vorbereitet.“, sagte der jüngere Mann und schüttelte dem Journalisten die Hand. Otto hörte sie mit Erstaunen zu. Erste Ehefrauen? Hatten sie mehrere Frauen? Sind es Muslime? Warum tragen Frauen diesen seltsamen blauen Schleier? Er sah, wie die beiden verschleierten Frauen miteinander flüsterten. Anscheinend über ihn. Was Otto nicht wusste, war, dass sich Nina und Hillary fragten, mit wem sie den Journalisten verheiraten könnten. Ninas ältere Tochter hatte schon geheiratet und die anderen Mädchen waren noch zu jung. Schließlich einigten sie sich auf die Tochter von Gadajans Bruder.

„Hamid Gadajan und seine Frauen werden glücklich sein, ganz zu schweigen von ihrer Tochter!“, flüsterte Hillary.

„Ich gehe und rede mit ihnen!“, flüsterte Nina zurück. Das Ford-Paar verabschiedete sich und James bedeutete Otto, mit ihm zu kommen. Otto war etwas verlegen, aber er ging neben ihn und die blaue Burka folgte ihnen. Als sie das Tellerhaus erreichten, warteten drei blau verschleierte Frauen, in grün gekleideten Mädchen und gelb gekleideten Jungen auf sie.

„Das sind meine Frauen und meine Kinder.“ James stellte sie vor. Die drei Frauen sahen Otto neugierig an. Sie gingen zu ihrem Mann und unterhielten sich leise in einer Fremdsprache.

„Sie haben noch nie einen blonden Mann gesehen. Ich musste ihnen erklären, dass Ihre Haare nicht Herbst waren, sondern blond!“, erklärte der Chefingenieur.

"Aber in welche Sprache hast du gesprochen?", fragte Otto, der den fremden Dialekt natürlich nicht verstand.

"Kram, aber jeder hier kann Englisch.", sagte James. Sie setzten sich, um miteinander zu reden, und eine blau verschleierte Frau bediente sie.

„Danke, Erste!“, sagte James zu ihr. Die verschleierte Frau nickte nur.

„Du bist nicht Erste, sondern Zweite! Habe ich recht?“

"Verzeihen Sie mein Herr, aber Erste gab mir den Auftrag zu bedienen, ich wollte den Gast näher zu sehen. Sind Sie darüber verärgert, mein Herr? Bestrafen Sie mich?“, fragte die blau verschleierte Frau am Boden kniend und ihn mit ihrer Stirn berührend.

„Ich weiß nicht. Es tut mir leid. Die anderen sollen kommen.“

"Ja, mein Herr, wenn Sie es zulassen, bringen ich sie her. Wir haben noch nie einen blonden Mann gesehen.“

„Ich denke, du wirst bei uns ein sehr beliebter Mann werden!“, sagte James und grinste. Die beiden Männer begannen ein langes Gespräch. Otto lernte die Kram-Kultur kennen. Er fragte sich, wieso Frauen Männern untergeordnet waren und dass sogar amerikanische Frauen es akzeptierten. Sie trugen den blauen Schleier, wie die Einheimischen und gehorchten ihren Ehemännern.

„Ich hoffe, Sie verstehen, dass es nicht gut wäre, wenn diese Informationen aus dem Otta-Tal publiziert würden! Es würde nur zu internationalen Komplikationen führen, der Wert der Aktien des Unternehmens könnte fallen. Eine Armee von Feministinnen würde kommen und unser Leben ruinieren. Das ist nicht nötig! Das Leben der Blauen würde sich auch ändern, was sie nicht wollen würden. Es muss bleiben wie es ist! Es ist im Interesse von uns allen!“, sagte James.

„Ich bin Journalist! Ich muss darüber berichten, was ich erlebe! Aber wie wollen Sie mich davon abhalten, dies zu schreiben? Mich töten?“, fragte Otto scherzhaft.

„Du übersiehst da was! Es gibt Schlimmeres als Mord! Wir werden dich verheiraten!“, der Chefingenieur lachte. Er wurde schon dunkel, als sie ein Klopfen hörten. Ingenieur Gadajan kam mit einem Mann herein.

„Hallo James! Guten Abend, Herr Heinkel. Ich wollte Ihnen meinem Bruder Hamid Gadajan vorstellen. Mein Bruder möchte Sie zum achtzehnten Geburtstag seiner Tochter einladen!“, sagte er.

"Du kannst es nicht abschlagen, Otto! Es ist die größte Feier aller Mädchen,weil sie zur Frau zu werden!“, sagte James.

„Hamid und seine Frau bestehen darauf, dass Sie auf die Party kommen! Glauben Sie, alle werden sehr glücklich sein, wenn sie kommen.“, sagte Faruk Gadajan. Otto, der immer neugierig auf fremde Kulturen war und bei jeder Veranstaltung gerne dabei war, bemerkte die Falle nicht. In einem Monat war er auf der Party und wurde verheiratet.

PS.

Otto Heinkel reiste nie nach Hause. Dem Chefredakteur wurde mitgeteilt, dass er im Otta-Tal bleiben und kündigen würde. Die erste Ehe war eine Überraschung für ihn, er dachte, sie würde fliehen, aber als er das freche Gesicht seiner schönen jungen Frau sah, verliebte er sich in sie. Bald wurde er zum Auslandspressereporter der Firma ernannt und auch er besaß die Liebe von vier blau verschleierten Ehefrauen, die kaum darauf warten konnten, dass er sie zufrieden stellte.

Nina! Wenn meine Töchter alt genug sind, hilfst du ihnen, einen Ehemann zu finden?“, fragte Hillary.

„Natürlich! Mein vierter Sohn wird für deine ältere Tochter der richtige sein! Was sagst du zu ihm?“ Nina sah auf die blauen Hände ihrer Freundin.

„Danke, meine Freundin! Du bist so gut zu uns! Ich fürchtete, nach all den Jahren, das du es vergessen haben könntest.“

„Was wir versprechen, halten wir! Natürlich helfen wir auch deinen Schwesterfrauen und den Töchtern Ihrer Töchter! Lass uns Blau bleiben! Wir helfen uns, unsere Töchter zu verheiraten!“, sagte die Frau im blauen Schleier.

Das Ende?