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Email:   vulcan@anarchocat.com

Irgendwo, irgendwann habe ich eine ähnliche Story gelesen. Ich hoffe, niemand glaubt, dass ich sie geklaut habe. Wenn doch, dann nicht in schlechter Absicht. Sollte sich trotzdem jemand auf den Schlips oder die Schleppe getreten fühlen, möge er sich bitte bei mir melden.

Vulcan

Teil 1

Sandra und Otto

„Otto schau mal, wen ich in diesem skurrilen Fetisch-Forum entdeckt habe“, rief Sandra ihrem Freund Otto zu.

„Ich komme gerade schlecht von meinem PC weg. Kannst du es mir nicht kurz schildern“, sei so gut, Sandra, Liebes.“, bat er.

„Okay, du weißt doch, dass ich dringend jemand suche, an dem ich meine experimentellen Nanobots testen kann. Ich komme mit Tierversuchen einfach nicht weiter. Die physischen Test sind alle mit Erfolg abgeschlossen, aber für die psychischen Tests führt kein Weg an menschlichem Material vorbei und hier habe ich jemand gefunden, die passt perfekt ins Raster. Sie sagt hier, sie träume oft davon, eine Katze zu sein. Typ: nett anzuschauen, etwas unsicher und wird wohl eine Lehrerin sein, oder sowas ähnliches. Wird sich leicht von dir um den Finger wickeln lassen!“ Jetzt wurde Otto doch neugierig und kam zu ihr rüber.

„Was meinst du mit ‚um den Finger wickeln‘. Willst du mich loswerden?“ fragte er, während er sich ihr näherte.

„Idiot, geliebter, was uns verbindet, ist guter Sex und unsere perversen Neigungen. Wir könnten nicht einen Tag ohne den anderen überleben.“

„Wohl wahr! Aber du hast recht. Sie scheint sehr gut für unser Vorhaben prädestiniert zu sein“, sagte er, als er neben sie saß und die Probandin näher betrachtete. „Und wie gedenkst du, sie in dein Fänge zu bekommen?“

„Noch nichts Konkretes. Aber ich habe für dich schon eine tragende Rolle avisiert“, sagte sie und grinste schelmisch. 

 

Sandra:

Um mir dieses Kätzchen zu schnappen, brauchte ich zuerst ihren Namen, ihre Adresse, usw. So ermittelte ich zuerst ihren Namen und dank des VisageBook (Gesicht auf Englisch?), alles andere. Ihr Leben lag wie ein offenes Buch vor mir: Verena Wilder, 22 Jahre alt, ledig, Vollwaise und in befristeter Anstellung, etc.

Nun würde mir bestimmt Julia Hochstetter vom Gesundheitsamt weiterhelfen können. Ich rief sie an: „Jule! Hallo, hier Sandra. Ich wollte dich fragen, ob du Lust hast heute Abend mit mir essen zu gehen?“

„Was darf ich denn dieses Mal für dich tun?“ Ihr konnte man so leicht nichts vormachen.

„Lass uns das beim Griechen bequatschen, okay?“ Jule, Otto und ich gehörten seit unserer Studienzeit einer ziemlich obskuren und wie ich später erkennen musste, einer sehr mächtige Organisation an. Damals hatten wir kein Geld und mussten uns unser Studium selbst finanzieren. Ich darf nichts Näheres ausplaudern, nur soviel: sie nehmen nur ausgewählt intelligente und skrupellose Typen, einmal dabei und kann man nicht mehr austreten, dafür erhält man von den Mitgliedern oder gibt ihnen Hilfestellungen, die auch jenseits der Legalität liegen dürfen. Jule hütete sich am Telefon weiteres nachzufragen.

„Passt mir gut, ich bin dein Gast. Bis heut Abend! Tschüs!“

Essen mit Julia:

„Nun, was kann ich für dich tun?“, fragte sie mich nach dem Essen. Ich schob ihr ganz analog einen Zettel rüber. Sie nahm noch einen kräftigen Schluck Mokka und vertiefte sich in das Schreiben. Nach einigen Minuten gab sie es mir zurück und sagte: „Du wirst dich vier bis sechs Wochen gedulden müssen. Dann gebe ich dir, was du brauchst.”

„Gut! Gebe mir drei Wochen, bevor du alles erledigt hast, Bescheid. Dann kann ich ohne großen Zeitverlust mein Projekt weiter voranbringen.” Ich steckte den Zettel zurück in meine Handtasche, wo er direkt von einer geheimen Substanz spurlos vernichtet wurde. Von außen betrachtet, sah man zwei junge attraktive Damen, sich angenehm unterhaltend. Niemand ahnte, wer sie wirklich waren. Perfekt trainierte Agentinnen.

Punkt eins war erledigt.

Mein Opfer hatte eine ältere Nachbarin, die mir dienlich sein könnte. Sie gehörte in ihrer Jugend zum RAF-Umfeld und war wohl gleichzeitig Informantin irgendeines Geheimdienstes. Heute lebte sie unter dem falschen Namen einer ermordeten und dann verscharrten Leiche. Sie bezog deren Pension und war so wunderbar zu erpressen. Oh, ja! Die Welt ist schlecht. Einer unserer Agenten kontaktierte sie und instruierte sie nach meinen Vorgaben zu handeln.

Punkt zwei war erledigt.

Mittlerweile kannte ich den kompletten Tagesablauf meines Objekts. An ihrer täglichen Joggingstrecke stellte ich einen Korb mit drei Kätzchen hin. Wie erwartet nahm sie die Katzen mit und versorgte sie.

Punkt drei war erledigt.

Später:

Jule und die alte Nachbarin hatten geliefert und für die nächsten Wochen war mein Labor mein Zuhause. Otto selbst hatte gut damit zu tun, rechtzeitig das Halsband für mein Kätzchen fertigzustellen. Doch bald war alles bereit und Otto und ich standen in den Startlöchern. Endlich ging es los, denn unser Objekt handelte endlich erwartungsgemäß.

 

Teil 2

„Drei süße, bezaubernde, verspielte Kätzchen! Alles Weibchen zu verschenken. Geimpft. Noch nicht kastriert. Rufen Sie 0155-123456789 an; bitte nur ernsthafte Anrufe!"

Das war die Anzeige, die Verena Wilder in der Woche zuvor in den EBay-Kleinanzeigen aufgegeben hatte. Vor vier Monaten hatte sie die drei Kätzchen ausgesetzt am Straßenrand gefunden. Sie nahm sie mit nach Hause, hatte sie vom Tierarzt untersuchen lassen, der ihnen alle nötigen Spritzen verabreicht hatte; aber jetzt waren sie sechs Monate alt, fast ausgewachsen und sie kosteten ihr mehr, als sie es sich zurzeit leisten konnte. Sie hatte nur einen befristeten Halbtagsjob als Lehrerin gehabt und war jetzt wieder auf Hartz 4. Drei Katzen sterilisieren zu lassen, konnte sie niemals bezahlen.

„Wenn heute niemand anruft, habe ich keine andere Wahl, als sie ins Tierheim zu bringen. Und schließlich, während sie draußen auf ihrer kleinen Terrasse lag und sich sonnte, klingelte ihr Mobile.

„Hallo?", antwortete sie.

„Ja", sagte eine männliche Stimme am anderen Ende. „Ich rufe wegen der drei kleinen Muschis an?"

„Wie, bitte?" war ihre schockierte Antwort. "Oh, Sie meinen die Kätzchen.... richtig?"

„Ah, ja, die Katzen... in Bayern, wo ich herkomme, nennen wir sie nur "Muschis. Sind sie noch zu bekommen?"

„Ja, ja, ja!", rief  Veronika ganz aufgeregte. „Alle drei!"

„Wunderbar", antwortete er. "Ich bin, sagen wir, in zwei Stunden da, okay?"

„In zwei Stunden, ja, das wäre perfekt, ja!" Sie teilte ihm die Adresse mit und legte erleichtert auf. Sie holte sich ein weiteres Glas Wasser und legte sich wieder in die Sonne. Während sie sich sonnte, schaute eine ihrer Nachbarinnen vorbei, eine ältere Dame, die ihr gegenüber immer freundlich gewesen war. Sie erzählte Veronika, dass erst kürzlich ihre Katze gestorben war, und sie hätte gerne eine von den drei, ob Veronika sie abgeben wollte. Veronika zögerte zuerst bei dem Gedanken, da sie mit dem Mann einen Termin für drei Katzen vereinbart hatte. Aber dann hätte sie ja immer noch zwei übrig und wenn er ernsthaft an den Katzen interessiert wäre, würde er nehmen, was sie noch hatte! Mit einem Lächeln ließ sie die Dame hereinkommen und diese wählte eines der drei hellbraunen Kätzchen, das sie dann mit nach Hause nahm. Nach einer gefühlten Ewigkeit, ging die ältere Dame endlich fort, und als sie auf die Uhr sah, sollte er bald kommen! Sie eilte in ihr Schlafzimmer und zog sich einen Top und ein Paar kurze Shorts über. Als sie in ihre Sandalen schlüpfte, klingelte es auch schon. Sie öffnete die Tür, noch etwas außer Atem. Und dann starrte sie auf den Mann, der dort in ihrer Tür stand. Er war groß, jung, extrem gutaussehend und war elegant gekleidet. Sie bemerkte nicht, wie sie ihn anstarrte, bis er sie ansprach.

„Hallo... bist du diejenige, mit der ich am Telefon gesprochen habe?"

„Ja, ja, ja", keuchte sie, als sie zurücktrat, um ihn eintreten zu lassen. „Wegen der... Katzen..."

Als er hereinkam, fing sie einen Hauch von seinem Duft ein. Er duftete traumhaft. Benommen schüttelte sie den Kopf und versuchte sich zu konzentrieren.

„Bitte, treten Sie ein, ich heiße Veronika." Sie betraten ihr Wohnzimmer und er schaute sich um.

„Ich heiße Otto." Die beiden verbliebenen Kätzchen saßen in ihrem Sessel, Seite an Seite, und schienen sich kein bisschen für ihn zu interessieren. Veronika führte ihn zu den Katzen.

„Nun, hier sind sie...." Sie stand an der Seite des Sessels, er trat um sie herum, sodass er zwischen sie und den Kätzchen stand. Er streichelte die beiden Kätzchen mit seiner linken Hand und seine rechte Hand streichelte Veronikas entblößte Taille und ließ sie für einen Moment vor Schreck erstarren; aber der Kontakt war nur sehr flüchtig. Wieder nahm sie diesen unwiderstehlichen Duft wahr und ihr Schrecken verflog.

„Sie sind niedlich und bezaubernd", sagte er und wandte sich ihr zu. „Ich wundere mich, warum sie nicht schon früher genommen wurden. Die Färbung des Fells ist auch sehr hübsch." Er streichelte die Kätzchen zwischen den Ohren und sie schnurren, während er weiter mit dieser attraktiven Frau flirtete. Als er seine Blicke wieder den Kätzchen zuwandte, rutschte seine rechte Hand durch Veronikas Haar und sie seufzte leise. Seine Stimme war so melodisch, so weich und hatte eine so unglaublich dominierende Intensität. Die Kätzchen schnurren laut.

„Die Katzen scheinen dich zu mögen.", sagte Veronika lächelnd und blickte ihn an. Er lächelte sanft, als er seine Hand von ihnen wegzog.

„Oh ja, ich hatte viele Muschis, weißt du, normalerweise behalte ich sie aber nicht sehr lange." Seine Antwort überraschte sie.

„Was meinst du damit, du behältst sie nicht? Was machst du mit ihnen, was passiert mit ihnen?" Für einen Moment war sie sehr besorgt darüber, ob er ein guter Besitzer für sie sein würde. Er bemerkte sofort ihre Besorgnis auf seine Antwort und er streckte seine Hand aus, um ihr Gesicht zu streicheln.

„Keine Sorge, meine Liebe. Ich versuche ein gutes Heim für sie zu finden, das ist alles, was ich mache."

„Oh", antwortete Veronika und fühlte sich sofort erleichtert. „Ich war ein wenig besorgt." Sie fand sich in seinem wunderbaren Duft wieder, und all ihre Sorgen um die Kätzchen verschwanden.

„Das ist verständlich. Aber jetzt geht es dir besser, oder?" Er streichelte sanft über ihre Wange und durch ihr Haar.

„Ja... schon viel besser!" seufzte sie glücklich.

„Gut. Nun, in der Anzeige stand auch, dass sie verspielt wären, glaube ich?"

„Oh, ja, sehr!", rief sie aus. „Willst du es sehen?" Sie ging in die Ecke des Wohnzimmers und kniete vor einem Korb voller Katzen-Spielzeug nieder. Die beiden Kätzchen sprangen zu ihr, bereit zum Spiel.

„Unbedingt, für verspielte Pussies kann man schneller ein gutes Zuhause finden." Otto beobachtete, wie sie ein paar Spielmäuse aus dem Korb zog, um sie den wartenden Kätzchen zuzuwerfen. Sie schlugen sie zu ihr zurück und so ging das hin und her, bis eine unter den Schreibtisch flog. Veronika kroch hinüber und griff unter den Schreibtisch, versuchte, die Maus zu finden, während die beiden Kätzchen ihre Pfoten auch unter den Schreibtisch schlugen, ohne Erfolg. Otto, der all das beobachtet, kicherte.

„Nun, ihr seid wirklich verspielt und auch ein bisschen dumm, wie ich seh. Typisches Muschi-Verhalten, euer Spielzeug dorthin zu schlagen, wo ihr es nie mehr erreichen könnt."

Teil 3

 

Veronika gab schließlich die Suche auf und kam hoch. Sie sammelte die anderen Mäuse ein und legte sie wieder in den Korb. Sie fühlte Otto hinter sich und wieder atmete sie seinen Duft ein. Er hatte mit der linken Hand beiden Kätzchen aufgehoben; seine rechte Hand rutschte um Veronikas Taille und streichelten sanft ihre nackte Haut. Sie lehnte sich leicht an ihn, ganz leicht nur und seufzte ein wenig. Dann fiel sie in Ohnmacht. Er holte eine Spritze hervor und injiziert ihr DNA-modifizierende Naniten aus Sandras Labor. Langsam wurde sie wach. Er hielt sie auf seinem Schoß und streichelte sie sanft.

„Ihr seid genau so, wie beschrieben", sagte er ruhig. „Süß, bezaubernd, verspielt, weiblich, braun... Ich nehme euch alle drei."

„Drei...?", fragte Veronika, als sie spürte, wie seine Hand hinter den Bund ihrer Shorts ihren Bauch entlang glitt.

„Es gibt nur..."

„Drei", wiederholte er ruhig, als seine Hand hineinrutschte, ihren Hügel zärtlich berührte und der verblüfften Veronika so einen erschrockenen Atemzug entlockte.

„Ich werde alle drei nehmen."

„Äh....nein...was...ich bin nicht...ohh...ohh...sie stöhnte, als seine Finger über ihre Schamlippen tanzten, als sie versuchte zu protestieren, versuchte, den Sinn dessen zu verstehen, was er gerade sagte, was er tat...konnte er nicht sehen, dass es nur zwei waren...sie kämpfte und drehte ihre Hüften ein wenig, völlig verwirrt von dem, was mit ihr passierte. Er lehnte sich zu ihr hinunter und flüsterte in ihr Ohr.

„Gibt es ein Problem, Muschi?" Da war eine ruhige Autorität in seiner Stimme und sie hörte auf sich zu wehren. Sie wimmerte leise weiter, als seine Finger ihre Streicheleinheiten an ihren empfindlichsten Bereich fortsetzen.

„Ihr seid gute Muschis. Ja, alle drei." Veronika begriff immer noch nicht, was vor sich ging, aber die Art und Weise, wie er sprach, der Klang seiner Stimme, die ihr ins Ohr flüsterte, verdrängte all die Gedanken, von denen sie wusste, dass sie sie jetzt unbedingt haben sollte, die Gedanken, sich zu wehren und zu protestieren. Stattdessen wurde sie immer sanftmütiger und unterwürfiger. Er zog langsam und sanft seine Hand aus ihren Shorts; sie war feucht. Er flüsterte ihr einen einfache Befehl zu:

„Runter." Ihre Beine wurden ganz weich, sodass sie sich hinkniete. Sie hörte etwas klirren und dann, einen Augenblick später, fühlte sie, wie er etwas um ihren Hals legte und dann machte es ‚Klick‘. Sie konnte es nicht sehen, aber sie wusste instinktiv, was es war und was es bedeutete. Ihre Arme rutschen langsam zur Seite, wie sie dort auf dem Boden kniete. Er befestigte eine Leine an ihr Halsband und band sie ans Tischbein.

„Warte!", befahl er, und Veronika konnte nur hilflos mit ansehen, wie er mit den beiden Kätzchen zur Tür hinausging. Der Klang seiner Stimme hallte immer noch durch ihren Kopf und ertrank alle Gedanken an Gegenwehr oder Flucht. Eine Minute später kam Otto zurück und zog eine große Katzenbox auf Rädern hinter sich her. Ihre Augen weiteten sich, als sie erkannte, was nun geschehen würde. Er wollte sie auch mitnehmen. Für ihn war sie auch ein Kätzchen, eine Muschi, denn er behandelte sie nicht anders als die beiden Kätzchen, die sie so gerne hatte verschenken wollen. Er öffnete die Klappe der Box und sie dachte nur, als er die Leine vom Tischbein löste, ‘das war meine letzte Chance zu entkommen'.

„Ab mit dir in deine Box." Ihr Herz begann zu schlagen, als sie fühlte, wie sie auf alle Viere langsam rückwärts in die Box kroch.

„Du bist ja so eine liebe Muschi. Komm, schön weiter kriechen." Ihre Füße waren drinnen, dann ihre Beine, dann ihr Oberkörper, ihre Arme und schließlich ihr Kopf. Er warf das Ende der Leine, mit ihr in die Kiste und schloss schnell die Klappe. Sie konnte durch die Gitter der Klappe zu ihm aufblicken, als er die Box herausrollte. Wenige Augenblicke später befand sie sich auf der Ladefläche seines Transporters, zusammen mit den beiden Kätzchen, die in kleineren, für sie passenden Boxen untergebracht waren. Als sie versuchte, zu verstehen, was soeben mit ihr passiert war, musste sie schlucken. Sie fragte sich, wer Otto wirklich war. Was hatte es mit seiner Stimme, seinem Verhalten, seinen Manieren auf sich? Die Kätzchen hatten ihn sofort gemocht und sie auch.... Und dann kam ihr die wichtigste Frage in den Sinn. Wo brachte er sie hin? Was meinte er damit, dass er "auf der Suche nach einem guten Zuhause für sie sei? Sie blickte auf die beiden Kätzchen; sie lagen eingerollt in ihren Boxen, fest eingeschlafen. Veronika gähnte, sie glaubte, dass das Nachdenken über das, was ihr zugestoßen war, sie so erschöpft hatte. Sie wusste ja nichts von den Naniten, die schon begannen, sie zu transformieren. Der Eingriff in ihre Gehirnstruktur, die sie dümmer und trainierbarer machen sollte, kostete ihr alle Energien. So schlief sie bald darauf eingerollt in ihrer Box mit dem weichen, kuscheligen Kissen ein. Während sie schlief, verlor sie als Erstes die Fähigkeit der menschlichen Sprache, vorerst konnte sie zwar einfache Sätze noch verstehen aber sie selbst konnte nur noch miauen. Das Teuflische daran war, dass ihr Gehirn ihr vorspielte, sie könne noch sprechen und so klang ihr Miauen wie das einer Siamkatze, dass natürlich kein Mensch verstand. Am Ende sollte sogar die Erinnerung an die Sprache, wie alle anderen menschlichen Fähigkeiten verschwinden und übrig bliebe dann nur ein glücklich schnurrendes Stubenkätzchen.

Teil 4

Es war pünktlich 10 Uhr morgens, als die Tierärztin Sandra Meier und Lisa ihre Assistentin mit ihrer Arbeit in der Tierklinik begannen.

„Wir haben drei Mädchen-Kätzchen, die gestern zum kastrieren abgegeben wurden. Von Herrn Otto! Ach, Gott! Diesen Mann würde ich nicht von der Bettkannte schmeißen!", sagte Lisa. Frau Doktor lachte.

„Er ist nicht mal mein Typ!", log sie. „Aber er hat schon etwas an sich, nicht wahr? Und die Kätzchen spüren es auch immer."

„Nicht Ihr Typ, Frau Doktor?" Lisa grinste frech. "Mein Gott, er ist der Typ! Und ja, die Kätzchen lieben ihn einfach über alles, auch nachdem sie kastriert wurden - er hat nun mal diesen animalischen Magnetismus!" Sie reichte Dr. Meier die Ablage.

„Sieht gut aus", sagte die Tierärztin, als sie das Check-in-Formular durchlas.

„Alle Impfungen sind gemacht worden, wir müssen sie nur kastrieren. Sie hatten seit gestern Abend weder Futter noch Wasser." Sie sah noch einmal hin.

„Sie haben noch keine Namen?"

„Juhu! Das bedeutet, dass ich für sie süße Namen aussuchen darf, nicht wahr?"

„Sicher", antwortete Sandra ruhig. „Ich weiß, wie sehr du das liebst. Mach es jetzt, während ich den Rest des Tagesplans durchgehe. Ich komme in ca. einer Stunde, um unserem ersten Patienten die Narkose zu verabreichen."

 

Veronika rührte sich langsam und fühlte sich ein wenig desorientiert. Sie konnte sofort erkennen, dass sie nicht in ihrem Bett lag; wie sie sich Ihre Augen rieb, erinnerte sie sich an diesen seltsamen Traum.... sie hatte geträumt, sie wäre eine Katze und wäre von einem wunderbaren Mann aufgegriffen worden, der für sie ein gutes Zuhause finden wollte. Als sie wieder klar sehen konnte, erkannte Veronika schnell, dass es kein Traum war! Sie war in einer Art Metallkäfig; auf beiden Seiten von ihr, in identischen Gehegen, befanden sich die beiden Kätzchen, mit denen sie fortgeschafft worden war. Sie hatte eine Anzeige geschaltet und dieser Mann hatte sich gemeldet. Er hatte nicht nur die beiden Kätzchen, sondern auch Veronika mitgenommen - sie erinnerte sich wieder, wie er alle drei als "Muschis" bezeichnet hatte. Sie blickte an sich hinab und sah, dass sie völlig nackt war, bis auf das Halsband natürlich, das er ihr um ihren Hals gelegt hatte. Sie berührte es mit ihren Händen und sonderbarerweise beruhigte es sie etwas, es zu tragen. Neugierig blickte sie in den Raum - es schien sich um eine Art Tierheim zu handeln! Veronika kroch auf Händen und Knien zur Tür des Käfigs, aber sie konnte nicht mehr erfassen, was ein Riegel ist, geschweige denn seine Funktion durchschauen. Sie drückte nur dagegen und als nichts geschah, verlor sie sofort ihr Interesse. Sie blickte zu ihrer Linken und zu ihrer Rechten; die beiden anderen Kätzchen schienen sich in ihren Käfigen vollkommen wohl zu fühlen. Die Erinnerung an den wunderbar riechenden Mann und wie beruhigend seine Stimme gewesen war, überkam sie und sie versank in tiefe Gelassenheit. Das Gefühl übermannte sie, sich einfach nur zu entspannen, dann würde alles gut werden. Als sich die Tür öffnete, wurde die Aufmerksamkeit der drei sofort auf Lisa gelenkt, die ganz aufgeregt zu ihnen kam.

„Nein! Wie süß seit ihr denn?“, rief Lisa, als sie sich den Käfigen näherte, "Seid ihr drei bezaubernd! Herr Otto weiß, wie man die richtigen Kätzchen auswählt!" Sie ging direkt zu Veronikas Käfig, sie schob ihre Hand durch die Gitterstäbe und streichelte ihr Haar.

„Herr Otto, dachte Veronika, das ist der liebe Mann, der mich aufgehoben hat", und schon der Gedanke an seinen Namen ließ sie sich ganz warm und prickelnd fühlen, als sie sich in Lisas Hand kuschelte.

„Was für ein süßes Mädchen!"  sprudelte es von Lisas Lippen. „Wenn du nicht Herrn Otto gehören würdest, nähme ich dich vielleicht selbst zu mir!" Sie zog ihre Hand wieder aus dem Käfig, als Veronika bei ihrem Kommentar ein wenig errötete, und ging zu einem der anderen Kätzchen und tat mit ihm dasselbe.

"Mein Gott", rief Lisa aus, als sie den Kopf des zweiten Kätzchens streichelte, "du bist genauso süß wie deine Schwester! Jetzt kann ich mich nicht mehr entscheiden, welches von euch meine Favoritin ist", sagte sie, als sie zum dritten wechselte, "ihr seid alle so bezaubernd! Es wird mir Spaß machen, euch Namen zu geben!" Ich habe einen Namen", dachte Veronika, "wovon spricht sie? Denkt sie wirklich, dass ich eine Katze bin? Sie schüttelte den Kopf, als sie sich zu Lisa sagen hörte: „Aber....aber bin ich denn eine Katze? Habe ich keinen Namen?" Lisa drehte nicht einmal den Kopf zu ihr, um zu zeigen, dass sie Veronika sprechen gehört hatte. Stattdessen streichelte sie das Kätzchens zu Veronikas Linken. „Ich liebe Mädchen-Kätzchen! Ihr seid alle so flauschig und kuschelig, und süß, und braun! Ich weiß nur, dass Herr Otto kein Problem haben wird, Besitzer für euch zu finden!" „Hallo?", sagte Veronika, diesmal etwas lauter. „Ich habe einen Namen, es ist Veronika, und ich bin keine Katze! Kannst du das nicht sehen?" Sie war ein wenig verärgert, dass die Tierarzthelferin nicht einmal bemerkt hatte, dass sie mit ihr sprach!

„Also, wie soll ich dich nennen?" fragte Lisa das kleine braune Kätzchen, als sie Kopf und Hals rieb. „Ich mag deine braune Färbung... Ich denke, ich werde dich Mokka nennen!" Sie nahm ihre Hand aus dem Käfig , um einen Block Papier zu holen. Veronika erkannte, als Lisa sich dem Kätzchen zuwandte, dass es ein Registrierungsformular für Katzen war, und sie sah, wie Lisa "Mokka" in die erste Zeile schrieb, und dann das Blatt in einen Halter an der Vorderseite des Käfigs schob. "Mokka", dachte Veronika, "das ist ein süßer Name, schätze ich? Sie beobachtete, wie Lisa an ihr vorbeiging, zu dem Kätzchen zu ihrer Rechten. Die Tierarzthelferin hatte immer noch nicht in irgendeiner Weise erkennen lassen, dass sie hörte wie Veronika mit ihr sprach. „Jetzt zu dir", lächelte Lisa, als sie ihre Hand zurück in den Käfig schob, um das zweite Kätzchen zu streicheln. „Dich will ich Pietsch nennen! Du kleiner, süßer Pfirsich!" Und sie schrieb den Namen auf das Blatt Papier und steckte ihn in den Halter, genau wie zuvor.

Teil 5

Dann traf es sie - die Frau wollte ihr auch einen Namen geben. Sie schauderte vor Erwartung, als sie sah, wie Lisa wieder zu ihr trat. Die Hand der Frau schob sich in ihren Käfig und Veronika begann auf der Stelle sich in ihre Hand zu kuscheln, als sie ihr Haar streichelte. "Hmhm", murmelte Lisa, als sie auf Veronika herabblickte, "dein Fell ist hier etwas dunkler als das deiner Schwestern". Ich frage mich, ob ihr alle aus dem gleichen Wurf kommt?" Ihre linke Hand bewegte sich unter Veronikas Kinn und berührte ihren Kragen. "Und du bist die Einzige mit einem so hübschen rosa Halsband!" „Ja," dachte Veronika verzweifelt, „das sind wohl auch die einzigen Unterschiede. Sie musste ein wenig keuchen, als sie spürte, wie sich Lisas Hand von ihrem Kopf weg und nach unten bewegte. Es fühlte sich so gut an.... sie vergaß fast, sich über Lisas Dummheit aufzuregen. Sie schob ihr Becken voller Wollust gegen die Hand der Frau, als die sich ihren Hüften näherte und ihr Verstand fiel in einen glücklichen Nebel. „Nun, nun, kleines Mädchen, du bist ja schon rollig", rief Lisa aus, als ihre Hand den Bereich direkt über Veronikas Hügel massierte. „Deine Muschi fühlt sich wie ein Keks an, der gerade aus dem Ofen geholt wurde!" Veronika keuchte, als sie spürte, wie sie sich dem Höhepunkt näherte. Aber kurz davor nahm Lisa ihre Hand wieder weg.„Alle diese hübschen, dunkel-braunen, kreisförmigen Flecken in deinem Fell. Dein Name ist Mauzie!" Aufgeregt schrieb sie den Namen auf das Papier, steckte ihn in den Halter und ließ eine vor sexueller Frustration enttäuscht stöhnende Veronika zurück. Dann dämmerte Veronika, was Lisa zu ihrem ‚Fell‘ gesagt hatte. Sie hatte doch braunes Haar und bestimmt keine keksförmigen Flecken. Jetzt erst verspürte sie einen kleinen Juckreiz auf der Haut und leichtes Stechen am Steiß. Beiläufig schaute sie auf ihre Arme. Sie waren seltsam braun mit etwas dunkleren kreisförmigen Flecken. Sie erstarrte vor Schreck und sie zitterte am ganzen Körper. Es erfasste sie nackte Panik und sie rollte sich ängstlich wie ein Kätzchen zusammen. Sie spürte, wie ein Teil von ihr immer wieder nervös auf den Boden ihres Käfigs klopfte. Es war etwas hinter ihr. Sie  wollte keine Bestätigung für ihren Verdacht. Doch dann siegte ihre katzenhafte Neugier, sie nahm ihren ganzen Mut zusammen und schaute hin. Mein Gott! Sie hatte einen Schwanz! Wie durch Watte nahm sie wahr, wie Lisa noch sagte: „Mokka, Pietsch und Mauzie. Perfekt!" Die Tür öffnete sich und Dr. Meier trat ein. Lisa drehte sich zu ihr:

„Ich bin gerade damit fertig, ihnen Namen zu geben, Frau Dr. Meier. Gutes Timing!" Die Ärztin blickte zu den drei Weibchen in ihren Käfigen; genau wie bei Lisa schien sie nicht zu erkennen, dass eine von ihnen anders war als die anderen beiden. Sie öffnete eine Schublade neben sich und entnahm eine Maske, die sie an einem Schlauch befestigte.

„Also", fragte sie Lisa, "welches sollen wir zuerst kastrieren?" KASTRIEREN? Veronika blieb die Luft weg, als sie das Wort hörte. Sie ahnte, was es bedeutete, aber es zu hören und zu wissen, dass es für sie bestimmt war, ließ sie unter Schock erzittern. Sie blickte zu den anderen Kätzchen hinüber und in diesem Moment wünschte sie sich, dass sie wie sie sein könnte und nicht wissen würde, was mit ihr passieren würde. „Diese hier", sagte Lisa, sie zeigte zu Veronikas Käfig. „Mauzie hier ist schon rollig, also sollten wir sie wahrscheinlich zuerst kastrieren - wir wollen doch nicht, dass heute Morgen kleine Kater ins Büro schleichen, um sich mit ihr zu paaren!"

„Oh mein Gott", keuchte Veronika, als Frau Dr. Meier ihre Hand in ihren Käfig schob, um zu bestätigen, was ihre Assistentin ihr gerade gesagt hatte.

„Du darfst mich nicht kastrieren! Ich bin keine Katze! Mein Name ist...ohhhhh...." sie konnte den Rest nicht mehr sagen, weil Frau Dr. Meier der geschockten Frau in ihr Privates griff.

"Wow", bemerkte Frau Doktor Meier, als sie ihre Untersuchung fortsetzte, „Es ist nicht nur rollig, sondern auch extrem fruchtbar. Es hat Glück, dass ein Kater sie nicht schon längst bestiegen hat." Als sie ihre Hand wegnahm, erschauderte Veronika hart, schon wieder so kurz vor dem Höhepunkt. Sie fühlte als nächstes Frau Dr. Meiers Hand auf ihrer Brust.

„Gut entwickelt für ihr Alter, nicht wahr, Lisa?"

„Das ist sie, Frau Dr. Meier", antwortete Lisa. "Es ist fast eine Schande, sie zu kastrieren, aber bei Katzen ist es das einzig Richtige. Wir wollen doch nicht, dass ein Haufen verwilderter Kätzchen durch die Gegend rennen!" Sie streichelte Veronikas Kopf durch die Gitterstäbe. „Hab keine Angst meine kleine Mauzie, du wirst nichts spüren. Frau Dr. Meier wird dir dafür etwas geben!"

„Nein", protestierte Veronika, als sie sah, wie Frau Dr. Meier die Gasmaske in der Hand hielt und sie in Richtung ihres Gesichts bewegte. „Siehst du es denn nicht? Ich bin keine Katze! Ich muss nicht kastriert werden! Mein Name ist nicht Mauzie, es ist...uuhhhh..."

„Wie sie so miaut, könnte man meinen, dass sie uns etwas sagen will! Da steckt wohl auch das Blut einer Siamkatze in unserer kleinen Mauzie!", sagte Lisa noch, als Frau Dr. Meier die Maske über Veronikas Gesicht hielt und sah, wie sie schnell dem Betäubungsmittel erlag.

„Vielleicht beruhigt sie die Operation ja ein wenig? Sie ist soweit", sagte Frau Dr. Meier, als sie ihre freie Hand unter Veronikas Kinn schob und ihren Kopf hochhielt, sah sie, dass die Katze ohne Bewusstsein war. „Okay, bring Mauzie in den Untersuchungsraum und bereite sie schon mal vor, wir müssen alle drei bis Mittag fertig haben."

Teil 6

Sie wachte auf und streckte ihre Gliedmaßen aus. Sie fühlte sich so verträumt, so glücklich. Sie blickte auf und sah in das Gesicht von Otto.

„Nun, sieh mal, wer wach ist", sagte er. „Du hast aber lange geschlafen, Mauzie."

„Mauzie", dachte sie, "mein Name ist....Mauzie...".

„Deine Schwestern erwachten schon vor Stunden aus der Anästhesie und ich habe bereits ein Zuhause für sie gefunden." Seine Hand streichelte über ihren Kopf und sie schnurrte. Sie lag auf einem weichen, kuscheligen Kissen. Ihr Bauch begann zu knurren.

„Du musst am Verhungern sein, Mauzie. Ich gebe dir dein Futter. Magst du Thunfisch-Forelle oder lieber Geflügelklein, Mauzie?" Mauzie miaute bettelnd, als er in die Küche ging. Ohne nachzudenken, lief sie auf allen Vieren hinter ihm her. In der Küche stellte er ihr eine Schale mit Wasser und eine Futterschale auf den Boden. Sie steckte ihren Kopf in die Schüssel und verschlang gierig ihr Futter und trank danach etwas Wasser. Dann lief sie rundum zufrieden zurück zu Otto. Auf ihrem Weg zurück ins Wohnzimmer spürte sie, dass sie musste und ging instinktiv ins Bad, um sich im Katzenklo zu erleichtern. Sorgfältig und sauber, wie eine Katze nun mal ist, bedeckte sie ihren Kot mit Streu leckte ihre Pfoten und ihren Po sauber und wollte zurück zu Otto laufen, als sie ein Paar Ohren und einen Schwanz sah. Sie hatte keine Ahnung, dass es nur ihr eigenes Spiegelbild war. Sie zischte wütend, um ihr Territorium zu verteidigen.

„Was ist los, Mauzie?" Dann erkannte Otto, was sie sah, und musste lachen.

„Es ist nur dein Spiegelbild, du alberne Muschi. Hier ist keine andere Katze." Er nahm einen Ball ,in dem eine Glocke war, und rollte sie durch die Tür ins Wohnzimmer. Mauzie jagte sofort hinter ihn her. Dann öffnete sich die Haustür und Dr. Meier trat ein, mit einem Lächeln im Gesicht. Otto ging zu ihr, um sie zu begrüßen.

„Willkommen zu Hause, Sandra", sagte er, als er sie umarmte und küsste. Sie erwiderte eifrig seine Zuneigung. „Wie war dein Tag, Liebes?"

„Wunderbar, und deiner auch?" Sie lächelte, als sie eng umschlungen sich auf das Sofa zubewegten. „Wie geht es unserem kleinen Haustier?" Aus dem Nebenraum kam ein klingelndes Geräusch.

„Es hat sein Futter gefressen und spielt jetzt." Er legte seinen Arm um seine schöne Begleiterin. „Unser kleines Experiment funktionierte noch besser, als ich es mir vorgestellt habe!"

„Nun, wir haben das perfekte Objekt gefunden. Ich wusste, als ich sie letztes Jahr auf dieser Fetisch Site fand und das Zeug las, das sie gepostet hatte, dass wir die richtige gefunden hatten. Sie erzählte, sie träumte nachts davon, eine Katze zu sein, und fragte sich oft, wie es wäre.... jetzt weiß sie es!", sagte Sandra. Otto meinte daraufhin: „Das war ein echter Glückstreffer von dir, Liebling. Die ganze Arbeit, die wir hatten, allein die für sie passenden Pheromone, die ich trug, zu finden, war schon ein Kraftakt. Ohne diese hätte ich ihr nie nah genug kommen können, um ihr die Nanobots aus deinem Labor zu injizieren, die ihren Körper in ein Mensch-Katzenwesen verwandeln und die gleichzeitig ihre Intelligenz auf das nötigste reduzieren. Dann das von mir entwickelte Halsband, das auch jetzt noch, sie immer mehr ihr Menschsein vergessen lässt und ihre Katzeninstinkte verstärkt. Das war, in aller Bescheidenheit, schon eine Meisterleistung von uns.

„Stimmt, Liebster! Wir sind ein perfektes Team! Ich würde gerne wissen, was in ihrem armen kleinen Kopf vorging, während das alles mit ihr geschah. Ich frage mich, ob sie schon anfing zu glauben, eine Katze zu sein, bevor ich sie betäubt hatte?"

„Ich schätze, wir werden es vielleicht nie so genau erfahren. Es sollte das Halsband solange tragen, bis sich ihre neue Katzenpersönlichkeit unumstößlich manifestiert hat! Es darf nur noch so handeln und denken, wie eine Katze es tun würde? Unser Tierchen wird nach und nach so programmiert. Sobald das Halsband entfernt werden kann, soll es nie wieder zu seinem früheren Selbst zurückfinden können. Da müssen wir uns allerdings dann auch absolut sicher sein." sagte Otto. Sandra hielt einen Moment inne und lauschte den klirrenden Geräuschen, die aus einem Nebenraum kamen. Otto lachte. „Ich glaube nicht, dass einer von uns jemals gedacht hätte, dass wir so viel Erfolg haben würden. Wir haben noch gar nicht darüber nachgedacht, was wir tun würden, wenn es tatsächlich funktionieren sollte!"

„Nun", meinte Sandra, „Ich schätze, es ergeben sich da ein paar Möglichkeiten. Wir könnten es für immer als Haustier behalten, abgesehen vom Futter sollte eine Katze ziemlich preiswert zu halten sein oder wir verkaufen es an einen russischen Oligarchen oder einem steinreichen, durchgeknallten Japaner, die sind für so etwas immer zu haben. Das klirrende Geräusch hörte plötzlich auf. Otto stand auf und Sandra folgte ihm.

„Wir sollten besser nach es sehen, denkst du nicht?" Sie gingen zu ihrer Katze und mussten lachen, als sie sahen, wie Mauzie verzweifelt versuchte ihren Ball, den sie unter den Schrank geschlagen hatte wieder zu finden. „Was für ein dummes Kätzchen!", rief Sandra aus, als sie sich niederkniete und unter den Schrank griff und den Ball zurückholte. Otto schnappte sich Mauzie. Sandra stand auf und betrachtete zufrieden das neue Haustier. Sie ergriff Mauzie's Kinn und sah in ihre leeren Augen.

„Da drin ist wirklich nichts mehr los. Faszinierend, würde Spock konstatieren!" Sie ließ Mauzie's Kopf los. Beide mussten lachen.

„Komm, Liebling, lass uns ins Schlafzimmer gehen. Ich will dich! Aber das Vieh kommt mir nie ins Schlafzimmer. Tiere im Bett finde ich widerlich! Versprich mir das, ansonsten wird es verkauft! Okay?“, forderte Sandra.

„Soll es auf sein Spielzeug allein aufpassen, die Nacht gehört alleine uns.", sagte Otto. Dann überließen sie ihrer Katze die Wohnung, um mit albernem Gekicher in ihr Schlafzimmer zu verschwindenden. Otto hatte Mauzie in der Küche etwas Trockenfutter und frisches Wasser hingestellt. Glücklich fraß es noch etwas und legte sich dann auf ihr Kissen, um sich intensiv mit ihrer neuen, rauen Katzenzunge sauber zu lecken. Dann streckte sie alle Viere von sich und schlief glücklich ein.

Ende